In diesem Referat wird das im Jahr 1978 erschienene Aufsehen erregende Werk "Orientalismus" von Edward Said vorgestellt.
Saids Auffassung beinhaltet: Der Orient wird als Diskurs verstanden, wie die europäische Kultur, den Orient interpretiert und vereinnahmt. im Gegensatz zur Idee des Orientalismus.
Er meint Orientalismus wäre eine Denkweise – der Unterschied Orient – Okzident
Schriftsteller, Philosophen und Politologen würden eine Ost-West Polarisierung vornehmen, und das schon seit der Antike z.B. Aischylos in seiner Tragödie „die Perser“ oder Dante, Victor Hugo, Karl Marx, um nur einige zu nennen.
Der Orient wird als Gegenbild Europas gesehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ziel der Studie – Saids Hypothese
3. Methodik:
4. Phänomen Orientalismus
4.1 Entstehung von Vorurteilen
4.2 Interesse am Fremden
5. Orientalismus als Wissenschaft
5.1 Denktraditionen
5.2 Orientalistik
6. Orientalismus in der Literatur
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Edward W. Saids wegweisendes Werk "Orientalismus", um dessen zentrale These zu analysieren, wie der Westen den Orient durch diskursive Machtstrukturen konstruiert, interpretiert und dominiert. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei insbesondere auf die methodische Herangehensweise Saids bei der Dekonstruktion europäischer Denktraditionen und die Rolle von Wissenschaft sowie Literatur bei der Etablierung hegemonialer Machtverhältnisse.
- Analyse der Entstehung und Konsolidierung des Orientalismus
- Untersuchung der Verbindung zwischen Machteliten, Wissenschaft und Orientwahrnehmung
- Kritische Reflexion der "eurozentrischen Standortgebundenheit"
- Gegenüberstellung von britischer Realität und französischer Phantasie
- Diskursanalyse literarischer und wissenschaftlicher Quellen
Auszug aus dem Buch
3. Methodik:
Differenzierung, um das Individuelle des Orientalismus zu erkennen
Anhand von Literatur wie Reiseberichten, theologische Studien, Zeitungsartikel, Romanen und wissenschaftlichen Aufsätzen sowie politischen Traktaten sichtet er nach Aspekten der Orientdarstellung.
nicht nur um den allgemeinen/hegemonialen und passiv/diktatorischen Kontext zu sehen
Herausfinden, wie und ob der Betrachter den Orient nicht nur aus den Augen als Europäer beurteilt, sondern auch aus seiner individuellen Perspektive. - trotz aller Einflüsse von politischen, moralischen, kulturellen und religiösen Aspekten.
Saids Interesse richtet sich auf das Einzelne, nicht in erster Linie auf das große, politische Ganze, um die Ursache für die Überzeugung des Okzidents, dem Orient überlegen zu sein, zu „verstehen“.
Ausgangspunkt seiner methodologischen Frage sind die Gemeinsamkeiten von britischer, französischer und amerikanischer Wahrnehmung
es ist keine enzyklopädische Darstellung und nicht chronologisch aufgebaut
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel definiert den Orientalismus als Denkweise und Diskurs, durch den Europa den Orient interpretiert und als sein Gegenbild konstruiert.
2. Ziel der Studie – Saids Hypothese: Hier wird Saids These analysiert, dass die Verbreitung stereotyper Orientdarstellungen durch westliche Medien standardisierte Schablonen erzeugt, die zur Dämonisierung des Orients führen.
3. Methodik:: Das Kapitel erläutert den diskursanalytischen Ansatz, bei dem Literatur und wissenschaftliche Texte sichtet werden, um die individuelle Perspektive des Betrachters vor dem Hintergrund politischer und kultureller Einflüsse zu hinterfragen.
4. Phänomen Orientalismus: Es wird untersucht, wie eine eurozentrische Ideologie zur Verzerrung der Wahrnehmung führt und durch politische Akteure wie Balfour oder Cromer eine "Logik des Herrschens" legitimiert wird.
5. Orientalismus als Wissenschaft: Dieses Kapitel befasst sich mit der Entwicklung der Orientalistik als institutionelles Fachwissen, das eine vermeintliche "Wahrheit" über den Orient verbreitet und dabei tradierte Strukturen nutzt.
6. Orientalismus in der Literatur: Hier wird der Einfluss von Reiseberichten und literarischen Werken (z.B. Flaubert) auf die koloniale Expansion und die romantische Verklärung des Orients im 19. Jahrhundert dargestellt.
7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Saids Diskursanalyse den Orientalismus als ein hegemoniales Machtgefängnis entlarvt, aus dem sich die westliche Wissenschaft nur schwer befreien kann.
Schlüsselwörter
Orientalismus, Diskursanalyse, Okzident, Orient, Machtverhältnis, Hegemonie, Eurozentrismus, koloniale Besatzung, Literaturwissenschaft, Identitätskonstruktion, Ideologie, Kulturgeschichte, Machteliten, Wissensvermehrung, Vorurteile.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Auseinandersetzung mit Edward W. Saids Werk "Orientalismus" und untersucht, wie der Westen den Orient historisch durch Macht, Sprache und Wissenschaft konstruiert und abgewertet hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die Entstehung von Vorurteilen, die Rolle der Wissenschaft bei der Legitimierung kolonialer Herrschaft sowie die Darstellung des Orients in Literatur und politischen Diskursen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Saids Thesen zur Entstehung und Konsolidierung des Orientalismus darzulegen und die hegemoniale Beziehung zwischen Okzident und Orient anhand von Textanalysen zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der Diskursanalyse, wobei verschiedene Quellengattungen wie Reiseberichte, politische Traktate und literarische Werke kritisch gesichtet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Phänomens Orientalismus, dessen Etablierung als Wissenschaft und seine Manifestation in der Literatur des 19. Jahrhunderts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Orientalismus, Diskursanalyse, Hegemonie, Eurozentrismus und Identitätskonstruktion.
Wie definiert Said laut dieser Arbeit das Verhältnis zwischen Orient und Okzident?
Said betrachtet dieses Verhältnis als ein hegemoniales Macht- und Herrschaftsverhältnis, in dem der Orient als unterlegen und rückständig konstruiert wird, um westliche Eingriffe zu rechtfertigen.
Welche Rolle spielen britische Politiker wie Lord Cromer bei der Verbreitung des Orientalismus?
Sie werden als Akteure angeführt, die den Orient durch Pauschalisierungen und die Annahme der Überlegenheit europäischer Logik systematisch verwalteten und so die koloniale Besatzung legitimierten.
- Citar trabajo
- Claudia Stosik (Autor), 2011, Ein Überblick über Edward Saids Orientalismus. These, Methodik und Anwendung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313234