Quellenanalyse von Dr. C. A. H. Burkhardts „Das Repertoire des Weimarischen Theaters unter Goethes Leitung 1791–1817“ (1891)


Hausarbeit, 2015
15 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Analyse
2.1 Vorwort und Einleitung
2.2 Quellen
2.3 Chronologisches Aufführungsverzeichnis
2.4 Alphabetisches Aufführungsverzeichnis
2.5 Namensverzeichnis
2.6 Interpretation

3 Schluss

Anhang

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Quellenanalyse zu einer vollständigen, und sehr gut erhaltenen Originalausgabe von: Das Repertoire des Weimarischen Theaters unter Goethes Leitung 1791–1817 von Dr. Carl August Hugo Burkhardt, der seines Zeichens großherzoglich-sächsischer Archivdirektor in Weimar gewesen ist. Diese Monographie ist fast 100 Jahre nach dem Beginn Johann Wolfgang von Goethes Tätigkeit als Leiter des Weimarer Hoftheaters, im Jahre 1891, in Hamburg und Leipzig, im Verlag von Leopold Voß erschienen.[1] Es handelt sich hierbei um das 1. Buch aus der fünfbändigen Reihe Theatergeschichtliche Forschungen, welche von Prof. Dr. Berthold Litzmann von 1891 bis 1892 im selben Verlag herausgegeben wurde.[2]

Der Buchblock selbst ist mit einer stabilen Fadenheftung gebunden. Obgleich seines Alters, sieht es nicht so aus als wäre das Buch schon einmal restauriert worden. Was die Textsicherung an sich angeht, so verwendet es als Schriftart die Fraktur, welche zur Gruppe der gebrochenen Schriften gehört, und während der damaligen Zeit im deutschen Sprachraum die gebräuchlichste gewesen ist. Zwar kann dies für ungewohnte Augen durchaus ein Hindernis beim Lesen der Quelle darstellen, jedoch liegt hier aufgrund der Entstehungszeit ein sauberes Druckbild vor, infolgedessen der Leser nach kurzer Eingewöhnungszeit – sogar mit ungeschultem Auge – damit zurechtkommen sollte. Als weitaus problematischer sind dagegen die vielen Schachtelsätze zu bewerten, die das Lesen recht erschweren.[3] In der vorliegenden Ausgabe lassen sich außerdem handschriftliche Manipulationen bzw. Verbesserungen im Namensverzeichnis feststellen. Diverse Seitenangaben scheinen hier nachweislich falsch (siehe ‚Holbein’ und ‚Vogel’) oder irrtümlich (siehe Steigentesch) angegeben worden zu sein.[4] Bezogen auf weitere typografische Merkmale, sei noch die kleinere Schriftgröße ab dem Kapitel ‚Quellen’ erwähnenswert,[5] sowie die Verwendung von Fußnoten,[6] und die Seitennummerierung durch römische Ziffern bis zum genannten Kapitel.[7] Rechts unter dem Satzspiegel ist die Bogensignatur mit Prime und Sekunde zu finden.[8] Ferner findet man, abgesehen von einer Tabelle über die Anzahl der Stücke, ansonsten keine Illustrationen vor.[9]

Zur Intention von Burkhardt lässt sich sagen, dass er für andere Theaterhistoriographen eine Grundlage liefern wollte, um die weitere Erforschung der Geschichte des Weimarischen Hoftheaters möglich zu machen. Deshalb hat er zunächst das goethesche Repertoire festgestellt, was als methodisch richtig zu erachten ist, handelt es sich doch um die Gründungszeit des Theaters.[10] Der jenaische Autor hat sich sowohl vor der Veröffentlichung des ‚weimarischen Repertoires’, als auch danach mit dem berühmten ‚teutschen’ Dichter auseinandergesetzt, weshalb er tatsächlich als ‚Goetheforscher’ bezeichnet werden kann.[11] So scheint es wohl im Zuge dessen nicht verwunderlich, dass er sich zu Goethes Schaffen vereinzelt etwas panegyrisch äußert.[12] Seine Publikation hat ihm einige Jahre an Arbeit gekostet, nichtsdestotrotz beschreibt er sie selbst lediglich „als eine kleine, anspruchslose litterarisch [sic] Gabe“[13]. Des Weiteren weist er darauf hin, dass die bisherigen Forschungen bezüglich der Verwaltung des Theaters noch lückenhaft sind, weil solche Angelegenheiten zur damaligen Zeit selten bis gar nicht schriftlich niedergelegt wurden.[14] Er räumt allerdings ein, dass etwaige lückenschließende Quellen aus dem Weimarischen Theaterarchiv leider Opfer von „Zerstreuung und Vernichtung“[15] geworden sind, und Ernst Pasqués zweibändige Reihe Goethes Theaterleitung in Weimar vom leipziger Verlag J. J. Weber (1863), bisher nicht auffindbar gewesen ist. Gerade deshalb ist es seiner Meinung nach von besonderem Interesse, diese großen Lücken unter anderem mithilfe der ihm zu Grunde liegenden, in einem hohen Maße empirisch ergiebigen Theaterzettel zu schließen – vor allen Dingen was die technische und künstlerische Behandlung der Bühne betrifft.[16]

Das ‚Repertoire des Weimarischen Theaters’ wurde für diese Hausarbeit gewählt, weil es zum einen die beiden Disziplinen Theater- und Buchwissenschaft kombiniert, und zum anderen sich auch als Tradition der Deutschen Klassik, auf eine der interessantesten Epochen der Theatergeschichte bezieht. Überdies soll diese Analyse, mittels der aus ihr entwickelten Arbeitsfragen, als Basis für eine ausführlichere wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem historiographischen Sujet dienen. Denn solche Forschungsfragen können im begrenzten Rahmen der folgenden Quellenanalyse noch nicht beantwortet werden, ohne beispielsweise weitere Quellen zum Vergleich hinzuzuziehen. Deswegen beschäftigt sich der erste Teil dieser Abhandlung vor allem inhaltlich mit dem Vorwort und der Einleitung, samt der des Quellenkapitels und den chronologischen, und alphabetischen Aufführungsverzeichnissen, sowie dem Namensverzeichnis, bevor dann das Werk in seiner Gesamtheit näher betrachtet wird. Der Schluss stellt anschließend in einem Resümee fest, welche Ergebnisse diese Quellenanalyse hervorgebracht hat.

2 Analyse

2.1 Vorwort und Einleitung

Nachdem Burkhardt auf der ersten Seite die Intention für die Verfassung seines Werks darlegt, erzählt er von den Anfängen, Voraussetzungen und Schwierigkeiten, welche Goethe bei der Entstehung des Weimarer Hoftheaters gehabt hat.[17] Bald wird klar, dass das in Weimar ansässige Theater andernorts ebenso auftritt. Als wichtigen Ort nennt der Autor hier den damals beliebten Badeort Lauchstädt, welcher sich während der Badesaison großer Beliebtheit erfreut hat, und dementsprechend profitabel gewesen ist. Weitere Spielorte die Erwähnung finden sind: Erfurt, Rudolstadt, Naumburg, Leipzig und Halle.[18] Im Folgenden beschreibt er zudem knapp das Anwerben und Leben der Schauspieler (z. B. deren Gage).[19] Danach betont der Archivdirektor noch einmal den schweren Schaden am weimarer Theaterarchiv, im Zusammenhang mit den empirischen Schwierigkeiten über Goethes Tätigkeit beim Hoftheater. Des Weiteren hebt er deren Wert hervor, wobei er dem Dichter ein breites Machtspektrum zuschreibt.[20] Als nächstes schildert er die finanziellen Erfolge Goethes, welche im Kontext der Folgen des Vierten Koalitionskriegs, äußerst relevant für das Fortbestehen des Hoftheaters gewesen sind. Hieran hat Herzog Karl August einen großen Anteil, der mit seiner „fürstliche[n] Munifizenz“[21] (veraltet für Freigiebigkeit[22] ) entscheidend dazu beiträgt.[23] Es wird kurz über die Dramaturgen gesprochen, wie beispielsweise Johann Friedrich Rochlitz, Goethes Schwager Christian August Vulpius, aber auch seinen langjähriger Freund und Weggefährten Friedrich Schiller – der für Wilhelm Tell das stattlichste aller Honorare von 150 Talern bekommen hat – und über die allgemeine Entwicklung des Spielplans.[24]

[...]


[1] Vgl. Burkhardt 1891, S. VII.

[2] Vgl. Universitätsbibliothek Leipzig, https://katalog.ub.uni-leipzig.de/Record/0000002359/Multipart#tabnav [01.09.2015].

[3] Vgl. z. B. Burkhardt 1891, S. XVI.

[4] Vgl. Burkhardt 1891, S. 151 f.

[5] Vgl. Burkhardt 1891, S. XXXVII–XXXIX.

[6] Vgl. z. B. Burkhardt 1891, S. XXXV.

[7] Vgl. z. B. Burkhardt 1891, S. XXXVII–XXXIX.

[8] Vgl. z. B. Burkhardt 1891, S. 113–115.

[9] Vgl. Burkhardt 1891, S. XXXVI.

[10] Vgl. Burkhardt 1891, S. VII.

[11] Vgl. Wikisource, https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Carl_August_Hugo_Burkhardt&oldid=1678981 [07.09.2015].

[12] Vgl. z. B. Burkhardt 1891, S. XXXV.

[13] Burkhardt 1891, S. VII.

[14] Vgl. Burkhardt 1891, S. VII.

[15] Burkhardt 1891, S. VIII.

[16] Vgl. Burkhardt 1891, S. VIII.

[17] Vgl. Burkhardt 1891, S. VIII–X.

[18] Vgl. Burkhardt 1891, S. X–XIV.

[19] Vgl. Burkhardt 1891, S. XIV f.

[20] Vgl. Burkhardt 1891, S. XVI f.

[21] Burkhardt 1891, S. XIX.

[22] Vgl. Duden, http://www.duden.de/node/684683/revisions/1208370/view [07.09.2015].

[23] Vgl. Burkhardt 1891, S. XVIII–XIX.

[24] Vgl. Burkhardt 1891, S. XIX–XXI.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Quellenanalyse von Dr. C. A. H. Burkhardts „Das Repertoire des Weimarischen Theaters unter Goethes Leitung 1791–1817“ (1891)
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Theater- und Medienwissenschaft)
Veranstaltung
Basisseminar Theaterhistoriographie
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V312561
ISBN (eBook)
9783668116351
ISBN (Buch)
9783668116368
Dateigröße
429 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
quellenanalyse, burkhardts, repertoire, weimarischen, theaters, goethes, leitung
Arbeit zitieren
David Kraus (Autor), 2015, Quellenanalyse von Dr. C. A. H. Burkhardts „Das Repertoire des Weimarischen Theaters unter Goethes Leitung 1791–1817“ (1891), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312561

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