Die vorgestellte Person war das ganze letzte Jahr ohne nennenswerte Pause im Fitnessstudio und trainierte dort drei Mal die Woche. Durch die schlechte Betreuung trainierte er jedoch im Laufe der Zeit nicht mehr systematisch nach seinem eigenen Konzept, sodass er die letzten 3 Monate ausschließlich im Kraftausdauerbereich verbrachte.
Die Person ist 26 Jahre alt und wiegt 89 kg bei einer Körpergröße von 1,86 m. Dies ergibt durch die Berechnung des BMI einen Wert von 25,7.
Verglichen mit der BMI-Tabelle befindet sich die Person in seiner Alterklasse schon nicht mehr im optimalen Bereich und es bedarf daher einer weiteren Klassifikation anhand des BMI. Für den durchschnittlichen Sportler im Fitness- und Gesundheitsbereich stellt der BMI einen relativ aussagekräftigen und leicht zu bestimmenden Faktor dar.
Beim Fortgeschrittenen oder sogar Leistungssportler, der in der Regel über eine höhere anteilige Muskelmasse verfügt, ist der BMI nicht mehr so aussagekräftig da nur das Gesamtgewicht, jedoch nicht die Zusammensetzung des Körpers, d.h. das Verhältnis von Muskelmasse zu Körperfettmasse, in die Berechnung mit einfliesst. Die Person befindet sich in einem schon gut trainierten Zustand mit überdurchschnittlichem Muskelanteil und kann daher anhand der Tabellen nicht eindeutig klassifiziert werden.
Aus dem Inhalt:
1. Beschreibung der Peron und Einordnung der Daten im Vergleich zu Normwerten.
2. Kraftdiagnostik
3. Zielsetzung der trainierenden Person
4. Makrozyklus
5. Detaildarstellung Mesozyklus III
6. Übungsauswahl Mesozyklus III
7. Zwei Studien zu den Effekten des Krafttrainings bei Diabetes mellitus Typ-2
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe 1a)
Aufgabe 1b)
Aufgabe 2)
Aufgabe 4)
Aufgabe 5)
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Erstellung und Begründung eines individuellen Trainingsplans für einen Probanden im Rahmen des Moduls Trainingslehre. Ziel ist die Ableitung eines zielgerichteten Makrozyklus basierend auf einer umfassenden Kraftdiagnostik mittels der Individuellen-Leistungsbild-Methode (ILB-Methode), um sportliche Ziele wie Muskelaufbau, Fettreduktion und gesundheitsrelevante Parameter wie Blutdrucksenkung effektiv zu erreichen.
- Durchführung und Auswertung einer umfassenden sportmotorischen Kraftdiagnostik (10-RM-Test).
- Einstufung des Leistungsniveaus nach der ILB-Methode zur Trainingsplanung.
- Erstellung eines strukturierten Makrozyklus zur Steuerung von Krafttraining und Trainingsanpassungen.
- Begründung der Übungsauswahl und Methodik unter Berücksichtigung sportwissenschaftlicher Erkenntnisse.
- Analyse der gesundheitlichen Effekte von Kraft- und Ausdauertraining bei Diabetes mellitus Typ-2.
Auszug aus dem Buch
Aufgabe 1b)
Das Testen, Überprüfen und Beurteilen von Trainierenden ist unerlässlich, wenn es um die gezielte Ausrichtung von Kraft, Ausdauer und der ganzheitlichen Leistung geht. Nach der Prüfung kann man gezielter ein individuelles Trainingsprogramm erstellen.
Da die Person schon ausreichende Erfahrungen im gerätegestützten Krafttraining gesammelt hat, sind das Einschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit sowie die inter- aber auch die intramuskuläre Koordination bereits ausreichend ausgeprägt, um den Krafttest ohne Einschränkungen durchzuführen.
Im Folgenden wird genauer auf die Durchführung der "Individuellen Leistungsbild-Methode" (kurz ILB-Methode) auf Basis eines Mehrwiederholungstest-Test (X-RM-Test) eingegangen.
Zu Beginn werden die kraftspezifischen Ziele für den entsprechenden Mesozyklus mit den passenden Wiederholungszahlen für die Übungen ausgewählt.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe 1a): In diesem Kapitel werden die allgemeinen und biometrischen Daten des Probanden erfasst und mittels medizinischer Richtwerte (BMI, Blutdruck) klassifiziert.
Aufgabe 1b): Hier wird die Methodik zur Durchführung einer Kraftdiagnostik mittels des 10-RM-Tests beschrieben, um den Leistungsstand für die weitere Trainingsplanung präzise zu ermitteln.
Aufgabe 2): Dieses Kapitel definiert die spezifischen Trainingsziele des Probanden in Bezug auf Muskelaufbau, Fettreduktion und gesundheitliche Prävention über einen Zeitraum von einem Jahr.
Aufgabe 3): Es wird ein strukturierter Makrozyklus präsentiert, der die verschiedenen Mesozyklen inklusive Trainingsschwerpunkten, Intensitäten und Wiederholungsbereichen festlegt.
Aufgabe 4): Dieser Abschnitt erläutert die Bedeutung des Aufwärmens und die spezifische Übungsauswahl sowie die theoretische Begründung der gewählten Trainingsmethoden.
Aufgabe 5): Das abschließende Kapitel analysiert zwei wissenschaftliche Studien zu den physiologischen Effekten von Krafttraining bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ-2.
Schlüsselwörter
Trainingslehre, ILB-Methode, Kraftdiagnostik, 10-RM-Test, Makrozyklus, Muskelaufbau, Fitnessökonomie, Krafttraining, Ausdauertraining, Leistungssteuerung, Gesundheitsmanagement, Diabetes mellitus Typ-2, Intensitätssteuerung, Trainingsplanung, intramuskuläre Koordination.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit dokumentiert die Erstellung eines sportwissenschaftlich fundierten Trainingsplans für einen 26-jährigen Probanden.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind Kraftdiagnostik, Trainingsplanung mittels ILB-Methode sowie die Analyse der gesundheitlichen Auswirkungen von Krafttraining.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines Makrozyklus, der dem Probanden hilft, Muskelmasse aufzubauen und gleichzeitig den Körperfettanteil zu reduzieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird die "Individuelle Leistungsbild-Methode" (ILB-Methode) zur Bestimmung der Trainingsintensitäten basierend auf Mehrwiederholungstests genutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Datenerhebung, die Durchführung von Belastungstests, die Erstellung des Makrozyklus sowie die wissenschaftliche Begründung der Trainingsgestaltung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Trainingslehre, ILB-Methode, Kraftdiagnostik und Fitnessökonomie beschreiben.
Warum wird eine "strategische Dekonditionierung" im Mesozyklus V eingeplant?
Diese dient dazu, dem Körper eine Regenerationsphase zu gönnen und die Basis für neue, unbekannte Trainingsreize im nächsten Zyklus zu schaffen.
Welche Rolle spielt die intramuskuläre Koordination für den Probanden?
Eine verbesserte intramuskuläre Koordination ermöglicht es dem Probanden, mehr Muskelfasern gleichzeitig anzusteuern, was in einer höheren Kraftentwicklung resultiert.
- Quote paper
- Stefan Hausenbiegl (Author), 2012, Fachmodul Trainingslehre 1. Training mit einem 26-jährigen Kandidaten. Kraftdiagnostik und Erstellung eines Trainingsplans, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313666