Franz Beckenbauers Stellungnahme zum Missbrauch von Doping im ZDF Sportstudio im Jahr 2013, löste viele Diskussionen aus. Die hier getätigten Aussagen, über die Annahme zur Relevanz von Doping im Fußball, bildet die Grundlage dieser Arbeit.
Die vorliegende Arbeit gliedert sich in vier Teile. Der in Kapitel 2 vorzufindende wissenschaftliche Teil behandelt die Definition von Doping sowie die Darstellung der verbotenen Methoden und Substanzen durch die World Anti-Doping Association. Dies dient dem Leser, bestätigte Missbrauchsfälle einzuordnen sowie die beobachtete Einstellung und der Wissensstand der Befragten zu bewerten. Weiter wird in Kapitel 3 die Thematik Doping in Bezug auf die Mannschaftssportart Fußball dargestellt. Einleitend zu dieser Thematik wird die genauere Stellungnahme zu Dopingmissbrauch von Herrn Beckenbauer zitiert dargestellt. Im Weiteren werden Missbrauchsfälle und der NADA-Bericht aus dem Kalenderjahr 2014 dargestellt sowie Maßnahmen zur Prävention durch die verschiedenen Verbände erläutert. Anschließend wird das methodische Vorgehen in Kapitel 4 hinsichtlich der Forschungsfrage aufgezeigt. Der Auswertungsteil teilt sich in Kapitel 5 und 6. Die ausgewerteten Interviews werden in Kapitel 5 zusammengefasst und anschließend in Kapitel 6 diskutiert. Das Fazit der Arbeit in Kapitel 7 bildet den Schlussteil der Arbeit. Ziel der Arbeit soll sein, bestehende Problematiken im Umgang mit Doping darzustellen und Ansatzpunkte zur Verbesserung der aktuellen Umstände zu liefern.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffliche und theoretische Grundlage
2.1 Geschichte des Dopings
2.2 Definition: Doping
2.3 WADA-Code
3 Fußball und Doping
3.1 NADA-Bericht 2014
3.2 Dopingfälle im deutschen Fußball im Kalenderjahr 2014
3.3 FIFA-Dopingreglement
3.4 UEFA
3.4.1 UEFA und Kampf gegen Doping
3.4.2 UEFA- Dopingreglement
3.5 Deutscher Fußball Bund und Doping
4 Methodik
4.1 Das Interview
4.2 Der Interviewleitfaden
4.3 Stichprobe
4.4 Forschungsdurchführung
4.5 Gütekriterien
4.5.1 Objektivität
4.5.2 Reliabilität
4.5.3 Validität
5 Auswertung
5.1 Die qualitative Inhaltsanalyse
6 Ergebnisse der Auswertung
6.1 Einleitung (Karrierelaufbahn)
6.2 Erkältung und Grippe
6.3 Verletzungen
6.4 Allergien
6.5 Urlaub und Sommerpause
6.6 Fitnesstraining
6.7 Doping
7 Diskussion
8 Fazit
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, durch qualitative Interviews mit Fußballern und Betreuern den aktuellen Wissensstand sowie die Einstellung gegenüber Doping im Profi- und Amateurfußball zu erforschen und Problematiken im Umgang damit aufzuzeigen.
- Definition und historische Entwicklung von Doping
- Rechtliche Rahmenbedingungen (WADA-Code, FIFA- und UEFA-Reglemente)
- Doping-Präventionsmaßnahmen im deutschen Fußball
- Methodik der qualitativen Experteninterviews
- Einstellung von Spielern und Betreuern zu Doping, Fitnesstraining und Medikamentenkonsum
Auszug aus dem Buch
3.1 NADA-Bericht 2014
Anhand des aktuellen NADA-Berichts 2014 besteht die Erkenntnis, dass die Kontrollen bei Wettkämpfen in Deutschland meist von den Sportverbänden selbst organisiert und umgesetzt werden (NADA Jahresbericht, 2014, S.4). Der Nationale Anti-Doping Code 2015 sieht vor, dass die NADA ab diesem Jahr alle Kontrollen übernimmt:
„Die NADA ist zuständig für die Organisation und Durchführung von Trainingskontrollen und Dopingkontrollen innerhalb des Wettkampfs bei allen Athleten, die dem Anwendungsbereich des NADC unterliegen und Ihre aktive Karriere nicht beendet haben. Athleten, gegen die eine Sperre verhängt wurde, können während der Sperre Dopingkontrollen unterzogen werden“ (Nationaler Anti-Doping Code, 2015, S. 29).
Im Jahr 2014 wurden von der NADA 8.652 Dopingkontrollen außerhalb der Wettkämpfe organisiert. Ein Schwerpunkt lag auf den Kontrollen von Nationalspielern vor der Weltmeisterschaft in Brasilien im In und Ausland. Insbesondere standen hier Kontrollen in Trainingslagern im Fokus (NADA Jahresbericht, 2014, S.5). Zudem wurden von den 5.257 Wettkampfkontrollen, 1.375 von der NADA organisiert (NADA Jahresbericht, 2014, S.5). Die genauen Daten in welchen Sportarten die Kontrollen durchgeführt wurden, sind anhand der nachstehenden Abbildung 1 und Abbildung 2 dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Doping im Fußball anhand einer kontroversen Aussage von Franz Beckenbauer und erläutert den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Begriffliche und theoretische Grundlage: Dieses Kapitel definiert Doping aus historischer Sicht und erläutert die verbotenen Methoden und Substanzen gemäß des aktuellen WADA-Codes.
3 Fußball und Doping: Hier werden der Doping-Umgang im Fußball, spezifische Fälle aus dem Jahr 2014 sowie die Reglements der FIFA, UEFA und des DFB kritisch betrachtet.
4 Methodik: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, die Auswahl der Interviewpartner und die Gütekriterien der qualitativen Forschung.
5 Auswertung: Es wird die Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Aufarbeitung des erhobenen Datenmaterials erläutert.
6 Ergebnisse der Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Erkenntnisse aus den Interviews, unterteilt in Themenbereiche wie Erkältung, Verletzungen, Allergien, Urlaub und Doping.
7 Diskussion: Die Forschungsergebnisse werden kritisch hinterfragt und in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet.
8 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet Ansätze für weiterführende Studien ab.
Schlüsselwörter
Doping, Fußball, NADA, WADA, Dopingkontrolle, Sportmedizin, Qualitative Inhaltsanalyse, Prävention, Medikamentenkonsum, Leistungssteigerung, Profifußball, Amateurfußball, Athletiktraining, Nahrungsergänzungsmittel, Sportethik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht den Wissensstand und die Einstellungen von Spielern und Betreuern gegenüber Doping und medizinischen Behandlungspraktiken im deutschen Fußball.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Prävention, dem Einfluss des medizinischen Personals, der Einstellung zu Nahrungsergänzungsmitteln und den spezifischen Herausforderungen im Profi- gegenüber dem Amateurbereich.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, bestehende Problematiken im Umgang mit Doping und der medizinischen Betreuung im Fußball aufzuzeigen und Lösungsansätze zur Verbesserung der aktuellen Umstände zu liefern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, bestehend aus problemzentrierten Experteninterviews, die im Anschluss mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, die Regelsysteme der Verbände sowie die konkreten Aussagen der befragten Spieler, Ärzte und Physiotherapeuten zu verschiedenen Behandlungskategorien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen gehören Doping, Fußball, NADA, Dopingkontrolle, qualitative Inhaltsanalyse sowie Leistungssteigerung und Prävention.
Welche Rolle spielen Physiotherapeuten bei der Aufklärung?
Die Arbeit zeigt, dass Physiotherapeuten oft die primäre Vertrauensperson und Hauptverantwortliche für die Aufklärung sowie Medikamentenvergabe in den Vereinen sind, was teilweise kritisch hinterfragt wird.
Wie stehen Spieler zum Thema Doping im Fußball?
Die Befragten halten Doping generell für schädlich, räumen jedoch ein, dass es besonders zur Leistungssteigerung im Ausdauerbereich oder zur beschleunigten Regeneration bei Verletzungen attraktiv sein könnte.
- Arbeit zitieren
- Marian Schuldt (Autor:in), 2015, Wissensstand und Einstellung gegenüber Doping im Profi- und Amateurfußball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312160