Christen im Spannungsverhältnis zwischen Kultur und Evangelium. "Christ and Culture" von Richard Niebuhr


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004
60 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 H. RICHARD NIEBUHR - EINE KURZE EINFÜHRUNG IN LEBEN UND WERK
1.1 Amerikanische Theologie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: der geistige Hintergrund H. Richard Niebuhrs
1.2 Ausbildung und Lehrtätigkeit H. Richard Niebuhrs
1.3 Hauptwerke H. Richard Niebuhrs

2 DIE ENTSTEHUNG VON CHRIST AND CULTURE - AUF DEM WEG ZUR TYPOLOGISIERUNG CHRISTLICHER BEGEGNUNGSWEISEN MIT KULTUR
2.1 Zur Typologisierungsmethode
2.2 Zu den verschiedenen Wegen der Klassifizierung christlicher Ethik
2.3 Zur theologischen Klassifizierung christlicher Ethik

3 CHRISTUS UND KULTUR - DIE FORTDAUERNDE SPANNUNG
3.1 Die Problemstellung
3.2 Auf dem Weg zu einer Definition von Christus
3.3 Auf dem Weg zu einer Definition von Kultur

4 CHRISTLICHE GESTALTUNGSWEISEN DER BEGEGNUNG UND BESCHÄFTIGUNG MIT GESELLSCHAFT
4.1 (Extrem-)Modell 1: »Christus gegen Kultur«
4.1.1 Das neue Volk und Ädie Welt“
4.1.2 Tolstois Ablehnung der Kultur
4.1.3 Eine unerlässliche und (zugleich) unzureichende Position
4.1.4 Theologische Probleme
4.2 (Extrem-)Modell 2: »Christus (in) der Kultur«
4.2.1 Kulturanpassung im Gnostizismus und bei Abälard
4.2.2 Kulturprotestantismus und A. Ritschl
4.2.3 Verteidigung des kulturell angepassten Glaubens
4.2.4 Theologische Einwände
4.3 Modelle zwischen den Extrempositionen
4.3.1 (Mitte-)Modell 3: »Christus über der Kultur«
4.3.1.1 Die Kirche der Mitte
4.3.1.2 Die Synthese von Christus und Kultur
4.3.1.3 Die Synthese auf dem Prüfstand
4.3.2 (Mitte-)Modell 4: »Christus und Kultur im Widerspruch«
4.3.2.1 Die Theologie der Dualisten
4.3.2.2 Das dualistische Motiv bei Paulus und Marcion
4.3.2.3 Der Dualismus bei Luther und in der Moderne
4.3.2.4 Vor- und Nachteile des Dualismus
4.3.3 (Mitte-)Modell 5: »Christus als Erneuerer der Kultur«
4.3.3.1 Theologische Überzeugungen
4.3.3.2 Das Bekehrungsmotiv im Vierten Evangelium
4.3.3.3 Augustinus und die Bekehrung der Kultur
4.3.3.4 Ansichten des F.D. Maurice

5 AUSWERTUNG
5.1 Stellungnahmen zu Christ and Culture
5.1.1 Peter K. Gathje - zum gegenwärtigen Diskussionsstand
5.1.2 William N. Willimon - Christ and Culture als Hindernis zur genauen Einschätzung der Kirche
5.1.3 George Marsden - Niebuhrs Analyse ist ein Kind seiner Zeit und korrekturbedürftig
5.2 Chancen und Grenzen von H.R. Niebuhrs Ansichten - eine persönliche Stellungnahme
5.2.1 Zur Wirkungsgeschichte des Klassikers
5.2.2 Zur Definition von Christus und Kultur
5.2.3 Zur Typologisierung christlicher Begegnungsweisen mit Kultur

6 BIBLIOGRAPHIE

1 H. RICHARD NIEBUHR - EINE KURZE EINFÜHRUNG IN LEBEN UND WERK

1.1 Amerikanische Theologie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: der geistige Hintergrund H. Richard Niebuhrs

In seinem Standartwerk zur nordamerikanischen Kirchengeschichte (»A History of Christianity in the United States and Canada«) behandelt Mark A. Noll, Professor für Kirchengeschichte am Wheaton College, unter den einflussreichen Persönlichkeiten auch das Leben und Werk H. Richard Niebuhrs. Er bemerkt, dass offizielles religiö- ses Denken in der Geschichte der Christenheit Nordamerikas nie von großer Bedeu- tung gewesen ist. Glaube wurde mehr aktiv denn kontemplativ, mehr pragmatisch denn intellektuell verstanden, bis seit 1925 eine Zahl von fähigen Einzelpersönlich- keiten überzeugende theologische Darstellungen formuliert haben (1993:521).

Angesichts des fortdauernden Einflusses aus dem Ausland, nahm die Bedeutung der amerikanischen Theologie zu; es ist daher nicht verwunderlich, dass die großen Themen des christlichen Denkens auch in Amerika reflektiert wurden. So fanden beispielsweise in den 30er und 40er Jahren die Neo-Orthodoxie eines Karl Barth und Emil Brunners, parallel auch neo-thomistische Theologien und die Schriften Bonho- effers bemerkenswerten Anklang auf dem Kontinent. Wenig später hatten - unter vielen anderen - Werke von Karl Rahner, Hans Urs von Balthasar, Hans Küng, Alf- red North Whitehead, C.S. Lewis, Gustavo Gutiérrez und Allan Boesak eine nicht geringe Einwirkung erzielt. Auf diese Weise hat der amerikanische Kontinent eine Mannigfaltigkeit von ausländischen Theologien aufgenommen, was ihn bis heute auszeichnet. In eben diesem pluralistischen Umfeld sind dann auch die Werke der Brüder Reinhold und H. Richard Niebu hr entstanden, die wahrscheinlich als die bestbekannten amerikanischen Theologen des vergangenen Jahrhunderts gelten dür- fen (:521f). Letzterem von beiden dient dieser kleine Vorspann zur ersten Einord- nung und einer erweiterten Auseinandersetzung im Rahmen der vorgelegten Arbeit.

1.2 Ausbildung und Lehrtätigkeit H. Richard Niebuhrs

Helmut Richard Niebuhr, so der volle aber selten gebrauchte Name des einflussrei- chen amerikanischen Ethikers und Theologen, wurde am 3.9.1894 in Wright City, Missouri, als jüngster Sohn des emigrierten deutschen Pastors Gustav und der in Amerika geborenen Lydia Niebuhr geboren. Nach Abschluss der konfessionell ge- bundenen Schulen »Elmhurst College« (1912) und »Eden Theological Seminary« (1915) hat ihn die nordamerikanische Synode der »Evangelical and Reformed Church«1 1916 für das geistliche Amt ordiniert. Er war zunächst drei Jahre Pastor in St. Louis (1916-18), unterrichtete später Theologie am »Eden Theological Seminary« (1919-22), und nahm daraufhin Studien an der »Yale University Divinity School« auf (B.D. 1923, Ph.D. 1924). Anschließend war er Direktor in Elmhurst (1924-27) und Dekan in Eden (1927-31). Im Jahre 1931 wurde er von der »Yale University Di- vinity School« als Professor für Theologie und christliche Ethik berufen, mit der er bis zum Ende seines Lebens (5.7.1962 in Greenfield, Massachusetts) sehr verbunden war (Adeney 1990:825; Noll 2001:841; 1993:525.527; Brittanica 1986:624).

Die Brüder Niebuhr führten einen neuen »christlichen Realismus« an, der das ameri- kanische Gegenüber zur europäischen Neo-Orthodoxie repräsentierte und als deren größter Beitrag zur amerikanischen Neo-Orthodoxie angesehen werden kann. Der jüngere von den beiden, H. Richard, nahm viele unterschiedliche theologische Ein- flüsse auf, wie seine Werke deutlich machen. Er belegte eine Mittelposition zwischen dem größten liberalen Theologen des 19. Jahrhunderts, F.D.E. Schleiermacher, und dem größten neo-orthodoxen des 20. Jahrhunderts, K. Barth, nahm aber auch klas- sisch orthodoxe Aspekte (v.a. Augustin) in sein Denken auf. Von der liberalen Theo- logie übernahm er die Ansicht, dass die Menschheit, eingetaucht in Geschichte, Wahrheit niemals unvoreingenommen und ganz ergreifen kann. Gemeinsam mit eu- ropäischen neo-orthodoxen Theologen kritisierte er scharf den liberalen Optimismus hinsichtlich des menschlichen Potenzials. Dem standen seine hohe Sicht von Gottes Souveränität und der feste Glaube an die völlige Abhängigkeit allen Daseins von Gott gegenüber, die er von Augustin, den protestantischen Reformatoren und Jo- nathan Edward angenommen hat (2001:841; vgl. 1993:527): “Niebuhr’s social agen- da was controlled by a Calvinistic sense of transforming the kingdom of this world into the kingdom of God” (Okholm 1995:628).

Ebenso beeinflusst von Denkern wie William James, Josiah Royce, George Herbert Mead, Paul Tillich, Albrecht Ritschl, Søren Kierkegaard, Ernst Troeltsch u.a., hat Niebuhr eine kulturübergreifende Theologie entwickelt, die an die brennenden Themen der Zeit (Fundamentalismus-Modernismus-Debatte, Zweiter Weltkrieg, kalter Krieg) adressiert war (Adeney 1990:825), und konsequent auf die Notwendigkeit hingewiesen, die kirchliche Lehre in einer Art und Weise zu interpretieren, dass sie in der gegenwärtigen Kultur an Bedeutung gewinnt (Brittanica 1986:694). Die aufgenommenen Gedanken von Royce und Mead steuerten zu seinem sozialen Existenzialismus bei, der bei Okholm (1995:627) näher bestimmt ist:

Niebuhr spurned two types of theories of the self with their corresponding ethic:

1. the Barthian view of the human as ‘citizen’, with the deontological ethic that asks, ‘What is the law?’; and 2. the Thomistic … view of the human as ‘maker, fashioner, or artificer’, with a teleological ethic that asks, ‘What is my telos [goal]?’ He espoused instead a view of the human as ‘answerer’, employing an ethic of response and responsibility in which the fundamental ethical question is ‘What is going on?’

All of life has the characteristic of responsive action … and our response is shaped by our interpretations of what is occurring. Thus moral action is a response to interpreted action upon us. [...] Responsible moral action is the fitting response to the creating, governing, and redeeming God who is acting upon us. A fitting response might include restraining evil, promoting and evoking good, or demonstrating love. Sin (unfitting response) is defined as unfaithfulness and irresponsibility to God and to humans in one’s historical and social existence.

Christian ethics therefore asks first of all, ‘What is God doing?’, and only secondly asks, ‘What should we do?’ (Hervorhebungen im Original).

1.3 Hauptwerke H. Richard Niebuhrs

Niebuhrs Forschungsgebiete weisen eine große Reichweite auf; kombiniert mit der eigenen Kreativität, hat er auf diese Weise eine anregende Anzahl von einflussrei- chen Büchern verfasst. Eine Gruppe dieser Werke befasst sich mit dem Thema »Kir- che und (moderne) Gesellschaft«.2 In Social Sources of Denominationalism (1929) hat Niebuhr die soziologischen und historischen Wurzeln der konfessionellen Prä- gungen analysiert und nachgewiesen, wie vollständig christliche Institutionen mit kulturellen Brauchtümern des Westens verflochten waren. Kingdom of God in Amer- ica (1937)3 hat ein brillantes Porträt des Weges gezeichnet, wie sich die Idee des Kö- nigreiches Gottes in der amerikanischen Geschichte verschoben hat - von Gottes Souveränität z.Zt. J. Edwards’ über das Königreich Christi während des 19. hin zum Königreich der Liberalen des 20. Jahrhunderts. Niebuhr setzt sich mit jeder Periode auseinander, richtet sein Augenmerk aber in besonderer Weise auf die früheste Epo- che. Was das Werk im ferner auszeichnet, ist (nach Ansicht Nolls) die beste je ge- schriebene kurze und kritische Beschreibung des theologischen Liberalismus: “A God without wrath brought men without sin into a kingdom without judgement through the ministrations of a Christ without a cross” (Noll 2001:841; vgl. 1993:527f; Adeney 1990:825).

Niebuhr hat sich auf der anderen Seite auch stark mit theologischen Themen ausei- nandergesetzt, v.a. mit Fragen der Einheit und Vielfalt, der Art der Erkenntnis objek- tiver Wahrheit in einer relativistischen Struktur und des Wesens des Glaubens in der Gegenwart. Seine mehr theologisch ausgerichtete Werke sind zwar nicht in solch ei- nem weitem Ausmaß bekannt geworden, wie die zur ersten Gruppe zählenden; sie haben dafür aber einen bleibenden Einfluss auf das offizielle religiöse Denken aus- geübt. In The Meaning of Revelation (1941) behauptete er, dass die Erkenntnis uni- verseller Wahrheit nur teilweise durch historische Traditionen zunehmen kann. Für dieses Werk hat Niebuhr viel Kritik erfahren, aber hier wie anderswo hat er die christliche Gemeinschaft als eine solche herausgestellt, die Standards setzt (obgleich relative Standards) zur Beschreibung und Kommunikation von Gottes Offenbarung. Von 1954 bis 1956 leitete Niebuhr eine umfassende Studie zur nordamerikanischen protestantischen Theologie, die zur Publikation von The Purpose of the Church and its Ministry (1954) führte. Angesichts der vielen Religionen und Wertvorstellungen im zwanzigsten Jahrhundert hat der Gelehrte seine Überzeugungen zum letzten Mal in erschöpfender Weise in Radical Monotheism and Western Culture (1960) zur Sprache gebracht. Darin gibt er eine theologische Antwort auf den Pluralismus und das damit verbundene Problem des Glaubens, indem er ihm Gott als Quelle allen Seins, als das Sein selbst gegenüberstellt, und alles anprangert, was seiner All- Genügsamkeit Abbruch tut (Noll 1993:528f; Adeney 1990:825; Brittanica 1986:694).

2 DIE ENTSTEHUNG VON CHRIST AND CULTURE - AUF DEM WEG ZUR TYPOLOGISIERUNG CHRISTLICHER BEGEGNUNGSWEISEN MIT KULTUR

Das am meisten beachtete Buch des Ethikers H. Richard Niebuhr, Christ and Culture (veröffentlicht 1951), ist beim Überblick bewusst ausgelassen worden, da ihm die Aufmerksamkeit dieser Arbeit gilt. Es gehört zur ersten Gruppe der von Niebuhr ge- schriebenen Werke zum Fragenfeld »Kirche und Gesellschaft« und ist sehr bald nach seiner Publikation zum Status eines Klassikers emporgehoben worden (vgl. Gathje 2002; Marty 2001:xiii; Kraft 2000:104; Adeney 1990:825; Ryken 1995:278).4

Christ and Culture basiert auf eine Vorlesungsreihe, die Professor Niebuhr vom 31. Januar bis 4. Februar 1949 am »Austin Presbyterian Theological Seminary« im Rahmen der Ehemaligen-Stiftung gehalten hat (Marsden 1999; Stitt 2001:ix). Der Verfasser stellt darin einen Typologisierungsentwurf zur Verfügung, der die ver- schiedenen Paradigmen, in denen Gläubige über Jahrhunderte mit den sie umgeben- den Kulturkreisen interagiert haben, systematisch darzustellen versucht. Die fünf Ka- tegorien - 1) Christus gegen Kultur; 2) Christus (in) der Kultur; 3) Christus über Kultur; 4) Christus und Kultur im Widerspruch und 5) Christus als Erneuerer der Kultur - sind zu standardisierten Beschreibungen christlicher Zugänge in politischen, wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten geworden (Noll 1993:528; 2001:841; vgl. Hesselgrave 1991:116; Marsden 1999):

A book that one can barely escape reading on the way to earning a seminary de- gree is Christ and Culture, by H. Richard Niebuhr. Published in 1951, the book quickly became a classic. Its categories … have ever since been familiar refer- ence points in the field of Christian ethics and in debates about how Christians and the church should engage matters of politics, society and culture (Gathje 2002).

In der Neuedition von 2001 ist dem eigentlichen Hauptteil, der Niebuhrs Austin- Vorlesungen beinhaltet, eine Einleitung unter dem Titel »Types of Christian Ethics« vorangestellt. Es handelt sich dabei um den Abdruck eines 1942 verfassten Essays, in dem Niebuhr seine Arbeit an der Typologisierung begonnen hat (Stackhouse 2002:80),5 und eignet sich hervorragend dazu, den Weg zu seiner Darstellung in komprimierter Weise kennenzulernen.

2.1 Zur Typologisierungsmethode

Der Umbruch innerhalb der Sozial- oder Geisteswissenschaften, auch der Ethik, deutet auf das Bemühen hin, Einschränkungen, die die genetische Methode mit sich bringt, mithilfe der typologischen zu überwinden. Typologisierung ist darum bemüht, viele einzelne Elemente in verwandte (geistige) Familien zu ordnen, um die charakteristischen Kombinationen von Prinzipien zu verstehen.6 Damit geht aber auch die Verwerfung der Annahme einher, dass es nur eine Ethik bzw. nur ein ethisches Prinzip gibt (Niebuhr 2001:xxxvii-xxxviii).

Eine solche Methode hat auch ihre Grenzen. Zum einen ist sie ein mentales Kon- strukt, dem kein Einzelner völlig entspricht; es kann folglich immer nur zum Ver- ständnis der Grundrichtung verwendet werden. Zum zweiten müssen diese mentalen Konstrukte von einer Sorte sein, was die Beschränkung auf lediglich ein Objekt er- fordert, andernfalls nicht zu gebrauchen ist. Zu dritter Letzt, ist der fundamentale Charakter der Kategorien zu wahren: es geht weder um Begründung noch Bewer- tung, sondern um Verstehen und Würdigen (:xxxviii-xxxix; vgl. 43f).

2.2 Zu den verschiedenen Wegen der Klassifizierung christlicher Ethik

In der christlichen Ethik können zwar keine absoluten Typen wahrgenommen wer- den, es lassen sich aber viele Zugangsmöglichkeiten finden, um die einzelnen histori- schen Phänomene zu analysieren und zu klassifizieren. Niebuhr nennt als Arbeits- weisen: das von James popularisierte psychologische Vorgehen, die nach religiösen Erfahrung und Ausdrucksweisen fragt,7 ferner die eher soziologisch interessierte Weber-Troeltsch Unterscheidung zwischen Kirchen, Sekten und Mythen, und dar- über hinaus nicht näher definierte kulturelle, sozioökonomische, pastorale, landwirt- schaftliche, industrielle, teleologische und deontologische Methoden. Im Interesse der Nützlichkeit weist Niebuhr darauf hin, vor allem auf die präzise Definition jeder solcher Gruppen von Typen zu achten, ehe Typologisierungen entworfen werden (:xxxix-xli).

2.3 Zur theologischen Klassifizierung christlicher Ethik

Niebuhr fragt danach, ob die Schrift selbst eine unbegrenzte Vielfalt von christlichen ethischen Formen kennt. Ferner, ob das Evangelium eine gewöhnliche Größe ist, die, wenn sie mit anderen einfachen oder zusammengesetzten Elementen in Beziehung tritt, von ihnen verändert wird, oder aber in sich selbst schon zusammengesetzt ist, so dass Fragen und Differenzierungen, die aufkommen, ausschließlich auf der Basis des Christlichen gelöst werden können (:xli). É.H. Gilsons8 Differenzierung von geisti- gen Familien im Mittelalter, verwendet Niebuhr für seinen Typologisierungsentwurf:

The christian life moves between the poles of God in Christ as known through faith and the Bible and God in nature as known through reason in culture. If it be regarded as a life directed toward the good, it is, on the one hand, directed to- ward the attainment of the vision of God through Jesus Christ and, on the other, through creation; if it be regarded as a life under obligation, then it is under the obligation of obedience to Christ on the one hand, of obedience to the demands of nature on the other. But neither Christ nor nature is directly present to the Christian; as the former is mediated by church and the Bible so the latter is me- diated by cultural community and its wisdom. The variability in Christian ethics appears then to be analyzable by noting the manner in which the two strains of the Christian life are united (:xlii-xliii).

Aus der theologischen Perspektive ergeben sich so Niebuhrs Hauptkategorien christ- licher Ethik: 1) das »new law« Modell; 2) das »natural law« Modell; 3) das syntheti- sche oder architektonische Modell; 4) das dualistische oder oszillierende Modell und 5) das konversionistische Modell (:xliii), die David W. Meyers anhand einer grafi- schen Darstellung für einen ersten Überblick hilfreich veranschaulicht hat (vgl. Hes- selgrave 1991:116).

(Hesselgrave 1991:118)

3 CHRISTUS UND KULTUR - DIE FORTDAUERNDE SPANNUNG

Im Folgenden gilt es, Niebuhrs Gedankengang nachzuzeichnen, den er in Christ and Culture entfaltet hat. Der Übersichtlichkeit halber, behalte ich dazu die vom Verfas- ser vorgenommenen Gliederungspunkte und Bezeichnungen (größtenteils) bei.9

3.1 Die Problemstellung

Die Debatte über die Beziehung(en) des Christentums zur Kultur ist sehr verwirrend und vielfältig, sie ist keineswegs eine neue und zudem von fortwährendem Bestand. Im Laufe der Geschichte sind viele Antworten vorgeschlagen worden. Nach Über- zeugung des Verfassers kann ein hilfreicher Beitrag zu dieser Auseinandersetzung nur mittels einer Rückfrage nach dem Umgang Jesu, des Herrn, mit Kultur geltend gemacht werden (:1f).

Als Kind seiner Zeit war Jesus in das Judentum hineingeboren worden; sein An- spruch aber, Religion und Ethik vom Rest des sozialen Leben zu trennen, hat Anstoß erregt, schreibt Rabbi J. Klausner: “Judaism is a national life, a life which the nation- al religion and human ethical principles embrace without engulfing. Jesus came and thrust aside all the requirements of the national life”.10 In Niebuhrs Worten ‚ignorier- te’ er die Kultur, anstatt sie zu reformieren. In diesem (materialistischen) Sinne ge- hörte er ihr also nicht an: er baute sein Reich jenseits des rein zeitlichen Lebensbe- reichs. Deshalb wurde er durch viele Kulturen und Gruppen »im Namen der Kultur« verworfen; die historischen und sozialen Situationen, in denen seine Ablehnung stattgefunden hat, waren über alle Maßen verschiedenartig: Die Römer klagten das Christentum an, die gegenwärtige Existenz zu missachten und der Unsterblichkeit zu vertrauen.11 Andere Gegner beschuldigten Christus damit, dass er Menschen dazu bewegt hat, sich auf die Gnade Gottes anstatt auf menschliche Errungenschaften zu verlassen. Ein dritter Anklagepunkt prangerte die Intoleranz an: “Christ and Chris- tians threatened the unity of the culture at both points with their radical monotheism, a faith in the one God that was very different from the pagan universalism which sought to unify many deities and many cults under one earthly or heavenly monarch” (:3-8).

Der ethische Anspruch des Christus befand sich oft in Anstoß erregender Spannung mit kulturellen Sichtweisen: “Other points are frequently made on the attacks on Christ and Christianity by those who see in them the foes of culture. The forgiveness of Christ practices and teaches is said to be irreconcilable with the demands of justice or the free man’s sense of moral responsibility” (:9). An und für sich ist die ganze Debatte aber kein Problem von Christentum und Kultur, denn das Christentum bewegt sich zwischen den Polen von Christus und Kultur:

The relation of these two authorities constitutes its problem. When Christianity deals with the question of reason and revelation, what is ultimately in question is the relation of the revelation in Christ to the reason which prevails in culture. When it makes the effort to distinguish, contrast, or combine ration ethics with its knowledge of the will of God, it deals with the understanding of right and wrong developed in the culture and with good and evil as illuminated by Christ (:11).

3.2 Auf dem Weg zu einer Definition von Christus

Niebuhr unterscheidet verschiedene Sichtweisen des Glaubens an Jesus Christus. Das führt ihn zur Frage, ob der Christus des Christentums in der Tat ein Herr ist. Für die einen ist er Lehrer und Gesetzgeber, für die anderen mehr Offenbarer von Gottes Gegenwart in der eigenen Person. Andere wiederum betonen weder die neue Lehre noch das neue Leben, sondern die neue Gemeinschaft, die Heilige Katholische Kir- che, die das Werk Christi mittels Wort und Sakrament gründet. Es gibt auch andere Sichten; diese Vielfalt kann aber nicht die fundamentale Einheit in der Person Jesus Christus verdecken (11f):

Whatever roles he plays in the varieties of Christian experience, it is the same Christ who exercises these various offices. … However great the variations among Christians in experiencing and describing the authority of Jesus Christ has over them, they have this in common: that Jesus Christ is their authority, and that the one who exercises these various kinds of authority is the same Christ (:13).

Es gibt zwei Schwierigkeiten, das Wesen von Jesus Christus zu definieren: 1) es ist unmöglich, eine Person in ein Konzept zu pressen; 2) es ist unmöglich, etwas über eine Person auszusagen, was sich nicht auf einen bestimmten Standpunkt in Kirche, Geschichte und Kultur bezieht. Es ist aber möglich, auf einige Phänomene hinzuwei- sen, in denen sein Wesen erscheint. Auch wenn ein solches Unternehmen nie über den Status einer Interpretation hinausgehen wird, kann es eine Interpretation der ob- jektiven Wahrheit sein: “Jesus Christ who is the Christian’s authority can be de- scribed, though every description falls short of completeness and must fail to satisfy others who have encountered him” (:14). Mit der Beschreibung von Jesu Person geht aber auch die Beschreibung der Tugendhaftigkeit einher: der Liebe, der Hoffnung, des Gehorsams, des Glaubens, der Demut (:14-25). Niebuhr stellt aber klar heraus, dass angesichts all der Qualitäten von Jesus letzten Endes nur eines zählt: “Many of his most radical statements are not closely connected at all with expectancy of the coming kingdom, but rather with realization of the present rule of God in the course of daily and natural events. … Not eschatology but sonship to God is the key to Je- sus’ ethic” (:22). Ohne eine Beziehungsebene macht keine dieser Tugenden Sinn (:25ff): “The secret of the meekness and the gentleness of Christ lies in his relation to God. Thus any one of the virtues of Jesus may be taken as the key to the understand- ing of his character and teaching; but each is intelligible in its apparent radicalism only as a relation to God” (:27).

3.3 Auf dem Weg zu einer Definition von Kultur

Die Definition eines Theologen auf diesem Gebiet muss sich als eine laienhafte De- finition erweisen; er ist kein Spezialist. Wenn es um Christus und Kultur geht, ist an keine bestimmte Kultur zu denken (:30): “What we have in view when we deal with Christ and culture, is that total process of human activity and that total result of such activity to which now the name culture, now the name civilization, is applied in common speech” (:32).12 Wenn eine letztgültige Definition des Wesens von Kultur auch nicht vorgenommen werden kann, lassen sich einige ihrer “chief characteris- tics” doch beschreiben: es ist stets 1) sozial; 2) menschliche Errungenschaft; 3) eine Welt von Werten; 4) gut für die Menschen; 5) (ideell) auf die zeitliche und materielle Realisierung der Werte aus; 6) (reell) aber eher um deren Erhaltung bemüht; und schließlich 7) von pluralistischer Art. Da menschliches Streben gewisse Ziele und Absichten verfolgt, kann Kultur folglich auch in Begriffen von Werten definiert wer- den. Unter vielen anderen Wertvorstellungen können auch die Werte des Reiches Gottes eingeschlossen sein, aber nur als Elemente innerhalb des großen Pluralismus (:32-39): “These are some of the obvious characteristics of that culture which lays its claim on every Christian, and under the authority of which he also lives when he lives under the authority of Jesus Christ. Though sometimes we state the fundamental problem as that of grace and nature, in human existence we do not know a nature apart from culture” (:39).

4 CHRISTLICHE GESTALTUNGSWEISEN DER BEGEGNUNG UND BESCHÄFTIGUNG MIT GESELLSCHAFT

Angesichts der beiden komplexen Realitäten - Christus und Kultur - muss nun im Prozess von Ablehnung und Bestätigung, Rekonstruktion, Kompromiss und erneuter Ablehnung christliche Ethik und christliche Gemeinschaft entwickelt werden (:ebd.).13

4.1 (Extrem-)Modell 1: »Christus gegen Kultur«

4.1.1 Das neue Volk und „die Welt“

Eine der frühesten Methoden, das Christus-Kultur-Dilemma zu lösen, bestand darin, Christus von der Kultur zu trennen. »New law Christianity«, wie Niebuhr diese ethi- sche Position von Gläubigen auch bezeichnet hat, wird im Neuen Testament vom Matthäusevangelium repräsentiert. Das charakteristische Kennzeichen ist die scharfe Antithese zwischen dem Gesetz Gottes, wie es durch das Judentum bekannt gewor- den ist, und dem von Jesus bekannt gewordenen Gesetz, welches das erste zwar ab- gelöst, aber nicht ganz außer Bedeutung gesetzt hat. Die Werte, um die Matthäus be- sorgt ist, sind beinahe vollständig Werte der christlichen spirituellen Gemeinschaft, die er in dem bezeichnenden »selig seid ihr« zum Ausdruck bringt. Es geht ihm da- rum, die christliche Gemeinschaft mithilfe des vom neuen Gesetz ausgehenden Wer- testandards deutlich von der Gesellschaft, in der sie lebt, abzugrenzen (2001:xliii- xliv.45).

Neben dem ersten Evangelium zeigt sich die radikale Ablehnung der ÄWelt“ auch in der Johannesapokalypse, wobei die ausschließende Haltung hier stark von der Ver- folgungssituation gezeichnet ist, der die junge christliche Gemeinde ausgesetzt ge- wesen ist. Allen anderen Schriften voran, beinhaltet aber der erste Johannesbrief die unverkennbarste Präsentation dieses dualistischen Standpunktes, in dem der Verfas- ser neben dem großen Vertrauen in die Liebe Gottes, auf den Gehorsam den Geboten Jesu gegenüber beharrt. Niemand kann Mitglied der christlichen Gemeinschaft sein, der nicht Jesus als den Christus und Sohn Gottes anerkennt und der im Gehorsam zum Herrn die Brüder liebt (:45-47).14 Auf der Gegenseite dieser positiven Bedeu- tung von Christsein, steht die Negation der kulturellen Gesellschaft, die in einer kla- ren Trennungslinie zum Vorschein kommt. Die Aufforderung »Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe zum Vater nicht in ihm« (1Joh 2, 15) wird nicht als Sündhaftigkeit interpretiert, wie sie in der Welt vorgefunden wird, sondern als Ablehnung der Kultur ausgelebt: “Hence loyalty of the believer is directed entirely toward the new order, the new society and its Lord ... all that was required under the circumstances was loyalty to Jesus Christ nommen haben, kurz skizziert, bevor er sie ausführlich behandelt. Die nachstehende Darstellung von Niebuhrs Typologisierungsentwurf ist in inhaltlicher Hinsicht weiterhin um größtmögliche Nähe zum Original bemüht. Die Gliederung wurde übersichtlicher gestaltet, in ihrer Abfolge und ihren Überschriften aber aufrechterhalten. and to the brotherhood, without concern fort he transitory culture” (:48f).

In einer mehr entwickelten Form ist dieser Typus in den Schriften der Apostolischen Väter des 2. Jahrhunderts repräsentiert - zu nennen sind die Didache, der Hirt des Hermas, der Barnabas-, Diognet- und der Erste Clemensbrief (an die Korinther) und ähnliche Dokumente.15 Auch Tertullian16 ist offenkundig Mitglied dieser geistigen Familie, der allem voran darum bemüht gewesen ist, die Autorität und Herrschaft von Jesus Christus zu behaupten. Grundlegende Anschauung dieser Gläubigen ist die Konzeption, dass Christen ein neues - neben Juden und Heiden: drittes - Volk mit einem neuen Gesetz bilden. Die primäre Quelle dieses Gesetzes ist Jesus Christus, al- lerdings vermischt mit komplexen Bedingungen, Auffassungen und Grundsätzen, die einen deutlich kulturellen Hintergrund haben - insbesondere den des populären Stoi- zismus; der Grundgedanke dieser Ethik ist an Heiligkeit gebunden. Diese Verqui- ckung wird von den ‚Insidern’ jedoch kaum wahrgenommen. (:xliv.49ff).

Der deutsche liberale Theologe A. von Harnack hat dieses Christentum als eines beschrieben, in dem Änachdrücklicher als auf irgend einen dogmatischen Punkt auf die Verpflichtung zu einem heiligen Leben hingewiesen [wird], durch welches die Christen wie Lichter inmitten eines verderbten und verkehrten Geschlechts leuchten sollen ... Alle Gebiete des Lebens bis hin zu den intimsten und geringsten werden unter die Zucht des Geistes gestellt und neu geordnet“ (1906:216; vgl. Niebuhr 2001:xliv) und es liegen Äganz bestimmte Überzeugungen universeller Art“ vor:

(1) Unser Volk ist älter als die Welt, (2) Die Welt ist um unsertwillen geschaf- fen, (3) Die Welt wird um unsertwillen erhalten - wir verzögern das Weltgericht -, (4) Alles in der Welt ist uns untertan und muss uns dienen, (5) Alles in der Welt - Anfang, Mitte und Ende der Geschichte - ist uns offenbart und für uns durchsichtig, (6) Wir werden am Weltgericht beteiligt sein und selbst ewige Freude genießen (Harnack 1906:207; vgl. Niebuhr 2001:50).

[...]


1 Niebuhr wuchs in der »German Evangelical Church« auf, die ihre Wurzeln in Preußen hat; ihr gehörten lutherische und reformierte Kongregationen an. Im Jahre 1934 vereinigte sie sich mit der Reformierten Kirche in den USA und heißt seitdem »Evangelical and Reformed Church« (seit 1957 Mitglied der »United Church of Christ«) (Bloesch 1990:825).

2 Niebuhr ist v.a. für seine Arbeiten auf diesem Gebiet bekannt geworden (vgl. Okholm 1995:627).

3 Deutsch: Niebuhr, H.R. 1948. Der Gedanke des Gottesreichs im amerikanischen Christentum. New York: Church World Service.

4 Dr. Niebuhrs Werk ist seit seiner Veröffentlichung vielmals rezensiert und auch scharf kritisiert worden. In neuerer Zeit war gerade das 50-jährige Jubiläum der Christ and Culture - Vorträge bzw. seiner Erstveröffent- lichung mit ein Beweggrund gewesen, sich neu mit Niebuhrs Thesen zu befassen. Zur Kritik vgl. Gathje 2002: “The book has also had its vigorous detractors, however -- especially of late. Critics argue that though Niebuhr presents with apparent neutrality a typology of five ways that Christians have related to culture, he subtly as- serts his own liberal Protestant bias”.

5 Vorher abgedruckt bei Stassen 1996:15-30.

6 Im Hauptteil fasst Niebuhr (2001:44) den Vorteil der typologischen Methode zusammen: “The method of typology, however, though historically inadequate, has the advantage of calling to attention the continuity and significance of the great motifs that appear and reappear in the long wrestling of Christians with their enduring problem. Hence also it may help us to gain orientation as we in our own time seek to answer the question of Christ and Culture”.

7 William James unterscheidet zwischen »once-born« (bzw. »healthy minded«) und »twice born« (bzw. »sick soul«) Typen religiöser Erfahrung und Äußerung, die Niebuhr zum Vergleich seiner gegensätzlichen Modelle gebraucht (2001:xxxix.xlvi).

8 Nach Niebuhr hat der französische Philosoph Étienne Henry Gilson das Wesen der wichtigsten theologi- schen Typen klar erkannt, der in Reason and Revelation in the Middle Ages (1938) zwischen “the main spir- itual families which were responsible for the copious philosophical and theological literature of the Middle Ages” (zitiert in Niebuhr 2001:xli-xlii) unterscheidet und dabei Tertullian, Augustinus, Averroist, Thomas und die Moderna Devotia nennt. Niebuhr zweifelt allerdings an, ob die zuletzt genannte Gruppe eine geistige Fa- milie konstituiert.

9 Vereinzelt übernehme ich zugunsten einer Zusammenfassung von wesentlichen Grundzügen Abschnitte aus dem Einleitungsessay (erkenntlich an der römischen Seitennummerierung). Dort, wo ich mehrere Seiten aus Niebuhrs Haupttext zusammenfasse, halte ich mich gelegentlich an das Exzerpt von S.E.P. Steinkerchner, http://www.op.org/steinkerchner/comps/notes/ChristandCulture.html.

10 Joseph Klausner, Jesus of Nazareth S. 390; zitiert bei Niebuhr 2001:3.

11 “Christianity seems to threaten culture at this point not because it prophecies that all of human achievements not one stone will be left on another but because Christ enables men to regard this disaster with a certain equanimity, directs their homes to another world, and so seems to deprive them of motivation to engage in the ceaseless labor of conserving a massive but insecure social heritage” (:6)

12 Niebuhr zitiert an dieser Stelle J.H. Robinson, “Civilization”, in: Encyclopaedia Britannica, 14. Aufl., Bd. 5, S. 735; und C. Brinkmann, “Civilization”, in: Encyclopaedia of Social Sciences, Bd. 3, S. 525ff.

13 Bei Niebuhr folgt an dieser Stelle ein vierter Unterpunkt (“The typical answers”; :39-44), unter dem er die verschiedenen Positionen, die Christen im Lauf der Kirchengeschichte in der Christus-Kultur-Debatte ange-

14 Vgl. 1Joh 2, 3-11; 3, 4-10.21-24; 4, 21; 5, 2f.

15 Vgl. die wissenschaftlichen Ausgaben von Wengst (1984), Lindemann / Paulsen (1992), Fischer (1993) und Körtner / Leutzsch (1998). Knappe Zusammenfassung bei Ruhbach 1998a:105f.

16 Vgl. Tertullian. Apologeticum. Verteidigung des Christentums. C. Becker (Hg.). Darmstadt: WBG, 31984. Brandt, T. 1929. Tertullians Ethik. Gütersloh: Bertelsmann.

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten

Details

Titel
Christen im Spannungsverhältnis zwischen Kultur und Evangelium. "Christ and Culture" von Richard Niebuhr
Hochschule
University of South Africa
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
60
Katalognummer
V313487
ISBN (eBook)
9783668129702
ISBN (Buch)
9783668129719
Dateigröße
1065 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Richard Niebuhr, Kultur, Evangelium, Transformation
Arbeit zitieren
David Löwen (Autor), 2004, Christen im Spannungsverhältnis zwischen Kultur und Evangelium. "Christ and Culture" von Richard Niebuhr, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313487

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