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Der Einfluss von Großeltern auf die Bildungserfolge ihrer Enkelkinder

Title: Der Einfluss von Großeltern auf die Bildungserfolge ihrer Enkelkinder

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Claudio Salvati (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Eins der Gebiete der soziologischen Ungleichheitsforschung ist die Reproduktion sozialer Ungleichheit in der und durch die Familie. Die Familie ist für die Ungleichheitsforschung besonders bedeutsam, da „ihr Status für das Individuum, das aus ihr hervorgeht, ein Kapital von höchster Wichtigkeit darstellt und einen sehr zuverlässigen Indikator seiner gegenwärtigen und seiner zukünftigen Stellung im Schichtungssystem“ (Boudon & Bourricaud 1992: 147).

Von besonderem Interesse ist die Rolle, die die Familie bei der sozialen Mobilität spielt: Inwieweit werden Bildung, sozioökonomische Positionen und sozialer Status vererbt und führt dies zu sozialer Ungleichheit? Dieser Frage gehen unzählige Studien zur sozialen Mobilität nach: Ein Zusammenhang zwischen der sozioökonomischen Stellung der Eltern und der ihrer Kinder ist in der Wissenschaft unumstritten (vgl. Blau & Duncan 1978; Erikson & Goldthorpe 1992).

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Theoretische Erklärungsansätze

2.1.1 Soziales Netzwerk

2.1.2 Sozialisation

2.1.3 Lebensperspektive

2.1.4 Mentoring

2.1.5 Hilfsleistungen

2.1.6 Selbstverständnis

2.1.7 Pflege

2.1.8 Familiäre Konflikte

2.2 Ergebnisse

2.3 Diskussion

3 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den bisher in der Ungleichheitsforschung vernachlässigten Einfluss von Großeltern auf den Bildungserfolg ihrer Enkelkinder, um aufzuzeigen, inwieweit nicht-elterliche familiäre Akteure zur Reproduktion sozialer Ungleichheit beitragen.

  • Intergenerationale Beziehungen und Bildungsressourcen
  • Soziale Unterstützungsleistungen durch Großeltern
  • Einfluss von Drei-Generationen-Haushalten auf kognitive Leistungen
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Großeltern-Enkel-Beziehung
  • Langzeitfolgen von familiärer Stabilität auf Schulerfolg

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Soziales Netzwerk

Kinder, die in einem Drei-Generationen-Haushalt leben, kommen mit einer Vielzahl an Erwachsenen wie ihren Großeltern, aber auch Freunden oder Bekannten von ihnen, in Kontakt, die ihnen neue verschiedene Perspektiven auf die Gesellschaft und auch konkret auf für die Kinder alltäglichen Situationen bieten können. Dadurch erwerben die Kinder neue Konflikt- und Problemlösungsstrategien, die sie bei Bedarf anwenden können (vgl. Kröger & Wälte 1995). Kinder, die nicht zusammen mit ihren Großeltern leben, sind weniger solchen Begegnungen ausgesetzt; dementsprechend können Kinder, die gar keinen Kontakt zu ihren Großeltern haben, nur auf ein begrenztes Instrumentarium für Problemlösungen – im Vergleich zu Gleichaltrigen, die mit Großeltern leben – zugreifen und das macht sich im Schulerfolg negativ bemerkbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema in der Ungleichheitsforschung und begründet die Notwendigkeit, neben der Eltern-Kind-Beziehung auch die Rolle der Großeltern für den Bildungserfolg der Kinder zu untersuchen.

2 Hauptteil: Der Hauptteil erläutert theoretische Mechanismen wie Netzwerke, Sozialisation und Mentoring und stellt aktuelle empirische Studien zum Einfluss von Großeltern auf die kognitive Entwicklung und den Schulerfolg von Enkeln vor.

3 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass die Anwesenheit von Großeltern bei stabiler Familienkonstellation positiv auf das Kind wirkt, wobei die sozio-emotionale Beziehung das zentrale Bindeglied darstellt.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Reproduktion, Familie, Großeltern, Enkelkinder, Bildungserfolg, Schulleistung, intergenerationale Beziehungen, Sozialisation, Drei-Generationen-Haushalt, Mentoring, soziales Kapital, Bildungsforschung, Familienkonstellation, kognitive Fähigkeiten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, welchen Einfluss die Großelterngeneration auf die Bildungserfolge ihrer Enkelkinder hat und inwiefern dies zur Reproduktion sozialer Ungleichheit beiträgt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Erklärungsansätzen für intergenerationalen Austausch, dem Einfluss von verschiedenen Wohnformen sowie dem Effekt von Bildungsressourcen innerhalb des erweiterten familiären Netzwerks.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Rolle von Großeltern als Akteure in der kindlichen Entwicklung und deren Bedeutung für den Schulerfolg über die klassische Eltern-Kind-Betrachtung hinaus theoretisch und empirisch zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer Zusammenführung und Diskussion bestehender soziologischer Theorien und empirischer Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Mechanismen (z. B. Mentoring, Sozialisation) und eine Analyse aktueller Studien, die den Zusammenhang zwischen Großelternpräsenz und schulischer Leistung untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind soziale Ungleichheit, intergenerationale Beziehungen, Bildungserfolg, Drei-Generationen-Haushalt und soziales Kapital.

Wie wirkt sich der Bildungsgrad der Großeltern auf die Enkel aus?

Studien belegen, dass Enkelkinder von Großeltern mit höherem Bildungsniveau tendenziell über bessere kognitive und schulische Leistungen verfügen, oft gekoppelt mit einem höheren sozioökonomischen Status der Eltern.

Welche negativen Auswirkungen durch Großeltern werden diskutiert?

Negativ können sich vor allem Pflegebedürftigkeit der Großeltern, die Ressourcen bindet, sowie familiäre Konflikte durch Wertedivergenzen oder ein undemokratisches Familienklima auf das Kind auswirken.

Warum ist das Zusammenleben in einem Haushalt für Kinder vorteilhaft?

Das Zusammenleben bietet den Kindern ein erweitertes Netzwerk an Bezugspersonen, mehr Unterstützung im Alltag und stabilere familiäre Strukturen, was sich positiv auf die schulische Performance auswirkt.

Welche Rolle spielt das Geschlecht des Kindes?

Die Arbeit erwähnt geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Effekten, die darauf hindeuten, dass die Qualität der Beziehung zwischen gleichgeschlechtlichen Großeltern- und Enkelteilen eine Rolle für den Schulerfolg spielen kann.

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Details

Title
Der Einfluss von Großeltern auf die Bildungserfolge ihrer Enkelkinder
College
LMU Munich  (Institut für Soziologie)
Course
Reproduktion sozialer Ungleichheit in der und durch die Familie
Grade
1,0
Author
Claudio Salvati (Author)
Publication Year
2014
Pages
17
Catalog Number
V313292
ISBN (eBook)
9783668120174
ISBN (Book)
9783668120181
Language
German
Tags
Soziologie Familie soziologische Theorien Großeltern Kinder Bildungschancen Erfolg soziale Ungleichheit soziale Netzwerke Sozialisation Lebensperspektive Mentoring Hilfsleistungen Selbstverständnis Pflege Familiäre Konflikte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudio Salvati (Author), 2014, Der Einfluss von Großeltern auf die Bildungserfolge ihrer Enkelkinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313292
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