Für das Anwerbern und vor allem die langfristige Bindung von qualifizierten Fachkräften ist ein professionelles Marketingkonzept seitens der Personalabteilung von zentraler Bedeutung. Besonders Wichtig ist diese Ausrichtung für Unternehmen mit einem schlechten Marken – oder Unternehmensimage, um auf Basis kompetenter Fachkräfte eine neue positive Ausrichtung des Konzerns zu schaffen.
In dieser Arbeit wird in Kapitel 2 das Thema Employer Branding anhand von entsprechender Fachliteratur theoretisch behandelt. Darunter fallen begriffliche Abgrenzungen und Diskussionen über den Führungskräftemangel in Bezug auf die Gestaltung von Employer Branding Maßnahmen im Personalmarketing. Zudem wird auf das Arbeitgeberimage in der Wirtschaft eingegangen. Letztendlich werden noch mögliche interne und externe Employer Branding Strategien für Unternehmen anschaulich aufgezeigt.
In Kapitel 3 wird die komplette Bankenbranche in Deutschland analysiert. Hierbei spielen zukünftige Trends eine zentrale Rolle, sowie die Betrachtung der schnellen Digitalisierung und der wachsenden Nachfrage zum Thema Online-Banking. Es folgt eine zusammenfassende Darstellung der gegenwärtigen Employer Branding Maßnahmen großer namhafter deutscher Banken.
Im letzten Kapitel gibt eine experimentelle Untersuchung mittels Fragebogen wichtige Handlungsempfehlungen an die UniCredit Bank Deutschland. Die gewählte Methode und das Forschungsdesign geben hierbei Einblick in die Befragung. Es folgt eine Darstellung der Ergebnisse mit dessen gewonnenen Erkenntnissen der Forschung. Diese Arbeit wird zu guter Letzt mit einem kritischen Fazit abgeschlossen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Relevanz des Themas
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Employer Branding
2.1. Herleitung und begriffliche Abgrenzungen
2.2. Definition von Employer Branding
2.3. Das Arbeitgeberimage
2.4. Employee Value Proposition
2.5. Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Fachkräftemangel
2.6. Employer Branding als personalpolitisches Instrument
2.7. Employer Branding Strategien
2.7.1. Interne Strategien
2.7.2. Externe Strategien
3. Die Bankenbranche
3.1. Analyse des Finanzmarktes
3.2. Filialgeschäft vs. Digitalisierung
3.3. Prognostizierte Trends im Bankengewerbe
3.4. Gegenwärtige Employer Branding Maßnahmen in der Bankenbranche
4. Experimentelle Untersuchung an der UniCredit Bank
4.1. Die UniCredit Bank in Deutschland und ihr Employer Branding Konzept
4.2. Forschungsfragestellung
4.3. Forschungsdesign
4.4. Befragungsinstrumente
4.5. Auswertung der Ergebnisse
4.6. Handlungsempfehlungen an die UniCredit Bank
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, auf Basis einer empirischen Untersuchung Handlungsempfehlungen für das Employer Branding der UniCredit Bank in Deutschland zu entwickeln, um die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber für Hochschulabsolventen zu steigern und eine langfristige Mitarbeiterbindung zu fördern.
- Grundlagen des Employer Branding und strategische Ansätze
- Analyse der aktuellen Situation und Trends in der deutschen Bankenbranche
- Untersuchung der Arbeitgebermarke der UniCredit Bank aus Sicht von Studierenden
- Ableitung konkreter personalpolitischer Maßnahmen zur Imageverbesserung
Auszug aus dem Buch
2.1. Herleitung und begriffliche Abgrenzungen
“Employer Branding is an activity where principles of marketing, in particular the “science of branding”, are applied to HR activities in relation to current and potential employees” (Edwards, 2010, S. 6). Nach dieser Definition beschreibt das Employer Branding die Grundsätze des Marketings angelegt an die HR-Aktivitäten in Bezug auf aktuelle und potentielle Mitarbeiter. Insbesondere die Wissenschaft des Branding wird hierbei hervorgerufen. Zunächst jedoch sollte der Begriff Branding von dem Begriff Marke bzw. Brand differenziert und abgegrenzt werden. Nach dem Markengesetzt §3 handelst es sich bei dem Markenbegriff um ein gewerbliches Schutzrecht zählendes Kennzeichnungsrecht.
„Als Marke können alle Zeichen, insbesondere Wörter einschließlich Personennamen, Abbildungen, Buchstaben, Zahlen, Hörzeichen, dreidimensionale Gestaltungen einschließlich der Form einer Ware oder ihrer Verpackung sowie sonstige Aufmachungen einschließlich Farben und Farbzusammenstellungen geschützt werden, die geeignet sind, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden.“ (Markengesetz - MarkenG § 3 Als Marke schutzfähige Zeichen). Heribert Meffert (2000) beschreibt die Marke als „ein in der Psyche des Konsumenten verankertes, unverwechselbares Vorstellungsbild von einem Produkt oder einer Dienstleistung“ (Meffert, 2000; S. 846).
Dadurch entwickeln die Markteilnehmer individuell durch das Marketing von Unternehmen ein Bild der Marke und assoziieren dies auf die vertriebenen Produkte. Diese Differenzierung schafft hierbei eine klare Abgrenzung zu Konkurrenten der entsprechenden Branche. In dem Kontext wird oft der Brand vom Verbraucher emotional an beworbene Produkte bzw. Diensteilungen verknüpft. Der Brand ist eine der zentralen Gesichtspunkte eines Unternehmens und trägt maßgeblich zu dem positiven Unternehmenserfolg bei.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Employer Brandings vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels.
2. Employer Branding: Hier werden theoretische Grundlagen, Definitionen sowie interne und externe Strategien zur Gestaltung einer Arbeitgebermarke erörtert.
3. Die Bankenbranche: Dieses Kapitel analysiert die Marktsituation, Trends wie Digitalisierung sowie Employer Branding Maßnahmen in der deutschen Bankenbranche.
4. Experimentelle Untersuchung an der UniCredit Bank: Es erfolgt eine empirische Befragung von Studierenden zur Arbeitgebermarke der UniCredit Bank, gefolgt von konkreten Handlungsempfehlungen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer langfristigen, strategischen Verankerung des Employer Brandings.
Schlüsselwörter
Employer Branding, Arbeitgebermarke, Personalmarketing, Bankenbranche, Fachkräftemangel, Arbeitgeberimage, Employee Value Proposition, Recruiting, Mitarbeiterbindung, Demographischer Wandel, Online-Banking, Hochschulabsolventen, Strategische Personalführung, Digitalisierung, UniCredit Bank.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Employer Branding als strategisches Instrument der Personalpolitik, speziell angewandt auf die deutsche Bankenbranche und die UniCredit Bank.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des Employer Brandings, die Auswirkungen des demographischen Wandels, die digitale Transformation in Banken und die Wahrnehmung von Arbeitgebern durch Absolventen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erarbeitung konkreter Handlungsempfehlungen für die UniCredit Bank, um die Arbeitgebermarke bei der Zielgruppe der Hochschulabsolventen zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor führte eine empirische Primärerhebung mittels eines Online-Fragebogens unter 210 Studierenden in Bayern durch, um deren Wahrnehmung der UniCredit Bank als Arbeitgeber zu analysieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturrecherche zum Employer Branding, eine Marktanalyse der Bankenbranche und die Darstellung der experimentellen Untersuchung zur UniCredit Bank.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Employer Branding, Arbeitgebermarke, Personalmarketing, Fachkräftemangel, Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität.
Warum wurde explizit die UniCredit Bank für die Untersuchung gewählt?
Die UniCredit Bank dient als Fallbeispiel, um die Anwendung von Employer Branding Konzepten bei einem großen Finanzinstitut unter Berücksichtigung der aktuellen Herausforderungen durch die Digitalisierung praktisch zu prüfen.
Welche zentrale Erkenntnis ergab die Umfrage unter Studenten zur UniCredit Bank?
Obwohl die UniCredit Bank ein positives Image besitzt, werden ihre internen Maßnahmen, wie beispielsweise das Work-Life-Balance Konzept oder die Gehaltsstruktur, von der Zielgruppe der Studierenden noch zu wenig wahrgenommen, was auf einen hohen Handlungsbedarf in der Kommunikation hindeutet.
- Arbeit zitieren
- Niklas Rosopulo (Autor:in), 2015, Employer Branding als personalpolitisches Instrument in der Bankenbranche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313749