Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Das Perserreich der Achämeniden. Dareios' Anfänge und seine Rolle in der Dynastie

Titel: Das Perserreich der Achämeniden. Dareios' Anfänge und seine Rolle in der Dynastie

Hausarbeit , 2012 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sevgi Bozkurt (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Perserreich gilt als eines der ersten Weltreiche der Antike. Es erstreckte sich von Persis, bis hin nach Kleinasien, Ägypten, dem heutigen Iran und Afghanistan. Obwohl die Entstehung des Perserreichs als Weltreich auf die Dynastie der Achämeniden zurückzuführen ist, war es doch Kyros II., der das Reich von seiner Grundstruktur um Persis über weite Flächen erstrecken ließ. Seine zahlreichen Eroberungen, wie z.B. die des Mederreichs, ließen die Grenzen der persischen Herrschaftsgebiete erweitern und zu einem Weltreich werden lassen.

Wohl zu Beginn der 550er Jahre gelangte in Parsa (Fars) ein Mann auf den Thron seiner Väter, der die Geschichte des gesamten Vorderen Asiens neu zu schreiben in der Lage war: Kyros, der „König von Ansan“. Da Kyros II. als Gründer des Perserreichs gilt, stand seinem Nachfolger Dareios eine große Verantwortung bevor. Etliche Hürden kreuzten seinen Weg, von falschen Lügenkönigen bis hin zu Neueroberungen und Neustrukturierungen des Reichs.

Kyros der Große aus der Dynastie der Achämeniden, der von 559 bis 529 v. Chr. regierte, mag sich als Gründer des ersten großen Perserreiches ewigen Ruhm erworben haben, aber der König, der die Blüte dieses Weltreiches herbeiführte, war Dareios I. (521 - 486 v. Chr.) Anhand dieser Aussage wird nochmals deutlich, wie wichtig Dareios‘ Rolle in der Achämeniden-Dynastie war, und er nicht nur als beliebiger Nachfolger gesehen werden kann.

Diese Rolle in Verbindung mit den Anfängen Dareios‘ sollen der Schwerpunkt dieser Arbeit sein. Der Stammbaum der Achämeniden wird ebenfalls in dieser Arbeit präsentiert. Außerdem wird das Reich zur Zeit Kyros II nochmals detaillierter vorgestellt. Als Quellen dienen hierbei vor allem Herodots Werke und die Bisitun-Inschrift, die genau diese Situation von Dareios‘ Anfängen berichtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wer waren die Achämeniden? – ein kurzer Überblick

3. Die Bisitun-Inschrift und Herodot über die Anfänge Dareios‘ I.

3.1. Die Herrschaft des Perserreichs vor Dareios

3.2. Dareios‘ Herrschaftsregime

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Machtübernahme von Dareios I. im Achämenidenreich und analysiert kritisch, wie er seine Herrschaft legitimierte und die Dynastie fortführte. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwieweit Dareios als rechtmäßiger Nachfolger oder als Usurpator zu betrachten ist, indem verschiedene historische Quellen wie die Bisitun-Inschrift und die Berichte des Herodot gegenübergestellt werden.

  • Die historische Rolle der Achämeniden-Dynastie
  • Analyse der Bisitun-Inschrift als zentrales Legitimationsdokument
  • Untersuchung der Ereignisse um Kambyses II., Bardiya und Gaumata
  • Diskussion über die Legitimität von Dareios I. als Herrscher
  • Die Bedeutung von Machtinszenierung und Herrschaftsregime

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Herrschaft des Perserreichs vor Dareios

Um den Inhalt der Inschrift nachvollziehen zu können, müssen neben Dareios die zentralen Personen vorgestellt werden. Zum einen wäre da Kambyses, Sohn des Kyros II. und dessen Bruder Bardiya, der von Herodot Smerdis genannt wird. Eine weitere wichtige Person ist Gaumata, einer der bereits erwähnten Lügenkönige. Vor der Amtszeit Dareios‘ hatte Kambyses das Amt seines Vaters nach dessen Tod übernommen und verfolgte auch dessen Expansionspolitik, indem er versuchte Ägypten zu erobern. Aus den Quellen geht nicht hervor, dass sein Bruder Bardiya einen größeren Anspruch auf den Thron hätte als er selbst. Außerdem wählte Kyros selbst Kambyses als Nachfolger. Hätte sich Bardiya dagegen erhoben, würde das ihn des Hochverrats schuldig machen. Vielmehr bestand Bardiyas Aufgabe darin, seinen Bruder in seinem Amt zu unterstützen und ihn zu beschützen.

Herodot berichtet, dass Kambyses mit Bardiya zusammen sich in Ägypten aufgehalten hat, um das Gebiet zu erobern, wobei jedoch Kambyses in einer Nacht einen Traum gehabt haben soll, in dem Bardiya ihn zu stürzen versuchte. Seine Reaktion daraufhin war, dass er, wie Herodot berichtet, Bardiya zurück nach Persien schickte und seine engsten Vertrauten damit beauftragte, ihn umzubringen. Weiterhin schreibt Herodot in seinen Werken, dass Kambyses seine Tat zutiefst bedauerte, indem er ein Zitat des Kambyses nutzt: „Der Mann, der mich am stärksten hätte schützen sollen […] ist von seinen höchsten Angehörigen schändlich ermordet worden.“ Die Bisitun-Inschrift jedoch sagt aus, dass Kambyses seinen Bruder bereits ermordet haben soll, bevor er nach Ägypten aufgebrochen war. Hier sieht man bereits Abweichungen zwischen den zwei wichtigsten Quellen zu den Anfängen Dareios‘.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Perserreichs unter Kyros II. ein und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Rolle und Herrschaftsanfänge von Dareios I. vor.

2. Wer waren die Achämeniden? – ein kurzer Überblick: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Stammbäume der Achämeniden und die Herrschaftszeiten sowie die Expansionspolitik von Kyros II. und Kambyses II.

3. Die Bisitun-Inschrift und Herodot über die Anfänge Dareios‘ I.: Der Hauptteil analysiert die Quellenlage, insbesondere die Bisitun-Inschrift und die Berichte Herodots, und untersucht die Machtübernahme durch Dareios.

3.1. Die Herrschaft des Perserreichs vor Dareios: Hier werden die zentralen Akteure vor der Machtübernahme von Dareios, insbesondere Kambyses, Bardiya und der Usurpator Gaumata, detailliert vorgestellt.

3.2. Dareios‘ Herrschaftsregime: Dieses Unterkapitel thematisiert die ersten Herausforderungen von Dareios, insbesondere den Umgang mit den sogenannten „Lügenkönigen“ und die Methoden seiner Machtfestigung.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der widersprüchlichen Quellenlage keine eindeutige Antwort auf die Frage der Usurpation von Dareios I. gegeben werden kann.

Schlüsselwörter

Perserreich, Achämeniden, Dareios I., Kyros II., Kambyses II., Bisitun-Inschrift, Herodot, Gaumata, Lügenkönige, Thronbesteigung, Herrschaftslegitimation, Antike, Weltreich, Usurpation, Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frühphase des Perserreichs unter Dareios I. und der Frage nach der Legitimität seiner Machtübernahme innerhalb der Achämeniden-Dynastie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung der Achämeniden, die Person und Herrschaft von Dareios I. sowie die kritische Auswertung antiker Quellen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Dareios seine Macht festigte und ob die Vorwürfe, er sei ein Usurpator gewesen, anhand der verfügbaren Quellen plausibel sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine quellenkritische Methode angewandt, bei der die Bisitun-Inschrift und Herodots Berichte miteinander verglichen und auf ihre historische Zuverlässigkeit hin geprüft werden.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Machtkämpfe nach dem Tod von Kyros II., die Rolle von Kambyses und Bardiya sowie die Umstände der Machtübernahme durch Dareios und den Umgang mit Aufständen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Achämeniden, Dareios I., Bisitun-Inschrift, Lügenkönige, Legitimationsstrategien und antike Historiographie charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Darstellung in der Bisitun-Inschrift von den Berichten Herodots?

Es zeigen sich erhebliche Abweichungen in den Details, etwa beim Zeitpunkt der Ermordung von Bardiya oder bei der Beurteilung, ob es sich um den echten oder falschen Bruder des Kambyses handelte.

Warum war die Legitimation für Dareios I. so schwierig?

Da er aus einer anderen Blutlinie der Achämeniden stammte und seinen Vorgänger Gaumata stürzte, der durch Steuerbefreiungen bei der Bevölkerung sehr beliebt war, musste Dareios um Anerkennung kämpfen.

Welche Bedeutung kommt der „Bisitun-Inschrift“ für die heutige Forschung zu?

Die Inschrift ist das primäre Zeugnis von Dareios selbst über seine Thronbesteigung, weist jedoch aufgrund ihrer Funktion als Propagandainstrument inhaltliche Einseitigkeiten auf.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Perserreich der Achämeniden. Dareios' Anfänge und seine Rolle in der Dynastie
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Geisteswissenschaften)
Veranstaltung
Die Perserkriege
Note
2,0
Autor
Sevgi Bozkurt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V313549
ISBN (eBook)
9783668124721
ISBN (Buch)
9783668124738
Sprache
Deutsch
Schlagworte
perserreich achämeniden dareios anfänge rolle dynastie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sevgi Bozkurt (Autor:in), 2012, Das Perserreich der Achämeniden. Dareios' Anfänge und seine Rolle in der Dynastie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313549
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum