Zusammenfassung der wichtigsten Themen rund um die Sportpsychologie


Prüfungsvorbereitung, 2015

5 Seiten


Leseprobe

EF: Sportpsychologie (Zusammenfassung)

Sportliche Handlungen werden durch motivationale, emotionale und kognitive Prozesse vorbereitet und gesteuert.

kognitive Fähigkeiten: geistige Mittel um sportliche Ziele zu erreichen. Durch bewusste Handlungssteuerung Erlebnisqualität oder emotionale Erregungszustände gezielt lenken!

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Emotionen: Aktivierung des Menschen -> z.B. Angstgefühl führt zu Vermeidungsverhalten Ziel: Verminderung von leistungshemmenden und Aktivierung leistungssteigernder Emotionen Motivation: Antriebsfaktoren die sportliches Handeln auslösen und aufrechterhalten, Ursache und Ziel stehen im Zentrum.

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Der optimale Leistungszustand (OLZ)

Zusammenhang von Aktivierungsgrad (Erregungs-/Anspannungsniveau) und Leistung

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Je nach Sportart unterschiedlich!

- Erregungsniveau zu tief -> Eustress, positive Auswirkung auf die Leistung
- oft bei Wettkampf auf kognitiver Ebene zu tief!
- Erregungsniveau zu hoch -> Distress, negative Auswirkung auf die Leistung (oft vor Wettkämpfen)
- Symptome: motorisch (z.B. Verspannung), psychisch (z.B. Nervosität), psychovegetativ (z.B. erhöhter Puls, Magenkrämpfe)
- Massnahme: Beruhigung
- Aktivierung oder Beruhigung mit Atemtechnik herbeiführbar

Grundtechniken zur Steuerung des Erregungsniveaus

Atemtechnik

- emotionale Befindlichkeit hat Zusammenhang mit der Atmung!
- tiefe und langsame Atmung hängt mit Ruhe, Sicherheit und Entspannung zusammen
- kann sowohl im Sinne einer Entspannung als auch Spannungszunahme sein
- Entspannung durch entsprechendes Atmen -> ruhiges Atmen, Fokus auf Ausatmen -> Rhythmus 1:2
- Spannungsaufbau durch entsprechendes Atmen -> verlängerte, bewusste Einatmung (Aktivierungsübung)
- Atmung zur Konzentrationsförderung -> bewusstes Atmen bindet Aufmerksamkeit, Störungen ausblenden (Hilfe: Atemzüge zählen)
- unterschiedliche Wirkung auf Körper. Viele leistungssteigernde Effekte (z.B. Verbesserte Konzentration, Erregungsabnahme, Ablenkung von Störungen etc.)
- entsprechende Atemtechniken vor (Nervosität beruhigen) oder während (Fokus auf Aufschlag) Wettkampf eingesetzt Periphere Erregungskontrolle: Methoden zur Verringerung von Muskelspannung
- bedrohliche Situation -> Mobilisierung des Organismus (z.B. Anspannung, muskuläre Verspannung)
- autogenes Training, progressive Muskelentspannung (nach JACOBSEN) kann entgegengesetzt wirken
- progressive Muskelentspannung: systematischer Wechsel von Anspannung und Entspannung einzelner Muskelgruppen -> Sensibilisierung für den Anspannungsgrad und optimale Einstellungsmöglichkeiten für Erregungs- und Spannungszustand

Die Grundtechnik Selbstgespräch

Selbstgespräche können sowohl zur Psychoregulation wie auch im mentalen technikorientierten Training eingesetzt werden.

- Selbstgespräch: Gedankendialog mit eigener Person -> auf alle psychischen Bereiche auswirkbar (Kognition, Motivation, Emotion)
- negative und positive Selbstgespräche mit entsprechenden Auswirkungen
- Negative Selbstgespräche -> Leistungshemmung: Verallgemeinerung von negativen Erfahrungen, Unrealistische Erwartungen und zweifelhafte Einstellungen, Katastrophendenken, Ausschliesslichkeitsbehauptungen
- Selbstmotivierungs-, Rationalisierungstechnik, Aufmerksamkeitsveränderungen und Suche nach Problemlösungsstrategien können als Selbstgesprächstrategien verwendet werden.
- Sprache des Trainers hat ebenso Einfluss auf Selbstgespräche eines Athleten

Die Grundtechnik Visualisieren

- mentale Simulation eines realen Ereignisse (mit allen Sinnen wird ein inneres Bild aufgebaut),

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Psychologisches Training wozu?

Aufgrund von 2 Bereichen:

- mentales Training: Verbesserung der Bewegungsausführung, Wiedereinstieg in Wettkampfalltag, Angstabbau nach traumatischem Erlebnis
- Psychoregulationstraining: Aktivierung möglichst günstige psychovegetativer Leistungsvoraussetzungen sowie die Bereitstellung neuer Energiereserven durch Erholungsprozesse

Mentales Training: Methoden zur Verbesserung motorischer Techniken und komplexer sportlicher Handlungen

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1. Observatives Training

- planmässig, gezielte Beobachtung einer Person, die eine zu erlernende Fähigkeit ausüben
- Leitvorstellung einer Bewegung verbessert
- nicht nur Visuelles spielt eine Rolle, sondern auch Denk- und Sprachprozesse

2. Das verdeckte Wahrnehmungstraining

- Beobachtung der eigenen Person in der Vorstellung: Aussenperspektive
- Kenntnis des perfekten Bewegungsablaufes ist Voraussetzung
- Filmaufnahmen sind auch geeignet
- innere Vergegenwärtigen des idealen zeitlichen, räumlichen und rhythmischen Ablaufs der Bewegung und klares Erkennen von Beschleunigungsakzenten

3. Verbales Training

- Worte können als Superzeichen verkürzt im sprachlichen Gedächtnis abgelegt und wieder abgerufen werden (es gibt noch das motorische Bewegungs- und Handlungsgedächtnis)
- Erstes oder zweites Signalsystem (nach PAWLOW: Sprache als entscheidender Unterschied zu Tieren)
- erstes Signalsystem: äussere Reize wirken auf uns und lösen bestimmte Reaktionen aus -> entsprechende vorgebildete Reaktionsmuster erfolgen… mit Sinnen erfasst (nonverbal, z.B. Vorstellung von Bewegungsabläufen)

- zweites Signalsystem: Sprache zur stellvertretenden Erfassung von realen Reizen
- Zweites aus erstem Signalsystem hervorgegangen, nur in Zusammenarbeit funktionstüchtig Anwendung:
- Mitsprechen
- sprachliche Darlegung einer Bewegung (klare Wort-Bild-Vorstellung ist vorausgesetzt)
- verbales Training: höhere psychische Sicherheit und Abbau von Bewegungsängsten
- Selbstbefehle
- Signalwörter ziel- und situationsgerecht einsetzbar als Selbstbefehle
- Beispiel: Tennis, „Zieh durch!“ als Signalwort beim Schlag
- Innere Sprache stellt die Verbindung zwischen Situation und körperlicher oder emotionaler Reaktion her

4. Ideomotorisches Training

- Verbesserung der Bewegungsvorstellung, Aufbau der Bewegungssicherheit und Neu- und Umlernen schwieriger Bewegungsabläufe
- hängt von subjektiven Lernvoraussetzungen ab
- möglichst grosse ICH-Beteiligung anzustreben, Übende versucht sich vorzustellen, dass er die Bewegung ausführt
- Beispiel ideomotorisches Training:

1. Instruktion (Handlungsanweisung, sprachliches Erfolgen)
2. Beschreibung (Sportler beschreibt gewonnene Vorstellung mit möglichst vielen Sinneseindrücken)
3. Internalisierung (Selbstgespräch mit Wissen zu einzelnen Phasen und Merkmalen der Bewegung)
4. Beschreibung der Knotenpunkte (Systematisierung der Bewegung, Struktur)
5. Symbolische Markierung der Knotenpunkte (Schlagworte, Bewegung mit betontem Bewegungsrhythmus vorstellen)

- wesentlicher Teil: sprachgebundene Ebene
- Worte trennen oft Bewegungen, ACHTUNG! Dennoch ganzen Ablauf durchführen
- z.B. Lernvorgang einer 360 Grad-Schraube kann nicht mit 180 und dann nochmal 180 Grad gelernt werden
- Vermeidung: verstärkte Visualisierung (ohne Sprache innere Wirklichkeit erzeugbar)

[...]

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten

Details

Titel
Zusammenfassung der wichtigsten Themen rund um die Sportpsychologie
Autor
Jahr
2015
Seiten
5
Katalognummer
V312601
ISBN (eBook)
9783668117303
Dateigröße
1435 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zusammenfassung, themen, sportpsychologie
Arbeit zitieren
Patrik Stöckmann (Autor), 2015, Zusammenfassung der wichtigsten Themen rund um die Sportpsychologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312601

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