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Vergleich von Jean Racines Tragödie "Mithridate" mit den antiken Quellen zu Mithridates VI. von Pontos

Titre: Vergleich von Jean Racines Tragödie "Mithridate" mit den antiken Quellen zu Mithridates VI. von Pontos

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2015 , 24 Pages , Note: 4,5 (schweizer Note)

Autor:in: Josip Lasic (Auteur)

Histoire globale - Antiquité
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Neben den bekannten Figuren der Antike – Julius Cäsar, Nero, Spartacus, Hannibal oder Alexander der Grosse, aber auch mythologische Figuren wie Achilles und Odysseus – geht die Person des Mithridates VI. von Pontos, auch Mithridates Eupator genannt, beinahe vollkommen unter. Ob sein Leben und Wirken sich mit demjenigen von Cäsar, Alexander des Grossen und anderen grossen Namen der alten Geschichte gleichsetzen lässt ist diskutabel, Ermessenssache und soll hier allerdings nicht das Thema sein.

Eine unwiderlegbare Tatsache ist, dass er ebenfalls eine grosse Präsenz in künstlerischen und kulturellen Werken aufweist und in diesem Bereich sicher vergleichbar ist mit den berühmtesten Personen der Antike. Jean Racine, einer der bedeutendsten Autoren der französischen Klassik widmete König Mithridates VI. die Trägödie „Mithridate“. Auf diesem Werk basierend komponierte Wolfang Amadeus Mozart die Oper „Mitridate, re di Ponto“. Aber auch andere Schriftsteller und Künstler behandelten das Leben und den Tod des Mithridates VI. haben. Das ist nur eine kleine Auswahl an Werken aus Musik, bildnerischer Kunst und Literatur, welche sich mit Mithridates Eupator auseinandersetzen. Sein Leben bietet mit zahlreichen Mythen, Legenden, aber auch tragischen Ereignissen auch mehr als genug Stoff für diese Künstler.

Thema dieser Arbeit wird eines dieser Werke sein, nämlich „Mithridate“ von Jean Racine. Wie bereits erwähnt, bietet das Leben des Mithridates VI. – welcher im Rest des Textes teilweise auch lediglich Mithridates genannt werden wird, trotz der Häufigkeit des Namens in der Antike – genug Stoff für eine solche Tragödie. Jean Racine setzte sich intensiv mit den Quellen auseinander, welche das Leben des Mithridates VI. behandeln. Ziel der Arbeit wird sein herauszuarbeiten wo sich Racine an die Quellen gehalten hat und wo er im Rahmen der künstlerischen Freiheit davon abgewichen ist und Änderungen vorgenommen hat. Dementsprechend lautet auch die Leitfrage: „Wo hat sich Jean Racine beim Verfassen seines Werks „Mithridate“ an die historischen Quellen gehalten und wo wurde etwas abgeändert?“ Um diesen Vergleich des Textes von Racine mit den historischen Quellen zu präzisieren, werden einerseits die historischen Quellen genau betrachtet, mit dem Fokus darauf was in den Quellen selbst Legendenbildung ist und was historisch belegt, andererseits aber auch die Person des Jean Racine und sein Text zu Mithridates untersucht und in einen historischen Kontext gesetzt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. QUELLENLAGE

3. MITHRIDATE VON JEAN RACINE

4. VERGLEICH DES TEXTES VON RACINE MIT DEN ANTIKEN QUELLEN

5. SCHLUSSWORT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Tragödie "Mithridate" von Jean Racine und den historischen Überlieferungen über das Leben und Wirken von Mithridates VI. von Pontos. Dabei soll insbesondere herausgearbeitet werden, an welchen Stellen der Autor den Quellen treu blieb und wo er im Sinne der künstlerischen Freiheit Anpassungen vornahm, um so die zugrunde liegende Intention des Werkes im historischen Kontext des 17. Jahrhunderts zu beleuchten.

  • Analyse der Quellenlage zu Mithridates VI. von Pontos
  • Untersuchung der biographischen und politischen Hintergründe des Werkes von Jean Racine
  • Vergleichende Analyse der Handlung, der Charaktere und des zeitlichen Rahmens zwischen Tragödie und antiker Überlieferung
  • Diskussion der künstlerischen Freiheit und der damit verbundenen Abweichungen von den historischen Fakten
  • Einordnung der Tragödie in den zeitgenössischen politischen Kontext des Frankreichs im 17. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

Vergleich des Textes von Racine mit den antiken Quellen

Wie in Kapitel 2 bereits zitiert, behauptet Racine bereits im Vorwort von Mithridate, dass er die Quellen mit einer grossen Sorgfalt behandelt hat und nur selten davon abgewichen ist. Er erntete jedoch bei seinen Zeitgenossen grosse Kritik dafür, dass er sich in seinen Werken Mithridate und Britannicus zwar an antiken Quellen orientiert, diese aber stark verändert. Einerseits also Racine, der behauptet er sei selten von den Quellen abgewichen, andererseits sein Kritiker, die das exakte Gegenteil behaupten.

Mithridate ist eine Tragödie in fünf Akten mit jeweils fünf bis sieben Szenen. Eine kurze Zusammenfassung der Handlung: Xiphares ist Sohn des Königs Mithridates. Zu Beginn der Handlung berichtet er einem seiner Vertrauten, dass sein Vater in einer Schlacht gegen die Römer ums Leben gekommen sei, was sich später als Irrtum herausstellen soll. Xiphares ist, genauso wie sein Bruder Pharnakes, in Monime, die Mätresse ihres Vaters verliebt. Ein Konflikt zwischen den beiden Brüdern steht unmittelbar bevor, da die beiden nicht nur um die selbe Frau rivalisieren, sondern auch noch um die Nachfolge ihres Vaters. Dass Pharnakes den römischen Feind unterstützt, giesst zusätzliches Öl ins Feuer. Pharnakes will Monime heiraten. Diese weigert sich jedoch, unter anderem weil Pharnakes mit Rom sympathisiert. Xiphares versucht seinen Bruder zu überzeugen, dass sie ihren Vater gemeinsam rächen müssen und ein Bündnis mit Rom so nicht in Frage kommen kann. Als sich herausstellt, dass Mithridates noch lebt, versucht Pharnakes seinen Bruder gegen den Vater aufzuhetzen, allerdings erfolglos.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die historische Figur des Mithridates VI. ein und erläutert die Bedeutung der Tragödie von Jean Racine sowie die zentrale Forschungsfrage nach der Quellenorientierung und künstlerischen Freiheit.

2. QUELLENLAGE: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die verfügbaren antiken schriftlichen, archäologischen und numismatischen Quellen und diskutiert die Problematik der Legendenbildung um Mithridates VI.

3. MITHRIDATE VON JEAN RACINE: Hier wird der Autor Jean Racine kurz vorgestellt und seine Arbeit im historischen Kontext des 17. Jahrhunderts in Frankreich als politisches Spiegelbild und literarische Metapher eingeordnet.

4. VERGLEICH DES TEXTES VON RACINE MIT DEN ANTIKEN QUELLEN: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, in dem die Handlungsstruktur, die Zeitvorgaben und die Charakterentwicklung in Racines Tragödie systematisch mit den Berichten antiker Autoren wie Appian, Plutarch und Dio Cassius verglichen werden.

5. SCHLUSSWORT: Das Schlusswort fasst die Analyseergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Racine zwar die historischen Quellen kannte, aber zugunsten einer unterhaltsamen und politisch relevanten Tragödie massiv von diesen abwich.

Schlüsselwörter

Mithridates VI., Jean Racine, Mithridate, Antike, Römische Geschichte, Quellenkritik, Französische Klassik, Historische Tragödie, Literaturanalyse, Appian, Plutarch, Dio Cassius, Monime, Xiphares, Pharnakes.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem historischen Gehalt und der literarischen Bearbeitung von Jean Racines Tragödie "Mithridate" im Vergleich zu den überlieferten antiken Quellen über König Mithridates VI. von Pontos.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Glaubwürdigkeit literarischer Stoffe, der Umgang eines Dramatikers mit historischen Vorlagen sowie der Einfluss der zeitgenössischen politischen Situation auf die künstlerische Gestaltung historischer Themen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wo genau Jean Racine den historischen Quellen folgte und wo er diese zugunsten seiner künstlerischen Intention abänderte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen komparativen Ansatz, bei dem das literarische Werk Racines direkt den antiken historischen Quellenschriften gegenübergestellt und auf Übereinstimmungen sowie Diskrepanzen hin untersucht wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Abweichungen in der Handlung, der Darstellung der Protagonisten (Mithridates, Monime, Xiphares, Pharnakes), der zeitlichen Einordnung und des Handlungsortes zwischen der literarischen Vorlage und den antiken historischen Aufzeichnungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie "Mithridates VI.", "Jean Racine", "Quellenkritik", "Antike", "Tragödie" und "Literaturanalyse" charakterisiert.

Wie bewertet der Autor Racines Umgang mit den Quellen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Racines Tragödie zwar ein rein literarisches Werk ist, das stark von den antiken Quellen abweicht, Racine jedoch die Quellen kannte und sie gezielt für seine dramatischen Zwecke instrumentalisierte.

Welche Rolle spielt die politische Situation des 17. Jahrhunderts?

Sie dient als Kontext zur Interpretation, warum Racine die antike Geschichte anpasste – etwa um Parallelen zur Hegemonialstellung Frankreichs unter Ludwig XIV. zu ziehen.

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Résumé des informations

Titre
Vergleich von Jean Racines Tragödie "Mithridate" mit den antiken Quellen zu Mithridates VI. von Pontos
Université
University of Zurich  (Historisches Seminar)
Cours
Seminar: Städte, Völker und Königreiche im antiken Anatolien
Note
4,5 (schweizer Note)
Auteur
Josip Lasic (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
24
N° de catalogue
V313085
ISBN (ebook)
9783668118416
ISBN (Livre)
9783668118423
Langue
allemand
mots-clé
vergleich jean racines tragödie mithridate quellen mithridates pontos
Sécurité des produits
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Citation du texte
Josip Lasic (Auteur), 2015, Vergleich von Jean Racines Tragödie "Mithridate" mit den antiken Quellen zu Mithridates VI. von Pontos, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313085
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Extrait de  24  pages
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