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Rassismus im Wandel. Vom Rassebegriff zum Kulturbegriff

Eine ethnologisch-diachronische Betrachtung des Rassismusdiskurses und des Verhältnisses von Wissenschaft und "rechtsextremer" Politik

Titre: Rassismus im Wandel. Vom Rassebegriff zum Kulturbegriff

Mémoire (de fin d'études) , 2012 , 190 Pages , Note: 2

Autor:in: Benjamin Lechner (Auteur)

Études Culturelles - Divers
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Das vorliegende Buch befasst sich mit der Transformation des Rassebegriffes hin zum Kulturbegriff. Dabei soll die nationalsozialistische Rassenideologie und die aktuelle ethnopluralistische Logik eines „Recht auf Differenz“ der Neuen Rechten Bewegung in Deutschland und Frankreich einem Vergleich unterzogen werden. Die Rolle der Wissenschaft – insbesondere Ethnologie, Evolutionspsychologie und Verhaltensforschung – scheint von enormer Bedeutung zu sein, um ein differentialistisches Menschheitsbild mit biologistischer Basis zu legitimieren. Daraus wird ersichtlich, dass die Diskursstrangtransformation des Rassismus, unter gegenseitiger Einflussnahme von Wissenschaft und rechtsextremer Politik, von einer Kontinuität im Wandel gekennzeichnet ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

Forschungsstand

Forschungsfrage und Hypothese

I. METHODEN UND STRUKTUR DES BUCHES

1. Kritische Diskursanalyse und Struktur

2. Literaturvergleich

II. BEGRIFFE, DEFINITIONEN, THEORIEN

1. Begriffsgeschichte von „Rasse“

1.1 Etymologie des Rassebegriffs

1.2 Definitionen von Rasse

1.3 Historische Betrachtung der Entwicklung des Rassebegriffs

1.4 Exkurs: Rasse und race

2. Rassismen - Struktur und Geschichte

2.1 Definitionen

2.2 Formen von Rassismen

2.2.1 Biologistischer Rassismus

2.2.2 Neorassismus, Kulturalistischer Rassismus, Differentialistischer Rassismus, Rassismus ohne Rassen

2.3 Rassismuskritik

2.4 Exkurs: Der Nutzen der Biologie und die Populationsgenetik

3. Ideologiebegriff

3.1 „Rechte“ Ideologie

3.2 Rassismus und Ideologie

III. ETHNOLOGISCHE WISSENSCHAFT UND NATIONALSOZIALISTISCHE POLITIK

1. Nationalsozialismus

2. Rassistische Ideologie und Nationalsozialismus

3. Zum ambivalenten Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik

4. „Dem Führer entgegenarbeiten“

5. Über Täter, Mittäter und Mitläufer

5.1 Otto Reche

5.1.1 Werk und Forschung

5.1.2 Reche und seine Beziehung zum Nationalsozialismus

5.2 Wilhelm Emil Mühlmann

5.2.1 Werk und Forschung

5.2.2 Mühlmann und seine Beziehung zum Nationalsozialismus

5.3 Richard Thurnwald

5.3.1 Werk und Forschung

5.3.2 Thurnwalds Absolventin Eva Justin

5.3.3 Thurnwald/Justin und deren Beziehung zum Nationalsozialismus

6. Resümee: Gegenseitige Einflussnahme und rassistische Legitimation

IV. WISSENSCHAFT UND DIE „NEUE RECHTE“-BEWEGUNG

1. Ideologie und die „Neue Rechte“-Bewegung

1.1 Zum Begriff „Neue Rechte“

1.2 Geschichte der Neuen Rechten

1.3 Zur Ideologie der Neuen Rechten: Konservative Revolutionäre

1.3.1 Arthur Moeller van den Bruck

1.3.2 Oswald Spengler

1.3.3 Carl Schmitt

1.4 Zur Ideologie der Neuen Rechten: Europäischer Faschismus und Julius Evola

1.5 Zusammenführung der Ideologie I: Gegen die Gleichheitslehre

1.5.1 Ein Dritter Weg: Gegen Marxismus, Gegen Liberalismus

1.5.2 Gegen Imperialismus

1.5.3 Gegen Judäo-Christentum

1.5.4 Gegen universelle Menschenrechte

1.6 Zusammenführung der Ideologie II: Ethnopluralismus und Kulturalismus

2. Rassismus bei den Neuen Rechten

3. Einfluss der Wissenschaft

3.1 Race, Genetics, IQ: Die Intelligenzfrage

3.1.1 Arthur Jensen

3.1.2 Hans Jürgen Eysenck

3.1.3 „The Bell Curve Wars“

3.1.4 Neue Rechte und Intelligenzforscher

3.1.5 Analyse und Kritik

3.2 Die Macht der Biologie: Die Verhaltensforschung

3.2.1 Konrad Lorenz

3.2.2 Irenäus Eibl-Eibesfeldt

3.2.3 Neue Rechte und Verhaltensforscher

3.2.4 Analyse und Kritik

3.3 Andere wissenschaftliche Einflüsse

3.3.1 Soziobiologie

3.3.2 Der Kampf der Kulturen?

3.3.2.1 Analyse und Kritik

3.3.2.2 Parallelen zu den Neuen Rechten und zum Ethnopluralismus

4. Einfluss der Ethnologie? - Eine kritische Betrachtung

4.1 Lévi-Strauss und die Logik der Differenz

4.2 Zu den Begriffen Kultur und Identität: Kritik und Ausweg

5. Resümee: Wissenschaftlicher Einfluss und neorassistischer Diskurs bei den Neuen Rechten

V. CONCLUSIO

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Transformationsprozess vom klassischen Rassebegriff hin zu einem modernen Kulturbegriff im zeitgenössischen Rassismusdiskurs, wobei die wechselseitige Beeinflussung von Wissenschaft und rechtsextremer Politik im Fokus steht. Dabei wird insbesondere analysiert, wie wissenschaftliche Konzepte ideologisch instrumentalisiert werden, um Ausgrenzungsmechanismen zu legitimieren.

  • Der historische Wandel rassistischer Argumentationsmuster vom Biologismus zum Kulturalismus.
  • Die Rolle der Ethnologie im Nationalsozialismus und deren Verstrickung in die NS-Ideologie.
  • Die Ideologie und das metapolitische Vorgehen der „Neuen Rechten“.
  • Die Rolle der Wissenschaft (u.a. Intelligenzforschung, Verhaltensforschung) bei der ideologischen Untermauerung neurechter Theorien.
  • Die diskursanalytische Untersuchung von Machtstrukturen und deren Legitimation durch wissenschaftliche Diskurse.

Auszug aus dem Buch

1. Kritische Diskursanalyse und Struktur

Über die Beziehung zwischen Diskurs und Macht schreibt Siegfried Jäger: „Diskurse üben Macht aus, sie sind selbst ein Machtfaktor und tragen zur Strukturierung von Machverhältnissen in einer Gesellschaft bei.“ Mittels der Diskursanalyse, im speziellen der Kritischen Diskursanalyse (im Folgenden KDA) soll aufgezeigt werden, wie Aus-/Abgrenzungsmechanismen funktionieren, um somit dem Faktor der Machtausübung auf den Grund zu kommen. Dabei gewinnen insbesondere Fragen nach den Hintergründen und Motiven der Beteiligten aber auch Analysen von Machtstrukturen und Institutionen an Bedeutung.

Ein Diskurs darf niemals als eine fein säuberlich isolierte Palette an Gesagtem verstanden werden, sondern vielmehr als eine gesamtgesellschaftlich relevante Verstrickung von Ereignissen. So betrifft beispielsweise eine politische Agitation über Ausländerfeindlichkeit, im weitesten Sinne also ein Diskurs über Ausgrenzung, an dem Unterdrücker und Unterdrückte beteiligt sind, niemals diese zwei Parteien allein. Ebenfalls müssen im Sinne einer umfangreichen diskursiven Analyse über den besagten Tatverhalt auch der sozioökonomische und politisch motivierte Kontext in Betracht gezogen werden. Aber auch die mediale Ebene spielt in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle. Darauf aufbauend kann erst eine ernstzunehmende und fruchtbare Analyse ansetzen, um Strukturen der Macht in überschaubare Einzelteile zu zerlegen, hinterfragen und in weiterer Folge zu dekonstruieren.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Fokussierung auf ethnische Zugehörigkeit in der Politik und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich des Wandels vom Rasse- zum Kulturbegriff.

I. METHODEN UND STRUKTUR DES BUCHES: Dieses Kapitel erläutert die Anwendung der Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger als methodisches Werkzeug zur Untersuchung von Machtverhältnissen und Diskursen.

II. BEGRIFFE, DEFINITIONEN, THEORIEN: Hier werden die historische Entwicklung des Rassebegriffs, verschiedene Formen des Rassismus sowie der Ideologiebegriff theoretisch aufgearbeitet.

III. ETHNOLOGISCHE WISSENSCHAFT UND NATIONALSOZIALISTISCHE POLITIK: Dieses Kapitel untersucht die Rolle der Ethnologie im Nationalsozialismus und die Verstrickung prominenter Ethnologen in die rassistische NS-Ideologie.

IV. WISSENSCHAFT UND DIE „NEUE RECHTE“-BEWEGUNG: Das Kapitel analysiert die Ideologie der Neuen Rechten, ihre metapolitische Strategie und die selektive Nutzung wissenschaftlicher Theorien aus Bereichen wie Genetik und Verhaltensforschung zur Legitimation ihres Weltbildes.

V. CONCLUSIO: Das Fazit fasst die Ergebnisse der diachronen Analyse zusammen und bestätigt die Kontinuität rassistischer Strukturen trotz begrifflicher Transformationen.

Schlüsselwörter

Rassismus, Kulturbegriff, Ethnopluralismus, Neue Rechte, Ideologie, Nationalsozialismus, Völkerkunde, Diskursanalyse, Biologismus, Ausgrenzung, Macht, Identität, Intelligenzforschung, Verhaltensforschung, Rechtsruck.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht den diachronen Wandel des Rassismusdiskurses und zeigt auf, wie rassistische Denkstrukturen vom biologischen Rassebegriff hin zum kulturellen Begriff (Kulturalismus) transformiert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Analyse des Rassismus als Ideologie, die historische Verflechtung der Ethnologie mit dem Nationalsozialismus sowie die moderne Metapolitik und Ideologie der Neuen Rechten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der kulturelle Rassismus (Ethnopluralismus) das gleiche Ziel wie der biologistische Rassismus verfolgt – nämlich Ausgrenzung und Hierarchisierung –, sich dabei jedoch modernerer, vermeintlich "wissenschaftlicher" Argumentationsmuster bedient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet die Kritische Diskursanalyse (KDA) nach Siegfried Jäger, um die Verschränkung von Sprache, Macht und gesellschaftlichem Kontext zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Begriffe, die Rolle der Wissenschaft im Nationalsozialismus anhand von Fallbeispielen (Reche, Mühlmann, Thurnwald, Justin) und untersucht im Anschluss die ideologische Ausrichtung sowie die wissenschaftlichen Referenzen der Neuen Rechten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Rassismus, Ethnopluralismus, Ideologie, Neue Rechte, Nationalsozialismus und Diskursanalyse.

Wie legitimieren die Neuen Rechten ihre Ideologie wissenschaftlich?

Die Neue Rechte stützt sich selektiv auf Theorien der Evolutionspsychologie, Humanethologie und der psychometrischen Intelligenzforschung, um durch biologische Argumente die Unvereinbarkeit und Hierarchisierung von Kulturen zu untermauern.

Inwieweit lässt sich Kontinuität zwischen NS-Ethnologie und heutiger Ideologie feststellen?

Die Arbeit zeigt, dass obwohl sich Begriffe gewandelt haben, die zugrunde liegenden Mechanismen – wie die "Siebung" und der Ausschluss des "Anderen" zur Wahrung einer völkischen Identität – bemerkenswerte Parallelen zu ideologischen Mustern der NS-Zeit aufweisen.

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Résumé des informations

Titre
Rassismus im Wandel. Vom Rassebegriff zum Kulturbegriff
Sous-titre
Eine ethnologisch-diachronische Betrachtung des Rassismusdiskurses und des Verhältnisses von Wissenschaft und "rechtsextremer" Politik
Université
University of Vienna  (Kultur- und Sozialanthropologie)
Note
2
Auteur
Benjamin Lechner (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
190
N° de catalogue
V312405
ISBN (ebook)
9783668112667
ISBN (Livre)
9783668112674
Langue
allemand
mots-clé
Rassismus Ethnopluralismus Neue Rechte Bewegung Nationalsozialismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Benjamin Lechner (Auteur), 2012, Rassismus im Wandel. Vom Rassebegriff zum Kulturbegriff, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312405
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Extrait de  190  pages
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