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Pädagogische Professionalisierung und Professionsentwicklung von Lehrern

Title: Pädagogische Professionalisierung und Professionsentwicklung von Lehrern

Essay , 2016 , 7 Pages

Autor:in: Laura Baier (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Eine essentialistische, ontologische und einheitliche Antwort auf die Frage, was „[…] die spezielle Berufskompetenz im Lehrerberuf eigentlich ausmache“ ist bisher nicht vorhanden. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass „Professionalisierung ein „höchst flüchtiger Zustand von Beruflichkeit“ ist, hergeleitet von dem Wort „Profession“. Gemeinsam haben die Begriffe, dass sie eine Form innerinstitutionell spezialisierten beruflichen Handelns beschreiben. Der Begriff „Professionalisierung“ geht insofern aber noch weiter als jener der „Profession“, als dass er das berufliche Können über den institutionellen Kontext hinaus beschreibt. Wegweisend für den aktuellen Forschungsdiskurs ist also statt eines einheitlichen Forschungsstands vielmehr die Uneinigkeit über die Frage, ob Professionalität durch Professionalisierung erreicht werden kann. Darin stehen sich zwei diametral entgegengesetzte Positionen gegenüber, die ein unterschiedliches Verständnis des Lehrerberufs verdeutlichen.

„Lehrer werden ist nicht schwer, Lehrer sein dagegen sehr viel mehr“ besagt ein Sprichwort, das nur zu gern in der LehrerInnenbildung im Studium verwendet wird. Es weist nicht nur darauf hin, dass die Institution Schule von den professionellen Fähigkeiten ihrer MitarbeiterInnen – der LehrerInnen – abhängt, sondern auch auf die vieldiskutierte Frage danach, was LehrerInnen können sollten. Um auf diese Frage, die seit den PISA-Ergebnissen öffentlich und wissenschaftlich von großem Interesse ist, eine Antwort geben zu können, ist zunächst zu klären, was unter „individueller Professionalisierung“ und „professionellem Handeln“ des pädagogischen Lehrpersonals sowie „Professionsentwicklung“ verstanden wird. Aus Gründen des Platzmangels wird in vorliegender Arbeit auf begriffliche Differenzierungen aus historischer Perspektive verzichtet.

Lange galt der LehrerInnenberuf als Handwerk, für das bestimmte Persönlichkeitseigenschaften/Talente mit in den Beruf eingebracht werden mussten. Jene Position der sog. „Deregulierer“ vertritt die Ansicht, dass die Ausbildung keinen wesentlichen Teil zur Professionalisierung beiträgt. Dementsprechend werden hier Quereinsteiger als ähnlich effektive Lehrkräfte verstanden, d.h. ihre Position nähert sich der Tatsache an, dass es keine Studie gibt, die beweist, dass die Lernleistung der von ihnen unterrichteten SchülerInnen schlechter ist als jene von ehemaligen Lehramtsstudierenden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Was wird in den verschiedenen Kontexten unter pädagogischer Professionalisierung und ggf. Professionsentwicklung von LehrerInnen verstanden?

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den unterschiedlichen theoretischen Ansätzen zur pädagogischen Professionalisierung und Professionsentwicklung von Lehrkräften auseinander, um ein tieferes Verständnis für die Anforderungen an den Lehrerberuf in verschiedenen institutionellen Kontexten zu erlangen.

  • Begrifflichkeiten der individuellen Professionalisierung und des professionellen Handelns
  • Gegenüberstellung von Deregulierungsansätzen und dem Modell der Professionalisierung
  • Eckpfeiler schulischen Professionswissens nach Shulman
  • Drei theoretische Ansätze der Professionsforschung: Persönlichkeits-, Kompetenz- und strukturtheoretischer Ansatz
  • Bedeutung der Reflexion für die Entwicklung professionellen Handelns

Auszug aus dem Buch

1) Was wird in den verschiedenen Kontexten unter pädagogischer Professionalisierung und ggf. Professionsentwicklung von LehrerInnen verstanden?

„Lehrer werden ist nicht schwer, Lehrer sein dagegen sehr viel mehr“ besagt ein Sprichwort, das nur zu gern in der LehrerInnenbildung im Studium verwendet wird. Es weist nicht nur darauf hin, dass die Institution Schule von den professionellen Fähigkeiten ihrer MitarbeiterInnen- der LehrerInnen abhängt, sondern auch auf die vieldiskutierte Frage danach, was LehrerInnen können sollten. Um auf diese Frage, die seit den PISA-Ergebnissen öffentlich und wissenschaftlich von großem Interesse ist, eine Antwort geben zu können, ist zunächst zu klären, was unter „individueller Professionalisierung“ und „professionellem Handeln“ des pädagogischen Lehrpersonals sowie „Professionsentwicklung“ verstanden wird. Aus Gründen des Platzmangels wird in vorliegender Arbeit auf begriffliche Differenzierungen aus historischer Perspektive verzichtet.

Eine essentialistische, ontologische und einheitliche Antwort auf die Frage, was „[…] die spezielle Berufskompetenz im Lehrerberuf eigentlich ausmache“ ist bisher nicht vorhanden. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass „Professionalisierung ein „höchst flüchtiger Zustand von Beruflichkeit“ ist, hergeleitet von dem Wort „Profession“. Gemeinsam haben die Begriffe, dass sie eine Form innerinstitutionell spezialisierten beruflichen Handelns beschreiben. Der Begriff „Professionalisierung“ geht insofern aber noch weiter als jener der „Profession“, als dass er das berufliche Können über den institutionellen Kontext hinaus beschreibt. Wegweisend für den aktuellen Forschungsdiskurs ist also statt eines einheitlichen Forschungsstands vielmehr die Uneinigkeit über die Frage, ob Professionalität durch Professionalisierung erreicht werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Was wird in den verschiedenen Kontexten unter pädagogischer Professionalisierung und ggf. Professionsentwicklung von LehrerInnen verstanden?: Dieses Kapitel analysiert verschiedene theoretische Perspektiven auf die LehrerInnenprofessionalität, diskutiert das Spannungsfeld zwischen Deregulierung und Professionalisierung und beleuchtet zentrale Ansätze der Professionsforschung sowie die Bedeutung der Reflexion für das pädagogische Handeln.

Schlüsselwörter

LehrerInnenprofessionalität, Professionsentwicklung, Pädagogisches Handeln, Professionalisierung, Lehrerbildung, Berufsrolle, Reflexivität, Persönlichkeitsansatz, Kompetenzansatz, Strukturtheoretischer Ansatz, Schulpraxis, Lehrerberuf, Lehrkompetenz, Schulentwicklung, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Bestimmung und der Entwicklung der Professionalität von Lehrkräften im schulischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Professionalisierung, der Abgrenzung unterschiedlicher professionswissenschaftlicher Ansätze sowie der Relevanz von lebenslangem Lernen und Reflexion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Anforderungen an den Lehrerberuf zu schaffen und die Frage zu klären, wie professionelles Handeln durch Professionalisierungsprozesse entstehen kann.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Gegenüberstellung etablierter wissenschaftlicher Diskurse und Modelle aus den Erziehungswissenschaften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Persönlichkeitsansatz, der Kompetenz- und Expertiseansatz sowie der strukturtheoretische Ansatz detailliert vorgestellt und auf die Schulpraxis angewendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen LehrerInnenprofessionalität, Professionsentwicklung, pädagogisches Handeln und verschiedene theoretische Ansätze zur Lehrerbildung.

Was unterscheidet die „Deregulierer“ von den „Professionalisierern“?

Deregulierer betrachten den Lehrerberuf als Handwerk, für das individuelle Begabungen ausreichen, während Professionalisierer von erlernbaren, berufsspezifischen Merkmalen und einer bewussten Entwicklung ausgehen.

Welche Rolle spielt die Reflexion laut der Autorin?

Reflexion wird als ein zentrales Mittel der Professionalisierung pädagogischen Handelns identifiziert, das durch Supervision und Organisationsberatung im beruflichen Kontext gefördert wird.

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Details

Title
Pädagogische Professionalisierung und Professionsentwicklung von Lehrern
College
University of Bremen  (Erziehungs- und Bildungswissenschaften)
Author
Laura Baier (Author)
Publication Year
2016
Pages
7
Catalog Number
V313787
ISBN (eBook)
9783668126558
ISBN (Book)
9783668126565
Language
German
Tags
Professionalisierung; Professionalität; Profession; LehrerInnen;
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Baier (Author), 2016, Pädagogische Professionalisierung und Professionsentwicklung von Lehrern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313787
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