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Männliche Vorbilder im frühkindlichen Erziehungs- und Bildungsbereich

Titre: Männliche Vorbilder im frühkindlichen Erziehungs- und Bildungsbereich

Thèse de Bachelor , 2013 , 47 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Jonas Nyncke (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles maternelles, éducation de la petite enfance
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Wie wichtig sind Männer beziehungsweise männliche Vorbilder für die frühkindliche Entwicklung und welche Relevanz haben sie diesbezüglich innerhalb des Erziehungs- und Bildungsbereichs? Und welche Auswirkungen hat es in diesem Zusammenhang auf Kinder, wenn der Vater eher in einem distanzierten Verhältnis zu ihnen steht oder gar völlig abwesend ist? Kann in solchen Fällen eine männliche Bezugsperson in Kindertagesstätten Abhilfe schaffen und gibt es überhaupt einen Bedarf an solchen? Die Forderung nach mehr Männern in der Elementarpädagogik wurde in den letzten Jahren zunehmend lauter und dennoch ist man sich über die Begründung bislang nicht vollends einig. Nicht selten werden Argumente angeführt, die unreflektiert und von Geschlechtsstereotypen geprägt, aber nicht wissenschaftlich fundiert sind. Sie beruhen teilweise auf sehr individuellen Erfahrungen und Prägungen und bieten daher kaum eine geeignete Grundlage für eine konstruktive Diskussion. Überdies entsteht dadurch hinsichtlich der bisherigen zahlenmäßigen Dominanz weiblicher Fachkräfte in diesem Bereich bei manchen der Eindruck, es handle sich hierbei nicht nur um männliche Fachkräfte als Ergänzung, sondern als Verbesserung der defizitären Fremdbetreuung durch Frauen.

So wird schon länger über Jungen als sogenannte „Bildungsverlierer“ gegenüber weit erfolgreicherer Mädchen im Schul- und Bildungswesen diskutiert, was unter anderem dabei hinsichtlich der weiblich geprägten Bildungs- und Erziehungslandschaft eine Schuldfrage impliziert, die hier tätige Frauen und ihre Professionalität an den Pranger stellt. Offensichtlich hat das aufkommende Interesse an Männern in der Elementarpädagogik mit einem Forschungsdefizit zu kämpfen, welches eine mitunter geschlechtergerechtigkeitsorientierte Forderung schnell zur Kontroverse werden lässt, Männer idealisiert und Frauen diskriminiert und infolgedessen das bewirkt, was eben dadurch verhindert werden könnte – eine Geschlechterdiskrepanz.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Männer in der frühkindlichen Erziehung und Bildung

Retrospektive

Gegenwärtige Situation

Ausblick

Der Dritte: Männer im Rollengefüge der Familie

Entwicklungsaufgabe Triangulierung

Der Dritte

Vaterabwesenheit

Vaterbilder

Der Erzieher: Männer in der Elementarpädagogik

Chancen und Kompensation durch männliche Erzieher

Männliche Vorbilder

Geschlechtsspezifische Sozialisation

Männer in KiTas

Aktuelle Situation

Gründe, Ängste und Vorurteile

Initiativen & Modellprojekte

Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Männern und männlichen Vorbildern in der frühkindlichen Erziehung und Bildung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welchen Einfluss väterliche An- oder Abwesenheit sowie professionelle männliche Bezugspersonen auf die kindliche Entwicklung, insbesondere im Kontext der psychoanalytischen Triangulierung und der geschlechtsspezifischen Sozialisation, haben.

  • Historische Betrachtung des Wandels der Vaterrolle und des Männeranteils in der Elementarpädagogik.
  • Analyse der Bedeutung des Vaters als "Dritter" im Rahmen der Triangulierung für die gesunde Entwicklung des Kindes.
  • Untersuchung des Bedarfs an männlichen Erziehern zur Kompensation vaterabwesenheitsbedingter Defizite.
  • Diskussion über geschlechtsspezifische Sozialisation und das Potenzial männlicher Vorbilder in Kindertagesstätten.
  • Auswertung aktueller Trends, Barrieren und politischer Initiativen zur Steigerung des Männeranteils in KiTas.

Auszug aus dem Buch

Entwicklungsaufgabe Triangulierung

Ein Kernthema der psychoanalytischen Eltern- und Vaterforschung ist die sogenannte Triangulierung, die mitunter als maßgeblich für eine gesunde Entwicklung des Kindes sowie darüber hinaus wesentlich für die psychische Gesundheit der Eltern ist. Ihr Entwicklungsverlauf, der bereits vor Geburt des Kindes beginnt, definiert die Dreiecksbeziehung von Vater, Mutter und Kind, sowie das weitere Beziehungsverständnis des Kindes, welches Einfluss auf seine gesamte Lebensbiografie hat. Die Thematik der Triangulierung näher zu betrachten eignet sich somit besonders zur Klärung der Frage nach der Wichtigkeit von Männern in der frühkindlichen Erziehung und Bildung und birgt darüber hinaus noch weitere wichtige Aspekte, welche die Perspektive diesbezüglich noch erweitern.

So beginnt das Leben eines Menschen mit der symbiotischen Verbindung zwischen Mutter und Kind während der neunmonatigen Schwangerschaft und zeichnet sich auch nach der Geburt, während der Stillzeit in der engen Mutter-Kind Dyade ab. Der Vater des Kindes fungiert als dritte Variable und ebnet seinem Kind in der frühkindlichen Triangulierung den Weg aus der vertrauten Dyade nach außen (Voos 2012, 1).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor erläutert seine Motivation, das Thema männliche Vorbilder in der frühkindlichen Bildung zu untersuchen, basierend auf eigenen Erfahrungen als Mann in einem pädagogischen Feld mit geringem Männeranteil.

Männer in der frühkindlichen Erziehung und Bildung: Das Kapitel bietet einen historischen Rückblick auf die professionelle Kinderbetreuung und hinterfragt die Entwicklung der männlichen Teilhabe vor dem Hintergrund bestehender Forschungsdefizite.

Der Dritte: Männer im Rollengefüge der Familie: Es wird die zentrale psychoanalytische Bedeutung des Vaters als "Dritter" innerhalb der Triade für die kindliche Entwicklung und die Folgen einer etwaigen Vaterabwesenheit analysiert.

Der Erzieher: Männer in der Elementarpädagogik: Dieses Kapitel diskutiert die Chancen eines verstärkten Einsatzes männlicher Erzieher zur Kompensation fehlender männlicher Vorbilder sowie die Bedeutung geschlechtersensibler Ansätze.

Männer in KiTas: Der Abschnitt beleuchtet die aktuelle Datenlage zum Männeranteil in deutschen KiTas, analysiert Barrieren wie den "Generalverdacht" sowie soziale Vorurteile und stellt diverse politische Initiativen zur Gewinnung männlicher Fachkräfte vor.

Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse, dass Väter und männliche Erzieher als "Dritte" und kompensatorische Bezugspersonen eine wichtige Rolle in der kindlichen Entwicklung und Sozialisation spielen.

Schlüsselwörter

Männliche Vorbilder, frühkindliche Erziehung, Triangulierung, Vaterrolle, Elementarpädagogik, Vaterschaft, Vaterabwesenheit, Geschlechtsidentität, Erzieher, männliche Fachkräfte, geschlechtsspezifische Sozialisation, Familienformen, Rollenbilder, professionelle Betreuung, Entwicklungspsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Männern und männlichen Vorbildern sowohl im familiären Kontext als auch in der professionellen frühkindlichen Bildung.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Vaterrolle, die psychoanalytische Triangulierung, die Auswirkungen von Vaterabwesenheit sowie die Förderung des Männeranteils in Kindertagesstätten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie wichtig männliche Vorbilder für die gesunde kognitive und sozio-emotionale Entwicklung von Kindern sind und inwiefern männliche Fachkräfte kompensatorisch wirken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung bestehender sozialwissenschaftlicher, entwicklungspsychologischer und erziehungswissenschaftlicher Literatur sowie der Analyse von Statistiken und Studien zur Situation von Männern in Kitas.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert theoretisch die psychoanalytische Bedeutung des "Dritten" (Vaters), die Folgen von Vaterabwesenheit, verschiedene Vaterschaftstypen sowie die aktuelle Situation und Initiativen zur Gewinnung von Männern in der Elementarpädagogik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Triangulierung, männliche Vorbilder, Elementarpädagogik, Vaterabwesenheit und geschlechtsspezifische Sozialisation charakterisiert.

Warum ist das Thema "Triangulierung" so wichtig für die Arbeit?

Die Triangulierung beschreibt den notwendigen Prozess, in dem das Kind die exklusive Bindung zur Mutter überwindet und durch den Vater als dritte Variable in die gesellschaftliche Realität findet.

Was sind laut der Arbeit die größten Hindernisse für Männer im Erzieherberuf?

Zu den genannten Barrieren gehören das geringe Gehalt, das negative Berufsimage, die unbezahlte Ausbildung sowie der als "Generalverdacht" bezeichnete gesellschaftliche Argwohn gegenüber männlicher Nähe zu Kindern.

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Résumé des informations

Titre
Männliche Vorbilder im frühkindlichen Erziehungs- und Bildungsbereich
Université
University of Frankfurt (Main)
Note
1,3
Auteur
Jonas Nyncke (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
47
N° de catalogue
V313243
ISBN (ebook)
9783668125629
ISBN (Livre)
9783668125636
Langue
allemand
mots-clé
männliche vorbilder erziehungs- bildungsbereich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jonas Nyncke (Auteur), 2013, Männliche Vorbilder im frühkindlichen Erziehungs- und Bildungsbereich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313243
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Extrait de  47  pages
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