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Neubesetzung einer Mitarbeiterstelle nach dem Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell (4CID)

Titel: Neubesetzung einer Mitarbeiterstelle nach dem Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell (4CID)

Hausarbeit , 2015 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Daniela Rupprecht (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Aufgaben von Leiterinnen in Bildungseinrichtungen sind vielfältig. Es müssen sehr komplexe Tätigkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen beherrscht werden. Auf die meisten Anforderungen wird die angehende Schulleitung in der Regel im Rahmen ihres Studium vorbereitet. Dennoch ist nicht davon auszugehen, dass die Einstellung neuer Mitarbeiter dazu gehört und die dafür notwendigen Kompetenzen erworben wurden. Durch das methodische Vorgehen des Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modells (4CID) kann man diesem Problem begegnen.

Die vorliegende Hausarbeit versucht anhand des Instructional Designs (kurz ID) einen Schulungsentwurf zu konzipieren, um die Kompetenz "als Leiterin einer Berufsschule eine Mitarbeiterstelle neu besetzen" in anderer Art zu vermitteln. Anwendung findet hierbei das von van Merriënboer und Kirschner in den 90igern entwickelte 4CID, welches durch die „Ten Steps to Complex Learning“ zu einem Blueprint für die jeweilige Lernumgebung führt.

Das 4CID besteht darin, die vier notwendigen Bestandteile für komplexes Lernen 1. Lernaufgaben (learning tasks), 2. unterstützende Informationen (supportive information), 3. Just-in-Time Informationen (JiT information) und 4. Üben von Teilaufgaben (Parttask practice) gemeinsam in einem Lehrplan-Entwurf miteinander in Verbindung zu setzen, um so praxisnahe und authentische Lernumgebungen gestalten zu können. Die vier Basiskompetenzen stehen in Wechselbeziehung zueinander und strukturieren den Lernprozess. Die Zielgruppe, in diesem Fall Leiterinnen von verschiedenen Bildungseinrichtungen, wird so in die Lage versetzt, mit den erworbenen Kompetenzen die Aufgabe "eine Mitarbeiterstelle neu besetzen" meistern zu können. Nach van Merriënboer ist es möglich, neuerworbenes Wissen auf unterschiedliche Anforderungen im Alltag anzuwenden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung

1.2 Das 4CID Modell

1.3 Szenario

1.4 Überblick

2 Theoretischer Exkurs

2.1 Pfadabhängigkeit

2.2 Unterschied Didaktik und Instruktionsdesign

2.3 Bezugstheorien des 4CID

3 Hierarchische Kompetenzanalyse

3.1 Hierarchiefunktion

3.2 Hierarchieerstellung

3.3 (Non-)Rekkurente Fertigkeiten

4 Bildung von Aufgabenklassen

4.1 Funktion

4.2 Vereinfachende Annahmen und Aufgabenklassen

5 Entwicklung von Lernaufgaben

5.1 Lernaufgaben

5.2 Variabilität

5.3 Mediale Unterstützung

6 Prozeduale und unterstützende Informationen

6.1 Unterstützende Informationen

6.2 Prozeduale Informationen

7 Part-task Practice

8 Didaktische Szenarien zur Integration in das 4C/ID-Modell

8.1 Fallmethode und Famulatur

8.2 Fidelity

9 Fazit

9.1 Verortung im ADDDIE-Phasenmodell

9.2 Stärken-Schwächen-Abschätzung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen didaktischen Schulungsentwurf für Schulleiterinnen zu konzipieren, um die komplexe Kompetenz der Neubesetzung von Mitarbeiterstellen mittels des 4CID-Modells praxisnah und zielgerichtet zu vermitteln.

  • Anwendung des Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modells (4CID) auf ein konkretes Szenario.
  • Durchführung einer hierarchischen Kompetenzanalyse für den Einstellungsprozess.
  • Konstruktion von Aufgabenklassen und Lernaufgaben nach dem Prinzip vom Einfachen zum Schweren.
  • Integration prozedualer und unterstützender Informationen sowie Part-task Practice.
  • Einsatz didaktischer Szenarien und Medien zur Förderung der Transferleistung.

Auszug aus dem Buch

3.3 (Non-) Rekkurrente Fertigkeiten

Im 4CID-Modell wird zwischen wiederkehrenden (recurrent skills) und nicht-wiederkehrenden (non recurrent skills) Fertigkeiten unterschieden (van Merriënboer & Kirschner, 2013, S.19), wodurch in nachfolgenden Schritten geeignete Unterstützungsangebote unterbreitet werden können (van Merriënboer et al., 2002, S.40ff). Non-recurrent skills benötigen den Aufbau kognitiver Schemata, die die Lernenden befähigen, vom konkreten Fall zu abstrahieren und auf andere, neue Zusammenhänge zu übertragen (van Merriënboer et al., 2002, S.42). Nicht wiederkehrende Fertigkeiten erfordern eine komplexe kognitive Leistung, die variabel auf das aktuelle Problem anzuwenden ist. Die Teilfertigkeit Anforderungsprofil erstellen muss für die aktuelle Situation nur einmal erarbeitet werden, die einzelnen Anforderungen ändern sich zwar, aber nur wenn eine andere Stelle ausgeschrieben wird. Das, was exakt für die Besetzung dieser Mitarbeiterstelle benötigt wird, muss sich im Anforderungsprofil spiegeln. Nur so kann die freie Stelle optimal besetzt werden. Solche Profile sind demnach variabel und benötigen eigene komplexe kognitive Schemata bei der Erarbeitung. Recurrent skills, also wiederkehrende Fertigkeiten sind Routine-Fertigkeiten, die immer gleich in ihrer Ausübung sind. Im vorliegenden Blueprint erfordert zum Beispiel die Einübung von Gesprächsführungsstrategien eine Automatisierung, heißt diese müssen anfangs immer mehrmals wiederholt werden. Die Voraussetzung dafür ist, dass vorher verschiedene Gesprächsführungsstrategien recherchiert wurden. Das geschieht nur einmal, bis die gewünschten Strategien festgelegt sind, das Einüben jedoch erfordert wiederkehrendes Training.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Aufgaben von Schulleiterinnen ein und stellt das 4CID-Modell als methodischen Ansatz zur Schulungskonzeption vor.

2 Theoretischer Exkurs: Hier werden didaktische Grundlagen, die Bedeutung der Pfadabhängigkeit in der Didaktik und die behavioristischen Bezüge des 4CID-Modells beleuchtet.

3 Hierarchische Kompetenzanalyse: Das Kapitel erläutert die Identifikation von Teilfertigkeiten und die Erstellung einer Fertigkeitenhierarchie zur Strukturierung der Endkompetenz.

4 Bildung von Aufgabenklassen: Es wird die Organisation authentischer Lernaufgaben in zunehmend komplexen Aufgabenklassen zur Förderung ganzheitlichen Lernens beschrieben.

5 Entwicklung von Lernaufgaben: Fokus liegt auf dem Entwurf von Lernaufgaben unter Berücksichtigung von Scaffolding, Variabilität und der medialen Lernumgebung.

6 Prozeduale und unterstützende Informationen: Dieses Kapitel differenziert zwischen Just-in-Time-Informationen für Routineaufgaben und unterstützendem Theoriewissen für komplexe Aufgaben.

7 Part-task Practice: Hier wird die Bedeutung von Part-task Practice zur Automatisierung kritischer, wiederkehrender Fertigkeiten dargelegt.

8 Didaktische Szenarien zur Integration in das 4C/ID-Modell: Es werden Methoden wie Fallmethode und Famulatur sowie das Fidelity-Prinzip zur Erhöhung des Realitätsbezugs diskutiert.

9 Fazit: Das Fazit ordnet den Blueprint in das ADDIE-Modell ein und bewertet kritisch die Stärken und Schwächen des 4CID-Ansatzes.

Schlüsselwörter

4CID-Modell, Instruktionsdesign, Schulleitung, Personalwahl, Kompetenzanalyse, Lernaufgaben, Aufgabenklassen, prozedurale Informationen, unterstützende Informationen, Part-task Practice, didaktische Szenarien, Transferleistung, berufliche Bildung, Lernumgebung, Scaffolding

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption eines Schulungsentwurfs für Schulleiterinnen, um die Kompetenz zur Neubesetzung von Mitarbeiterstellen auf Basis wissenschaftlicher Prinzipien systematisch zu erlernen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das 4CID-Modell (Four-Component Instructional Design), die systematische Analyse von beruflichen Fertigkeiten und die Gestaltung effektiver, authentischer Lernumgebungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, einen Blueprint für eine Schulung zu erstellen, der Schulleiterinnen befähigt, eine Mitarbeiterstelle mittels gezielter Lernaufgaben und Informationsvermittlung erfolgreich neu zu besetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Anwendung des 4CID-Modells nach van Merriënboer und Kirschner, das durch eine hierarchische Kompetenzanalyse und verschiedene Instruktions-Prinzipien strukturiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Komponenten des 4CID-Modells – Lernaufgaben, unterstützende Informationen, prozedurale Informationen und Part-task Practice – auf das Szenario der Personaleinstellung angewandt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie 4CID-Modell, Personalauswahl, Kompetenzanalyse, Instructional Design und Lernaufgaben charakterisiert.

Wie hilft die hierarchische Kompetenzanalyse bei der Personalauswahl?

Sie zerlegt die komplexe Aufgabe "Mitarbeiterstelle neu besetzen" in ihre konstituierenden Teilfertigkeiten und macht Abhängigkeiten sichtbar, was die Erstellung eines logischen Lernplans ermöglicht.

Warum ist die Unterscheidung zwischen rekurrenten und nicht-rekurrenten Fertigkeiten wichtig?

Diese Differenzierung erlaubt es, für Routinefertigkeiten Automatisierungstrainings anzubieten, während für komplexe, variable Aufgaben kognitive Schemata durch gezielte Informationsvermittlung aufgebaut werden.

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Details

Titel
Neubesetzung einer Mitarbeiterstelle nach dem Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell (4CID)
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Bildungswissenschaft)
Note
2,0
Autor
Daniela Rupprecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
20
Katalognummer
V312880
ISBN (eBook)
9783668118270
ISBN (Buch)
9783668118287
Sprache
Deutsch
Schlagworte
van Merriënboer 4 CID Modell (Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell)
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniela Rupprecht (Autor:in), 2015, Neubesetzung einer Mitarbeiterstelle nach dem Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell (4CID), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312880
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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