Odenwald - Exkursionsbericht


Hausarbeit, 2004
10 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Der Felsberg

Die Lage

Die Entstehung des Felsenmeeres
Das Gestein
Die Wollsackverwitterung

Römersteine
Die Riesensäule
Der Altarstein

Die Arbeitstechniken der Römer
Die Keilspaltung
Das Steinsägen

Der Neckar
Der Verlauf
Prall- und Gleithänge
Die Staustufen des Neckars
Michelstadt
Zur Stadtgeschichte
Das Rathaus
Die Stadtkirche
Das Stadtbild

Literaturverzeichnis

Bildverzeichnis

Vorwort

In dieser Ausarbeitung zur Odenwald-Exkursion greife ich die drei Exkursionspunkte Felsberg, Neckar und Michelsstadt auf. Leider war es schwierig die angegebene Literatur zu verwenden, da sie seit der Exkursion dauerhaft ausgeliehen war. Ich stütze mich daher, mit wenigen Ausnahmen auf Quellen aus dem WorldWideWeb. Vielleicht währe es denkbar die Literatur, die zur Ausarbeitung einer Exkursion nötig ist in einen Semesterapparat zu stellen, da somit die Ausarbeitung erheblich erleichtert wird.

Der Felsberg

Die Lage

Der Felsberg im Odenwald liegt etwa 16 km südlich von Darmstadt und 7 km nordöstlich von Bensheim. Er hat eine Höhe von 515m und zählt somit zu den bedeutendsten Gipfeln des gesamten Odenwalds.[1]

Die Entstehung des Felsenmeeres

Das Gestein

Der Felsberg besteht aus Granit auch als Hornblendegranit bezeichnet. Er setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: Quarz (Kristallbruchflächen die wie Scherben von trübem Glas glänzen), Feldspat (Leisten mit paralleler Begrenzung und Spaltflächen in der Längsrichtung), Glimmer (dunkle z. T. schwarze Täfelchen, die sich mit dem Messer in feine Schüppchen aufspalten lassen) und Hornblende (grünlich bis schwarze schimmernde kleine Kristallflächen, die die Ebenheit und Größe der Biotittäfelchen(Glimmer) nie erreichen).

Die Wollsackverwitterung

Der Granit am Felsenmeer des Felsbergs ist in der Tiefe erkaltetes Gestein (Tiefengestein). Die Rheinebene senkte sich am und durch die Magmaverlagerung hob sich das Gebirge an den Seiten. Je höher die Schicht stieg, desto größer wurde die Abtragung. Besonders schnell geschieht diese Abtragung an der Oberfläche, da das Gestein hier Faktoren, wie Hitze, Kälte usw. ausgesetzt ist. Außerdem dehnen sich die verschiedenen Bestandteile des Gesteins unterschiedlich stark aus. Dadurch wird das Gestein spröde. Auch das Wasser ist eine erodierende Kraft: Es dringt in das Gestein ein, und kann es beim gefrieren sprengen. Zudem löst es das Biotit aus dem Gestein heraus, dadurch entsteht die pockennarbige Gesteinsoberfläche.

Mit der Zeit wird der Felskies ausgeschwemmt und die Felsblöcke lagern sich in Blockmeeren aneinander. Ein solches Blockmeer liegt am Felsberg vor.

Den gesamten Vorgang nennt man auch „Wollsackverwitterung“.[2]

Römersteine

Am Felsberg findet man Zeugnisse der Steinindustrie die in die Zeit der römischen Herrschaft zurückreichen.

Hier sollen einige kurz beschrieben werden:

Die Riesensäule

Die Riesensäule ist ein fertiges, am unteren Ende beschädigtes Werkstück mit einer Länge von 9,33m einem oberen Durchmesser von 1,08m und einem unteren Durchmesser von 1,27m. Ihr Gewicht beträgt etwa 27,5t . Auf der Unterseite bei 4,32m Höhe befindet sich eine 10-15cm tiefe Nische, die als Heiligennische angenommen werden darf. Drei Sägeschnitte bei 50, 135 und 305cm Höhe deuten auf den neuzeitlichen Versuch hin die Säule zu zerlegen.[3]

Die Riesensäule wird erstmals im 15. Jahrhundert bei Grenzprozessen zwischen Reichenbach und Bensheim bezeugt. 1644 erwähnt der Topograph Merian die „Säule“ und andere auffällige Steine. Er nimmt an, dass diese Steine gegossen seine. 1777 widmet Abbé Häfelin der Riesensäule einen Aufsatz. Er erkennt, dass es sich bei dem Gestein um Granit handelt und deutet die auffälligen Steine bereits richtig als Zeugnisse der römischen Steinhauerei.

Man vermutet, dass die Riesensäule im Mittelalter einmal aufgerichtet wurde, da sich an der Unterseite eine Nische befindet, in der sich womöglich ein Heiligenbild befand. Vielleicht ein Bild des Hl. Bonifatius, da die Säule mehrfach als Bonifatiussäule beschrieben wurde. Nach dem 30jährigen Krieg soll man sogar versucht haben, die Säule zu zersägen um sie nach Heidelberg zu schaffen. Nach den Freiheitskriegen erwog Grimm und Kozebue die Säule nach Leipzig zu transportieren, um sie dort auf dem Schlachtfeld als Denkmal aufzustellen.[4]

Der Altarstein

Der Altarstein hat eine Größe von 3,15m auf 5m. Von ihm sollten wahrscheinlich Platten von 40-55cm Breite Senkrecht abgespalten werden. Doch der Stein brach jedes Mal seitwärts von der Untergrenze des Sägeschnittes ab, so dass nur Balken gewonnen wurden die nicht breiter waren als der Sägeschnitt. Da dies wahrscheinlich dem gewünschten Ergebnis nicht entsprach brach man daraufhin die Arbeit an diesem Stein ab.

[...]


[1] Herrmann S.8

[2] Herrmann S.23ff.

[3] Herrmann, S.108

[4] Herrmann, S.16ff.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Odenwald - Exkursionsbericht
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut für Naturwissenschaften und Wissenstransfer, Abteilung Geographie)
Veranstaltung
Odenwald - Exkursion
Autor
Jahr
2004
Seiten
10
Katalognummer
V31253
ISBN (eBook)
9783638323147
ISBN (Buch)
9783638778428
Dateigröße
616 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Der Exkursionsbericht zur Odenwaldexkursion 28.06.2003. Die Arbeit ist wie folgt aufgebaut: Der Felsberg (Lage / Entstehung des Felsenmeers / Römersteine / Die Arbeitstechniken der Römer), Der Neckar (Der Verlauf / Prall- und Gleithänge / Die Staustufen des Neckars), Michelstadt (Stadtgeschichte / Das Rathaus / Die Stadtkirche / Das Stadtbild)
Schlagworte
Odenwald, Exkursionsbericht, Exkursion
Arbeit zitieren
Joachim Dieterich (Autor), 2004, Odenwald - Exkursionsbericht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31253

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Titel: Odenwald - Exkursionsbericht


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