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Das Deutschlandbild in der britischen Kinderliteratur

Title: Das Deutschlandbild in der britischen Kinderliteratur

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 31 Pages , Grade: 1,25

Autor:in: Sebastian Goetzke (Author)

Didactics for the subject English - Pedagogy, Literature Studies
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit einem in der Wissenschaft bislang wenig untersuchten Problem: Das Deutschlandbild in der britischen Kinder- und Jugendliteratur. Viele Arbeiten zur Imagologie im Hinblick auf das Bild Deutschlands in der englischen Literatur insgesamt sind bislang schon verfasst worden. Eine genaue Auseinandersetzung mit der Literatur jüngerer Leser gibt es aber erst seit 1990.
Emer O‘Sullivan hat in ihrer Untersuchung 245 Bücher britischer Herkunft auf das in ihnen publizierte Deutschlandbild hin bewertet und dabei interessante Ergebnisse erhalten. Ziel dieser Hausarbeit soll es zum einen sein, diese Forschungsergebnisse in einer Übersicht darzustellen und wichtige Punkte herauszustellen, sowie Beispiele für Detailanalysen zu geben.
Im zweiten Abschnitt dieser Arbeit werde ich mich mit einem aktuellen englischen Kinderbuch auseinandersetzen und dieses entlang der Interpretationslinien von O‘Sullivan auf sein Deutschlandbild hin analysieren.
Im dritten und letzten Teil der Hausarbeit werde ich versuchen, einen didaktischen Weg zu finden, Literatur, die Stereotype vermittelt oder unterbewußt mit ihnen arbeitet, entsprechend sinnvoll und neutral in den Englischunterricht einzubringen. Ziel soll es sein, den Schülern das Auffinden bestimmter Muster, wie sie zum Beispiel im Korpus von O‘Sullivan zu finden sind, näher zu bringen und diese zu hinterfragen.
Vor Beginn der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema lege ich die Vermutung nahe, dass das Bild Deutschlands in der britischen Kinderliteratur stark vom jeweiligen Zeitgeist geprägt ist und wahrscheinlich, durch die Erfahrungen der Weltkriege geprägt, eher negativ besetzt ist.
Ob diese Hypothesen richtig sind, werde ich in der Folge überprüfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Deutschlandbild in der britischen Kinderliteratur seit 1870

1.1 Stereotype und Imagologie. Eine kurze Einführung

1.2 Die Bücher im Korpus von O‘Sullivan

1.3 Der „Deutsche“ in der Kinderliteratur (Handlungsorte)

1.4 Das Aussehen

1.5 Der Charakter

1.6 Die Sprache (Namen für Deutsche)

1.7 Die Kriege, Spione und berühmte Deutsche

2. Das Deutschlandbild in der britischen Kinderliteratur: Eine aktuelle Stichprobe

2.1 Inhaltsangabe

2.2 Deutsche Figuren, Deutsche Sprache

2.3 Die Analyse des Deutschlandbildes

3. Didaktische Überlegungen zur Auseinandersetzung mit deutschen Stereotypen in britischer Kinderliteratur und Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung Deutschlands und der Deutschen in der britischen Kinder- und Jugendliteratur. Ziel ist es, die Forschungsergebnisse von Emer O’Sullivan zu systematisieren und durch die Analyse eines modernen Werkes zu prüfen, ob sich Tendenzen hin zu einer differenzierteren und objektiveren Wahrnehmung abzeichnen.

  • Imagologische Grundlagen und Stereotypenbildung in der Literatur
  • Historische Entwicklung des Deutschlandbildes von 1870 bis zur Gegenwart
  • Analyse von Charakteristika, Aussehen und Sprache deutscher Figuren
  • Fallbeispiel: „The Enemy“ von James Riordan
  • Didaktische Konzepte zur Vermittlung und kritischen Reflexion von Vorurteilen im Englischunterricht

Auszug aus dem Buch

Die Sprache (Namen für Deutsche)

Wenn in der Literatur ein bestimmtes Volk durch einen einzigen Namen als Kollektiv angesprochen wird, so hat dies einen entmenschlichenden Effekt, den der Autor in der Regel als Propagandamittel verwendet. Jegliches individuelles Charakteristikum verschwindet und namenlose Kreaturen entstehen, die beim Leser entweder Angst, Verachtung oder Zufriedenheit und Genugtuung hervorrufen. So auch im vorliegenden Korpus: Das Wort, mit dem die Deutschen am häufigsten angeredet werden ist „der Hunne“ oder „die Hunnen“. In über 75% aller Geschichten zum Ersten Weltkrieg wird dieser Name benutzt.

Ursprünglich entstand diese Bezeichnung laut einem der Autoren des Ersten Weltkrieges durch ein Massaker, das Preußen in einer belgischen Universitätsstadt verübt hatten. Dies ist jedoch nicht richtig. Der eigentliche Ursprung dieses Vergleichs der Deutschen mit den Hunnen ist zwar verschwommen, jedoch geht man heute davon aus, dass er auf eine Rede von Kaiser Wilhelm zurückgeht.

Im Zweiten Weltkrieg tauchte der Begriff „Hun“ dann aber weitaus seltener in den Werken auf. Häufiger schon waren da Begriffe wie „Boche“ (manchmal auch „Bosche“, um es deutscher erklingen zu lassen), was auf französische Wurzeln zurückzuführen ist und die Bezeichnung „Teuton“. Bei machen Sprachwissenschaftlern findet sich im ersteren Fall eine Beziehung zu dem französischen „boche“ für Schwein.

Andere Spitznamen für die Deutschen sind „Fritz“, „Jerry“ und „Kraut“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Imagologie in der britischen Kinderliteratur ein und setzt sich zum Ziel, das Deutschlandbild sowohl historisch als auch anhand eines aktuellen Beispiels zu analysieren.

1. Das Deutschlandbild in der britischen Kinderliteratur seit 1870: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis zu Stereotypen und eine statistische Auswertung des Korpus von O’Sullivan, wobei insbesondere die Prägung durch Kriegsereignisse und nationale Klischees hervorgehoben wird.

2. Das Deutschlandbild in der britischen Kinderliteratur: Eine aktuelle Stichprobe: Der Autor untersucht das Buch „The Enemy“ von James Riordan und zeigt auf, dass eine Entwicklung weg von pauschalen negativen Stereotypen hin zu einer differenzierteren Darstellung stattfindet.

3. Didaktische Überlegungen zur Auseinandersetzung mit deutschen Stereotypen in britischer Kinderliteratur und Fazit: Das Kapitel reflektiert Möglichkeiten, wie Schüler im Englischunterricht für die Entstehung von Stereotypen sensibilisiert werden können, und zieht ein Fazit über die Objektivierung des Deutschlandbildes.

Schlüsselwörter

Deutschlandbild, Britische Kinderliteratur, Imagologie, Stereotype, Kriegsliteratur, Vorurteilsforschung, Didaktik, Interkulturelles Lernen, James Riordan, Emer O'Sullivan, Nationalcharakter, Feindbild, Zweiter Weltkrieg, Literaturanalyse, Fremdsprachenunterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, wie Deutschland und Deutsche in der britischen Kinder- und Jugendliteratur von 1870 bis heute dargestellt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung von Deutschlandbildern, die Verwendung von kulturellen Stereotypen sowie der Einfluss von kriegsbedingter Propaganda auf die literarische Darstellung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Forschungsergebnisse von Emer O'Sullivan zusammenzufassen und durch eine Analyse des modernen Romans „The Enemy“ zu prüfen, ob sich Tendenzen zu einer neutraleren Sichtweise zeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die imagologische Methode, um literarische Texte auf stereotype Zuschreibungen und narrative Muster hin zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Stereotype (Aussehen, Charakter, Sprache, Kriegsereignisse) und eine empirische Stichprobe anhand eines aktuellen Kinderbuches.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Deutschlandbild, britische Kinderliteratur, Stereotype, Imagologie, Kriegspropaganda, sowie didaktische Vermittlung sind die Kernbegriffe der Analyse.

Welche Rolle spielt die SS im Vergleich zur Wehrmacht in „The Enemy“?

Der Autor des Romans zieht eine klare Trennlinie: Während einfache Wehrmachtssoldaten menschlich und differenziert dargestellt werden, verkörpern SS-Truppen die negativen Aspekte des Krieges und die Gräueltaten.

Wie kann das Thema Stereotype im Englischunterricht sinnvoll vermittelt werden?

Der Autor schlägt vor, Literatur in ihren historischen Kontext einzuordnen und Schüler durch den Vergleich zwischen älteren, klischeehaften Werken und modernen, nuancierten Romanen zur kritischen Reflexion anzuregen.

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Details

Title
Das Deutschlandbild in der britischen Kinderliteratur
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Anglistisches Institut)
Course
Deutschlandbilder in englischsprachiger Literatur
Grade
1,25
Author
Sebastian Goetzke (Author)
Publication Year
2004
Pages
31
Catalog Number
V31440
ISBN (eBook)
9783638324502
ISBN (Book)
9783638651271
Language
German
Tags
Deutschlandbild Kinderliteratur Deutschlandbilder Literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Goetzke (Author), 2004, Das Deutschlandbild in der britischen Kinderliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31440
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