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Intertextuelle Bezüge in Tom Stoppards "Travesties"

Título: Intertextuelle Bezüge in Tom Stoppards "Travesties"

Trabajo , 1998 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Ralf Hartmann (Autor)

Filología inglesa - Literatura
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Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die intertextuellen Bezüge in Tom Stoppards „Travesties“ möglichst vollständig zusammenzutragen. Zu diesem Zweck erscheint es ratsam, eine Definition des Begriffes „Intertextualität“ vorauszuschicken, da sowohl der Terminus selbst als auch ein dahinterstehendes Konzept nicht eindeutig zu bestimmen sind.

„Intertextualität“ war von Beginn an nicht klar umrissen, hat in der Folge die verschiedensten Bedeutungsnuancen aufgenommen und hat, ausgehend vom Bereich der Literaturwissenschaft über die Semiotik bis hin zur Kulturwissenschaft, vielfach Beachtung gefunden. Es ist deshalb nötig, die zugrundeliegende Problematik kurz zu besprechen und ein einigermaßen vertretbares Fundament zu finden, von dem aus das Stopparddrama auf seine Intertextualität hin analysiert werden kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Intertextualität in der Literaturwissenschaft

1. Bachtin

2. Kristeva

3. Markierung von Intertextualität

III. Intertextualität in Tom Stoppards Travesties

1. Sekundäre Bezüge

2. Shakespeare - Tzara

3. Joyces Ulysses

4. Wildes The Importance of Being Earnest

IV. Bewertung der intertextuellen Bezüge

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die intertextuellen Strukturen in Tom Stoppards Theaterstück "Travesties". Ziel ist es, die vielfältigen Zitate, Anspielungen und Bezüge zu anderen literarischen Werken systematisch aufzuarbeiten und ihre Funktion innerhalb des Dramas auf Basis literaturwissenschaftlicher Theorien zu analysieren.

  • Grundlagen der Intertextualitätstheorie (Bachtin, Kristeva)
  • Kriterien für intertextuelle Bezüge und deren Markierungsformen
  • Analyse der Bezüge zu Shakespeare und dem Dadaismus (Tzara)
  • Untersuchung des Einflusses von James Joyces "Ulysses"
  • Die Rolle von Oscar Wildes "The Importance of Being Earnest" als strukturelles Muster

Auszug aus dem Buch

2. Shakespeare - Tzara

Stoppard bedient sich gerne der Stücke des Barden, um seine eigenen Werke anzureichern. Für sein Erfolgsstück Rosencrantz and Guildenstern Are Dead (1966) nahm er Hamlet als strukturelle und inhaltliche Folie und verknüpfte diese mit der absurden Thematik von Waiting for Godot und philosophischen Standpunkten. In Travesties sind die Bezüge zu Shakespeare nicht so umfangreich, doch verdienen sie einer eingehenden Betrachtung. Neben dem zweimaligen Zitat von Hamlets „caviar for the general public“ ist vor allem die Szene um Tzara und Gwendolen Ausdruck für Stoppards Virtuosität in der Verwendung von literarischen Vorbildern.

Tzara zerschneidet den Text von Shakespeares Sonett 18 und fordert Gwendolen auf, die einzelnen Schnipsel wieder zu einem neuen Gedicht zusammenzusetzen. Was entsteht ist, der sich anbahnenden Liebesbeziehung zwischen Tzara und Gwen entsprechend, eine ziemlich zweideutige und schlüpfrige Aussage, die in einem überraschten Ausruf Gwendolens ihren Höhepunkt findet. Eine Antiklimax entsteht, als Tzara versucht, das Gedicht fortzusetzen.

Des weiteren ist die Unterhaltung zwischen den beiden ab der Rezitation von Sonett 18 durch Gwen bis zur dadaistischen Neuschöpfung eine Collage aus den verschiedensten Shakespearezitaten. Mit wenigen Abweichungen in Wortlaut und Interpunktion verwendet Stoppard Stellen aus folgenden Werken: Julius Caesar, Hamlet, As You Like It, Much Ado About Nothing, Henry V, Henry IV, Othello, The Merry Wives of Windsor und Sonett 32. Es handelt sich bei diesem Abschnitt, wie Weikert näher ausführt, um eine Sonderform der Parodie, die Cento oder auch Quodlibet genannt wird; darin werden verschiedenste Zitate (vorrangig Gedichte) zu einem neuen, einheitlichen Werk zusammengefügt. Dies dient nicht der Verspottung der Quellen, sondern eher zur Kritik an Gegebenheiten der eigenen Zeit und Situation. Geschildert wird hier die Enttäuschung Gwendolens darüber, daß Tzara in ihren Augen kein Poet ist. Tzara bekundet, daß das auch gar nicht seine Absicht sei. Er definiert sein Schaffen folgendermaßen:

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Das Kapitel führt in das Stoppard-Oeuvre ein und erläutert die Grundproblematik der Intertextualität als Basis für die Analyse von "Travesties".

II. Intertextualität in der Literaturwissenschaft: Hier werden theoretische Ansätze von Bachtin und Kristeva diskutiert sowie verschiedene Kriterien und Markierungsformen für Intertextualität definiert.

III. Intertextualität in Tom Stoppards Travesties: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und analysiert konkret die Bezüge zu historischen Quellen, Shakespeare, Joyce und Wilde innerhalb des Stücks.

IV. Bewertung der intertextuellen Bezüge: Das abschließende Kapitel bewertet die Dichte und Intensität der intertextuellen Vernetzung in "Travesties" anhand der zuvor erarbeiteten theoretischen Kriterien.

Schlüsselwörter

Intertextualität, Tom Stoppard, Travesties, Postmoderne, Dialogizität, Polyphonie, James Joyce, Ulysses, Oscar Wilde, The Importance of Being Earnest, Dadaismus, Literaturtheorie, Zitat, Collage, Literaturdidaktik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den intertextuellen Verweisen in Tom Stoppards Drama "Travesties" und untersucht, wie der Autor verschiedene literarische und historische Quellen als strukturelle Muster nutzt.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Intertextualität, die Analyse von Zitattechniken und die Auseinandersetzung mit den Werken von Shakespeare, Joyce und Wilde innerhalb der Stoppardschen Dramaturgie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Netz der intertextuellen Bezüge in "Travesties" vollständig zu erfassen und die Bedeutung dieser Verflechtungen für die Aussage des Stücks zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine strukturalistisch-hermeneutische Analysemethode angewandt, die sich primär auf die Konzepte von Gérard Genette und Manfred Pfister stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der sekundären Quellen, der Shakespeare-Bezüge, der Korrelationen zu Joyces "Ulysses" sowie der strukturellen Übernahmen von Oscar Wilde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Intertextualität, Pastiche, Collage, Polyphonie, Dekonstruktion und die spezifischen literarischen Vorbilder wie Shakespeare, Joyce und Wilde.

Welche Rolle spielt Henry Carr im intertextuellen Kontext?

Henry Carr fungiert als "Prozessor" der intertextuellen Bezüge; seine Erinnerungen bilden den Rahmen des Stücks, was die Vermengung der unterschiedlichen Texte erst ermöglicht.

Warum wird die Dadaismus-Szene als kritisch für das Stück betrachtet?

Stoppard nutzt die Dadaismus-Passagen, um die theoretische Frage nach der Sinnhaftigkeit von Kunst und Sprache zu stellen und das Konzept des "reinen Nonsens" kritisch zu hinterfragen.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Intertextuelle Bezüge in Tom Stoppards "Travesties"
Universidad
University of Würzburg  (Institut für englische Philologie)
Curso
Literaturtheorie und Literaturdidaktik
Calificación
1,0
Autor
Ralf Hartmann (Autor)
Año de publicación
1998
Páginas
23
No. de catálogo
V313678
ISBN (Ebook)
9783668126299
ISBN (Libro)
9783668126305
Idioma
Alemán
Etiqueta
Tom Stoppard Travesties Intertextualität Anspielungen James Joyce Oscar Wilde The Importance of Being Earnest
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ralf Hartmann (Autor), 1998, Intertextuelle Bezüge in Tom Stoppards "Travesties", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313678
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