Existiert ein Zusammenhang zwischen Corporate Social Responsibility und der Dividendenpolitik europäischer Unternehmen?


Masterarbeit, 2015
106 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Corporate Social Responsibility
2.1 Corporate Social Responsibility im Grünbuch
2.2 Konzeptionelle Abgrenzung der Corporate Social Responsibility
2.3 Nachhaltigkeitsbereiche und -ansätze der Corporate Social Responsibility
2.3.1 Verantwortungspyramide
2.3.2 Das Corporate-Social-Performance-Modell und der „Three-Domain Approach“
2.3.3 Corporate Social Performance nach Wood
2.4 CSR-Ratings
2.4.1 Die Datenbank von Kinder, Lydenberg und Domini
2.4.2 Asset4/Thomson Reuters
2.5 Häufig angewendetes CSR-Engagement
2.6 Kritische Betrachtung der Corporate Social Responsibility

3. Stand der empirischen Forschung
3.1 Positive Zusammenhänge zwischen CSR-Aktivitäten und (nicht-) finanziellem Erfolg
3.2 Negative Zusammenhänge zwischen CSR-Aktivitäten und (nicht-)finanziellem Erfolg

4. Dividendenpolitik
4.1 Bird-in-the-Hand-Theory
4.2 Signaling-Theorie
4.3 Dividendenpolitik und die Lebenszyklus-Theorie
4.4 Dividendenpolitik und die Agency-Theorie

5. Benlemlih (2014) - CSR und Dividendenpolitik US-amerikanischer Unternehmen

6. Empirische Auswertung
6.1 Deskriptive Statistiken der verwendeten Stichprobe
6.2 Hypothesen hinsichtlich der CSR und der Dividendenpolitik europäischer Unternehmen
6.3 Hypothesen angesichts der Dimensionen des verwendeten CSR-Ratings
6.4 Hypothesen hinsichtlich der Dividendenpolitik und spezifischer CSR-Aspekte

7. Executive Summary

Literaturverzeichnis

Anhang-Ergebnisse der Nullhypothesen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 2.1: Verantwortungspyramide nach Carroll

Abbildung 2.2: Verantwortungspyramide nach Wood

Abbildung 2.3: Der “Three-Domain Approach”

Abbildung 2.4: Corporate Social Performance nach Wood (1991)

Abbildung 2.5: Nachhaltigkeitsrating nach Asset4

Abbildung 2.6: Häufig angewendete CSR-Aktivitäten

Abbildung 6.1: Überprüfung der Zufallsvariablen auf die Normalverteilung

Tabellenverzeichnis

Tabelle 3: CSR-Studienübersicht

Tabelle 6.1: Die Zusammensetzung der erhobenen Stichprobe (EU-Firmen-Jahre)

Tabelle 6.2: Deskriptive Statistiken der erhobenen Stichprobe

Tabelle 6.3: Ergebnisse der ersten Nullhypothese (Dividende/Umsatz)

Tabelle 6.4: Ergebnisse der ersten Nullhypothese (Dividende/Gesamtvermögen)

Tabelle 6.5: Ergebnisse der zweiten Nullhypothese

Tabelle 6.6: Ergebnisse der dritten Nullhypothese

Tabelle 6.7: Ergebnisse der vierten Nullhypothese

Tabelle 6.8: Ergebnisse der fünften Nullhypothese

Tabelle 6.9: Ergebnisse der sechsten Nullhypothese

Tabelle 6.10: Ergebnisse der siebenten Nullhypothese

Tabelle 6.11: Ergebnisse der achten Nullhypothese

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

„Corporate social responsibility has evolved from its early phase as voluntary actions by individual firms, […] to a phase in which social responsibility is viewed by corporations as an investment that improves the long-term performance of the organization “ (Dean, 2003, S. 92). Das Konzept der Corporate Social Responsibility (im Folgenden CSR), was verantwortungs- bewusstes unternehmerisches Handeln bezeichnet, umfasst die freiwillige Verantwortung von Unternehmen hinsichtlich gesellschaftlicher Erwartungen, die über die rechtlichen Forderungen und Vorschriften des Gesetzgebers hinausgehen (vgl. Hack et al., 2014, S. 46f.).

Die unumgängliche Debatte über die gesellschaftliche Verantwortung, die von Unternehmen neben ihren individuellen Zielen getragen werden soll, resultiert aus der fehlenden Glaub- würdigkeit, die eine Gesellschaft den Unternehmen gegenüber aufbringt. Diese würden nämlich allein profitorientiert handeln und der fraglichen Legitimität eines globalen, liberalisierten Marktes folgen. Der Grund für dieses gesellschaftliche Misstrauen den Unternehmen gegenüber liegt darin begründet, dass Unternehmen weltweit ihr Kapital anlegen können und so nationale Vorschriften umgehen sowie kostensenkende und gewinnmaximierende Maßnahmen realisieren, auch wenn dadurch ökologische, soziale oder ethische Aspekte des unter- nehmerischen Handelns vernachlässigt werden (vgl. Ungericht/Raith, 2013, S. 82).

Folglich droht hieraus der Machtverlust von Staaten den Unternehmen gegenüber, bei gleichzeitigem Zuwachs der gesellschaftlichen sowie politischen Einflussnahme von Firmen. Dieser Machtzuwachs kann vor allem durch das Ausmaß potenzieller Investitionsvolumen veranschaulicht werden, das bereits eine gewaltige Kapazität angenommen hat. Um diesen Zustand mit einer Größenordnung zu veranschaulichen, können die Umsatzhöhen von erfolgreichen und international handelnden Unternehmen herangezogen werden, die der Höhe des Bruttoinlandsproduktes von Staaten ähneln oder diese sogar übersteigen können (vgl. Eidenmüller, 2011, S. 727). Umso negativer werden Unternehmensskandale angesehen, die aus der Gier der individuellen Gewinnmaximierung von Managern oder ganzen Unternehmen resultieren und somit jegliche Verantwortungsaspekte außen vor lassen. Nach Davis (1973) drohen diesen Akteuren im Laufe der Zeit für solch ein Verhalten durch die Gesellschaft öffentliche Kampagnen, die ihr Ansehen mindern und eventuell zu Gewinnverlusten führen (vgl. Davis, 1973, S. 314). Dies kann sich zum Beispiel in der steigenden Relevanz der Präferenz von Investoren für nachhaltiges Investment und damit verbundene Aktienkäufe sowie -verkäufe bis hin zu gesellschaftlichen Boykottaufrufen oder Geldstrafen ausdrücken (vgl. Wallis/Klein, 2014, S. 2; Crubach, 2008, S. 374).

Deshalb berücksichtigen Unternehmen zunehmend den CSR-Ansatz und integrieren diesen durch konkrete Maßnahmen in ihre Unternehmensstrategie. Inwieweit dieser Ansatz auf der Ebene der Geschäftsführer Akzeptanz gefunden hat, wird durch eine Studie des UN Global Compacts aufgezeigt, bei der 93 Prozent aller befragten Führungspositionen verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln als elementaren Faktor des zukünftigen Unternehmenserfolgs beschreiben (vgl. UN Global Compact, 2010, S. 10). Jedoch zeigt eine weitere Studie, dass CSR-Engagement durch zusätzliche Profite in Unternehmen antizipiert wird, was sich durch unterschiedliche Effekte auf den Unternehmenserfolg auswirkt (vgl. Asocio, 2004, S. 3). Demnach kann freiwilliges Engagement, auf diesem Gebiet, in einem unterschiedlichen Interesse begründet liegen. Es sind sowohl altruistische Motive als auch finanzielle Ziele denkbar. Im Idealfall können mithilfe von Reputationseffekten finanzielle Ziele verfolgt werden, wodurch unter anderem auch das Ziel der Gewinnmaximierung erreicht werden kann (vgl. Shinkle/Spencer, 2012, S. 123). Dieser Zusammenhang wurde anhand einer Vielzahl von unterschiedlichen Studien untersucht und konnte sowohl für US-amerikanische als auch für europäische Unternehmen bestätigt werden (vgl. Tsoutsoura, 2004; Glaser, 2005). Untersuchungen mit dem Schwerpunkt, ob und inwieweit sich CSR-Aktivitäten auf die individuelle Dividendenpolitik von Unternehmen auswirken, sind hingegen selten. Die Dividendenpolitik wird für gewöhnlich zur Bestimmung der Dividendenausschüttung genutzt, indem das Ganze oder Teile des Unternehmensgewinnes festgesetzt werden, um diese bei gleichzeitiger Berücksichtigung von Investitionszielen auszuschütten (vgl. Livoreka et al., 2014, S. 388). Der positive Zusammenhang zwischen einer nachhaltigen Unternehmenspolitik und Gewinnmaximierung lässt die Annahme begründet erscheinen, dass auch zwischen der Dividendenpolitik und den Nachhaltigkeitsbemühungen von Unternehmen potenzielle Zusammenhänge bestehen. Zur Analyse solch eines Zusammenhanges führte Benlemlih (2014) bereits eine Studie durch, bei dem der positive Nachweis erbracht werden konnte, dass die Dividendenpolitik und die Nachhaltigkeit von US-amerikanischen Unternehmen positiv und signifikant miteinander korrelieren (vgl. Benlemlih, 2014, S. 1). Da jedoch der CSR-Ansatz für europäische Unternehmen einen höheren Stellenwert hat und dieser schnell an Akzeptanz gewinnt, können für den gleichen Zusammenhang unternehmens- und länderspezifische Effekte abweichende Ergebnisse für europäische Unternehmen bedingen (vgl. Sotorrío/Sánchez, 2008, S. 388f.).

In der vorliegenden Arbeit wird der zentralen Fragestellung nachgegangen, ob es einen Zusammenhang zwischen der CSR und der Dividendenpolitik europäischer Unternehmen gibt. Ein derartiger (positiver) Zusammenhang konnte bereits für US-amerikanische Unternehmen durch Benlemlih (2014) sowie für südkoreanische Unternehmen durch Kim und Jeon (2015) bestätigt werden. Um die zentrale Fragestellung untersuchen zu können, wird im zweiten Kapitel dieser Arbeit der CSR-Ansatz dargestellt. Hierzu wird neben der definitorischen Abgrenzung des CSR-Ansatzes nach dem Grünbuch eine konzeptionelle Abgrenzung zu anderen Nachhaltigkeitskonzepten vorgenommen. Anschließend erfolgt die Darstellung der Nachhaltigkeitsbereiche für Unternehmen, die durch ihr CSR-Engagement Verantwortung übernehmen sollen. Nach der Darstellung der unterschiedlichen Nachhaltigkeitsbereiche erfolgt die Verantwortungspyramide nach Carroll (1979), um den einzelnen CSR-Dimensionen eine Priorisierung zuordnen zu können. Anschließend wird aufbauend auf der Verantwortungs- pyramide die Implementierung und Messung des CSR-Ansatzes in Unternehmen durch die Corporate-Social-Performance-Modelle nach Woods (1991) und Carroll (1979) dargestellt. Hieraus resultiert die Notwendigkeit, die für diese Arbeit notwendigen Bewertungsverfahren und somit die Bewertung der Nachhaltigkeitsperformanz von europäischen Unternehmen anhand von ausgewählten CSR-Ratings zu veranschaulichen. Darauf aufbauend wird CSR- Engagement, das in Firmen häufig Anwendung findet, dargestellt und eine mögliche Übersicht seiner Kategorisierung gegeben. Hiernach erfolgt unter Einbezug unterschiedlicher Studien und Aussagen von Ökonomen eine kritische Prüfung des CSR-Ansatzes. Im dritten Kapitel erfolgt eine Gegenüberstellung bereits ermittelter Ergebnisse verschiedener Nachhaltigkeitsstudien. Dabei werden positive sowie negative Zusammenhänge unterschiedlicher CSR-Aktivitäten zu verschiedenen Unternehmensgrößen veranschaulicht und der Stand der empirischen Forschung wiedergegeben. Nach der umfassenden Studienübersicht wird im vierten Kapitel auf die Dividendenpolitik eingegangen, bei der mögliche Theorien beschrieben werden, die den potenziellen Zusammenhang zwischen dem CSR-Ansatz und der Dividendenpolitik europäischer Unternehmen erklären können. Zu diesen Theorien gehören namentlich die Bird- in-the-Hand-Theory, die Signaling-, Lebenszyklus- und die Agency-Theorie. Auf dieser Grundlage wird die Studie von Benlemlih (2014) analysiert, in der die zentrale Fragestellung dieser vorliegenden Arbeit anhand US-amerikanischer Unternehmen untersucht wurde. Hierbei wird ihr Aufbau sowie Vorgehen erläutert, um für den empirischen Teil dieser Arbeit eine Basis zu schaffen. In Anlehnung an die Studie von Benlemlih (2014) erfolgt im sechsten Kapitel die Untersuchung desselben Zusammenhanges für europäische Unternehmen. Hierbei wird die zentrale Fragestellung dieser Arbeit durch die Haupthypothese untersucht. Um das Ergebnis und mögliche Zusammenhänge zwischen CSR und der Dividendenpolitik zu belegen, werden zusätzlich auch Nebenhypothesen gebildet, die von der Analyse der einzelnen Dimensionen des verwendeten CSR-Ratings bis hin zu unternehmensspezifischen CSR-Handlungen reichen. Im siebten und letzten Kapitel dieser Arbeit werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick über den CSR-Ansatz gegeben.

2. Corporate Social Responsibility

Die allgemeine Nachhaltigkeit wird seitens der „World Commission on Economic Development“ als die Berücksichtigung der Bedürfnisse heutiger Generationen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Bedürfnisse künftiger Generationen beschrieben (vgl. Dillard/Murray, 2012, S. 12). Unter diesem Sammelbegriff des verantwortungsvollen Handelns gruppiert sich auch die CSR.

Das Konzept der CSR befasst sich ausschließlich mit den freiwilligen und verantwortungs- vollen Handlungen von Unternehmen gegenüber ihren Anspruchsgruppen (Stakeholdern)1 (vgl. Van Marrewijk, 2003, S. 102). So wird der CSR-Ansatz seitens Freeman (1984), der als Begründer des Stakeholder-Ansatzes bekannt geworden ist, als eine unternehmerische Aktivität beschrieben, die einen wesentlichen, identifizierbaren und positiv sozialen Einfluss auf die Wohlfahrt der Stakeholder anstrebt (vgl. Freeman, 2010, S. 235ff.). Dieser Ansatz gewinnt vor allem durch die fortschreitende Globalisierung und den daraus resultierenden Machverlust nationalstaatlicher Institutionen gegenüber ihren inländischen Unternehmen enorm an Bedeutung (vgl. Reinicke/Witte, 1999, S. 14). Dies liegt daran, dass international handelnde Unternehmen über die institutionellen Regulierungen des Heimatlandes hinweg unternehmerisch im Ausland tätig werden. Umso wichtiger werden freiwillige unternehmerische Handlungen im Kerngeschäft entlang der gesamten Wertschöpfungskette und die genaue Beschreibung der nachhaltigen Verantwortung für Unternehmen, die diesen unregulierten Bereichen gegensteuern und somit gesellschaftliche Verantwortung tragen. Das Konzept der CSR versucht, genau diese unternehmensbezogenen Handlungen zu beschreiben (vgl. Hack et al., 2014, S. 46f.).

Eine der frühesten Definitionen für den CSR-Ansatz in der wissenschaftlichen Literatur hat Bowen (1953)2 mit seiner normativen Beschreibung beigetragen. Hierbei wird die Nachhaltigkeit von Unternehmen als eine Verpflichtung bestimmter gesellschaftlicher Normen beschrieben, die die Ziele und Werte einer Gesellschaft widerspiegeln. Dabei beschreibt Bowen, dass Unternehmenseigner oder auch der sogenannte „Businessman“ für die Aufnahme dieser Normen in die Unternehmensstrategie verantwortlich sind (vgl. Bowen, 1953, S. 6).

Diese normative Sichtweise haben unterschiedliche Autoren weiterverfolgt, die an der Fort- entwicklung des CSR-Ansatzes geforscht haben (vgl. Fredrick, 1960, S. 54ff.).

Dabei distanziert sich erstmals Davis (1967) von dieser normativen Sichtweise, indem er nicht mehr nur Unternehmenseigner für die nachhaltige Unternehmensstrategie verantwortlich macht, sondern das jeweilige Unternehmen mit den entsprechenden Unternehmensorganen selbst (vgl. Davis, 1967, S. 46). Damit wird der Diskrepanz entgegengewirkt, dass Unternehmenseigner gleichzeitig als Führungskraft (Manager) des Unternehmens gesehen werden. Jedoch birgt eine derartige Ansicht die Gefahr, dass die Führungskraft eines Unternehmens nicht für die nachhaltige Unternehmensstrategie und die damit verbundenen Kosten selbst aufkommt. Diese handelt eher als Agent im Auftrag der Unternehmenseigner beziehungsweise der Prinzipale (vgl. Ciliberti et al., 2011, S. 886).

Die ungenaue Beschreibung des CSR-Ansatzes, der durch eine Vielzahl an Handlungs- möglichkeiten entsteht, sowie die Frage der Einflussstärke unterschiedlicher Stakeholder auf die Unternehmensstrategie und die Prinzipal-Agent-Problematik drücken die Komplexität des CSR-Ansatzes aus, der aufgrund dieser Merkmale bis heute stark diskutiert wird (vgl. Haynes et al., 2012, S. 13). Folglich hilft eine präzisere Beschreibung des CSR-Ansatzes, das Engagement in diesem Bereich besser zu erkennen. Um den CSR-Ansatz zu konkretisieren, muss beschrieben werden, wie die Integration freiwilliger verantwortungsbewusster Handlungen von Unternehmen innerhalb der Wertschöpfungskette ihres Kerngeschäfts und der Interaktion zu ihren Stakeholdern implementiert werden soll (vgl. Ungericht/Raith, 2013, S. 83f.). Der CSR-Ansatz ist die Summe an potenziellen und freiwilligen Aktivitäten beziehungsweise Handlungen, die zur gesellschaftlichen Verantwortung beitragen, aber gleichzeitig unternehmensindividuelle Ziele als Referenzpunkt bestimmen (vgl. Bassen et al., 2005, S. 233).

Hiernach umfasst das Anfangsgerüst des CSR-Ansatzes allein Komponenten der Nachhaltigkeit und wird von diesen freiwilligen Handlungen beschrieben. Unabhängig von der wirtschaftlichen Performanz der Unternehmen war diese Sichtweise der Unternehmens- handlungen von der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung geleitet. Im Laufe der Zeit wurde der CSR-Ansatz, sinnvollerweise, um die wirtschaftliche Komponente erweitert. Laut Lee (2008) liegt der Grund darin, dass die Nachhaltigkeit von Unternehmen nur dauerhaft bestehen kann, wenn Aspekte der Wirtschaftlichkeit und der Profitabilität berücksichtigt werden (vgl. Lee, 2008, S. 58).

Aufgrund der Tatsache, dass der CSR-Ansatz von unterschiedlichen Ökonomen und Institutionen ungleich definiert und interpretiert wird, ist er ein schwer abgrenzbares Konzept.

Die fehlende einheitliche Definition veranlasst Ökonomen dazu, in wissenschaftlichen Artikeln überwiegend zum Problem der Begriffsdefinition zu schreiben. Dies geht so weit, dass einige Ökonomen der Auffassung sind, dass keine einheitliche Definition des CSR-Ansatzes existiert (vgl. Dahlsrud, 2008, S. 1; Carroll/Shabana 2010, S. 87).

Um eine allgemeinere Beschreibung zu finden, untersucht Dahlsrud (2008) die am häufigsten verwendeten Definitionen des CSR-Ansatzes in der wissenschaftlichen Literatur und legt den Befund vor, dass die meisten Definitionsansätze gleiche charakteristische Dimensionen beinhalten. Diese Dimensionen werden von der Europäischen Kommission (im Folgenden EU- Kommission) ebenfalls benutzt, um die nachhaltige Unternehmensverantwortung zu beschreiben (vgl. Dahlsrud, 2008, S. 4). Demnach wird in dieser Arbeit das CSR-Konzept nach der Definition der EU-Kommission verwendet. Im folgenden Abschnitt wird die genauere Beschreibung des CSR-Konzepts nach der EU-Kommission dargestellt, um somit eine verallgemeinerte Darstellung des nachhaltigen Handelns im Kerngeschäft auf Unternehmens- ebene aufzuzeigen.

2.1 Corporate Social Responsibility im Grünbuch

Das von der EU-Kommission veröffentlichte Grünbuch umfasst Rahmenbedingungen und Entwicklungsansätze der sozialen Unternehmensverantwortung auf europäischer und inter- nationaler Ebene. So wird der CSR-Ansatz als die freiwillige Aufnahme sozialer- und ökologischer Aspekte in Unternehmensaktivitäten und -ziele beschrieben, wobei gleichzeitig unterschiedliche Stakeholderbeziehungen berücksichtigt und Stakeholderinteressen verfolgt werden. Folglich haben Unternehmen das Ziel, anhand dieser Aspekte das Ansehen der Nachhaltigkeit und entsprechende Nachhaltigkeitsstandards in der Gesellschaft zu etablieren (vgl. Europäische Kommission, 2001, S. 3ff.). Anhand des Grünbuchs wird das erste Mal auf offizieller europäischer Ebene Stellung zur gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung genommen und versucht, Rahmenbedingungen dafür zu entwickeln (vgl. Ungericht/Raith, 2013, S. 83).

Um diese Rahmenbedingungen zu vervollständigen, hat die EU-Kommission im Jahr 2011 eine präzisere Beschreibung des CSR-Ansatzes ausgearbeitet. Demnach sollen sich Unternehmen freiwillig an einem ständigen Prozess der Entwicklung beteiligen, um soziale, ökologische, ethische, konsumentenbedingte und menschenrechtliche Verantwortung in ihre Geschäfts- handlungen und Kernstrategie aufzunehmen, gleichzeitig mit ihren Stakeholdern zusammenzu- arbeiten sowie deren und eigene Interessen zum Erfolg zu führen. Dabei werden Ziele verfolgt - wie die Bildung gemeinsamer Werte zwischen den Eigentümern, anderen Stakeholdern und der gesamten Gesellschaft - und gleichzeitig sollen negative Effekte auf die Wettbewerbsfähigkeit vermieden beziehungsweise minimiert werden (vgl. European Commission, 2011, S. 6ff.).

Der Einsatz von CSR-Maßnahmen soll helfen, diese gesteckten Ziele zu erreichen. So kann die Implementierung eines Human-Ressource- sowie Change-Managements genutzt werden, um das Humankapital der Arbeitnehmer im Unternehmen zu steigern, indem das individuelle Wohlbefinden durch unterschiedliche Maßnahmen gefördert wird. Weiterhin sollen gleichzeitig die Arbeitssicherheit und eine umweltverträgliche Nutzung der natürlichen Ressourcen gewährleistet werden. Zudem kann gesamtgesellschaftliche Verantwortung dadurch übernommen werden, indem auf Menschenrechtsverletzungen hingewiesen und die Bekämpfung solcher Rechtsbrüche unterstützt oder gefördert wird. Die Beachtung der lokalen Gemeinschaften, die durch unterschiedliche Sponsoring- und soziale Unterstützungsaktivitäten gefördert werden können, soll nach der EU-Kommission ebenfalls die Unternehmens- verantwortung auf sozialer Ebene ausdrücken. Die enge Zusammenarbeit und die Gewährleistung von Zusatzleistungen und Sicherheiten für weitere externe Stakeholder - wie dem Lieferanten beziehungsweise Kunden - sowie die Beitragsleistung in Bezug auf den globalen Umweltschutz durch die Implementierung eines Umweltmanagements während der gesamten Wertschöpfungskette sind nur einige Instrumente des CSR-Ansatzes, die nach der EU-Kommission benutzt werden können (vgl. Europäische Kommission, 2001, S. 9ff.).

Demnach lassen sich fünf unterschiedliche Dimensionen des CSR-Ansatzes ableiten, die auch Dahlsrud (2008) anhand seiner Studie über die meist verwendeten CSR-Definitionen beobachtet hat. Neben der freiwilligen Verantwortung von Unternehmen auf der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Ebene dient der Bereich des Stakeholders als ein Überbegriff für ethische, konsumentenbedingte und menschenrechtliche Unternehmensverantwortung, die im Grünbuch als einzelne Bereiche aufgefasst werden (vgl. Dahlsrud, 2008, S. 4; Park/Ghauri, 2015, S. 192f.). Neben der definitorischen Abgrenzung ist auch die begriffliche Abgrenzung zu anderen Nachhaltigkeitskonzepten auf der Unternehmensebene von großer Bedeutung. Nachhaltigkeitskonzepte ähneln einander, jedoch unterscheiden sie sich in der Regel durch die verfolgten Ziele und die betroffenen sozialen Gruppen. Im folgenden Abschnitt wird der CSR- Ansatz von anderen wirtschaftlichen Nachhaltigkeitskonzepten begrifflich abgegrenzt und veranschaulicht.

2.2 Konzeptionelle Abgrenzung der Corporate Social Responsibility

Die CSR ist strikt von anderen Nachhaltigkeitskonzepten wie dem Ansatz des Corporate Citizenship (im Folgenden CC) oder dem der Corporate Sustainability (im Folgenden CS) zu unterscheiden. Da in manchen wissenschaftlichen Studien diese Ansätze gleichgesetzt werden, obwohl sie sich in ihren Motiven, Zielen und dementsprechend in den untersuchten Beziehungen eindeutig voneinander abgrenzen, wird hier eine konkrete Differenzierung der unterschiedlichen Konzepte vorgenommen (vgl. Küskü/Zarkada-Fraser, 2004, S. 57ff.; Maxfield, 2008, S. 367ff.). Entsprechend würde die Gleichsetzung dieser Konzepte nach Crane und Matten (2005) zu Problemen und falschen Untersuchungsergebnissen führen (vgl. Crane/Matten, 2005, S. 168f.).

Neben der gesamten Nachhaltigkeitsthematik hat auch der CC-Ansatz in den letzten Jahren verstärkt an Aufmerksamkeit gewonnen. Jedoch beschreibt dieser gesellschaftsbezogene Ansatz das freiwillige bürgerliche Engagement von Unternehmen mit dem Ziel, die gesamt- gesellschaftliche Beitragsleistung zu verfolgen. Hierbei soll der gesellschaftliche Beitrag eines Unternehmens dem eines sogenannten guten Bürgers nahekommen (vgl. Loew et al., 2004, S. 50). Nach der EU-Kommission (2001) tragen derartige Beiträge zum Beziehungsaufbau zwischen Unternehmen und dem entsprechenden Umfeld bei (vgl. Europäische Kommission, 2001, S. 28).

Hierbei wird der CC-Ansatz in die strategische Ausrichtung der verfolgten Unternehmensziele implementiert, wodurch auch das jeweilige Unternehmen einen zusätzlichen Nutzen durch diese Aktivitäten erlangen soll (vgl. Fifka, 2013, S. 345f.; Bassen et al., 2005, S. 234). In der Regel werden Personen oder Gruppen aus gesellschaftlichen Bereichen, die nicht mit dem Kerngeschäft des jeweiligen Unternehmens assoziiert werden, berücksichtigt. Im Idealfall resultiert daraus sogar ein positiver Nutzen, indem Unternehmen für das freiwillige bürgerliche Engagement durch beispielsweise entstehende Reputationseffekte belohnt werden (vgl. Shinkle/Spencer, 2012, S. 123). Dabei können neben der finanziellen Unterstützung - etwa durch Sponsoringaktivitäten oder monetäre Spenden beispielsweise an sozialen Einrichtungen oder Bildungsprojekten - auch andere betriebliche Ressourcen aufgewendet werden, die von der Bereitstellung bestimmter Unternehmensmitarbeiter bis hin zu räumlichen Ressourcen reichen können (vgl. Lamprecht, 2014, S. 13). Der Unterschied zum CSR-Ansatz liegt darin, dass das Konzept des CC als zusätzliche Handlung unabhängig und außerhalb vom Kern- geschäft Anwendung findet. Der CSR-Ansatz hingegen richtet sich ausschließlich an das Kern- geschäft und stellt eine Rahmenbedingung für die Art der Gewinnerzielung dar. Zudem erfasst das Konzept der CSR das gesamte Spektrum aller Stakeholder, wobei der CC-Ansatz nur die gesellschaftliche Komponente berücksichtigt.

Der CS-Ansatz ist ein weiteres wichtiges Konzept, das von der CSR abgegrenzt werden muss. Der CS-Ansatz gilt als der höchstmögliche unternehmerische Beitrag zur Nachhaltigkeit und weicht elementar vom CSR-Ansatz ab (vgl. Van Marrewijk, 2003, S. 101f.). Das CS-Konzept wird als die Beachtung der Bedürfnisse unternehmensspezifischer Anspruchsgruppen beschrieben, bei dem versucht wird, durch die erbrachte Unternehmensleistung zusätzliche Verantwortung für zukünftige Stakeholder zu tragen, ohne dass negative Folgen für Unternehmen entstehen, die nach diesem Konzept handeln. Hierbei sollen alle Handlungen der Unternehmen, das heißt von der Produktion bestimmter Güter und Dienstleistungen bis hin zu Aktivitäten, die vom Kerngeschäft abweichen, allein dem Zweck der Nachhaltigkeit dienen (vgl. Dyllick/Hockerts, 2002 S. 131; Van Marrewijk, 2003, S. 97ff.). Der CS-Ansatz verkörpert eine kombinierte Ansicht der ökologischen sowie sozialen Nachhaltigkeitsbereiche und der Wirtschaftlichkeit von Unternehmen und betrachtet diese Bereiche die sich gegenseitig fördern und somit nicht voneinander abzugrenzen sind, als eine Einheit (vgl. Lampikoski et al., 2014, S. 90). Demnach verfügt das Konzept der CS über keine hierarchische Abgrenzung der Nachhaltigkeitsbereiche, wobei diese entsprechend gleichrangig bewertet werden, wohingegen die CSR dazu dient, die Ausrichtung des Kerngeschäfts, welches im Mittelpunkt steht, hinsichtlich der freiwilligen nachhaltigen Beitragsleistung zu gestalten. Nachdem eine begriffliche und konzeptionelle Abgrenzung des CSR-Konzeptes erfolgt ist, wird im folgenden Abschnitt eine genaue Darstellung der unterschiedlichen Nachhaltigkeits- bereiche und der möglichen hierarchischen Darstellungen dieser CSR-Dimensionen vorgenommen. Anhand unterschiedlicher CSR-Studien und -Ansätze werden diese Bereiche anschließend verdeutlicht.

2.3 Nachhaltigkeitsbereiche und -ansätze der Corporate Social Responsibility

Das Konzept der CSR ist ein Gesamtbild der nachhaltigen unternehmerischen Verantwortung und nimmt zudem Aspekte der CC- und CS-Ansätze auf (vgl. Bassen et al., 2005, S. 235). Dabei repräsentieren die Stakeholder-Interaktionen der Unternehmen, die nach Nachhaltigkeitskonzepten handeln, elementare Beziehungen. Hiernach werden Stakeholder als Individuen oder Gruppen bezeichnet, die in das Entscheidungskalkül der Unternehmen mit eingebracht werden und Handlungen von Unternehmen beeinflussen oder selbst durch unternehmerische Handlungen beeinflusst werden (vgl. Freeman et al., 2010, S. 5). Stakeholder umfassen eine breite Anzahl an Gruppen von beispielsweise Unternehmenseignern, Kunden, Managern und Mitarbeitern bis hin zu Lieferanten oder der gesamten Gesellschaft. Eine Schwierigkeit in diesem Zusammenhang ist, dass unterschiedliche Stakeholder in der Regel verschiedene Ziele verfolgen, die sich zudem mit der Zeit durch aktuelle gesellschaftliche Diskurse verändern (vgl. Bassen et al., 2005, S. 235). Entsprechend müssen bei der Berücksichtigung der CSR-Ansätze Erwartungen und Forderungen der unterschiedlichen Stakeholder analysiert werden, um diese in Einklang zu bringen (vgl. Thommen, 2003, S. 29). Neben dem verantwortungsvollen Interaktionsziel von Unternehmen gegenüber ihren Stakeholdern, beschreibt die ökonomische Verantwortung die Produktion der unternehmensspezifischen Güter und Dienstleistungen, die zur Befriedigung gesellschaftlicher Bedürfnisse dienen sollen. Hierbei soll die ökonomische Verantwortung nicht allein die gesellschaftliche Perspektive berücksichtigen, sondern umfasst zudem die Profiterzielung der Unternehmen, die sich durch den Verkauf ihrer Leistungen ergibt (vgl. Carroll, 1979, S. 500).

Die freiwillige soziale Verantwortung hingegen steht für die gemeinnützigen Aktivitäten, die zur Förderung gesamtgesellschaftlicher sozialer Zwecke dienen. Somit darf dieser Nachhaltigkeitsbereich nicht auf einzelne Instrumente des sozialen Engagements der Unternehmen (Spenden, Sponsoring etc.) begrenzt werden, sondern deckt alle unternehmerischen Handlungen mit dem Ziel der gesamtgesellschaftlichen Beitragsleistung auf Ebene der sozialen Verantwortung ab (vgl. Loew et al., 2004, S. 10ff.). Die soziale Verantwortung entspricht im Kern dem CC-Ansatz, wobei dieser im Vergleich zur CSR eine größere Reichweite bezüglich der betroffenen Stakeholdergruppen hat und nicht unabhängig vom Kerngeschäft der Unternehmen ist.

Im Gegensatz hierzu beschreibt die freiwillige ökologische Verantwortung - die Vermeidung beziehungsweise Minimierung der Umweltbelastung - eine nachhaltige Ressourcennutzung und die Schaffung natürlicher Lebensräume (vgl. Jacobson, 2001, S. 22). Aus den einzelnen Nachhaltigkeitsbereichen entsteht anschließend das gesamte Konzept der CSR. Um eine hierarchische Abgrenzung der Nachhaltigkeitsbereiche vorzunehmen und die phasenweise Etablierung des CSR-Konzeptes darzustellen, wird sich im folgenden Abschnitt auf die Verantwortungspyramide nach Carroll (1979, 1991) bezogen und danach analysiert. Anhand von Nachhaltigkeitsmodellen sowie Studien wird darauf aufbauend der genaue Bezug zwischen den Stakeholdern und dem CSR-Ansatz aufgezeigt.

2.3.1 Verantwortungspyramide

Zu einer der meist zitierten CSR-Studien und bekanntesten -Konzepte gehört die Untersuchung von Carroll (1979) mit dem Titel „Three-Dimensional Conceptual Model of Corporate Performance“ (vgl. Mzembe/Downs, 2014, S. 216; Schwartz/Carroll, 2003, S. 504). Nach Carroll wird ein pyramidenförmiges Gerüst hergeleitet, das den hierarchischen Aufbau des CSR-Ansatzes abbildet und Prioritätsunterschiede aufzeigen soll (vgl. Carroll, 1991, S. 39ff.). Carroll beschreibt das Konzept der CSR aus der Sichtweise von Stakeholdern als eine zeitabhängige Forderung oder Erwartung gegenüber den Unternehmen. Diese gesellschaftliche Erwartung umfasst die ökonomischen, legalen, ethischen und sozialen Ebenen der Unternehmensverantwortung (vgl. Carroll, 1979, S. 498).

So müssen Unternehmen für das sachgemäße Erreichen von CSR-Zielen und -handlungen auf der ersten Ebene die ökonomische Verantwortung gewährleisten. Diese Ebene bildet nach Carroll die Basis der anderen Verantwortungsbereiche (vgl. Carroll, 1991, S. 40ff.). Die nächste Verantwortungsstufe besteht aus der Gewährleistung rechtlicher Rahmenbedingungen. Unter diesen Punkt fallen alle Bereiche, die für das Unternehmen aus rechtlichen Gründen zu beachten sind3 (vgl. Tewari/Pathak, 2014, S. 37). Anschließend folgt die ethische Verantwortung, die Normen und Werte einer Gesellschaft umfasst, welche nicht durch gesetzliche Regulierungen geschützt oder festgelegt werden. Das Ende des Hierarchieverlaufs stellt die philanthropische (soziale) Verantwortung dar, bei der das Wohltätigkeitsengagement der Unternehmen zur gesellschaftlichen Wohlfahrtssteigerung führen soll. In dieser CSR-Dimension können unternehmerische Aktivitäten dazu genutzt werden, um aktuelle gesellschaftliche Diskussionen zu steuern, darauf Einfluss zu nehmen, zu prägen und sich an ihnen zu beteiligen (vgl. Carroll, 1991, S. 42). Die folgende Abbildung umfasst diesen Hierarchieverlauf und stellt alle vier Bereiche der Verantwortungspyramide nach Carroll dar.

Abbildung 2.1: Verantwortungspyramide nach Carroll

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Schwartz/Carroll, 2003, S. 504.

Diese hierarchische Darstellung der Verantwortungsbereiche beginnt mit der untersten und wichtigsten Ebene und hat einen abnehmenden Prioritätsverlauf. Zusammenfassend haben Unternehmen die Pflicht, die Wirtschaftlichkeit ihrer Unternehmung zu gewährleisten und dabei den höchstmöglichen Profit zu erzielen. Hiernach müssen unternehmerische Handlungen innerhalb der rechtlichen Rahmenbedingungen durchgeführt werden. Anschließend folgen die freiwilligen Verantwortungsbereiche des ethischen Handelns und sozialen Engagements, um letztendlich das gute bürgerliche Handeln der Unternehmung hinsichtlich ihrer Stakeholder zu bekräftigen (vgl. Tewari/Pathak, 2014, S. 37). Laut Carroll und Shaban (2010) sind diese freiwilligen Verantwortungsbereiche das Wesen des CSR-Ansatzes (vgl. Carroll/Shaban, 2010, S. 90).

Die Verantwortungspyramide nach Carroll wird von Wood (1991) insoweit modifiziert, als dass die Verantwortungsbereiche der Unternehmen auf unterschiedliche Unternehmensebenen aufgeteilt werden. Hierdurch wird die individuelle Verantwortung unterschiedlicher Unternehmensebenen dargestellt (vgl. Sachs, 2000, S. 99). Somit wird der normativen Sichtweise von Bowen (1953), bei dem der Unternehmenseigner allein für die Implementierung des CSR-Ansatzes im Unternehmen verantwortlich gemacht wird, schließlich eine differenzierte Sichtweise entgegengestellt (vgl. Bowen, 1953, S. 6).

Es werden drei unterschiedliche Unternehmensebenen differenziert. Die institutionelle Ebene beschreibt die erste Unternehmensebene, auf der Unternehmen allein als eine Art wirtschaftliche Institution und als Teil der Wirtschaft betrachtet werden. Demzufolge haben Unternehmen hinsichtlich ökonomischer und philanthropischer Aspekte Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zu tragen (vgl. Wood, 1991, S. 695). Auf der organisationalen Unternehmensebene werden Unternehmen als organisierte soziale Gebilde verstanden, die aus unterschiedlichen sozialen Gruppen bestehen und soziale sowie ökologische Verantwortung tragen müssen. Letztlich wird auf die individuelle Ebene eingegangen. Sie fokussiert die gesellschaftliche Erwartung gegenüber der Führungskraft, aber auch gegenüber der gesamten Belegschaft einer Unternehmung, auf individueller Ebene moralisch verantwortungsvoll zu handeln. Entsprechend wird hier jedes Unternehmen als ein Zusammenschluss unterschiedlicher Individuen bezeichnet (vgl. Sachs, 2000, S. 99).

Wie diese Unterscheidungen und die CSR-Dimensionen nach Carroll (1991) in einer leicht modifizierten Form den einzelnen Unternehmensebenen zugeordnet werden können, wird anhand der folgenden Abbildung veranschaulicht. Hierzu werden die CSR-Dimensionen der moralischen, sozialen, ökologischen und ökonomischen sowie der philanthropischen Verantwortung verwendet.

Abbildung 2.2: Verantwortungspyramide nach Wood

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Sachs, 2000, S. 99.

Die Verantwortungspyramide wurde anhand unterschiedlicher Studien auf ihren Wahrheits- gehalt überprüft, bei denen festgestellt werden konnte, dass die hierarchische Reihenfolge der Verantwortungsbereiche bestätigt werden kann (vgl. Aupperle et al., 1983, S. 369ff.). Entsprechend gilt dieser Ansatz als realitätsnah und wird schließlich von Carroll (1979), Wood (1991) und Carroll sowie Schwartz (2003) zu CSR-Modellen entwickelt, in denen die Stakeholdersichtweise implementiert ist. Die Einbeziehung der Stakeholder ist deswegen wichtig, weil Unternehmen die Legitimität des institutionellen Handelns von ihren Stakeholder- gruppen beziehen (vgl. Wood, 1991, S. 695). Demnach müssen diese verantwortungsbewusst handeln, um die Stellung und Relevanz in der Gesellschaft nicht zu verlieren (vgl. Lee, 2008, S. 58). In den beiden folgenden Abschnitten werden diese beiden Modelle veranschaulicht.

2.3.2 Das Corporate-Social-Performance-Modell und der „Three-Domain Approach“

Auf der Grundlage der Verantwortungspyramide entwickelt Carroll (1979) ein Modell der Corporate Social Performance (im Folgenden CSP), nach dem CSR-Engagement bewertet werden soll, um dadurch eine direkte Beziehung zwischen derartigen Aktivitäten und den Stakeholdern der jeweiligen Unternehmen aufzuzeigen. Dabei kann das CSP-Modell als Erfüllungsgrad des CSR-Ansatzes innerhalb von Unternehmen verstanden werden (vgl. Carroll, 1979, S. 497ff.). Die CSP wird in dieser Perspektive als der Aufbau einer Unternehmens- organisation beschrieben, der die Beziehung zwischen den Stakeholdern und den Unternehmen durch Prinzipien des CSR-Ansatzes darstellt, in dem freiwilliges und nachhaltiges unternehmerisches Engagement evaluiert wird (vgl. Vong/Wong, 2013, S. 1674). Hierdurch kommt die Verkuppelung zwischen dem CSR-Ansatz und den Stakeholdererwartungen zustande.

Carroll (1979) verwendet die Verantwortungspyramide und dessen einzelne Dimensionen, um unternehmerische Verantwortungsbereiche bestehenden Problemfeldern - wie der Arbeit- nehmerdiskriminierung und -sicherheit, der Produktsicherheit, der Umweltbelastung, dem Konsumentenverhalten sowie den Shareholderinteressen - zuzuordnen. Anschließend erfolgt die konkrete Identifikation und Durchführung von CSR-Aktivitäten, die sogenannte Corporate Social Responsiveness4. Hierbei stehen die vorhandenen Möglichkeiten des nachhaltigen unternehmerischen Verhaltens im Vordergrund und die dadurch geschaffenen konkreten Maßnahmen beziehungsweise Strategien, um CSR-Erwartungen aktiv zu erfüllen. Die aus den konkreten Maßnahmen resultierenden Ergebnisse sind anschließend festzustellen und zu bewerten (vgl. Carroll, 1979, S. 501ff.). Die CSP kann somit als eine Art Unternehmens- fähigkeit verstanden werden, die den Umgang mit gesellschaftlichen Erwartungen widergibt (vgl. Frederick, 1994, S. 150). Mithilfe des Modells, welches CSR-Engagement misst, kann das entsprechende nachhaltige Verhalten in die CSP überführt werden, um konkrete Einflüsse und Effekte derartigen Engagements zu erkennen sowie mögliche Zusammenhänge zwischen Unternehmenskennzahlen zu analysieren (vgl. Orlitzky et al., 2003, S. 403).

Das Modell von Caroll (1979) wird jedoch von anderen Studienergebnissen kritisch hinterfragt. Eine empirische Studie von Lee (2008) verweist auf den fehlenden Zusammenhang zwischen dem CSR-Ansatz und dem CSP-Modell und übt Kritik an der isolierten Betrachtung der einzelnen Verantwortungsbereiche nach der Verantwortungspyramide von Carroll (vgl. Lee, 2008, 59f.). Zwar ist die Schwierigkeit bekannt, nachhaltiges Engagement von Unternehmen ordnungsgemäß dem Konstrukt der CSR zuzuordnen, doch legen Carroll und Schwartz (2003) aufbauend auf der Studie von Carroll (1979) ein Konzept vor, mit dem derartigen Diskrepanzen entgegengewirkt werden soll (vgl. Clarkson, 1995, S. 96).

Hierbei zeigt der sogenannte „Three-Domain Approach“ einzelne Verantwortungsbereiche und den genauen Zusammenhang zwischen diesen Verantwortungsbereichen auf. Dabei wird nur nach ökonomischen, legalen und ethischen Verantwortungsaspekten unterschieden. Dieses Modell zeichnet sich dadurch aus, dass die genannten Verantwortungsbereiche als über- lappende Felder des CSR-Ansatzes dargestellt werden und untereinander Schnittstellen aufweisen. Demnach lässt sich dieser Ansatz mit einem Venn-Diagramm abbilden, weshalb diese Darstellung keine Verantwortungspyramide und hierarchische Abgrenzung kennt.

Mithilfe dieses Modells können Unternehmen allein ökonomische, ethische oder legale Verantwortung tragen, die getragene Verantwortung kann kontextabhängig sein und kann aus einer Mischung der Verantwortungsbereiche bestehen. So wird beispielsweise die soziale unternehmerische Verantwortung folglich als eine Mischung der ökonomischen und ethischen Verantwortung illustriert und demnach nicht als eigene CSR-Dimension definiert (vgl. Schwartz/Carroll, 2003, 505ff.).

Anhand dessen muss dann die genaue Beziehung der CSR-Aktivitäten zu den Stakeholdererwartungen im Modell wiedergegeben werden. Die folgende Abbildung veranschaulicht den sogenannten „Three-Domain Approach“ nach Schwartz und Carroll (2003), der sich aus den bereits erwähnten Kernbereichen und den resultierenden Schnittmengen ergibt.

Abbildung 2.3: Der “Three-Domain Approach”

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Schwartz und Carroll, 2003, S. 509.

Durch die Bewertung der CSR-Aktivitäten kann dann anschließend der Erfüllungsgrad der Stakeholdererwartungen aufgezeigt werden. Das CSP-Modell nach Woods (1991), welches im folgenden Abschnitt dieser Arbeit behandelt wird, beschreibt ein weitaus detaillierteres Modell, um den gesamten Prozess des CSR-Ansatzes von der Identifikation und Durchführung der CSR-Aktivitäten bis hin zur Bewertung in den Blick zu nehmen, und liefert somit eine klarere Übersicht über die Implementierung des CSR-Engagements in Unternehmen.

2.3.3 Corporate Social Performance nach Wood

Wood (1991) entwickelt ein ganzheitliches CSP-Modell aus der Verantwortungspyramide, bei dem die CSR-Verantwortung in Prinzipien, Prozesse und Ergebnisse des CSR-Ansatzes überführt wird. Anhand dieser Darstellung wird hier die Implementierung, Durchführung und Bewertung des verantwortungsvollen unternehmerischen Handelns dargestellt (vgl. Wood, 1991, S. 691). Dabei besteht jede dieser einzelnen Kategorien ebenfalls aus drei unter- schiedlichen Subkategorien.

Die CSR-Prinzipien stehen für die nachhaltige Verantwortung von Unternehmen gegenüber ihrer Stakeholdererwartung und gehören zur ersten Modell-Kategorie. Diese Prinzipien lassen sich, wie bereits in den vorherigen Abschnitten beschrieben, durch ökonomische, ökologische, soziale und ethische Verantwortungsbereiche fassen. Hierzu verwendet Wood die modifizierte Form der Verantwortungspyramide nach Carroll (1991), die die einzelnen Verantwortungs- bereiche der Unternehmen veranschaulichen soll. Demnach stellen die CSR-Prinzipien die den Unternehmensebenen zugeteilten Verantwortungsbereiche nach der Verantwortungspyramide dar (vgl. Sachs, 2000, S.97f.). Dabei bezieht sich die unternehmerische Verantwortung auf institutioneller Ebene auf alle Unternehmen und beschreibt die allgemeine Berücksichtigungs- pflicht aller Stakeholderinteressen. Hieraus lassen sich unternehmerische Handlungen ableiten, die zur Stärkung von Stakeholderbeziehungen angewendet werden können. Die unter- nehmerische Verantwortung auf der organisationalen Ebene beruht auf dem Kerngeschäft der einzelnen Unternehmen und unterscheidet sich insoweit von der institutionellen Ebene, als dass alle Unternehmen für ihre individuellen Handlungen Verantwortung übernehmen müssen. Die Unternehmensmerkmale bedingen das Verantwortungsbewusstsein für Umweltschutz und soziales Engagement, das zu gewährleisten ist. Die individuelle Ebene eines Unternehmens ist für die Forderung der moralischen und ethischen Handlungen innerhalb der Unternehmen zuständig und bezieht sich auf die Individuen innerhalb einer Organisation (vgl. Wood, 1991, 696f.).

Aus den CSR-Prinzipien lassen sich anschließend die CSR-Prozesse ableiten. In dieser Kategorie des CSR-Modells kommt das eigentliche CSR-Engagement von Unternehmen zustande. Aus den gesellschaftlichen Erwartungen werden dementsprechend konkrete Handlungen abgeleitet. Diese Handlungen ergeben sich durch die Implementierung des Corporate-Social-Responsiveness-Ansatzes in das CSP-Modell. Entsprechend erfolgt hier die Etablierung des Umwelt-, Stakeholder- und Issue-Managements (vgl. Thommen, 2003, S. 59). Demnach wird auf institutioneller Unternehmensebene das Stakeholder-Management etabliert beziehungsweise weiterentwickelt, um Lösungen hinsichtlich des Interessenausgleichs der unterschiedlichen Anspruchsgruppen zu schaffen. Anschließend entstehen konkrete Handlungen beziehungsweise Strategien, die den Stakeholdern einen höchstmöglichen Nutzen bieten sollen. Anhand der Einführung eines Umweltmanagements und unterschiedlicher Maßnahmen ist neben dem Stakeholder-Management auf der institutionellen Unternehmens- ebene auf organisationaler Ebene soziale und ökologische Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Das Umweltmanagement steht hierbei für die Etablierung und Bewertung von Umweltsystemen und eine effiziente und umweltfreundliche Nutzung von Ressourcen (vgl. Wood, 1991, S. 704f.).

Anschließend erfolgt das Issue-Management auf individueller Unternehmensebene, das ökonomische, ökologische und soziale Probleme zwischen Stakeholdern frühzeitig erkennen und durch eine effiziente Informationsverarbeitung beseitigen soll (vgl. Thommen, 2003, S. 25). Dabei wird das Issue-Management genutzt, um die interne Kommunikation in den Unternehmen zu verbessern und zeitnah zu handeln (vgl. Henderson et al., 2015, S. 12ff.). Daran anknüpfend kommt es zur Kategorie der CSR-Ergebnisse, die die Bewertung der nachhaltigen unternehmerischen Handlungen umfasst. Die sogenannte unternehmerische soziale Performanz - oder auch „Corporate Social Performance“ - lässt sich somit nach Wood in CSR-Auswirkungen, -programme und Unternehmenspolitik unterscheiden (vgl. Wood, 1991, S. 693; Vong/Wong, 2013, S. 1674). Die folgende Abbildung veranschaulicht das gesamte CSP-Modell nach Wood und stellt dessen unterschiedliche Kategorien und Teil- bereiche dar.

Abbildung 2.4: Corporate Social Performance nach Wood (1991)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Wood, 1991, S. 696ff:; Sachs, 2000, S. 99.

Hiernach steht die CSR-Auswirkung für die gesellschaftliche Wahrnehmung, die aus den unternehmerischen Aktivitäten der jeweiligen Unternehmen entsteht. Das CSR-Programm beschreibt die Dauer und Relevanz der CSR-Aktivitäten hinsichtlich der Unternehmens- strategien, wobei diese langfristig ausgerichtet sein sollten. Eine organisatorische Ein- gliederung des nachhaltigen Handelns kann beispielsweise durch Nachhaltigkeitsberichte oder die Einführung einer internen CSR-Kommission bewältigt werden, wobei diese beiden Aspekte auch für den empirischen Teil dieser Arbeit eine enorme Rolle spielen. Anschließend erfolgt durch den Grad der Übereinstimmung hinsichtlich der Unternehmenspolitik und der Stakeholderinteressen die Bewertung der CSR-Ergebnisse (vgl. Wood, 1991, S. 708ff.). Im besten Fall stellt das Konzept der CSR eine Win-win-Situation dar, von der das Unternehmen aufgrund der hohen CSP ökonomisch gesehen profitiert. Demnach kann der CSR-Ansatz als ein Instrument genutzt werden, um Interessenkonflikte zwischen Führungskräften eines Unternehmens und seinen Stakeholdern zu beseitigen (vgl. Jo et al., 2015, S. 1; Mahoney/Roberts, 2007, S. 233). Dabei haben McWilliams und Siegel (2001) herausgefunden, dass die aktuelle CSP eines Unternehmens ein langzeitiger Prozess ist und somit die positive soziale Performanz vorheriger Perioden einen Indikator für die erfolgreiche CSP der aktuellen Periode darstellt (vgl. McWilliam/Siegel, 2001, 123f.).

Die Schwierigkeit dieses CSP-Modells liegt in der Übertragung der CSR-Aktivitäten in messbare Größen. Anschließend besteht eine weitere Diskrepanz, da die überführten messbaren Größen in interpretierbare Kennzahlen transformiert werden müssen, um konkrete Resultate daraus entstehen zu lassen. Der Vergleich beziehungsweise die Messung der CSR-Aktivitäten ist deshalb so komplex, weil die Bewertung immer auf die individuelle Situation und die unternehmensspezifische Politik bezogen werden muss (vgl. Schönheit et al., 2006, S. 33). In der Regel werden CSR-Performanzen von Unternehmen durch Messungen beziehungsweise Bewertungen von Ratingagenturen oder Datenbanken erhoben, die hinsichtlich der Nachhaltigkeitsperformanzen sogenannte Nachhaltigkeitsratings erstellen (vgl. Ducassy/Montandrau, 2014, S. 384). Entsprechend werden im folgenden Abschnitt CSRRatings veranschaulicht und analysiert, die für diese Arbeit Relevanz haben. Dabei liegt der Fokus auf der Darstellung zweier unterschiedlicher CSR-Ratings, die für den empirischen Teil dieser Arbeit eine enorme Rolle spielen.

2.4 CSR-Ratings

Die wachsenden Anforderungen gegenüber der nachhaltigen Unternehmensverantwortung, die sich aus den Erwartungen der Stakeholder sowie Nichtregierungsorganisationen (im Folgenden NGOs) ergeben, führen zu dem Bedürfnis der Quantifizierung nachhaltiger unternehmerischer Handlungen, um konkretes CSR-Engagement auf diesem Gebiet und den Erfüllungsgrad der nachhaltigen Unternehmensverantwortung auf unternehmensspezifischer Ebene festzustellen. In der Literatur gibt es unterschiedliche Ansätze, um CSR-Aktivitäten zu messen. Die wahrscheinlich am häufigsten angewendete Methode dafür ist die Verwendung von Daten- banken und darauf aufbauenden CSR-Ratings (vgl. Turker, 2009, S. 414ff.; Maignan/Farrell, 2000, S. 288). Abhängig vom CSR-Rating erfolgt neben der Beurteilung der sozialen und ökologischen Verantwortung die zusätzliche Bewertung des finanziellen Erfolgs innerhalb der Unternehmen5. Dieser Drei-Säulen-Ansatz stellt die präferierten Ratingdimensionen dar (vgl. Döpfner/Schneider, 2012, S. 17). Die ethische Unternehmensverantwortung wird in der Regel unter die sozialen Bewertungskriterien subsumiert und in einer Vielzahl an Nachhaltigkeits- ratings der zusätzliche Aspekt der unternehmensspezifischen Corporate Governance separat analysiert und bewertet (vgl. Schäfer, 2005, S. 251f.; Koellner et al., 2005, S. 60). Die Corporate Governance beschreibt dabei die Struktur der Stakeholder, die Rechte oder Verpflichtungen gegenüber von Unternehmen haben. Eine wirkungsvolle Ausrichtung der Corporate Governance führt durch die Etablierung von unterschiedlichen Kontrollmechanismen dazu, dass Führungskräfte sich derartigen Stakeholderrechten und - interessen verschreiben (vgl. Filatotchev/Nakajima, 2014, S. 290).

Dieses sogenannte CSR-Rating wird gewöhnlich von Ratingagenturen, unternehmensinternen Teams sowie Abteilungen oder Wertpapierindizes durchgeführt, die sich auf die Bewertung von freiwilligen und nachhaltigen unternehmerischen Aktivitäten spezialisiert haben (vgl. Schäfer, 2005, S. 252). Bezogen auf die verwendeten Bewertungsmethoden der unterschiedlichen CSR-Ratings besteht ein hoher Grad an Individualität, wodurch ein Vergleich der verwendeten Konzepte erschwert wird (vgl. Chatterji et al., 2014, S. 1).

Hierbei werden Bewertungsmethoden nach Positiv- und Negativkriterien, dem Best-in-Class- Ansatz sowie der Mischung dieser Methoden unterschieden. Positivkriterien zeichnen sich dadurch aus, dass freiwilliges unternehmerisches Engagement positiv bewertet wird, wobei aus der Summierung dieser Kriterien eine ganzheitliche Bewertung resultiert. Negativkriterien führen entweder zum Ausschluss der Unternehmen, die bewertet werden, wenn diese nicht die notwendigen Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllen, oder zur negativen Bewertung der unternehmerischen Aktivitäten (vgl. Schäfer/Lindenmayer, 2004, S. 46ff.; Döpfner/Schneider, 2012, S. 11). In das CSR-Rating fließt neben der individuellen positiven oder negativen Bewertung der freiwilligen nachhaltigen Handlungen hinsichtlich der CSR-Paradigmen auch die Nachhaltigkeitsposition des individuellen Unternehmens mit ein. Die Bewertung nach dem sogenannten Best-in-Class-Ansatz wird aus dem Unternehmensvergleich innerhalb der Branche ermittelt und dient dem Vergleich mit anderen Marktakteuren. Dieser Unternehmens- vergleich basiert auf einem Nachhaltigkeitsrating von branchenspezifischen Unternehmen, um einen Vergleichsmaßstab der Nachhaltigkeit innerhalb einer Branche zu gewinnen und zu etablieren (vgl. Schäfer, 2005, S. 252).

Jedoch erschweren neben den unterschiedlichen CSR-Ratingverfahren auch die verschiedenen Verfahren der Informationsgewinnung den Nachhaltigkeitsvergleich unterschiedlicher Unternehmen, weil diese in der Regel zwischen den unterschiedlichen Nachhaltigkeitsratings voneinander abweichen (vgl. Chatterji et al., 2014, S. 8).

Zur Bewertung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit von Unternehmen verwenden Ratingagenturen oft Rahmenbedingungen6, die durch NGOs entwickelt werden. Diese beschreiben konkrete Handlungsrichtlinien, die nachhaltiges Engagement in Unternehmen von irrelevanten unternehmerischen Aktivitäten abgrenzen sollen (vgl. Schäfer, 2005, S. 253ff.). Anschließend erfolgt aus der Vereinheitlichung der einzelnen CSR-Kriterien ein vollständiges Nachhaltigkeitsrating. Dieses umfasst entweder allein soziale, ökologische und Corporate-Governance-Kriterien oder das Gesamtbild durch die zusätzliche Einbeziehung des ökonomischen Faktors. Durch das resultierende Gesamtbild kann anschließend ermittelt werden, inwieweit Unternehmen nachhaltig nach dem CSR-Ansatz handeln und auf welcher Ebene der CSR-Dimensionen der unternehmensindividuelle Schwerpunkt liegt. Folglich werden in den folgenden beiden Abschnitten die für diese Arbeit relevanten Nachhaltigkeitsratings und die hierfür verwendeten Bewertungsmethoden dargestellt.

2.4.1 Die Datenbank von Kinder, Lydenberg und Domini

Der MSCI ESG Research ist ein Unternehmen, das Nachhaltigkeitsratings auf internationaler Basis durchführt (vgl. Novethic Research, 2014, S. 12). Hierfür werden auf Basis der Datenbank von Kinder, Lydenberg und Domini (im Folgenden KLD) Ratings, Forschungen und Beratungen im Hinblick auf Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance-Praktiken7 erstellt (vgl. Hillman and Keim, 2001; Chatterji et al., 2009). Die KLD-Datenbank beziehungs- weise das KLD-Rating ist eine der verbreitetsten Methoden, um amerikanische Unternehmen nach Nachhaltigkeitskriterien zu bewerten, und ist mit den Eigenschaften der Nachhaltigkeits- dimensionen nach Carroll (1979) kompatibel (vgl. Turker, 2009, S. 414). Der Anstieg der Firmendaten in dieser Datenbank hat inzwischen einen kontinuierlich steigenden Verlauf und bestärkt die Stellung des KLD-Ratings im Vergleich zu bestehenden Nachhaltigkeitsratings (vgl. Bouslah, 2013, S. 1262).

Das KLD-Rating besteht aus 13 unterschiedlichen Nachhaltigkeitskriterien, die das ökologische, soziale und ethische Verantwortungsbewusstsein von Unternehmen mitein- beziehen. Aus diesen Nachhaltigkeitskriterien lassen sich zwei unterschiedliche Kategorien bilden. Die erste Ratingkategorie umfasst die qualitative Messung unterschiedlicher Themen- bereiche. Demnach lassen sich Themenfelder wie Gesellschaft, Diversity (Vielfalt), Arbeitnehmerbeziehungen, Umwelt, Leistungs- und Produktmerkmale, Menschenrechte sowie Corporate Governance erfassen (vgl. Benlemlih, 2014, S. 12). Diese Themenbereiche werden mit ungefähr 80 Nachhaltigkeitsindikatoren gemessen und durch die Verteilung von Nachhaltigkeitspunkten bewertet. Diese Nachhaltigkeitsindikatoren reichen von unterschiedlichen Stakeholderbeziehungen bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen Problemfeldern (vgl. Hart/Sharfman, 2012, S. 7ff.).

Die zweite Ratingkategorie umfasst die Berücksichtigung und Beurteilung von unternehmerischen Tätigkeiten in kontroversen Geschäftsfeldern. Zu diesen Geschäftsfeldern gehören Glücksspiel, Waffen, Militär, Kernkraft, Tabak und Alkohol. Diese beiden Rating- kategorien sind separat voneinander zu untersuchen und zu bewerten. So führen Aktivitäten in kontroversen Geschäftsfeldern zu einer negativen Nachhaltigkeitsbewertung und wirken sich entsprechend negativ auf das gesamte CSR-Rating aus. Abhängig von den nachhaltigen unternehmerischen Handlungen, die bereits innerhalb der ersten genannten Ratingkategorie auf unterschiedlichen Themenfeldern bewertet wurden, erfolgt anschließend die Ermittlung des gesamten Nachhaltigkeitsratings (vgl. Attig/Cleary, 2014, S. 5). Dieses resultiert aus der Summe der beiden Ratingkategorien und kann ein positiv oder ein negativ ausfallendes ESG- Rating darstellen. Die hierzu verwendeten Daten werden aus Jahresabschlüssen, Presse- mitteilungen und staatlichen Berichten ermittelt (vgl. McWilliams/Siegel, 2001, S. 604ff.). Dieses Nachhaltigkeitsrating ist ein weitverbreitetes Instrument, um den CSR-Ansatz zu messen, und wird in einer Vielzahl von Studien verwendet (vgl. Turker, 2009, S. 414).

Auch im fünften Kapitel dieser Arbeit kommt dieses Bewertungsverfahren zum Einsatz, wobei eine leicht modifizierte Variante verwendet wird. Neben den Nachhaltigkeitsratings, die aus der ökologischen, sozialen und der Corporate-Governance-Performanz von Unternehmen abgeleitet werden (ESG-Rating), existieren Nachhaltigkeitsratings, die aus der zusätzlichen Komponente der ökonomischen Performanz bestehen. Die Asset4-Datenbank von Thomson Reuters umfasst ein derartiges Nachhaltigkeitsrating und wird im folgenden Abschnitt näher erläutert.

2.4.2 Asset4/Thomson Reuters

Die Asset4-Datenbank beinhaltet das Werkzeug des kombinierten Nachhaltigkeitsratings zur Bewertung von CSR-Aktivitäten. Dieses Nachhaltigkeitsrating ist bereits für mehr als tausend Unternehmen vorhanden und bietet eine kombinierte beziehungsweise integrierte Ansicht der finanziellen und nicht finanziellen Nachhaltigkeitsbereiche an. Dabei sind diese Ratings bis zu dem Unternehmensjahr 2002 zurückdatierbar. Dieses Instrument dient der finanziellen, ökologischen sowie sozialen Leistungsbewertung und umfasst zudem die Bewertung für die Corporate-Governance-Performanz von Unternehmen (vgl. Novethic Research, 2014, S. 28f.). Die hierzu verwendeten Informationen bestehen aus gesammelten internen Unternehmensdaten (Jahresberichte, CSR-Berichte etc.) sowie Daten, die von NGOs und der Presse ermittelt und öffentlich gehandhabt werden. Dabei bietet das Asset4 eine vollkommen transparente Daten- nutzung, mit der all diese Kategorien, Kennzahlen und Kriterien offengelegt werden. Die aufgeführten Nachhaltigkeitsbereiche bestehen aus 750 unterschiedlichen Nachhaltigkeits- kriterien, die zu 280 Performanzkennzahlen kombiniert und zusammengefasst werden können. Diese Kennzahlen werden anschließend zu 18 unterschiedlichen Kategorien aggregiert und auf die ökologische, die soziale, die ökonomische sowie die Corporate-Governance-Säule aufgeteilt (vgl. Birch, 2012a, S. 1f.).

Das kombinierte Nachhaltigkeitsrating wird dabei aus dem Durchschnitt der aus den vier Nachhaltigkeitsbereichen resultierenden Ratings beziehungsweise Performanzen gebildet. Jedes dieser Ratings wird nach der Z-Transformation standardisiert und entspricht demnach einer Bewertung, die zwischen 0 und 100 Prozent liegt (vgl. Hardegger, 2012, S. 2). Dieses Nachhaltigkeitsrating ist eine kombinierte Darstellung von CSR-Engagement und seiner Bewertung. Die hierzu verwendete Bewertungsmethode ist eine Mischung aus dem Best-in- Class-Ansatz und den Positiv- sowie Negativkriterien (vgl. Birch, 2012b, S. 2). Die folgende Abbildung veranschaulicht den Prozess des Nachhaltigkeitsratings nach Asset4.

Abbildung 2.5: Nachhaltigkeitsrating nach Asset4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Ribando/Bonne, 2010, S. 4.

Dieses Ratingverfahren ist mit der CSR-Beschreibung nach Dahlsrud (2008) und der Definition nach der EU-Kommission vereinbar und wird deshalb im empirischen Teil dieser Arbeit verwendet. Der große Unterschied zum KLD-Rating liegt darin, dass hier die zusätzliche Komponente der ökonomischen Performanz berücksichtigt wird. Folglich werden hier zusätzliche Kategorien, wie die Loyalität von Kapitalgebern oder Kunden, mit aufgenommen, die eine umfassendere Betrachtung einiger Stakeholderinteressen ermöglichen. Dabei verfügen Unternehmen über eine Vielzahl an Möglichkeiten, Stakeholderinteressen zu verfolgen. Daher werden im nächsten Abschnitt potenzielle sowie weitverbreitete Instrumente des CSREngagements dargestellt und durch verschiedene Studien belegt.

2.5 Häufig angewendetes CSR-Engagement

Bekanntermaßen verstärkt das CSR-Engagement die Beziehung zwischen Unternehmen und ihren Stakeholdern. Dabei gibt es eine weitreichende Anzahl an möglichen CSR-Engagements, die von den Unternehmen geleistet werden können. Peloza und Shand (2011) fanden anhand einer Studie, in der 163 wissenschaftliche Artikel untersucht wurden, heraus, dass der häufigste Analysegegenstand nachhaltiger Handlungen auf philanthropische, geschäftsmodell- und produktbezogene Aktivitäten zurückzuführen ist (vgl. Peloza/Shang, 2011, S. 117ff.).

Eine weitaus detailliertere Kategorisierung häufigen CSR-Engagements und der davon angesprochenen Stakeholder-Gruppen geben Brashear et al. (2008). So kann beispielsweise unternehmerische Verantwortung gegenüber der Gesellschaft dadurch getragen werden, indem Gesundheits- oder Bildungsprogramme, Sponsoring und ökologisches Wirtschaften gefördert werden. CSR-Engagement, das auf die Erwartungen von Konsumenten und Arbeitnehmern eingeht, kann das Wirken für Fairtrade-Produkte, Produktqualität und -sicherheit, Arbeitssicherheit, die Vermeidung von Tierversuchen und die Produktion gesunder Lebensmittel bedeuten (vgl. Brashear et al., 2008, S. 14).

Neben derartigem CSR-Engagement gibt es auch Themenfelder, die von nachhaltigen Unternehmen bekämpft und somit verhindert werden sollten. Zu diesen gehören beispielsweise Kinderarbeit, Korruption und schlechte Arbeitsbedingungen (vgl. Peloza/Shang, 2011, S. 120f.). Die Form der CSR-Aktivitäten reicht dabei von der finanziellen Unterstützung bis hin zur gesellschaftlichen Aufklärung zu problematischen Themenfeldern. Die meisten dieser genannten Handlungen werden auch im UN Global Compact berücksichtigt, das freiwillige ökologische und soziale Mindeststandards für Unternehmen auf internationaler Ebene aufzeigt. Dieser umfasst zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen sowie Umweltschutz und präsentiert konkrete Handlungsfelder zur Korruptionsbekämpfung (vgl. Hoessle, 2014, S. 46). Eine genaue Abgrenzung beziehungsweise Zuteilung der CSR-Aktivitäten in unterschiedliche Stakeholder-Kategorien ist nicht möglich, weil oft nachhaltige unternehmerische Handlungen mehrere Stakeholder-Gruppen betreffen. Eine CSR-Aktivität die nach Peloza und Shang (2011) produktbezogen ist, kann nach der Kategorisierung nach Brashear et al. (2008) allerdings eine umweltbezogene Handlung sein. Um jedoch eine Übersicht über mögliche CSR-Handlungen zu geben, wird anhand der folgenden Abbildung eine doppelte Abgrenzung der aufgezeigten CSR-Aktivitäten nach den Kategorisierungen von Peloza und Shang (2011) sowie Brashear et al. (2008) durchgeführt und somit eine Verbindung zwischen den in beiden Studien ermittelten häufig verwendeten CSR-Aktivitäten geschaffen. Anhand dessen werden konkrete Handlungen, die häufig zur Anwendung kommen, nach davon profitierenden Stakeholder- gruppen sowie nach philanthropischen, produkt- und geschäftsmodellbezogenen Aktivitäten differenziert.

Abbildung 2.6: Häufig angewendete CSR-Aktivitäten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Brashear et al., 2008, S. 14; Peloza/Shang, 2011, S. 120f.

Diese Darstellung umfasst nur einen geringen Teil aller möglichen CSR-Aktivitäten und dient allein dem Zweck der Veranschaulichung häufigen Engagements. Welche Ziele hinter derartigen Handlungen stehen und ob Unternehmen aus freiwilligen und altruistischen Gründen handeln oder den CSR-Ansatz als ein Instrument des reziproken Verhaltens sehen, wird durch die potenzielle Gefahr der Stakeholdersanktionen deutlich. Diese können vor allem dann entstehen, wenn der CSR-Ansatz von Unternehmen vernachlässigt wird, und können von gesellschaftlichen Boykottaufrufen bis hin zu Aktienverkäufen und Geldstrafen reichen (vgl. Crubach, 2008, S. 374; Christensen et al., 2014, S. 171).

[...]


1 Im Kapitel 2.3 werden diese Anspruchsgruppen genauer beschrieben.

2 Die Existenz gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmern ist bis in die mittelalterliche Zeit zurückverfolgbar (vgl. Klink, 2008, S. 57).

3 Hierunter fällt beispielsweise die Erfüllung vertraglicher Leistungen, Fristen, Zahlungen etc.

4 Diese wird auch als die Weiterentwicklung des CSR-Ansatzes gesehen. Im Mittelpunkt steht nicht mehr die Beschreibung des nachhaltigen unternehmerischen Handelns, sondern vielmehr die ergebnisorientierte Handlung (vgl. Frederick, 1987, S. 148).

5 Diese Beurteilung ist als Triple-Bottom-Line bekannt.

6 Beispiele hierfür wären der UN Global Compact, SA 8000 oder GRI etc. (vgl. European Commission, 2003, S. 16).

7 Dies entspricht den Dimensionen des bereits erwähnten ESG-Ratings.

Ende der Leseprobe aus 106 Seiten

Details

Titel
Existiert ein Zusammenhang zwischen Corporate Social Responsibility und der Dividendenpolitik europäischer Unternehmen?
Hochschule
Universität Kassel  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
106
Katalognummer
V313022
ISBN (eBook)
9783668117631
ISBN (Buch)
9783668117648
Dateigröße
2632 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
CSR und Dividendenpolitik, Corporate Social Responsibility, Dividendenpolitik, CSR Studien
Arbeit zitieren
Ridvan Yildirim (Autor), 2015, Existiert ein Zusammenhang zwischen Corporate Social Responsibility und der Dividendenpolitik europäischer Unternehmen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313022

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