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Bildung in der (offenen) Jugendarbeit. Konzepte, Voraussetzungen, Effekte und Wirkungen

Title: Bildung in der (offenen) Jugendarbeit. Konzepte, Voraussetzungen, Effekte und Wirkungen

Excerpt , 2015 , 7 Pages , Grade: 5.5 (sehr gut, Schweiz)

Autor:in: Sonja Gross (Author)

Social Work
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Die Bildungserwartungen an die Jugendlichen wachsen stetig. Die herkömmlichen Bildungsinstanzen können diese Erwartungen kaum mehr erfüllen. Die Jugendarbeit ist nebst der Schule Teil des Sozialisationssystems. Ihre Aufgabe ist somit zusammen mit anderen Akteuren, die Sozialisation und soziale Platzierung der nachkommenden Generation. Die Entwicklungen im schulischen Bereich ziehen deshalb auch Konsequenzen für die Jugendarbeit nach sich.

Spätestens seit der PISA-Studie und der Denkschrift des Bundesjugendkuratoriums 2002 wird in zunehmendem Masse auch in der Kinder- und Jugendarbeit über „Bildung“ diskutiert. Bildung wird zunehmend nicht mehr nur als Sache der Schule, sondern als Lebensressource verstanden. Gerade deshalb bietet sich die Jugendarbeit an, an der Programmatik zur Bereitstellung von Bildung mitzuwirken. Die Jugendarbeit hat zudem im Gegensatz zur Schule einen engeren und unmittelbaren Bezug zur Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen.

Dieses Exzerpt bezieht sich auf die Vorlesung (2012) von Professor XY an der Universität Zürich, am Institut für Erziehungswissenschaft, die im Rahmen der Vorlesung im SM9 „Lern- und Bildungsprozesse unter Bedingungen sozialer Ungleichheit - Vertiefung Sozialpädagogik“ stattgefunden hat. Die Vorlesung galt dem Thema „Bildung in der (offenen) Jugendarbeit“.

Im Folgenden soll ein Überblick über die Vorlesung und die Begleittexte, Hornstein und Rauschenbach gegeben werden. Zu Beginn ein „Definitionsversuch“ der Jugendarbeit, danach folgen verschiedene Konzepte der Jugendarbeit und schliesslich soll näher auf die Bildungsleistung und die Kriterien von Bildung in der Jugendarbeit eigegangen werden, um im Anschluss die Diskussion über die Jugendarbeit als Bildungsakteurin, die eingangs kurz angeschnitten wurde, aufzugreifen. Zu den zwei oben erwähnten Texten werden ergänzend weitere Texte von den gleichen Autoren oder aus dem Seminar des SM9 hinzugezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Jugendarbeit

3. Konzepte

4. Die Jugendarbeit als Bildungsakteurin

5. Diskussion

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert die Rolle der Kinder- und Jugendarbeit im Kontext aktueller Bildungsdebatten. Dabei wird untersucht, wie Jugendarbeit als Bildungsakteurin positioniert werden kann, ohne ihre spezifische Identität und ihre lebensweltorientierten Ansätze zu verlieren.

  • Definition und Facetten der Jugendarbeit
  • Entwicklungsprozesse und Adressatenorientierung
  • Theoretische Ansätze und Konzepte der Jugendarbeit
  • Non-formale Bildung im Jugendalter
  • Spannungsfeld zwischen Schule und Jugendarbeit

Auszug aus dem Buch

Die Jugendarbeit als Bildungsakteurin

„Allein durch Schule, allein durch den Unterricht, allein durch das schulische Fächernagebot, allein durch den fachlichen Kompetenzhorizont, wie er durch PISA vorgesteckt wird, würden wir diese Vielfalt an menschlicher Kreativität und Schaffenskraft sicherlich nicht hervor bringen“ (Rauschenbach, 2009, S. 184). Formale oder auch formelle Bildung genannt, ist auf Lernprozesse zurück zu führen, die in eigens dafür eingerichteten Institutionen erfolgen. Das Lernen erfolgt zielgerichtet und ist meistens mit einer Qualifizierung oder Zertifizierung verbunden (vgl. Harring, 20120, S. 229). Lernen im schulischen Kontext macht allerdings nur einen Bruchteil aller Bildungsprozesse im Jugendalter aus. Neben organisierten und öffentlichen Lernarrangements finden auch an anderen Orten, zum Beispiel in Familie, Medienwelten und Peer Groups Bildung statt. Auch die Jugendarbeit gehört zu diesen Orten.

Die Bildungsprozesse, die da stattfinden werden unter dem Titel non-formale Bildung subsumiert. „Die Erfahrungen mit Gleichaltrigen können als ein zentrales Lernfeld für die Entstehung von sozialem Verständnis und Selbstverständnis, sowie für den Aufbau sozialer Kompetenzen und moralischer Haltungen bezeichnet werden“ (ebd. S. 245). Unter sozialen Kompetenzen werden zum Beispiel Argumentationsfähigkeit, Kooperationsbereitschaft, Empathie, Durchhaltevermögen, Zeitmanagement, Konzentration, Kreativität und Geschicklichkeit (ebd. S. 247f) verstanden. Nebst sozialen und personalen Kompetenzen werden aber auch die Bildung von Sach- und Fachkompetenzen gefördert (vgl. Harring, 2007, S. 237f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die wachsende Bedeutung von Bildung als Lebensressource und führt in die Fragestellung der Rolle der Jugendarbeit im Sozialisationssystem ein.

2. Definition Jugendarbeit: Dieses Kapitel erläutert die Schwierigkeit einer eindeutigen Definition aufgrund der Themenvielfalt, der verschiedenen Organisationsformen und der Entwicklungsprozesse der Zielgruppe.

3. Konzepte: Hier werden verschiedene theoretische Ansätze wie der Lebensweltansatz, die aufsuchende sowie die erlebnisbezogene Jugendarbeit vorgestellt.

4. Die Jugendarbeit als Bildungsakteurin: Dieses Kapitel untersucht die Jugendarbeit als Ort non-formaler Bildung und analysiert die Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung jenseits schulischer Strukturen.

5. Diskussion: Abschließend werden die Herausforderungen einer Neupositionierung der Jugendarbeit im Kontext von Ganztagesschulen und die Gefahr des Identitätsverlusts kritisch diskutiert.

Schlüsselwörter

Jugendarbeit, Bildung, non-formale Bildung, Sozialisation, Lebensweltorientierung, Bildungsakteurin, Selbstbildung, Kompetenzentwicklung, Identitätsfindung, Ganztagesschule, Jugendhilfe, pädagogische Konzepte, Sozialpädagogik, informelles Lernen, PISA-Studie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Kinder- und Jugendarbeit als Bildungsakteurin in der heutigen Gesellschaft und diskutiert deren Chancen und Risiken in Abgrenzung zur Schule.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition der Jugendarbeit, theoretische Konzepte wie der Lebensweltansatz sowie die Abgrenzung und Kooperation mit formalen Bildungseinrichtungen wie der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendarbeit ihr eigenes Bildungsverständnis schärfen kann, um in der aktuellen Bildungsdebatte als eigenständiger Akteur anerkannt zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Exzerpt-Arbeit, die auf der Auswertung von Vorlesungsinhalten und einschlägiger Fachliteratur zur Sozialpädagogik basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen, verschiedene pädagogische Konzepte, die Bedeutung non-formaler Bildungsprozesse sowie das Verhältnis der Jugendarbeit zur schulischen Bildung erörtert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bildung, Sozialisation, non-formale Bildung, Jugendarbeit und Identitätsentwicklung charakterisiert.

Warum ist die Definition der Jugendarbeit so komplex?

Die Definition ist komplex, da Jugendarbeit durch eine enorme Vielfalt an Themen, unterschiedliche Organisationsformen (ehrenamtlich vs. beruflich) und sich wandelnde Anforderungen der Jugendlichen gekennzeichnet ist.

Welche Gefahr besteht bei der Einbindung der Jugendarbeit in die Ganztagesschule?

Es besteht die Gefahr, dass die Jugendarbeit ihre Identität verliert, wenn sie zu einem regulären, nachschulischen Ergänzungsangebot wird und ihre strukturellen Merkmale, wie Freiwilligkeit und Lebensweltbezug, aufgibt.

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Details

Title
Bildung in der (offenen) Jugendarbeit. Konzepte, Voraussetzungen, Effekte und Wirkungen
College
University of Zurich  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Lern- und Bildungsprozesse unter Bedingungen sozialer Ungleichheit
Grade
5.5 (sehr gut, Schweiz)
Author
Sonja Gross (Author)
Publication Year
2015
Pages
7
Catalog Number
V313522
ISBN (eBook)
9783668131453
ISBN (Book)
9783668131460
Language
German
Tags
Jugendarbeit Bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Gross (Author), 2015, Bildung in der (offenen) Jugendarbeit. Konzepte, Voraussetzungen, Effekte und Wirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313522
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