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Die Rückgewinnungshilfe gem. § 111 b ff StPO aus der Sicht des geschädigten Unternehmens

Título: Die Rückgewinnungshilfe gem. § 111 b ff StPO aus der Sicht des geschädigten Unternehmens

Tesis de Máster , 2015 , 60 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Stefan Nord (Autor)

Derecho - Derecho Civil - mercantil, de sociedades, comercial, de la competencia y económico
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Ziel dieser Arbeit ist es, die rechtlichen Maßnahmen der Rückgewinnungshilfe (teilweise in der Literatur auch mit „Zurückgewinnungshilfe“ bezeichnet ) darzustellen.
Geschädigte Unternehmen sollen in die Lage versetzt werden, die Rückgewinnungshilfe mit anwaltlicher Hilfe so für sich einzusetzen, dass der durch den Straftäter erlangte Vorteil beim Täter oder falls dieser das Taterlangte unberechtigt auf Dritte übertragen hat, bei diesem entzogen wird. Des Weiteren sollen die Maßnahmen erläutert werden, die erforderlich sind, staatlicherseits gesichertes Vermögen wieder dem Geschädigten zuzuführen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

I. Ausgangssituation

II. Zielsetzung der Arbeit

B. Die Rückgewinnungshilfe

I. Zweck und Aufbau der gesetzlichen Regelungen

1. Verfall gem. § 73 StGB

2. Ansprüche des Verletzten

3. Der Begriff des Verletzten

II. Abgrenzung „für und „aus“ der Tat im Sinne von § 73 Abs. 1 S. 1 StGB

1. Aus der Tat erlangt

2. Abgrenzung „für“ und „aus“ der Tat in der Rechtsprechung des BGH

III. Das Bruttoprinzip des § 73 StGB

1. Das Bruttoprinzip in der Rechtsprechung des BGH

a) Das Bruttoprinzip nach dem 5. Strafsenat des BGH

b) Das Bruttoprinzip nach dem 3. Strafsenat des BGH

c) Das Bruttoprinzip nach dem 1. Strafsenat des BGH

2. Unionsrechtliche Vorgaben

3. Stellungnahme

IV. Verfall des Wertersatzes gem. § 73 a StGB

V. Drittbegünstigung gem. § 73 Abs. 3 StGB

1. Vertretungsfälle

2. Verschiebungsfälle

3. Erfüllungsfälle

4. Exemplarische Sachverhalte / Entscheidungen

VI. Sicherstellung dem Verfall oder der Einziehung unterliegender Gegenstände durch Beschlagnahme gem. § 111 b StPO

VII. Sicherstellung von Vermögenswerten durch strafprozessualen dinglichen Arrest gem. § 111 d StPO

1. Arrestanspruch

2. Arrestgrund

3. Auslandsvollstreckung

4. Glaubhaftmachung

5. Verhältnismäßigkeit

VIII. Anordnung, Vollziehung und Wirkung der Beschlagnahme und des strafprozessualen dinglichen Arrestes

1. Anordnung der Beschlagnahme

2. Anordnung des dinglichen Arrestes

3. Vollziehung und Wirkung der Beschlagnahme

4. Vollziehung und Wirkung des dinglichen Arrestes

IX. Staatlicher Auffangrechtserwerb gem. § 111 i Abs. 2 StPO ohne vorherigen Sicherungsmaßnahmen

X. Analoge Anwendung der §§ 102 – 110 StPO

XI. Anspruch des Verletzten auf Rückgewinnungshilfe

1. Ermessensreduzierung auf Null

2. Rechtsweg gem.§ 23 ff EGGVG

3. Amtshaftung durch unterbliebene Rückgewinnungshilfe

XII. Gesamtschuldnerische Haftung im Rahmen der Rückgewinnungshilfe

XIII. Zugriff des Geschädigten auf sichergestelltes Vermögen

1. Die Benachrichtigung von Tatgeschädigten bei der Rückgewinnungshilfe

2. Akteneinsichtsrecht des Geschädigten

3. Voraussetzungen des Zugriffs auf sichergestelltes Vermögen

4. Vollstreckungsmaßnahmen mehrerer Geschädigter

XIV. Die Rückgewinnungshilfe in der Insolvenz

1. Konkurrenz zwischen Einzelzwangsvollstreckung und Insolvenzverfahren

2. Strafprozessuale Sicherungsmaßnahmen und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen des Geschädigten vor Insolvenzeröffnung

3. Strafprozessuale Sicherungsmaßnahmen und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen des Geschädigten nach Insolvenzeröffnung

4. Strafprozessuale Sicherungsmaßnahmen vor Insolvenzerföffnung und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen des Geschädigten nach Insolvenzeröffnung

XV. Handlungsempfehlungen für geschädigte Unternehmen

C. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die rechtlichen Instrumente der Rückgewinnungshilfe darzustellen, um geschädigte Unternehmen in die Lage zu versetzen, diese bei Straftaten effektiv für die Vermögenssicherung und -rückgewinnung einzusetzen.

  • Grundlagen des Verfalls nach § 73 StGB und das Bruttoprinzip
  • Möglichkeiten der strafprozessualen Sicherung durch Beschlagnahme und dinglichen Arrest
  • Ansprüche des Geschädigten im Rahmen der Rückgewinnungshilfe und Haftungsfragen
  • Besonderheiten bei Insolvenz des Täters und praktische Handlungsempfehlungen für betroffene Unternehmen

Auszug aus dem Buch

II. Abgrenzung „für“ und „aus“ der Tat im Sinne von § 73 Abs. 1 S. 1 StGB

Erlangt im Sinne von § 73 Abs. 1 S. 1 StGB ist ein Vermögensvorteil dann, wenn der Beschuldigte die Verfügungsgewalt über den Gegenstand erworben hat. Bei mehreren Beteiligten ist entscheidend, was der einzelne Beteiligte selbst tatsächlich erlangt hat. Ein lediglich theoretisch erzielbarer Vermögenszuwachs unterliegt nicht dem Verfall. Entscheidend ist, was den Beteiligten durch die Straftat zugeflossen ist, oder was sie durch diese erspart haben. Gegenstand des Verfalls können somit bewegliche und unbewegliche Sachen, obligatorische und dingliche Rechte, Gebrauchsvorteile, Nutzung von Kapitel sowie Ersparnis von Aufwendungen sein. Der Vermögensvorteil muss unmittelbar aus der Tat erlangt sein. Dies setzt eine unmittelbare Kausalbeziehung zwischen Tat und Vorteil voraus. In welcher Tatphase diese Erlangung erfolgte, ist unerheblich.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Beleuchtung der Ausgangslage von Wirtschaftskriminalität und die Notwendigkeit sowie Zielsetzung der Rückgewinnungshilfe für geschädigte Unternehmen.

B. Die Rückgewinnungshilfe: Detaillierte juristische Analyse der Verfallsregeln, des Bruttoprinzips, der Sicherungsmittel (Arrest/Beschlagnahme) und der prozessualen Durchsetzung sowie Insolvenzfestigkeit.

C. Zusammenfassung: Kompakte Wiederholung der wesentlichen rechtlichen Erkenntnisse zu Verfall, Sicherstellung und Opferschutz im Strafverfahren.

Schlüsselwörter

Rückgewinnungshilfe, Vermögensabschöpfung, § 73 StGB, Bruttoprinzip, dinglicher Arrest, Beschlagnahme, StPO, Täter, Verletzter, Gesamtschuldnerische Haftung, Insolvenz, Vermögenssicherung, Zwangsvollstreckung, Wirtschaftskriminalität, Schadensersatz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die rechtlichen Möglichkeiten für geschädigte Unternehmen, Vermögenswerte, die durch Straftaten (z.B. Wirtschaftskriminalität) entzogen wurden, im Rahmen des strafrechtlichen Verfallsverfahrens (Rückgewinnungshilfe) zurückzuerlangen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die Voraussetzungen für den Verfall nach § 73 StGB, die Anwendung des Bruttoprinzips, die strafprozessualen Sicherungsmittel wie Beschlagnahme und Arrest sowie der Zugriff Geschädigter auf dieses Vermögen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die rechtlichen Maßnahmen so zu erläutern, dass geschädigte Unternehmen mit anwaltlicher Hilfe effektiv gegen Straftäter vorgehen und staatlich gesichertes Vermögen für sich beanspruchen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtsdogmatische Analyse, die Gesetzestexte, aktuelle Rechtsprechung (insbesondere des BGH) sowie die fachspezifische Literatur auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die gesetzlichen Regelungen, die Abgrenzung von „für“ und „aus der Tat“ erlangten Vorteilen, Drittbegünstigungen, Verfahren zur Sicherstellung sowie Besonderheiten bei der Insolvenz des Täters.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Rückgewinnungshilfe, Vermögensabschöpfung, Bruttoprinzip, dinglicher Arrest, Beschlagnahme sowie die entsprechenden Normen aus StGB, StPO und InsO.

Welche Rolle spielt das Bruttoprinzip?

Das Bruttoprinzip besagt, dass der Täter aus der Tat erlangte Vermögensvorteile vollumfänglich herausgeben muss, ohne dass er Abzüge für eigene Aufwendungen oder Kosten vornehmen darf.

Warum ist das Thema Insolvenz des Täters so wichtig?

Wenn der Täter insolvent wird, drohen die Chancen des Geschädigten auf Rückzahlung zu schwinden. Die Arbeit erläutert, unter welchen Voraussetzungen Sicherungsmaßnahmen gegenüber dem Insolvenzbeschlag insolvenzfest sind.

Was bedeutet „Gefahr im Verzug“ bei der Beschlagnahme?

Dies ist ein rechtlicher Ausnahmezustand, in dem die Staatsanwaltschaft oder deren Ermittlungspersonen ohne richterliche Anordnung handeln dürfen, sofern Eile geboten ist, um die Vereitelung der Sicherstellung zu verhindern.

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Detalles

Título
Die Rückgewinnungshilfe gem. § 111 b ff StPO aus der Sicht des geschädigten Unternehmens
Universidad
Saarland University  (Rechtswissenschaftliche Fakultät)
Calificación
1,3
Autor
Stefan Nord (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
60
No. de catálogo
V313834
ISBN (Ebook)
9783668126718
ISBN (Libro)
9783668126725
Idioma
Alemán
Etiqueta
rückgewinnungshilfe stpo sicht unternehmens
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Nord (Autor), 2015, Die Rückgewinnungshilfe gem. § 111 b ff StPO aus der Sicht des geschädigten Unternehmens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313834
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