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Herausforderungen bei der Übersetzung von Kinder- und Jugendliteratur

Titre: Herausforderungen bei der Übersetzung von Kinder- und Jugendliteratur

Dossier / Travail , 2014 , 21 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Rebecca Stelzer (Auteur)

Lettres - Littérature comparée
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Die unterschiedliche Sprache von Kindern und Jugendlichen im Gegensatz zu der von Erwachsenen ist nicht nur ein Faktor, den man beim Schreiben eines Kinder- oder Jugendbuches berücksichtigen muss, sondern auch bei deren Übersetzung. Dies macht es den Übersetzern nicht gerade einfach, haben sie doch die verantwortungsvolle Aufgabe, den Kindern und Jugendlichen in unserer wachsenden multikulturellen Gesellschaft ein Verständnis für andere Menschen und deren Kulturen zu vermitteln, ihnen beizubringen diese zu achten und mit Hilfe der übersetzten Bücher andere „Welten“ zu erforschen.

Übersetzungen von Kinder- und Jugendbüchern stellen nicht nur aufgrund einer anderen Sprachebene eine besondere Herausforderung für die Übersetzer dar und bergen nicht selten Probleme, die sie von der Übersetzung sogenannter „Erwachsenenliteratur“ unterscheiden. Neben allgemeinen Problemen, die die Übersetzer von literarischen Texten zu bewältigen haben, müssen bei Kinder- und Jugendbüchern zusätzlich deren Fähig- und Fertigkeiten beachtet, ihre Ängste und Sorgen ernst genommen und stets die jeweiligen Altersstufen berücksichtigt werden. Der noch sehr junge Forschungsstand der Kinder- und Jugendliteratur erschwert die Arbeit des Übersetzers zusätzlich.

Obwohl es Kinder- und Jugendbücher seit dem 18. Jahrhundert in Deutschland gibt, hat sich die Übersetzungswissenschaft bislang vermehrt auf die theoretischen Grundlagen von literarischen Texten für Erwachsene konzentriert und eine Auseinandersetzung mit den Aspekten kinderliterarischen Übersetzens weitestgehend ausgespart. Kinder- und Jugendliteratur wird noch immer nicht sehr ernst genommen, insbesondere wenn es um deren theoretische Erforschung geht. In dieser Arbeit geht es daher um den Teilbereich der Übersetzung von Kinder- und Jugendliteratur und den spezifischen Problemen, mit denen die Übersetzer dabei konfrontiert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Kinder- und Jugendliteratur

II.I. Definition

II.II. Forschungsstand der literarischen Übersetzung

II.III. Forschungsstand der kinder- und jugendliterarischen Übersetzung

III. Probleme bei der Übersetzung von Kinder- und Jugendbüchern

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen und Probleme, die bei der Übersetzung von Kinder- und Jugendliteratur im Vergleich zur Erwachsenenliteratur auftreten. Im Fokus steht dabei das Spannungsfeld zwischen der Treue zum Originaltext und der Notwendigkeit, den Text an die kognitiven Fähigkeiten und sozio-kulturellen Kontexte der jungen Zielgruppe sowie an die Erwartungen von Vermittlergruppen anzupassen.

  • Definition und Besonderheiten der Kinder- und Jugendliteratur
  • Forschungsstand der allgemeinen und kinderliterarischen Übersetzung
  • Einfluss von Vermittlergruppen auf den Übersetzungsprozess
  • Umgang mit Kulturspezifika und Sprachkompetenz der jungen Leser
  • Methoden der Adaption und deren Rechtfertigung

Auszug aus dem Buch

III. Probleme bei der Übersetzung von Kinder- und Jugendbüchern

Nach Reiß sind es drei Faktoren, die im Übersetzungsprozess von kinder- und jugendliterarischer Übersetzung von ausschlagender Bedeutung sind: Der grundsätzliche Unterschied zwischen der Übersetzung von Kinder- und Erwachsenenliteratur ist die an bestimmte Altersstufen gekoppelte Asymmetrie des gesamten Übersetzungsprozesses. Bereits während der gesamten Buchproduktion müssen sich mehrfach Erwachsene in die Sprache und das Denken der Kinder und Jugendlichen hineinversetzen, um darüber zu entscheiden, ob das jeweilige Buch und dessen Übersetzung für sie geeignet scheinen. Das Originalbuch wird zunächst von einem Erwachsenen für Kinder und Jugendliche seiner Ausgangssprache geschrieben und Erwachsene wählen das von Erwachsenen Geschriebene für Kinder und Jugendliche zur Übersetzung aus. Ein erwachsener Übersetzer muss sich wiederum in den zielsprachlich kindlichen Leser hineinfühlen und eine ihm angemessene Übersetzung verfassen. Somit sind es stets Erwachsene, die abschätzen müssen, was ihre jungen Leser interessiert und welche Fähig- und Fertigkeiten diese bereits besitzen. Ob dies jedoch den realen Lesern entspricht, kann daraus nicht hervorgehen.

Besonders ist des Weiteren, dass Bücher für eine Empfängergruppe geschrieben und übersetzt werden, deren Sprachkompetenz noch nicht vollständig ausgebildet und deren Weltkenntnis und Lebenserfahrung noch stark eingeschränkt sind. Hinzu kommt, dass Autor wie Übersetzer dabei noch unterschiedliche Altersstufen berücksichtigen müssen. Insbesondere was die Sprachkompetenz anbelange, liege eine von Autoren und Übersetzern zu beachtende Grenze zwischen Kinder- und Jugendbüchern etwa beim Lesealter von zehn Jahren.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die besonderen Anforderungen bei der Übersetzung für Kinder und Jugendliche und umreißt die Problemstellung der mangelnden theoretischen Aufarbeitung dieses Feldes.

II. Kinder- und Jugendliteratur: Dieses Kapitel definiert den Untersuchungsgegenstand, analysiert den Forschungsstand zur literarischen Übersetzung allgemein sowie spezifisch im kinderliterarischen Bereich.

III. Probleme bei der Übersetzung von Kinder- und Jugendbüchern: Hier werden die zentralen Faktoren wie die altersabhängige Asymmetrie, die Sprachkompetenz der jungen Rezipienten und der Einfluss von Vermittlergruppen detailliert analysiert.

IV. Fazit: Das Fazit fasst die Herausforderungen zusammen und betont, dass Übersetzer eine schwierige Balance zwischen Originaltreue, pädagogischen Anforderungen und der Orientierung an der jungen Zielgruppe wahren müssen.

Schlüsselwörter

Kinderliteratur, Jugendliteratur, Literaturübersetzung, Übersetzungswissenschaft, Mehrfachadressiertheit, Vermittlergruppen, Adaption, Kulturspezifika, Sprachkompetenz, Rezipientenorientierung, Übersetzungsprozess, Originaltreue, Adoleszenz, Kindersprache, Lesekompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die spezifischen Schwierigkeiten, mit denen Übersetzer bei der Übertragung von Kinder- und Jugendbüchern in andere Sprachen konfrontiert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Kinder- und Jugendliteratur, den wissenschaftlichen Forschungsstand der Übersetzung und die Analyse konkreter Übersetzungsprobleme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis beim Übersetzen für Kinder aufzuzeigen und die Komplexität der Anforderungen an den Übersetzer zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf bestehenden wissenschaftlichen Ansätzen der Übersetzungswissenschaft basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der asymmetrischen Kommunikationsstruktur, dem Einfluss von Erwachsenen (Vermittlern) und der notwendigen Anpassung an die Sprachfähigkeiten der jungen Leser.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Kinder- und Jugendliteratur, Übersetzungstheorie, Adaption, Mehrfachadressiertheit und die Rolle des Übersetzers.

Warum ist die Übersetzung von Kinderbüchern für den Übersetzer schwieriger als bei Erwachsenenliteratur?

Der Übersetzer muss zusätzlich zu sprachlichen Aspekten die noch in Entwicklung befindlichen kognitiven Fähigkeiten und das begrenzte Weltwissen der jungen Leser berücksichtigen, während er gleichzeitig den Erwartungen von Vermittlern wie Eltern oder Verlagen gerecht werden muss.

Welchen Einfluss haben Vermittlergruppen auf den Übersetzungsprozess?

Eltern, Lehrer und Verlage beeinflussen das Ergebnis massiv, da sie die Kaufentscheidung treffen und häufig moralische oder pädagogische Normen durchsetzen wollen, die zu Adaptionen oder Kürzungen führen können.

Was bedeutet der Begriff "Mehrfachadressiertheit" in diesem Kontext?

Dieser Begriff beschreibt, dass Kinderbücher sowohl von der kindlichen Zielgruppe als auch von erwachsenen Vermittlern (Vorleser, Käufer) gelesen werden, was den Übersetzer vor die Herausforderung stellt, verschiedene Leserrollen gleichzeitig zu bedienen.

Warum ist die Wahl zwischen "Originaltreue" und "Adaption" so problematisch?

Eine zu starke Anpassung ("Adaption") kann den kulturellen Wert des Originals verwässern, während eine zu wortgetreue Übersetzung das Kind überfordern und den Text unverständlich machen könnte.

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Résumé des informations

Titre
Herausforderungen bei der Übersetzung von Kinder- und Jugendliteratur
Université
Free University of Berlin  (Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft)
Cours
Kinder- und Jugendbuchlektorat
Note
1,0
Auteur
Rebecca Stelzer (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
21
N° de catalogue
V312585
ISBN (ebook)
9783668116177
ISBN (Livre)
9783668116184
Langue
allemand
mots-clé
Literatur Lektorat Jugendbuch Kinderbuch Übersetzung Verlag übersetzen Literaturbetrieb Romanistik Vergleichende Literaturwissenschaft Master Bachelor
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Rebecca Stelzer (Auteur), 2014, Herausforderungen bei der Übersetzung von Kinder- und Jugendliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312585
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Extrait de  21  pages
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