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Die Rolle von Führungskräften bei der psychischen Gesunderhaltung von Mitarbeitern

Eine empirische Untersuchung von Mitarbeitererwartungen an Führungsverhalten im Kontext steigender psychischer Belastungen

Title: Die Rolle von Führungskräften bei der psychischen Gesunderhaltung von Mitarbeitern

Master's Thesis , 2015 , 127 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sebastian Dünnig (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Die Gesundheit und das Wohlergehen stellen in der gesellschaftlichen Wahrnehmung das höchste Gut dar. Sie sind zugleich zentraler Lebenswert. Besonders im Arbeitsleben gewinnt die Auseinandersetzung mit dem Erhalt der physischen aber auch der psychischen Gesundheit stets an Bedeutung.
Mitarbeiter sind aufgrund der demografischen Entwicklungen zu einer der wichtigsten Ressourcen für die Generierung von nachhaltigem Unternehmenserfolg geworden. Die Wettbewerbsfähigkeit hängt mehr denn je von der Fertigkeit des Unternehmens ab, die Leistungs- und Beschäftigungsfähigkeit als auch die Motivation der Mitarbeiter dauerhaft zu erhalten und zu steigern. Motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter müssen jedoch physisch und psychisch gesund sein, um nachhaltig einen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten zu können. Seit Jahren haben sich besonders die psychischen Belastungen in der Arbeitswelt verändert, was unweigerlich zu einer Erweiterung des unternehmerischen Blickwinkels im Umgang mit psychischen Belastungen führt. Vorrangig ist der Anstieg der psychischen Belastungen und Erkrankungen unter anderem auf die Zunahme von anhaltendem Zeit- und Leistungsdruck, Aufgabenverdichtung und Komplexitätszunahme sowie der dauerhaften Veränderungsnotwendigkeit von Unternehmen zurückzuführen. Der Begriff Stress wird in diesem Zusammenhang nahezu inflationär verwendet, was jedoch nicht bedeutet, dass er per se negativ besetzt sein muss. Erst wenn es Führungskräften und Mitarbeitern nicht mehr gelingt, psychische Belastungssituationen adäquat zu bewältigen, kann Stress zu negativen Auswirkungen auf die Gesundheit führen. Diese Form der Beeinträchtigung spiegelt sich wieder in erhöhten Ausfallzeiten, sinkender Leistungsfähigkeit und schwindender Motivation.
In Folge dessen müssen die veränderten Erwartungshaltungen der Mitarbeiter an ihr Unternehmen und vor allem an ihre
Vorgesetzten mit in das unternehmerische Betrachtungsfeld einbezogen werden. Speziell im Kontext steigender psychischer Belastungen ist von einer veränderten Erwartungshaltung der Mitarbeiter auszugehen. Doch welche Erwartungen haben Mitarbeiter an das Vorgesetztenverhalten im Kontext steigender psychischer Belastungen? Und wie können aus diesen Erwartungen Erkenntnisse gewonnen werden, um daraus im Sinne des salutogenetischen Verständnisses Mitarbeiter durch adäquates gesundes Führungsverhalten systematisch mit Ressourcen auszustatten und sie damit bei der psychischen Gesunderhaltung zu unterstützen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Aktualität der Themenstellung

1.2 Zielsetzung der Arbeit

1.3 Aufbau der Arbeit

2. Gesundheit in Unternehmen – Grundlagen und Bedeutung der physischen und psychischen Gesunderhaltung von Mitarbeitern

2.1 Gesundheit

2.1.1 Physische und psychische Gesundheit

2.1.2 Präsentismus und Absentismus

2.2 Konzept der Salutogenese und des Kohärenzgefühls

2.3 Betriebliches Gesundheitsmanagement als Managementaufgabe

2.4 Gesundheitscheck: Aktuelle Situation in Deutschland und die Entwicklung der psychischen Erkrankungen

2.5 Entstehung und Bewältigung von Stress im kognitiven transaktionalen Stressmodell

3. Wissenschaftlicher Zusammenhang zwischen Führung und Mitarbeitergesundheit

3.1 Aktueller Stand der Führungsforschung

3.1.1 Führungsverhalten als Stressor

3.1.2 Führungsverhalten als Ressource

3.2 Ansätze zur Einflussnahme von Führungskräften und Defizite im Gesundheitsverständnis

4. Führung und rollenkonformes Führungsverhalten im Spannungsfeld von Erwartungen

4.1 Führung

4.1.1 Definition des Führungsbegriffes

4.1.2 Formen der Führung

4.1.3 Führungsverhalten

4.2 Menschenbilder als Grundlage gesunder Führung

4.3 Einordnung der Rollentheorie in die Entwicklungslinien der Führungstheorien und ihre Bedeutung für die Gesunderhaltung

4.3.1 Führungstheorien in der Entwicklung

4.3.1.1 Eigenschaftstheoretische Ansätze

4.3.1.2 Verhaltenstheoretische Ansätze

4.3.1.3 Situationstheoretische Ansätze

4.3.1.4 New Leadership

4.3.2 Rollentheorie der Führung

4.3.2.1 Dimensionen des Rollenbegriffs

4.3.2.2 Rollensender und Rollenerwartungen

4.3.2.3 Rollenkonflikte und Führungsdilemmata

4.3.3 Bewertung relevanter Aspekte der Rollentheorie im Kontext der Gesunderhaltung als Mitarbeitererwartung

5. Erwartungen von Mitarbeitern an Führungskräfteverhalten im Kontext steigender psychischer Belastungen – eine empirische Untersuchung

5.1 Methodik und Vorgehensweise der Untersuchung

5.2 Stichprobe

5.3 Datenerhebung und –analyse

5.3.1 Spezifische Datenanalyse (Beantwortung der Forschungsfrage)

5.3.2 Spezifische Datenanalyse (Berechnung der Korrelationskoeffizienten)

5.4 Zusammenfassung der Ergebnisse

6. Sechs Bausteine einer gesunder Führung

6.1 Wertschätzung und soziale Unterstützung

6.2 Information und Kommunikation

6.3 Qualitative und quantitative Arbeitsanforderungen

6.4 Vielseitigkeit und Ganzheitlichkeit der Arbeit

6.5 Soziales Betriebsklima

6.6 Handlungs- und Entscheidungsspielraum

7. Schlussbetrachtung und kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle von Führungskräften bei der psychischen Gesunderhaltung von Mitarbeitern im Kontext steigender Belastungen. Das Ziel besteht darin, auf Basis empirischer Ergebnisse Erwartungen an ein gesundheitsorientiertes Führungsverhalten zu identifizieren, um Mitarbeiter systematisch mit Ressourcen zur Stressbewältigung auszustatten.

  • Zusammenhang zwischen Führungsverhalten und Mitarbeitergesundheit
  • Analyse veränderter Mitarbeitererwartungen
  • Anwendung des salutogenetischen Modells und der Rollentheorie
  • Empirische Untersuchung mittels internetgestützter Befragung
  • Entwicklung von sechs Bausteinen gesunder Führung

Auszug aus dem Buch

4.3.2 Rollentheorie der Führung

Die Rollentheorie nimmt eine Sonderstellung bei der Betrachtung der führungstheoretischen Ansätze ein, da sie, im Gegensatz zu den bisher vorgestellten Ansätzen der Führungstheorie, ein „ … anderes Denkmodell zum Verhältnis Individuum – Gesellschaft …“ gegenüberstellt. Es liegt die grundsätzliche Annahme zugrunde, dass die Gesellschaft einzelne Personen prägt und formt. Demnach ist die Rollentheorie im Wesentlichen dadurch charakterisiert, dass die Führungskraft als Fokalperson, die aus der Umwelt gesendeten und divergierenden Erwartungen ausbalancieren muss. Ihr Führungserfolg hängt von der Fähigkeit ab, die an die Führungsrolle gekoppelten Erwartungen in Einklang zu bringen. Damit wird Führungserfolg nicht durch bestimmte Situationen, Verhaltensweisen oder Eigenschaften erklärt. Im Zentrum der Betrachtung steht vielmehr der Einfluss von Erwartungen auf die Führungskraft (als Positionsinhaber) und auf ihr Führungsverhalten.

In der Literatur werden grundsätzlich drei unterschiedliche Ansätze der Rollentheorie beschrieben – der strukturalistische, der funktionalistische und der symbolinteraktionistische Ansatz.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Aktualität der Themenstellung, der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Master-Thesis.

2. Gesundheit in Unternehmen – Grundlagen und Bedeutung der physischen und psychischen Gesunderhaltung von Mitarbeitern: Theoretische Herleitung der Begriffe Gesundheit und Salutogenese sowie Einordnung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

3. Wissenschaftlicher Zusammenhang zwischen Führung und Mitarbeitergesundheit: Darstellung des aktuellen Forschungsstands zur Rolle des Führungsverhaltens als Stressor oder Ressource.

4. Führung und rollenkonformes Führungsverhalten im Spannungsfeld von Erwartungen: Inhaltsreiche Analyse von Führung, Rollentheorie und Menschenbildern als Basis für gesundes Führen.

5. Erwartungen von Mitarbeitern an Führungskräfteverhalten im Kontext steigender psychischer Belastungen – eine empirische Untersuchung: Methodik, Durchführung und Analyse der empirischen Befragung zur Erfassung von Mitarbeitererwartungen.

6. Sechs Bausteine einer gesunder Führung: Konkrete Ableitung von Handlungsempfehlungen für Führungskräfte basierend auf den empirischen Ergebnissen.

7. Schlussbetrachtung und kritische Würdigung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Anforderungen an Führungskräfte.

Schlüsselwörter

Führung, Mitarbeitergesundheit, psychische Belastung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Salutogenese, Rollentheorie, Führungsverhalten, Stressmodell, Ressourcen, Mitarbeitererwartungen, Gesundheitskompetenz, Arbeitsgestaltung, Präsentismus, Absentismus, Führungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Thesis grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Führungskräfte die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter in einem Umfeld steigender Belastungen fördern und unterstützen können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben Grundlagen zu Gesundheit und Stressmodellen stehen die Führungsforschung, die Rollentheorie sowie eine empirische Untersuchung von Mitarbeitererwartungen im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Identifikation von Erwartungen an ein gesundheitsorientiertes Führungsverhalten, um daraus einen ressourcenorientierten Ansatz für Führungskräfte abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign gewählt, das auf einer internetgestützten Umfrage unter 134 Beschäftigten basiert.

Welche inhaltlichen Aspekte stehen im Hauptteil im Zentrum?

Der Hauptteil verknüpft theoretische Konzepte (Salutogenese, Rollentheorie) mit der praktischen Analyse von Führungsstilen und der Erfassung von Handlungsbedarfen in der Mitarbeiterführung.

Welche Keywords beschreiben diese Arbeit am besten?

Zu den zentralen Schlagworten zählen Führung, Mitarbeitergesundheit, psychische Belastung, BGM, Salutogenese und Rollentheorie.

Warum spielt die Rollentheorie in dieser Untersuchung eine so wichtige Rolle?

Die Rollentheorie hilft zu verstehen, dass Führungskräfte im Spannungsfeld diverser Erwartungen agieren und dass ihre Rolle als Fokalperson zentral für die gesunde Gestaltung der Arbeitsumgebung ist.

Was ist das Fazit der "Sechs Bausteine einer gesunden Führung"?

Diese Bausteine bieten Führungskräften praktische Ansatzpunkte, um durch Wertschätzung, Kommunikation, Handlungsspielräume und soziale Unterstützung aktiv die psychische Gesundheit der Beschäftigten zu stärken.

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Details

Title
Die Rolle von Führungskräften bei der psychischen Gesunderhaltung von Mitarbeitern
Subtitle
Eine empirische Untersuchung von Mitarbeitererwartungen an Führungsverhalten im Kontext steigender psychischer Belastungen
College
University of Applied Sciences Berlin
Grade
1,0
Author
Sebastian Dünnig (Author)
Publication Year
2015
Pages
127
Catalog Number
V313108
ISBN (eBook)
9783668185067
ISBN (Book)
9783668185074
Language
German
Tags
Führung Healthy Leadership Mitarbeitererwartung psychische Belastung Stress Salutogenese Antonovsky Demografischer Wandel Führungsstil Führungsverhalten Rolle Rollentheorie Empirisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Dünnig (Author), 2015, Die Rolle von Führungskräften bei der psychischen Gesunderhaltung von Mitarbeitern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313108
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