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Jugendarbeit und Ganztagsschule. Eine Kooperation nach dem Win-Win-Prinzip?

Título: Jugendarbeit und Ganztagsschule. Eine Kooperation nach dem Win-Win-Prinzip?

Tesis (Bachelor) , 2014 , 50 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Johannes Kraft (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Ob die Zusammenarbeit von Jugendarbeit und Ganztagsschule eine Kooperation nach dem „Win-Win-Prinzip“ für Jugendarbeit und für Ganztagsschule, aber vor allem für die Kinder und Jugendlichen ist, soll in dieser Arbeit näher betrachtet werden. Ziel ist es, das bildungstheoretische Potenzial der Kooperation beider Institutionen herauszuarbeiten und durch das Aufzeigen von Chancen und Risiken einer solchen Kooperation die Förderungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche richtig einschätzen zu können. Bettina Paulis Buch „Kooperation von Jugendarbeit und Schule: Chancen und Risiken“ dient als Grundlage dieser Arbeit.

Im ersten Teil wird der Begriff Bildung terminologisch kurz erklärt und die aktuelle Diskussion um ein neues Bildungsverständnis thematisiert. Aufgrund des PISA-Schocks steht das deutsche Bildungssystem in der Kritik (vgl. Rohlfs, 2011: 13). Diese Kritik bezieht sich vornehmlich auf die Institution Schule, da sie in der öffentlichen Meinung bis dato auch im Besitz des Prinzipats der Bildung ist (vgl. Pauli, 2006: 7).

Bildungspolitisch wurde auf die PISA-Debatte mit dem Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB) reagiert. In diesem vom Bund initiierten Programm sollten von 2003 bis 2007 insgesamt 10.000 zusätzliche Ganztagsschulen eingerichtet werden (vgl. Kuhlmann, 2012: 34). Diese Entwicklung hin zur Ganztagsschule soll in Kapitel 3 erörtert werden, da der Fokus des Kooperationsgedankens vor allem auf der ganztägigen Schulform liegt.

Neben der längeren Zeit in der Bildungseinrichtung Schule und dem infolgedessen entstandenen Lebensort Ganztagsschule hat sich das Aufwachsen der Kinder und Jugendlichen durch gesellschaftliche Modernisierungsprozesse verändert, wodurch sich auch die Aufgaben und der Auftrag der Jugendarbeit verschoben haben (vgl. Pauli, 2006: 8). Dieser These und welchen Beitrag die Jugendarbeit zur Bildung leistet wird in Kapitel 4 nachgegangen.

Daneben sollen noch die Ziele, Inhalte, Prinzipien und der rechtliche Auftrag der Jugendarbeit beleuchtet werden. Im fünften Kapitel wird der Kooperationsgedanke grundsätzlich entwickelt und die Chancen und Schwierigkeiten einer Kooperation aufgezeigt und analysiert. Bevor die Arbeit vom Fazit abgeschlossen wird, werden im letzten Kapitel einige in der Literatur verbreitete Optimierungsempfehlungen im Hinblick auf die Zusammenarbeit von Jugendarbeit und Ganztagsschule aufgezeigt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildung und die Differenzierung der Bildungsdimensionen

3. Ganztagsschule

3.1 Funktionen der Schule

3.2 Kritik an der schulischen Bildung

3.3 Entwicklung der Ganztagsschule

4. Jugendarbeit

4.1 Akteure, Methoden und Ziele

4.2 Anteil und rechtlicher Auftrag im Hinblick auf Bildung

5. Kooperation

5.1 Einführung in den Kooperationsgedanken

5.2 Schwierigkeiten

5.3 Chancen

6. Optimierungsvorschläge zur Kooperation

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Herausforderungen einer Kooperation zwischen Jugendarbeit und Ganztagsschule, um eine ganzheitliche Förderung von Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen. Ziel ist es, durch eine theoretische Analyse der beiden Institutionen und ihrer Zusammenarbeit aufzuzeigen, wie Synergien genutzt werden können, um Bildungs- und Entwicklungschancen unter Berücksichtigung des Win-Win-Prinzips zu verbessern.

  • Bildungstheoretische Differenzierung und gesellschaftlicher Wandel
  • Funktionen und Kritikpunkte der schulischen Bildung
  • Auftrag, Ziele und Methoden der außerschulischen Jugendarbeit
  • Analyse der Chancen und Schwierigkeiten einer institutionsübergreifenden Kooperation
  • Optimierungsansätze für eine gelingende Zusammenarbeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Funktionen der Schule

Der Artikel 7 des Grundgesetzes bildet die gesetzliche Voraussetzung für die staatliche Aufsicht über die allgemeinbildenden Schulen, die desweitern den Ländern zugewiesen wird (vgl. Pauli, 2006: 57). „Schule ist eine Institution der Gesellschaft. Sie ist auch eine für die Gesellschaft“ (Hintz et al., 1993: 118), so schreibt es das Neue schulpädagogische Wörterbuch unter dem Eintrag „Funktionen der Schule“. Schon hier werden mehrere Erwartungshaltungen an die Schule herangetragen, zu denen noch die der Eltern, SchülerInnen, Lehrerkräften und die der Berufswelt hinzukommen, was die gesellschaftliche Bedeutung der Schule erahnen lässt (vgl. ebd.: 118).

Zum einen erwartet der Staat als Träger der Schule für die von ihm getätigten Investitionen in das Bildungssystem aus dem ökonomischen System in einen Ertrag im Sinne von Qualifikationen, Leistungen und die Sozialisation der SchülerInnen (vgl. Fend, 2008: 36), zum anderen verlangen Eltern eine gute Ausbildung der Kinder und deren Qualifizierung, um die Chancen für das folgende Berufsleben zu erhalten, bestenfalls zu steigern. Die Wirtschaft benötigt ausgebildete ArbeitnehmerInnen, während die Lehrerschaft gute Arbeitsbedingungen und das Erreichen der Berufsziele erwarten. Letztlich haben auch die SchülerInnen eine erhebliche Erwartungshaltung gegenüber der Schule: Für sie ist der Kontakt zu Gleichaltrigen und nicht unbedingt der Unterricht am Wichtigsten (vgl. Kron, 1988, S. 258 f.). Aufgrund dieser verschiedenen Erwartungen müssen SchülerInnen nicht nur wirtschaftlich effektiv, sondern auch sozial gerecht, mit sozialen Kompetenzen, intellektuellen Fähigkeiten und Selbstbestimmung ausgebildet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Arbeit und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich einer Kooperation zwischen Jugendarbeit und Ganztagsschule.

2. Bildung und die Differenzierung der Bildungsdimensionen: Das Kapitel definiert den Bildungsbegriff und unterscheidet zwischen formaler, non-formaler und informeller Bildung.

3. Ganztagsschule: Hier werden die gesellschaftlichen Funktionen der Schule, die Kritik am deutschen Bildungssystem sowie die Entwicklung zur Ganztagsschule erläutert.

4. Jugendarbeit: Das Kapitel stellt die Jugendarbeit als eigenständigen Bildungsort vor, analysiert ihre Akteure, Ziele sowie ihren rechtlichen Auftrag.

5. Kooperation: Der Kernbereich der Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit, Schwierigkeiten und Chancen einer Zusammenarbeit von Schule und Jugendarbeit.

6. Optimierungsvorschläge zur Kooperation: Hier werden praxisorientierte Strategien und Empfehlungen zur Verbesserung der Kooperationsbeziehungen diskutiert.

7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und resümiert das Potenzial für eine ganzheitliche Bildung durch die Zusammenarbeit beider Institutionen.

Schlüsselwörter

Jugendarbeit, Ganztagsschule, Kooperation, Bildung, Bildungsdimensionen, Schulentwicklung, soziale Kompetenzen, informelles Lernen, Ganztagsbildung, Win-Win-Prinzip, Subjektbildung, Bildungsauftrag, Schulpädagogik, Jugendhilfe, Schulerfolg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Herausforderungen einer strukturierten Zusammenarbeit zwischen der schulischen Ganztagsbildung und den Angeboten der Jugendarbeit.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die unterschiedlichen Bildungsansätze, die strukturellen Gegebenheiten beider Institutionen sowie die Möglichkeiten zur Optimierung ihrer Kooperation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die bildungstheoretischen Potenziale der Kooperation aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie Kinder und Jugendliche von einem gemeinsamen Bildungsangebot profitieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender bildungswissenschaftlicher Studien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Funktionen von Schule, den Spezifika der Jugendarbeit sowie eine Analyse der Spannungsfelder und Chancen bei deren Zusammenarbeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Ganztagsschulentwicklung, informelle Bildung, soziale Kompetenzentwicklung und interprofessionelle Kooperation beschreiben.

Welche Hürden stehen einer erfolgreichen Kooperation im Weg?

Häufige Hürden sind unterschiedliche Berufskulturen, Vorurteile zwischen Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften, unklare Rollenverteilungen sowie zeitliche Konkurrenz der Angebote.

Warum ist das Win-Win-Prinzip für beide Seiten relevant?

Das Prinzip zielt darauf ab, dass die Schule von der sozialpädagogischen Kompetenz profitiert, während die Jugendarbeit durch die Kooperation neue Zielgruppen erreicht und ihre bildungspolitische Relevanz stärkt.

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Detalles

Título
Jugendarbeit und Ganztagsschule. Eine Kooperation nach dem Win-Win-Prinzip?
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Bildungswissenschaften)
Calificación
1,0
Autor
Johannes Kraft (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
50
No. de catálogo
V313540
ISBN (Ebook)
9783668124578
ISBN (Libro)
9783668124585
Idioma
Alemán
Etiqueta
Jugendarbeit Ganztagsschule Kooperation Schule Bachelorarbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johannes Kraft (Autor), 2014, Jugendarbeit und Ganztagsschule. Eine Kooperation nach dem Win-Win-Prinzip?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313540
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Extracto de  50  Páginas
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