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Die Annahme von Feldern in topologischen Satzmodellen. Eine kritische Untersuchung

Título: Die Annahme von Feldern in topologischen Satzmodellen. Eine kritische Untersuchung

Trabajo Escrito , 2015 , 14 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sarah König (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Damit Sätze im Deutschen grammatisch sind müssen sie eine bestimmte lineare Abfolge aufweisen. Dabei gibt es Regeln, die die möglichen Abfolgen von Wörtern beschreiben. Um diese Regeln beschreiben zu können, sind zuerst Methoden nötig, mit deren Hilfe die Struktur von Sätzen dargestellt und untersucht werden kann. Eine mögliche Methode ist die topologische Analyse, deren zentrale Annahme die Möglichkeit der Einteilung von Sätzen in mehrere aufeinanderfolgende Bereiche, die topologische Felder genannt werden, ist.

Meibauer et al. betonen, dass „wenn man annimmt, dass Sätze aus solchen Feldern bestehen, […] man gute Gründe dafür haben [sollte]“. Bei der Betrachtung unterschiedlicher topologischer Modelle lässt sich schnell feststellen, dass sie sich unter anderem hinsichtlich der Felder, die sie annehmen, unterscheiden. Damit zeigt sich, dass es unterschiedliche Gründe zur Annahme von topologischen Feldern geben muss.

Diese Arbeit stellt zwei topologische Satzmodelle, das uniforme von Wöllstein (2014) sowie das differente von Pafel (2011), vor und untersucht sie auf ihre grundlegenden theoretischen Ziele und Annahmen hin, um davon ausgehend zu diskutieren inwiefern die Annahme und der Inhalt der topologischen Felder innerhalb der jeweiligen Theorie gut begründet und frei von Widersprüchen ist.

Es wird gezeigt, dass Wöllsteins Ziel eines uniformen Modells, das sich leicht auf das generative Strukturmodell übertragen lässt, in einer unzureichenden Konzeption des Vorfelds resultiert. Dazu gehören zwei nicht ausreichend begründete Annahmen: das obligatorisch leere Vorfeld in V1-Sätzen sowie die Einordnung von w/d-Phrasen in das Vorfeld. Im Bezug auf Pafels Modell lässt sich feststellen, dass er angibt in erster Linie einen deskriptiven Ansatz zu verfolgen und dass er Sätze in Abhängigkeit der Stellung des finiten Verbs analysiert. Des Weiteren versucht er Felder so zu konzipieren, dass eine größtmögliche Generalisierung gegeben ist. Diese Ziele und die Tatsache, dass er teils doch von einer rein deskriptiven Ebene abweicht, führen zu einer unklaren Konzeption des Verbalkomplex und der Complementizer-Position.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das uniforme Modell nach Wöllstein (2014)

2.1. Grundlegende Annahmen und Ziele

2.2. Felder und Klammern

2.3. Die Satzklammer

2.4. Problematiken bei der Einordnung satzeinleitender Elemente

2.5. Die Problematik des obligatorisch leeren Vorfelds

2.6. Fazit zum Modell Wöllsteins

3. Das differente Modell nach Pafel (2011)

3.1. Grundlegende Annahmen und Ziele

3.2. Felder und Positionen

3.3. Kritik am Verbalkomplex

3.4. Ungereimtheiten der Complementizer-Position

3.5. Fazit zum Modell Pafels

4. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die theoretischen Grundlagen und die interne Konsistenz zweier topologischer Satzmodelle, um zu klären, inwieweit die Annahme topologischer Felder in diesen Theorien widerspruchsfrei begründet ist.

  • Vergleichende Analyse des uniformen Satzmodells nach Wöllstein (2014)
  • Untersuchung des differenten Modells nach Pafel (2011)
  • Kritische Prüfung der Feldereinteilung und ihrer Begründungen
  • Diskussion der Behandlung von Satzklammern und Verbalkomplexen
  • Herausarbeitung des Konflikts zwischen deskriptiven Zielen und generativen Annahmen

Auszug aus dem Buch

2.4. Problematiken bei der Einordnung satzeinleitender Elemente

In diesem Unterkapitel werde ich darauf eingehen, wie Wöllstein VE-Sätze hinsichtlich der LSK behandelt und warum sie hierbei zwischen verschiedenen Arten von VE-Sätzen unterscheidet. Es ist offensichtlich, dass bei VE-Sätzen nicht, wie bei V1- oder V2-Sätzen, das finite Verb in der LSK stehen kann. Wie oben bereits erwähnt, können laut Wöllstein (2014: 30) auch Subjunktionen in dieser Position stehen, das Vorfeld bleibt hierbei leer.

Andere nebensatzeinleitende Elemente, die Interrogativ- oder Relativpronomina (w/d-Pronomen), stellt Wöllstein (2014: 29) jedoch in das VF, in diesen Fällen bleibt die LSK leer.

Ich werde im Folgenden dafür argumentieren, dass es innerhalb Wöllsteins Theorie gute Gründe gibt Subjunktionen und w/d-Pronomen in unterschiedliche Felder zu stellen und dass es innerhalb des Modells schlüssig ist, Subjunktionen in die LSK zu setzten. Schließlich werde ich erläutern warum es unzureichend begründet ist, dass w/d-Pronomen ins VF zu stellen und dass daher Wöllsteins Konzeption dieses Feldes unzureichend begründet ist.

Zunächst stellt sich die Frage, was Subjunktionen mit finiten Verben gemeinsam haben, damit es gerechtfertigt ist, sie in dieselbe Position (LSK) zu stellen. Die wesentliche Eigenschaft von Elementen, die in der LSK stehen, lässt sich durch den Bezug Wöllsteins zum generativen Satzmodell begründen. In die LSK stellt sie nur funktional markierte, wie es finite Verben sind, oder funktionale Köpfe, wie es Subjunktionen sind. Hieraus erklärt sich auch, warum w/d-Pronomen nicht in der LSK stehen können: Sie sind keine Köpfe, sondern phrasal und sind keine funktionalen Kategorien (Wöllstein 2014: 33).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur topologischen Analyse und Vorstellung der Zielsetzung sowie der ausgewählten Modelle von Wöllstein und Pafel.

2. Das uniforme Modell nach Wöllstein (2014): Untersuchung des uniformen Ansatzes, der darauf abzielt, ein einheitliches Felderschema für alle deutschen Satztypen zu etablieren.

3. Das differente Modell nach Pafel (2011): Analyse des differenten Modells, welches die Verbstellung als zentrales Kriterium für die Annahme spezifischer Felderschemata nutzt.

4. Konklusion: Abschließende Betrachtung der Problematik, dass bei beiden Modellen die theoretische Konsistenz zugunsten syntaktischer Generalisierungen teilweise vernachlässigt wird.

Schlüsselwörter

Topologische Analyse, Satzmodell, Wöllstein, Pafel, Verbalkomplex, Satzklammer, Vorfeld, Mittelfeld, Syntax, deutsche Grammatik, uniforme Modelle, differente Modelle, Verbstellung, deskriptive Syntax, theoretische Linguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine kritische Untersuchung der topologischen Satzmodelle von Wöllstein (2014) und Pafel (2011), insbesondere im Hinblick auf die theoretische Begründung der Annahme topologischer Felder.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Uniformitätshypothese, die Einordnung satzeinleitender Elemente, die Rolle der Satzklammer, der Verbalkomplex sowie die Problematik des obligatorisch leeren Vorfelds.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob die von den Autoren postulierten topologischen Felder innerhalb ihrer jeweiligen Theorien gut begründet und frei von Widersprüchen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptiv-theoretische Analyse gewählt, bei der die Satzmodelle auf ihre interne Konsistenz und ihre theoretische Übertragbarkeit geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das uniforme Modell von Wöllstein und anschließend das differente Modell von Pafel detailliert vorgestellt, ihre Annahmen kritisch diskutiert und auf potenzielle Unstimmigkeiten hin untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie topologische Analyse, Satzmodell, Verbalkomplex, Satzklammer und syntaktische Generalisierung charakterisieren.

Warum hält Wöllstein trotz Problemen am uniformen Modell fest?

Wöllstein hält am uniformen Modell fest, um ein einheitliches Muster an Feldern für alle grammatischen Sätze des Deutschen zu gewährleisten, das zudem leichter in generative Strukturmodelle übertragbar ist.

Welcher Widerspruch findet sich in Pafels Modell bezüglich der Complementizer-Position?

Pafel unterscheidet zwischen Positionen (für Phrasen) und Feldern, ordnet dann aber w/d-Phrasen in die Complementizer-Position ein, was im Widerspruch zu seiner eigenen theoretischen Definition steht.

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Detalles

Título
Die Annahme von Feldern in topologischen Satzmodellen. Eine kritische Untersuchung
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Fachbereich 05: Deutsches Institut)
Curso
Syntax von Nominalphrase und Satz im Deutschen
Calificación
1,3
Autor
Sarah König (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
14
No. de catálogo
V314121
ISBN (Ebook)
9783668131903
ISBN (Libro)
9783668131910
Idioma
Alemán
Etiqueta
topologisches Modell Wöllstein Pafel topologische Felder topologische Analyse uniformes Modell differentes Modell lineares Satzmodell syntaktisches Strukturmodell
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sarah König (Autor), 2015, Die Annahme von Feldern in topologischen Satzmodellen. Eine kritische Untersuchung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314121
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