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Lässt sich die Existenz Gottes beweisen? Der kosmologische Gottesbeweis und die modernen Naturwissenschaften

Title: Lässt sich die Existenz Gottes beweisen? Der kosmologische Gottesbeweis und die modernen Naturwissenschaften

Bachelor Thesis , 2013 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michael Schwiertz (Author)

Theology - Miscellaneous
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Lässt sich die Existenz Gottes beweisen?
An dieser Frage und der mit ihr einhergehenden Problematik scheiden sich von Grund auf die Geister. Ist es möglich? Wie geht man an eine solche Thematik heran? Solche und ähnliche Fragen sind dabei nur einzelne Beispiele des immensen Fragenkatalogs, der sich daraus entwickeln lässt. Den Anfang bildet dabei schon das Problem, was wir unter dem Begriff des Beweises verstehen, denn einen solchen nach der Art der Physik und anderer Naturwissenschaften lässt sich nicht erbringen, da wir ein geistiges, transzendentes Wesen wie Gott mit ihren Methoden nicht fassen können. Wie also vorgehen?

Die Antwort hierauf befindet sich in der Logik und ihren argumentativen Methoden, denn sie bietet uns die Möglichkeit die Existenz eines Metaphysischen Gegenstandes zu demonstrieren. Wie bei dieser Argumentation vorgegangen wird, führt wiederum zur Unterscheidung der verschiedenen Gottesbeweise, wobei der ontologische, kosmologische und teleologische die am häufigsten vertretenden Arten sind. Diese wurden im Laufe der Zeit von Größen der Philosophie und Theologie wie Aristoteles, Thomas von Aquin, Leibnitz, etc. aufgestellt, kritisiert, umformuliert und weiterentwickelt.

Doch seit den Entwicklungen, die in der Neuzeit und der Aufklärung ihren Anfang hatten, zeichnete sich ein enormer Fortschritt innerhalb der Naturwissenschaften ab, sodass diese mit ihrer empirischen Forschung zum Primaten der Erkenntnisgewinnung wurden und damit metaphysische Konzepte wie den Gottesbeweis verdrängten. Denn für einen Wissenschaftsgläubigen besitzt die Philosophie und Theologie keinerlei allgemeingültigen Ergebnisse.

Deswegen beschäftigt sich diese Arbeit mit der Frage, in wie weit es heutzutage möglich ist einen Gottesbeweis aufzustellen und diesen dabei in den Kontext mit den Erkenntnissen der modernen Naturwissenschaften zu bringen? Der kosmologische Gottesbeweis wird dabei als Beispiel für diesen Versuch herangezogen, da er zum einen einer der wichtigsten Varianten des Gottesbeweises ist und er zum anderen auch heute noch häufig aufgegriffen und diskutiert wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Der Kosmologische Gottesbeweis

2. Funktion und Relevanz der Gottesbeweise

II. Der Kalam Gottesbeweis – William Lane Craig

1. Allgemeiner Aufbau

2. Prämisse (1)

3. Prämisse (2)

4. Zwischenkonklusion (3)

5. Prämisse (4)

6. Kritik am kalam Gottesbeweis

III. The Existenz of God - Richard Swinburne

1. Geschichte und Relevanz

2. Warum induktiv ?

3. Kriterien guter induktiver Argumente

4. Der Beweis

IV. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten, Gottesbeweise in den Kontext moderner naturwissenschaftlicher Erkenntnisse zu stellen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit es heutzutage möglich ist, einen Gottesbeweis aufzustellen und diesen mit den Erkenntnissen der modernen Naturwissenschaften in Verbindung zu bringen.

  • Analyse klassischer und zeitgenössischer Formen des kosmologischen Gottesbeweises
  • Untersuchung des Kalam-Arguments nach William Lane Craig
  • Induktive Argumentationsansätze nach Richard Swinburne
  • Diskussion der Vereinbarkeit von Philosophie, Theologie und empirischer Naturwissenschaft
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Urknallmodell und dem Wärmetod des Universums

Auszug aus dem Buch

1. ALLGEMEINER AUFBAU

Der logische Aufbau und damit die entscheidenden Schritte des Kalam- Arguments können sodann in dieser Form dargestellt werden, wobei der Schritt (3) als Zwischenkonklusion aus den Prämissen (1) und (2) folgt und die Konklusion (5) aus den Schritten (3) und (4):

(1) Whatever begins to exist has a cause of its existence.

(2) The universe began to exist.

(3) Therefore, the universe has a cause of its existence

(4) If the universe has a cause, then an uncaused, personal Creator of the universe exists, who sans the universe is beginningless, changeless, immaterial, timeless, spaceless and enormously powerful.

(5) Therefore, an uncaused personal Creator of the universe exists who sans the universe is beginningless, changeless, immaterial, timeless, spaceless and enormously powerful.19

Diese Argumentation ist vom Standpunktunkt der Logik aus als gültig und damit logisch wahr anzusehen, weswegen die Diskussion sich auf die Stimmigkeit und die Herleitung der einzelnen Prämissen bezieht.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, ob und wie die Existenz Gottes im Kontext der modernen Naturwissenschaften logisch begründet werden kann.

1. Der Kosmologische Gottesbeweis: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen traditionellen Formen des kosmologischen Gottesbeweises, darunter den unbewegten Beweger des Aristoteles und den Beweis aus der Kontingenz.

2. Funktion und Relevanz der Gottesbeweise: Es wird die philosophische und theologische Bedeutung von Gottesbeweisen thematisiert sowie deren Notwendigkeit zur rationalen Begründung des Glaubens erörtert.

II. Der Kalam Gottesbeweis – William Lane Craig: Das Kapitel stellt die von William Lane Craig modernisierte Version des Kalam-Gottesbeweises vor, die sich auf die letzte Wirkursache des Universums bezieht.

1. Allgemeiner Aufbau: Hier wird die logische Struktur des Kalam-Arguments in Form von Prämissen und Konklusionen dargelegt.

2. Prämisse (1): Es wird die Richtigkeit der Aussage begründet, dass alles, was zu existieren beginnt, eine Ursache für seine Existenz benötigt.

3. Prämisse (2): Dieses Kapitel analysiert philosophische und naturwissenschaftliche Argumente für den Anfang des Universums.

4. Zwischenkonklusion (3): Basierend auf den ersten beiden Prämissen wird die logische Schlussfolgerung gezogen, dass das Universum eine Ursache haben muss.

5. Prämisse (4): Hier werden die notwendigen Eigenschaften der ersten Ursache – wie Anfangslosigkeit, Beständigkeit und Immateriellität – hergeleitet.

6. Kritik am kalam Gottesbeweis: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit Einwänden gegen das Kalam-Argument auseinander, unter anderem durch Physiker wie Paul C. Davies.

III. The Existenz of God - Richard Swinburne: Es wird der Ansatz von Richard Swinburne präsentiert, der Gottes Existenz nicht deduktiv, sondern als induktive wissenschaftliche Hypothese begründet.

1. Geschichte und Relevanz: Hier wird der historische Kontext und die Bedeutung der natürlichen Theologie bei Swinburne beleuchtet.

2. Warum induktiv ?: Das Kapitel erläutert die Vorteile der induktiven Argumentationsweise gegenüber der starren Struktur deduktiver Beweise.

3. Kriterien guter induktiver Argumente: Es werden die vier Kriterien definiert, die ein induktives Argument erfüllen muss, um als erfolgreich zu gelten.

4. Der Beweis: Anhand konkreter Phänomene wie der Komplexität des Universums und der Evolution wird Swinburnes induktiver Gottesbeweis konstruiert.

IV. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass eine rationale Gottesbegründung vor dem Hintergrund der modernen Naturwissenschaft möglich ist.

Schlüsselwörter

Kosmologischer Gottesbeweis, Kalam, William Lane Craig, Richard Swinburne, Urknall, Induktion, Deduktion, Metaphysik, Naturwissenschaft, Schöpfung, Kausalität, Philosophie, Theismus, Gott, Existenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeit, Gottesbeweise in einem zeitgenössischen Kontext zu führen, indem sie philosophische Argumente mit den Erkenntnissen der modernen Naturwissenschaft verbindet.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?

Zentrale Themen sind der Kalam-Gottesbeweis von William Lane Craig, das induktive Modell von Richard Swinburne sowie die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Urknall und der Entstehung des Universums.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu klären, inwieweit es möglich ist, einen zeitgenössischen Gottesbeweis aufzustellen, der die aktuellen Erkenntnisse der Naturwissenschaften in die Argumentation miteinbezieht.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt sowohl deduktive, logische Argumentationsstrukturen als auch induktive, wissenschaftstheoretische Beweisverfahren, um die Plausibilität der Existenz Gottes zu prüfen.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil ist zweigeteilt: Er analysiert einerseits die logische Konsistenz des Kalam-Arguments und erörtert andererseits Swinburnes induktive Hypothesenbildung basierend auf empirischen Phänomenen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wesentlichen Begriffe umfassen Kosmologischer Gottesbeweis, Kalam-Argument, Induktion, Urknallmodell und die philosophische Debatte um die erste Ursache.

Wie begegnet die Arbeit dem Argument der Unendlichkeit?

Durch das Aufzeigen der Unmöglichkeit eines aktual Unendlichen in der physischen Welt, unterstützt durch die Thermodynamik, leitet die Arbeit die Notwendigkeit eines Anfangs des Universums ab.

Welche Rolle spielt Ockhams Rasiermesser in der Argumentation von William Lane Craig?

Craig nutzt das Prinzip der Sparsamkeit, um bei der Suche nach der ersten Ursache die einfachste Erklärung zu wählen, welche auf die Existenz eines persönlichen Schöpfers hindeutet.

Warum bevorzugt Richard Swinburne einen induktiven Ansatz?

Swinburne wählt den induktiven Weg, um eine höhere Flexibilität gegenüber neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu bewahren und Gott als wahrscheinlichste Erklärung für die geordnete Struktur der Welt zu präsentieren.

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Details

Title
Lässt sich die Existenz Gottes beweisen? Der kosmologische Gottesbeweis und die modernen Naturwissenschaften
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,3
Author
Michael Schwiertz (Author)
Publication Year
2013
Pages
33
Catalog Number
V312095
ISBN (eBook)
9783668114654
ISBN (Book)
9783668114661
Language
German
Tags
lässt existenz gottes gottesbeweis naturwissenschaften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Schwiertz (Author), 2013, Lässt sich die Existenz Gottes beweisen? Der kosmologische Gottesbeweis und die modernen Naturwissenschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312095
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