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Argentinien nach der Militärdiktatur 1983. Wie konsolidiert ist die Demokratie wirklich?

Eine Fallstudie

Titre: Argentinien nach der Militärdiktatur 1983. Wie konsolidiert ist die Demokratie wirklich?

Étude de cas , 2012 , 24 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Christopher Braemer (Auteur)

Politique - Région: Amérique Centrale et du Sud
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Mit den Neuwahlen im Oktober 1983 und dem neuen, demokratisch legitimierten Präsidenten Raùl Alfonsìn begann nach der brutalen Militärdiktatur zwar eine neue, demokratische Etappe der argentinischen Geschichte mit günstigen Konsolidierungschancen (Vgl. Straßner 2007, Riekenberg 2009). Nach dem kläglich gescheiterten Versuch der Militärjunta, von den gewichtigen innenpolitischen Problemen mit einem Angriff auf die damals unter britischer Kontrolle stehenden Falklandinseln abzulenken, kündigte General Bignone für Oktober 1983 Neuwahlen an (Vgl. ebd.). Diese Neuwahlen stellen ein besonderes und wegweisendes Ereignis in der Geschichte Argentiniens in vielfacher Hinsicht dar (Vgl. ebd.). Nach jahrzehntelanger peronistischer Herrschaft, wurde der Mythos besiegt und Raùl Alfonsìn, der Kandidat der radikalen UCR, in freien und fairen Wahlen mit 52 Prozent der Stimmen Präsident (Vgl. Merkel 2010: 215, 225). Damit ging zugleich eine sehr kurze Phase der demokratischen Transition in den Konsolidierungsprozess über (Vgl. ebd.), der nun umfangreich untersucht und dargelegt wird.

Dabei möchte ich im ersten Kapitel den Begriff der Konsolidierung anhand des Konzepts des Mainzer Politologen und Juristen Wolfgang Merkel klären. Im zweiten Kapitel wird dieses Konzept empirisch untersucht. Im dritten Teil werden diese Untersuchungen ausgewertet. Das letzte Kapitel „Was muss geschehen?“ umfasst eigene und fremde Lösungsansätze zur weiteren Konsolidierung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Begriffsklärung: Was bedeutet Konsolidierung?

1.1 Konstitutionelle Konsolidierung

1.2 Repräsentative Konsolidierung

1.3 Verhaltenskonsolidierung

1.4 Konsolidierung der Zivilgesellschaft

1.5 Definition

2. Empirische Untersuchung der Konsolidierung

2.1 Konstitutionelle Konsolidierung

2.2 Repräsentative Konsolidierung

2.3 Verhaltenskonsolidierung

2.4 Konsolidierung der Zivilgesellschaft

3. Fazit: Wie konsolidiert ist Argentiniens Demokratie wirklich?

3.1 Konstitutionelle Konsolidierung

3.2 Repräsentative Konsolidierung

3.3 Verhaltenskonsolidierung

3.4 Konsolidierung der Zivilgesellschaft

3.5 Zusammenfassung: Was muss geschehen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Konsolidierungsgrad der argentinischen Demokratie seit dem Ende der Militärdiktatur 1983 auf Basis des Theoriekonstrukts von Wolfgang Merkel. Dabei wird analysiert, inwieweit die konstitutionellen, repräsentativen, verhaltensbezogenen und zivilgesellschaftlichen Ebenen stabilisiert sind und welche institutionellen Defizite eine vollständige demokratische Konsolidierung hemmen.

  • Wolfgang Merkels Theorie der demokratischen Konsolidierung
  • Empirische Analyse des argentinischen "Hyperpräsidentialismus"
  • Krise der Repräsentation im argentinischen Parteiensystem
  • Rolle der informellen Akteure und der Zivilgesellschaft
  • Lösungsansätze für eine weitere Demokratisierung Argentiniens

Auszug aus dem Buch

1. Begriffsklärung: Was bedeutet Konsolidierung?

Der Transformationsforscher Wolfgang Merkel bezeichnet den Begriff der Konsolidierung in der Politikwissenschaft als „[…] umstritten […]“ (Merkel 2010: 110). Denn es besteht Uneinigkeit in der Fachliteratur - sowohl über genaue politische und gesellschaftliche Institutionen, als auch über die benötigte Zeit und die schnellsten Wege (Vgl. Merkel 2010: 110).

Mit der Verabschiedung einer neuen oder der Revision der alten Verfassung und der damit verbundenen staatlich-rechtlichen Etablierung der Institutionen und politischen Spielregeln benennt Merkel einen konkreten Zeitpunkt für den Beginn des Prozesses der Konsolidierung (Vgl. ebd.). Dies impliziert, dass die Demokratisierungsphase nun vorüber ist und der Transformationsprozess in die nächste Runde geht. Nun hat Merkel vier theoretische Analyseebenen gebildet, die im Folgenden vorgestellt und erläutert werden sollen (Vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriffsklärung: Was bedeutet Konsolidierung?: Einführung in das theoretische Framework von Wolfgang Merkel zur Bestimmung der Konsolidierung eines demokratischen Systems.

2. Empirische Untersuchung der Konsolidierung: Anwendung des theoretischen Modells auf die argentinische Geschichte und Politik von 1983 bis zur Gegenwart.

3. Fazit: Wie konsolidiert ist Argentiniens Demokratie wirklich?: Evaluierung des Konsolidierungsgrades Argentiniens und Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Stärkung des demokratischen Rechtsstaats.

Schlüsselwörter

Argentinien, Demokratische Konsolidierung, Wolfgang Merkel, Hyperpräsidentialismus, Zivilgesellschaft, Rechtsstaatlichkeit, Repräsentationskrise, Parteiensystem, Piqueteros, Politische Transformation, Gewaltenteilung, Verfassungsreform, Politische Institutionen, Peronismus, Parteien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der argentinischen Demokratie seit 1983 und prüft deren Fortschritt im Hinblick auf eine stabile Konsolidierung gemäß politikwissenschaftlicher Standards.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die konstitutionelle Verankerung, die Funktion des Parteiensystems, die Rolle der Zivilgesellschaft und den Einfluss informeller Akteure wie des Militärs oder mächtiger Interessengruppen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den aktuellen Konsolidierungsgrad Argentiniens zu bestimmen und zu identifizieren, welche Faktoren die Stabilität der Demokratie fördern oder behindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Untersuchung anhand des vierstufigen Analysekonzepts von Wolfgang Merkel durchgeführt, um institutionelle Defizite Argentiniens aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die vier Ebenen der Konsolidierung – konstitutionell, repräsentativ, verhaltensbezogen und zivilgesellschaftlich – im konkreten Kontext Argentiniens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie demokratische Konsolidierung, Hyperpräsidentialismus, Zivilgesellschaft und Transformation definiert.

Welche Rolle spielt der Präsident laut der Analyse?

Der Präsident nimmt eine extrem dominante Rolle ein, was als "Hyperpräsidentialismus" bezeichnet wird und oft zulasten der Gewaltenteilung und der Effizienz der Kontrollinstanzen geht.

Inwieweit ist die argentinische Zivilgesellschaft konsolidiert?

Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass die argentinische Zivilgesellschaft ein starkes Fundament bildet, das maßgeblich dazu beiträgt, Defizite auf anderen staatlichen Ebenen zu kompensieren.

Warum ist das Parteiensystem laut Autorin problematisch?

Es besteht eine "Krise der Repräsentation", geprägt durch Klientelismus, Personalismus und eine "Kultur der Konfrontation", die eine inhaltliche Bindung an die Bevölkerung erschwert.

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Résumé des informations

Titre
Argentinien nach der Militärdiktatur 1983. Wie konsolidiert ist die Demokratie wirklich?
Sous-titre
Eine Fallstudie
Université
Martin Luther University
Note
1,7
Auteur
Christopher Braemer (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
24
N° de catalogue
V314152
ISBN (ebook)
9783668128170
ISBN (Livre)
9783668128187
Langue
allemand
mots-clé
argentinien militärdiktatur demokratie eine fallstudie
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Citation du texte
Christopher Braemer (Auteur), 2012, Argentinien nach der Militärdiktatur 1983. Wie konsolidiert ist die Demokratie wirklich?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314152
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Extrait de  24  pages
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