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Der Islam in Europa

Eine kulturhistorische Analyse zum Verhältnis von Religion und Politik im 21. Jahrhundert

Título: Der Islam in Europa

Tesis de Maestría , 2015 , 119 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Gordon Wagner (Autor)

Sociología - Religión
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This MA thesis is analyzing the relationship between religion and politics influenced by Islam in 21st century Europe, following more than a decade of troubles, assassinations, rampages and also confusion, irritation and misunderstanding of the nature of the incidents. It is hereby argued first that in most occasions, starting with Samuel P. Huntington's "Clash of Civilizations", the focus point still lies on a conflict between a democratic and modern West being Judeo-Christian in origin and an old-fashioned Islamic East, even though the fault lines rather seem to be set between an enlightened, humanist and universal conception on one hand and mostly conservative religious traditions on the other, therefore pointing out that Judaism, Christianity and Islam are much more closer related to each other than generally perceived. It is secondly argued that it is not enough to simply call in a more liberal approach to theological exegesis, but to rather apply far more fundamental alternatives, e.g. the evolutionary humanist perspective, emphasized by Dr. Michael Schmidt Salomon.

Aus dem Inhalt:
- Aufklärung
- Demokratie
- Religionsfreiheit
- Kulturgeschichte
- Werteverständnis
- Glaubensvorstellungen

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Religiöses Europa, säkulares Europa

2.1 Das judeo-christliche Erbe

2.2 Wider religiöse Gesellschaftsordnung: Die Aufklärung

2.3 Zu Demokratie und „westlichen“ Werten

3. Zum Islam

3.1 Historischer Überblick

3.2 Struktur, Ausprägungen und Selbstverständnis

3.3 Der Islam und die Aufklärung

3.4 Der Islam und Demokratie

4. Clash of Civilizations?

4.1 Bewertung der Ausgangssituation

4.2 Kollektivismus versus Individualismus

4.2.1 Bilderverbot und Karikaturenstreit

4.2.2 Religionsfreiheit

4.2.3 Scharia

4.3 Fundamentalismus versus liberalen „Euro-Islam“

4.4 Die halbierte Moderne

4.5 Vom humanistischen Werteverständnis und einer notwendigen Konversion des Religiösen

5. Konklusion und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis von Religion und Politik unter dem Einfluss des Islams im Europa des 21. Jahrhunderts. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob die vermeintliche Unvereinbarkeit zwischen einer demokratischen Gesellschaftsordnung und islamischen Traditionen tatsächlich auf einem zivilisatorischen Zusammenprall beruht oder ob die Ursachen tiefer in einer "Ungleichzeitigkeit" der Werteverständnisse begründet liegen, die eine humanistisch-aufgeklärte Perspektive als Lösungsansatz erfordert.

  • Historische Analyse des judeo-christlichen Erbes und des Einflusses der Aufklärung auf moderne demokratische Werte.
  • Untersuchung der Struktur, des Selbstverständnisses und der inneren Strömungen des Islam.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Huntingtons These des "Clash of Civilizations" im Kontext europäischer Migrationsgesellschaften.
  • Gegenüberstellung von kollektivistischen und individualistischen Gesellschaftsstrukturen am Beispiel von Streitpunkten wie Bilderverbot, Religionsfreiheit und Scharia.
  • Erörterung des evolutionären Humanismus als alternativer Wertekanon zur Überwindung der "halbierten Moderne".

Auszug aus dem Buch

4.4 Die halbierte Moderne

Den im vorherigen Kapitel beschriebenen Fundamentalisten, insbesondere jenen aus dem religiösen Spektrum bescheinigt der Politikwissenschaftler Walter Reese-Schäfer „die Übernahme moderner westlicher Technologie unter Verzicht auf die gleichzeitige Übernahme westlicher Werte wie z.B. Menschenrechte, Trennung von Religion und Staat, etc.“, demnach also eine halbierte Moderne.

In gleicher Weise kritisiert der Philosoph und Aufklärer Michael Schmidt-Salomon die Fortschrittsverweigerung religiöser Fundamentalisten, denn eines der schwerwiegendsten Probleme der Gegenwart sei der Tatsache geschuldet, dass eben jene, egal welcher Couleur, sich „der Früchte der Aufklärung (Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Wissenschaft, Technologie) bedienen, um auf diese Weise zu verhindern, dass die Prinzipien der Aufklärung auf den Geltungsbereich ihrer eigenen Weltanschauung angewandt werden.“

Trotz polemischen Untertons werden hierbei durchaus die prekären Ausmaße deutlich, die in jüngster Zeit erneut für Trauer und Unverständnis sorgten, weil im Europa (und dem Rest der Welt) des 21. Jahrhunderts scheinbar unüberbrückbar konträre Wertevorstellungen miteinander kollidieren, für die es dringend gilt, Brücken zu bauen. Wie insbesondere im historischen Teil dieser Arbeit (siehe Kapitel 2 und 3) zu verdeutlichen versucht wird, ähneln sich Juden- wie Christentum und Islam mehr, als deren Vertreter es sich einzugestehen nötig sehen – dies gilt für orthodoxe Juden in Israel in gleicher Weise wie für evangelikale Christen in den Vereinigten Staaten und für wahhabitische Muslime im gegenwärtig zersplitterten Irak.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtung der gesellschaftlichen Spannungsfelder im 21. Jahrhundert und Einführung in die Thematik der "Ungleichzeitigkeit" sowie der Auswirkungen von Terroranschlägen.

2. Religiöses Europa, säkulares Europa: Untersuchung der Säkularisierungsprozesse in Europa und der historischen Bedeutung des judeo-christlichen Erbes im Kontext westlicher Werte.

3. Zum Islam: Historischer Abriss zur Entstehung des Islam, seiner internen Strukturen sowie eine erste Einordnung seiner Kompatibilität mit Demokratie.

4. Clash of Civilizations?: Detaillierte Analyse soziokultureller Unterschiede zwischen kollektivistischen und individualistischen Gesellschaftsbildern sowie Diskussion von Fundamentalismus und Lösungsansätzen.

5. Konklusion und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Plädoyer für eine globale Ethik und eine konsequente Säkularisierung als Weg aus der "halbierten Moderne".

Schlüsselwörter

Islam, Europa, Aufklärung, Säkularisierung, Demokratie, westliche Werte, Fundamentalismus, Humanismus, Scharia, Kollektivismus, Individualismus, Religionskritik, Integration, Menschenrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der kulturhistorischen Analyse des Verhältnisses zwischen Islam, Religion und Politik im Europa des 21. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese westlicher Werte durch die Aufklärung, der Struktur des Islams, der Debatte um Demokratiefähigkeit und der kritischen Reflexion gesellschaftlicher Integrationsprobleme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu erörtern, ob die Konflikte zwischen westlich-demokratischen Werten und dem Islam auf einen unversöhnlichen "Zivilisationskampf" hindeuten oder als Prozess der "halbierten Moderne" gelöst werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine kulturhistorische Analyse und wertet den aktuellen Forschungsstand zu soziologischen, politikwissenschaftlichen und philosophischen Debatten aus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung von Christentum und Islam, die Konfrontation zwischen kollektivistischen und individualistischen Werten sowie verschiedene Auslegungen des Islams.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Säkularisierung, Humanismus, Demokratie, Fundamentalismus, Scharia und Integration.

Welche Rolle spielen die Thesen von Samuel P. Huntington?

Huntingtons Thesen dienen als Ausgangspunkt für die kritische Debatte über den "Zusammenprall der Zivilisationen", wobei der Autor dessen Fokus auf religiöse Trennlinien durch eine humanistisch-aufgeklärte Perspektive hinterfragt.

Warum wird der "evolutionäre Humanismus" thematisiert?

Er dient als theoretisches Modell, das eine von religiösen Dogmen unabhängige, globale Leitkultur propagiert, um die gesellschaftlichen Gräben der "halbierten Moderne" zu überwinden.

Final del extracto de 119 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Islam in Europa
Subtítulo
Eine kulturhistorische Analyse zum Verhältnis von Religion und Politik im 21. Jahrhundert
Universidad
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Calificación
1,5
Autor
Gordon Wagner (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
119
No. de catálogo
V312874
ISBN (Ebook)
9783668168336
ISBN (Libro)
9783946458333
Idioma
Alemán
Etiqueta
islam religion politics europe politik europa kulturgeschichte analyse Aufklärung Demokratie Religionsfreiheit Werteverständnis Glaubensvorstellungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gordon Wagner (Autor), 2015, Der Islam in Europa, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312874
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