Die zu erforschende Frage besteht darin, inwiefern Unternehmen durch ihre CSR-Maßnahmen ihren Stakeholdern ethisch gerecht werden. Welche Anspruchsgruppen sind gemeint und was sind deren Bedürfnisse? Vor welchen ethischen Herausforderungen steht ein Unternehmen bei der Umsetzung von CSR-Maßnahmen? In dieser Arbeit werden die Antworten dieser Fragen an dem Beispiel von den Drogeriemärkten dm und Müller erläutert. Die beiden Unternehmen werden in ihren einzelnen Philosophien verglichen und gegenübergestellt. Diese wurden gewählt, da sie zwei große Wettbewerber in der Drogeriebranche sind und sich auf den zweiten Blick mehr unterscheiden, als zunächst gedacht.
Zu Beginn dieser Arbeit wird der Begriff des CSR kurz erläutert und auf die Dimensionen, die dieser mit sich bringt, eingegangen. Das darauffolgende Kapitel setzt sich direkt mit den Praxisbeispielen auseinander. Es wird ein kurzer Überblick und die Branche und die nummerischen Fakten der beiden Firmen verschafft, ehe die Stakeholder und ihre Standpunkte in den jeweiligen Betrieben identifiziert werden. Anschließend geht der Autor auf die ethischen Herausforderungen sowie auf die CSR- und Geschäftsaktivitäten von dm und Müller näher ein.
Abschließend wird kritisch Stellung dazu genommen, inwiefern die beiden Drogeriemärkte mit ihren CSR-Aktivitäten ihren Stakeholdern ethisch gerecht werden. Das Fazit beinhaltet letzten Endes eine Verdeutlichung der Überschneidungen und Differenzen der Unternehmen und liefert die Antwort auf die Forschungsfrage.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort
2 Begriffserklärung
3 Branchenanalyse
3.1 Größe, Märkte, Produkte
3.2 Stakeholder
3.2.1 Kunden
3.2.2 Mitarbeiter
3.2.3 Partner
3.3 ethische Herausforderungen in Bezug auf Stakeholder
3.4 CSR- & Geschäftsaktivitäten
3.4.1 dm
3.4.2 Müller
4 Kritik der CSR-Aktivitäten in Bezug auf Ethik
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwiefern Unternehmen durch die Implementierung von Corporate Social Responsibility (CSR)-Maßnahmen ihren Stakeholdern ethisch gerecht werden, wobei ein besonderer Fokus auf dem direkten Vergleich der Drogeriemärkte dm und Müller liegt.
- Analyse des Begriffsverständnisses von Corporate Social Responsibility
- Gegenüberstellung der Unternehmensprofile und Geschäftsaktivitäten
- Identifikation zentraler Stakeholder-Gruppen (Kunden, Mitarbeiter, Partner)
- Untersuchung ethischer Herausforderungen in der Drogeriebranche
- Kritische Bewertung der CSR-Strategien und deren Auswirkungen auf die Reputation
Auszug aus dem Buch
3.4.1 dm
Für dm ist es oberstes Ziel, sinnvoll zu handeln und Verantwortung zu übernehmen. Ökologisch, ökonomisch, sozial und kulturell nachhaltiges Handeln steht daher immer im Mittelpunkt und ist fest in der Unternehmensphilosophie verankert.
In Bezug auf das Engagement für die Mitarbeiter setzt dm auf angemessene Einkommen sowie das stete Bemühen, die Menschen bei dm an besonderen Erfolgen angemessen zu beteiligen. Sie fordern, dass Lohn- und Gehaltsvereinbarungen auf der Basis vereinbarter Tarife getroffen werden, damit im Einzelhandel tätige Menschen auskömmlich leben können. Es wird eine flache Hierarchieform betrieben, bei der die einzelnen Filialen selbstständig Verantwortung übernehmen und gleichzeitig Vertrauen erhalten.
Der Drogeriemarkt legt viel Wert auf eine eigene Produktmarkenführung. Sie besitzen ein großes Portfolio an Eigenmarken, welche entweder dominant oder aber mindestens flankierend als identitätsbildende Markenassoziationen die Nachhaltigkeit integrieren. Dadurch soll den Kunden ein zusätzlicher Nutzen vermittelt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Vorwort: Einleitung in die Bedeutung von CSR und Darstellung der Forschungsfrage sowie des methodischen Vorgehens anhand des Beispiels dm und Müller.
2 Begriffserklärung: Definition und theoretische Herleitung des CSR-Begriffs unter Betrachtung verschiedener Dimensionen wie Umwelt, Soziales und Wirtschaft.
3 Branchenanalyse: Analyse der Rahmenbedingungen der Drogeriebranche inklusive Unternehmensvergleich, Identifikation der Stakeholder und Darstellung der CSR-Aktivitäten.
4 Kritik der CSR-Aktivitäten in Bezug auf Ethik: Kritische Reflexion und Vergleich der CSR-Umsetzung bei dm und Müller hinsichtlich Glaubwürdigkeit und Transparenz.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ähnlichkeiten und Unterschiede sowie Beantwortung der Forschungsfrage zur ethischen Gerechtigkeit gegenüber Stakeholdern.
Schlüsselwörter
Corporate Social Responsibility, CSR, Drogeriemarkt, dm, Müller, Stakeholder, Nachhaltigkeit, Unternehmensethik, Markenführung, Mitarbeiterwertschätzung, Sozialverantwortung, Ökologie, Unternehmensreputation, Konsumentenbedürfnisse, Supply Chain.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Unternehmen durch ihre CSR-Maßnahmen ihren Stakeholdern ethisch gerecht werden, und untersucht dies anhand der Drogeriemärkte dm und Müller.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Unternehmensethik, der Definition von CSR, der Stakeholder-Analyse sowie der praktischen Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien im Einzelhandel.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die CSR-Aktivitäten von dm und Müller zu vergleichen und zu bewerten, inwieweit diese den ethischen Anforderungen der jeweiligen Anspruchsgruppen entsprechen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und vergleichende Analyse auf Basis von Unternehmensdaten, CSR-Berichten und theoretischer Fachliteratur durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?
Der Hauptteil umfasst eine Branchenanalyse, eine detaillierte Gegenüberstellung der Geschäftsphilosophien und Aktivitäten beider Unternehmen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit deren CSR-Modellen.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?
Wichtige Begriffe sind CSR, Unternehmensethik, Stakeholder-Management, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im Einzelhandel.
Wie unterscheidet sich die CSR-Strategie von dm von der von Müller?
Während dm CSR-Maßnahmen tief und ganzheitlich in der Unternehmensphilosophie verankert hat, wirkt die Strategie von Müller laut Analyse eher gewinnmaximierend und punktuell, was die Transparenz erschwert.
Welche Bedeutung kommt der "Bio-Welle" bei Müller zu?
Die Untersuchung deutet an, dass dieser Begriff bei Müller eher als eine marktorientierte Anpassung zur Gewinnsteigerung zu verstehen ist und weniger auf einer tief verwurzelten sozial-ökologischen Überzeugung basiert.
- Arbeit zitieren
- Sophia Fischer (Autor:in), 2015, Corporate Social Responsibility bei dm und Müller. Wie werden die Unternehmen ihren Stakeholdern ethisch gerecht?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312099