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Möglichkeiten und Grenzen der Erstellung einer Einheitsbilanz für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)

Titre: Möglichkeiten und Grenzen der Erstellung einer Einheitsbilanz für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)

Thèse de Bachelor , 2013 , 51 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Serdar Tilafsinlu (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der Großteil der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) präferiert, nur eine Bilanz aufzustellen, die sowohl als Handels- als auch als Steuerbilanz dient. Diese sog. Einheitsbilanz genügt gleichermaßen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzierungspflichten und vereint die unterschiedlichen Ziele beider Rechenwerke. Zustande kommt der übereinstimmende Ansatz wegen der Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die Steuerbilanz und umgekehrt.

Für den deutschen Mittelstand ist die Novellierung des HGB von großer Relevanz, da durch die Deregulierung in erster Linie die KMU entlastet werden sollen. Zudem strebt der Gesetzgeber die Verbesserung des Informationsgehalts des handelsrechtlichen Jahresabschlusses an. Diesbezüglich war die Aufgabe der umgekehrten Maßgeblichkeit erforderlich, denn nur so kann die Handelsbilanz frei von steuerlich motivierten Ansätzen erstellt werden. Vor allem die steuerlichen Begünstigungsnormen führten zu einer Verfälschung der handelsrechtlichen Rechnungslegung.

Aufgrund dessen kommt es jedoch immer wieder zur Durchbrechung der einheitlichen Bilanzierung, obwohl der deutsche Gesetzgeber die Abhängigkeit beider Rechenwerke stets vertritt, insbesondere in § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG, in dem es heißt, dass das Betriebsvermögen gemäß handelsrechtlicher GoB zu ermitteln ist. Grund für das Auseinanderfallen ist das Vorhandensein zahlreicher steuerlicher Sondervorschriften, die eine Korrektur der Ergebnisse aus der handelsrechtlichen Rechnungslegung erforderlich machen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob es in der Praxis noch möglich ist, eine Einheitsbilanz aufzustellen. Darüber hinaus wird in dieser Arbeit untersucht, ob kleine und mittelständische Unternehmen die Erstellung einer Einheitsbilanz überhaupt beabsichtigen. Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses wird vorwiegend über die Bewertung der Herstellungskosten, die Bildung von Rückstellungen, die Vorratsbewertung sowie die Inanspruchnahme steuerlicher Sonderabschreibungen diskutiert. Der Grund hierfür ist das Bestehen eines bilanzpolitischen Spielraums, der je nach Ziel und Zweck individuell gestaltet werden kann. Auf diese und weitere bilanzpolitische Gestaltungsmöglichkeiten wird im Verlauf der Arbeit detailliert eingegangen. Es wird verdeutlicht, welche Konsequenzen eine derartige Auslegung auf die Handels- und Steuerbilanz und folglich auch auf die Einheitsbilanz hat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Kleine und mittelständische Unternehmen

2.1 Definition

2.2 Merkmale der Rechnungslegung

3. Die Einheitsbilanz

3.1 Der Zusammenhang zwischen Handels- und Steuerbilanz

3.1.1 Die Handelsbilanz

3.1.2 Die Steuerbilanz

3.1.3 Formen der Verknüpfung

3.2 Der Maßgeblichkeitsgrundsatz

3.2.1 Bedeutung

3.2.2 Arten

3.2.3 Vor- und Nachteile

4. Auswirkungen der Bilanzrechtsreform auf die Erstellung einer Einheitsbilanz

4.1 Ziele des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes

4.1.1 Deregulierung

4.1.2 Stärkung der Aussagekraft des handelsrechtlichen Jahresabschlusses

4.2 Möglichkeiten der Erstellung einer Einheitsbilanz

4.2.1 Mögliche Fallkonstellationen

4.2.2 Materielle Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die Steuerbilanz

4.2.3 Einseitige handelsrechtliche Wahlrechte

4.2.4 Einseitige steuerliche Wahlrechte

4.2.5 Duale Wahlrechte

4.2.6 Aufzeichnungspflichten und Stetigkeitsgebot

4.3 Durchbrechung der Maßgeblichkeit

4.3.1 Mögliche Fallkonstellationen

4.3.2 Handelsrechtliche Gebote und steuerrechtliche Verbote

4.3.3 Handelsrechtliche Verbote und steuerrechtliche Gebote

4.3.4 Abweichende Ansatz- und Bewertungsvorbehalte

4.4 Kritische Würdigung

5. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob die Erstellung einer sogenannten Einheitsbilanz für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) nach der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgten Reform des HGB-Bilanzrechts in der Praxis noch möglich und erstrebenswert ist.

  • Grundlagen und Abgrenzung von kleinen und mittelständischen Unternehmen
  • Die Funktion und Bedeutung des Maßgeblichkeitsgrundsatzes
  • Analyse der Auswirkungen des BilMoG auf die Bilanzierungspraxis
  • Diskussion der Möglichkeiten zur Erstellung einer Einheitsbilanz trotz regulatorischer Änderungen
  • Abwägung von Vor- und Nachteilen zwischen Einheitsbilanz und getrennten Rechenwerken

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Formen der Verknüpfung

Das Verhältnis zwischen Handels- und Steuerbilanz kann unterschiedlicher Natur sein. Denkbar sind grundsätzlich drei Ausgestaltungsformen. Zum einen könnten die handelsrechtliche und die steuerliche Gewinnermittlung unter Rückgriff auf eigenständige Rechenwerke vollkommen getrennt voneinander erfolgen, d. h. der Gewinn in der Steuerbilanz wird unabhängig von sämtlichen handelsrechtlichen Vorschriften errechnet (-> Bilanztrennung). Voraussetzung dafür ist die vollständige Unabhängigkeit der entsprechenden Normen im HGB bzw. im EStG voneinander. Im Gegensatz dazu besteht die Möglichkeit der Erstellung einer sog. Einheitsbilanz (-> Bilanzeinheit). Dies geschieht unter Berufung auf ein gemeinsames Regelsystem, welches durch Wahl- und Ermessensfreiräume eine einheitliche Regelausübung gestattet. Nach Lorson/Toebe wird zwischen einer totalen und einer partiellen Einheitsbilanz differenziert. Erstere ist eine den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechende Bilanz, die ohne jegliche Änderung zur steuerlichen Gewinnermittlung beibehalten werden kann. Die Idee ist zurückzuführen auf das Bremische sowie das Sächsische Einkommensteuerrecht aus dem Jahr 1874, welche den Gewinn aus der handelsrechtlichen Bilanz der Besteuerung zugrunde legten. Auch das Preußische Einkommensteuergesetz (1891) verzichtete auf abweichende steuerliche Regelungen. Dadurch sollte insbesondere der Verwaltungsaufwand, der aus dem Aufstellen zweier Bilanzen zusätzlich resultiert, reduziert werden. Allerdings wurden im Laufe der Zeit ergänzende steuerliche Vorschriften eingeführt, weshalb es nach und nach zu einer „partiellen“ Trennung von Handels- und Steuerrecht gekommen ist. Folglich wurde die Maßgeblichkeit durchbrochen und eine außerbilanzielle Korrektur gemäß § 60 Abs. 2 EStDV wurde notwendig, um die abweichenden steuerlichen Ansätze zu dokumentieren. In diesem Fall wird auch von einer Bilanzverknüpfung gesprochen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe für die Einheitsbilanz, die Herausforderungen durch das BilMoG und die Forschungsfrage der Arbeit.

2. Kleine und mittelständische Unternehmen: Es werden KMU definiert und die spezifischen Merkmale ihrer Rechnungslegung im Vergleich zu Großunternehmen dargelegt.

3. Die Einheitsbilanz: Dieses Kapitel definiert Handels- und Steuerbilanz, erklärt den Maßgeblichkeitsgrundsatz und diskutiert dessen Vor- und Nachteile.

4. Auswirkungen der Bilanzrechtsreform auf die Erstellung einer Einheitsbilanz: Der Schwerpunkt liegt auf den Zielen des BilMoG, den verbleibenden Möglichkeiten für Einheitsbilanzen sowie den Gründen für deren zunehmende Erschwerung durch Durchbrechungen der Maßgeblichkeit.

5. Thesenförmige Zusammenfassung: Die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung werden kompakt zusammengefasst.

Schlüsselwörter

Einheitsbilanz, KMU, BilMoG, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Maßgeblichkeitsgrundsatz, materielle Maßgeblichkeit, formelle Maßgeblichkeit, umgekehrte Maßgeblichkeit, Bilanzverknüpfung, Rechnungslegung, Bilanzpolitik, Herstellungskosten, Bewertungsstetigkeit, IFRS.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Erstellung einer Einheitsbilanz für kleine und mittelständische Unternehmen nach der umfassenden Bilanzrechtsreform durch das BilMoG.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung von KMU, die Rolle des Maßgeblichkeitsgrundsatzes bei der Verbindung von Handels- und Steuerbilanz sowie die Auswirkungen gesetzlicher Änderungen auf die Bilanzierungspraxis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob es in der aktuellen Rechtslage nach Einführung des BilMoG noch möglich ist, eine Einheitsbilanz in der Praxis aufzustellen, und inwieweit Unternehmen dies überhaupt noch anstreben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse unter Einbeziehung relevanter Literatur, Gesetze und empirischer Studien zur Bedeutung der Einheitsbilanz in der mittelständischen Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Entwicklung des Maßgeblichkeitsprinzips, der Analyse der gesetzlichen Änderungen durch das BilMoG und der Darstellung spezifischer Fallkonstellationen, in denen die Handels- und Steuerbilanz divergieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Einheitsbilanz, KMU, BilMoG, Maßgeblichkeitsgrundsatz, Handelsbilanz, Steuerbilanz und Bilanzpolitik.

Warum ist das BilMoG für die Einheitsbilanz kritisch zu sehen?

Das BilMoG zielte auf eine Stärkung der Aussagekraft der Handelsbilanz ab, was zu einer Abkehr von der umgekehrten Maßgeblichkeit führte. Dadurch divergieren handelsrechtliche und steuerliche Wertansätze häufiger, was die Bildung einer Einheitsbilanz erschwert.

Welche Rolle spielt die „partielle Einheitsbilanz“ laut den Autoren?

Die partielle Einheitsbilanz wird als möglicher Kompromiss gesehen, bei dem eine Handelsbilanz erstellt und überleitende steuerliche Korrekturen außerbilanziell dokumentiert werden, um den Aufwand der Bilanzierung zu begrenzen.

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Résumé des informations

Titre
Möglichkeiten und Grenzen der Erstellung einer Einheitsbilanz für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
Université
University of Hohenheim  (Institut für Financial Management - Lehrstuhl für Rechnungswesen und Finanzierung)
Note
1,3
Auteur
Serdar Tilafsinlu (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
51
N° de catalogue
V313100
ISBN (ebook)
9783668124417
ISBN (Livre)
9783668124424
Langue
allemand
mots-clé
Einheitsbilanz Maßgeblichkeit BilMoG Handelsbilanz; Steuerbilanz; § 5 EStG
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Serdar Tilafsinlu (Auteur), 2013, Möglichkeiten und Grenzen der Erstellung einer Einheitsbilanz für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313100
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Extrait de  51  pages
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