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Die Bilanz des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB). Eine desaggregierte Betrachtung

Titel: Die Bilanz des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB). Eine desaggregierte Betrachtung

Forschungsarbeit , 2013 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Carl-Jonathan Bertheau (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zuge der Finanz- und Eurokrise hat die Europäische Zentralbank (EZB) seit September 2008 unkonventionelle geldpolitische Maßnahmen durchgeführt, um die Kreditvergabe im Euro-Raum zu stützen und Spannungen auf den Finanzmärkten entgegenzuwirken. Gemäß der Satzung des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) und der EZB, wird die Geldpolitik im ESZB nach dem Prinzip der Dezentralisierung durchgeführt. Die EZB setzt dabei die nationalen Zentralbanken zur Durchführung der Geschäfte, die zu den Aufgaben des ESZB gehören, ein. Eine desaggregierte Betrachtung der Bilanz des ESZB kann somit Aufschluss darüber geben, in welchem Umfang geldpolitische Maßnahmen durch die einzelnen nationalen Zentralbanken des ESZB umgesetzt wurden. Die vorliegende Arbeit soll diese desaggregierte Betrachtung, insbesondere im Hinblick auf die von der EZB während der Finanz- und Eurokrise durchgeführten unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen, vornehmen. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Desaggregation der Bilanz des Eurosystems

3 Geldpolitik der EZB im Bilanzzusammenhang

3.1 Geldpolitisches Instrumentarium aus der Bilanzperspektive

3.2 Wirkung der Finanz- und Euro-Krisen-Geldpolitik im Bilanzzusammenhang

3.2.1 Statische Betrachtung

3.2.2 Dynamische Betrachtung

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Bilanz des ESZB anhand einer desaggregierten Betrachtung zu analysieren, um Aufschluss darüber zu geben, in welchem Umfang geldpolitische Maßnahmen durch die einzelnen nationalen Zentralbanken während der Finanz- und Eurokrise umgesetzt wurden.

  • Desaggregation der konsolidierten Bilanz des Eurosystems zum 31.12.2012
  • Analyse des geldpolitischen Instrumentariums aus Bilanzperspektive
  • Untersuchung unkonventioneller geldpolitischer Maßnahmen der EZB
  • Statische und dynamische Betrachtung der Bilanzpositionen in der Krise
  • Einfluss der TARGET2-Salden auf die Refinanzierungsvolumina

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Statische Betrachtung

Bezogen auf die zwei Maßnahmen zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen CBPP und CBPP2 sowie das Programm für die Wertpapiermärkte SMP zeigt sich bei Betrachtung der Position Wertpapiere für geldpolitische Zwecke, dass die vier im Rahmen dieser Arbeit untersuchten nationalen Zentralbanken sowie die EZB circa 80% des Gesamtvolumens halten. Die Verteilung der Wertpapierbestands auf die einzelnen nationalen Zentralbanken entspricht dabei annähernd dem Verhältnis der Anteile am eingezahlten Kapital der EZB. Bezüglich des CBPP2 ist das Volumen, wie auch aus der Bilanz ersichtlich, zum 31.12.2012 nicht vollständig ausgeschöpft worden. Die EZB begründet dies mit einem Mangel an Angebot von gedeckten Schuldverschreibungen am Primärmarkt sowie der positiven Wirkungen der dreijährigen Refinanzierungsgeschäfte. Die durch das Programm für die Wertpapiermärkte freigesetzte Liquidität wird laut EZB über Feinsteuerungsoperationen absorbiert, die sich in der Position Termineinlagen auf der Passivseite der Bilanz widerfinden.

Die im Rahmen der Eurokrisen-Geldpolitik der EZB zusätzlich durchgeführten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte sind auf der Aktivseite unter der gleichnamigen Bilanzposition abgebildet. Dabei ist bei der desaggregierten Betrachtung zu erkennen, dass die Zentralbanken der Krisenstaaten Italien und Spanien, verglichen mit der deutschen und französischen Zentralbank, einen deutlich höheren Bestand an Forderungen aus diesen Geschäften aufweisen. Umgekehrt zeigt sich jedoch bei Betrachtung der Verbindlichkeiten aus geldpolitischen Operationen auf der Passivseite der Bilanzen, dass die durch die Zentralbanken bereitgestellte Liquidität zum Großteil in das deutsche und französische Bankensystem geflossen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung erläutert die Problemstellung im Kontext der Finanz- und Eurokrise und skizziert den methodischen Gang der Untersuchung.

2 Desaggregation der Bilanz des Eurosystems: Dieses Kapitel widmet sich der detaillierten Aufschlüsselung der konsolidierten Bilanz des Eurosystems für die EZB sowie ausgewählte nationale Zentralbanken zum Stichtag 31.12.2012.

3 Geldpolitik der EZB im Bilanzzusammenhang: Hier werden die geldpolitischen Instrumente aus Bilanzperspektive analysiert und die Wirkungen der Krisenpolitik der EZB sowohl statisch als auch dynamisch untersucht.

4 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die desaggregierte Bilanzstruktur und die Auswirkungen der unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen zusammen.

Schlüsselwörter

ESZB, Eurosystem, Bilanz, EZB, Finanzkrise, Eurokrise, Zentralbanken, geldpolitische Instrumente, Refinanzierungsgeschäfte, TARGET2, Liquidität, Wertpapiere, SMP, CBPP, Desaggregation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bilanz des ESZB im Kontext der Finanz- und Eurokrise, um durch eine desaggregierte Betrachtung die geldpolitische Rolle der EZB und der nationalen Zentralbanken aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Bilanzstruktur des Eurosystems, unkonventionelle geldpolitische Maßnahmen wie Ankaufprogramme sowie die Auswirkungen der Krisenpolitik auf verschiedene nationale Zentralbanken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, in welchem Umfang die von der EZB beschlossenen unkonventionellen Maßnahmen durch die nationalen Zentralbanken (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien) umgesetzt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive, desaggregierte Bilanzanalyse der konsolidierten Bilanzen des Eurosystems sowie einen Vergleich der Bilanzen ausgewählter nationaler Zentralbanken zum 31.12.2012.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufschlüsselung der Bilanzpositionen, die theoretische Einordnung des geldpolitischen Instrumentariums und die Untersuchung der Auswirkungen der Krisenpolitik, unterteilt in statische und dynamische Betrachtungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind ESZB, Eurosystem, Geldpolitik, Bilanzanalyse, Finanzkrise, Refinanzierungsgeschäfte und TARGET2-Salden.

Welche Bedeutung haben die TARGET2-Salden für die Analyse?

Die TARGET2-Salden dienen als Indikator für Zahlungsbilanzungleichgewichte und erklären, warum sich die Liquidität aus den Refinanzierungsgeschäften primär in bestimmten Bankensystemen ansammelt.

Was lässt sich aus der statischen Betrachtung zum 31.12.2012 schlussfolgern?

Die Analyse verdeutlicht, dass die Zentralbanken der Krisenstaaten deutlich höhere Forderungen aus Refinanzierungsgeschäften halten, während die Liquidität in das deutsche und französische Bankensystem abfließt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bilanz des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB). Eine desaggregierte Betrachtung
Hochschule
Universität Münster
Note
2,0
Autor
Carl-Jonathan Bertheau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V313586
ISBN (eBook)
9783668123854
ISBN (Buch)
9783668123861
Sprache
Deutsch
Schlagworte
EZSB EZB Eurosystem Geldpolitik Eurokrise Staatsschuldenkrise Zentralbankbilanz TARGET2
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carl-Jonathan Bertheau (Autor:in), 2013, Die Bilanz des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB). Eine desaggregierte Betrachtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313586
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Leseprobe aus  17  Seiten
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