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Das Phänomen der Jewish Buddhists („JuBus“) in den USA

Título: Das Phänomen der Jewish Buddhists („JuBus“) in den USA

Trabajo de Investigación , 2008 , 17 Páginas , Calificación: k.A.

Autor:in: Frank Drescher (Autor)

Teología - Religión comparativa
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In den späten 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts haben östliche Philosophien und Meditationspraktiken einen regelrechten Boom bei vielen, vor allem jungen Menschen in den Gesellschaften des Westens erlebt. Richtet man den Blick auf die USA und schaut sich die dortigen buddhistischen Strömungen einmal etwas genauer an, so wird man sehr bald feststellen, dass sich unter den Anhängern und Lehrern einiger Gruppierungen unerwartet viele Menschen mit einem jüdischen Hintergrund befinden.

Unerwartet wohl deshalb, weil sich Buddhismus und Judentum auch bei näherem Hinblick als zwei völlig verschiedene, Kultur prägende Religionen mit sich zum Teil ausschließenden Konzepten und Praktiken zeigen. Und doch scheint es eine Reihe von Berührungs- bzw. Ergänzungspunkten zu geben, die es diesen Menschen ermöglichen, „praktizierende Buddhisten und observante Juden“ (Sylvia Boorstein) zu sein .

Dieser Beitrag will der Frage nachgehen, was den Buddhismus in den USA gerade für Menschen mit einem jüdischen Hintergrund so außerordentlich attraktiv macht, und worin diese gemutmaßten Berührungs- bzw. Ergänzungspunkte bestehen könnten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Befund

3. Zur Entwicklung des Phänomens

4. JuBus – Ein amerikanisches Phänomen?

5. Anstelle einer Zusammenfassung:

6. Verwendete und weiterführende Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des sogenannten „JuBu“ in den USA, also Menschen mit jüdischem Hintergrund, die sich dem Buddhismus zuwenden. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, warum der Buddhismus gerade für diese Zielgruppe eine so hohe Attraktivität besitzt und welche Berührungs- oder Ergänzungspunkte zwischen den auf den ersten Blick gegensätzlichen religiösen Traditionen des Judentums und des Buddhismus bestehen.

  • Demographische Parallelen zwischen jüdischen und buddhistischen Anhängern in den USA
  • Strukturelle Gemeinsamkeiten in der Lebenspraxis und religiösen Identität
  • Die Rolle des Buddhismus als „Gegenkultur“ und Methode zur Stressreduzierung
  • Philosophische und ethische Schnittstellen, wie etwa die Bedeutung der Eigenverantwortung
  • Die historische Entwicklung und bekannte Vertreter des „JuBu“-Phänomens

Auszug aus dem Buch

4. JuBus – Ein amerikanisches Phänomen?

Bei näherer Betrachtung bin ich zu der Hypothese gelangt, dass es wohl kein Zufall war, dass der „Jewish Buddhism“ gerade in den USA eine so weite Verbreitung gefunden hat. Nachfolgend erläutere ich meine Gründe für diese Annahme:

Die jüdische Gemeinde in den USA ist mit ca. 6 Millionen Mitgliedern (nach Israel) die zweitgrößte der Welt. Von diesen 6 Mio. Juden gehören etwa 70% den verschiedenen Reformbewegungen an (liberales, konservatives und rekonstruktionistes Judentum), und im Vergleich zur übrigen Bevölkerung besitzen US-Juden eine weit überdurchschnittlich gute Ausbildung.

Der westliche Buddhismus hat mit ca. 800.000 Mitgliedern weit weniger Anhänger als das Judentum, aber auch diese sind im Vergleich zur Restbevölkerung politisch und ethisch liberaler eingestellt und besitzen ein überdurchschnittliches hohes Bildungsniveau. (Viele Menschen kommen über die Lektüre von Schriften zum Buddhismus). So kommt es zu einer Reihe von demographischen Parallelen zwischen Juden und Bu-ddhisten in den USA.

Viele Juden in den USA sind säkularisiert, weniger als die Hälfte gehört einer Synagoge an. So ist eine jüdische Identität verbreiteter, als eine jüdische Lebenspraxis. Besonders aber für Religionen gegenüber skeptisch oder indifferent eingestellte Menschen besitzt der Buddhismus erfahrungsgemäß eine hohe Attraktivität:

„Der Buddhismus gilt als friedfertig und undogmatisch, stressreduzierend und Persönlichkeitsstabilisierend – kurzum: als ideale Religion postmoderner Individualisten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in das Phänomen jüdischer Menschen ein, die sich für östliche Meditationspraktiken begeistern, und skizziert die Fragestellung nach der Vereinbarkeit beider Traditionen.

2. Zum Befund: Hier wird die Situation in den USA analysiert, wobei zwischen ethnischen und westlichen Buddhisten unterschieden und die religiöse sowie soziale Verortung der „JuBus“ beleuchtet wird.

3. Zur Entwicklung des Phänomens: Dieses Kapitel gibt einen historischen Exkurs über jüdische Wegbereiter des Buddhismus, sowohl in Deutschland als auch in den USA, und stellt wichtige Protagonisten vor.

4. JuBus – Ein amerikanisches Phänomen?: Die Arbeit erläutert hier die Hypothese, warum das spezifische Umfeld in den USA, geprägt durch demographische und bildungspolitische Faktoren, den Aufstieg des „Jewish Buddhism“ begünstigte.

5. Anstelle einer Zusammenfassung:: Dieser Abschnitt listet zehn prägnante Gründe für die Entstehung der jüdisch-buddhistischen Bewegung in den USA auf.

6. Verwendete und weiterführende Literatur: Dieses Kapitel führt sämtliche für die Arbeit herangezogenen Quellen und weiterführende Literaturempfehlungen auf.

Schlüsselwörter

JuBu, Jewish Buddhism, Buddhismus, Judentum, USA, Konvertiten, Religiosität, Spiritualität, Meditationspraxis, jüdische Identität, religiöser Dialog, Zen, Vipassana, Religionswissenschaft, Transformationsprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Phänomen jüdischer US-Amerikaner, die sich dem Buddhismus zuwenden, ohne ihre jüdischen Wurzeln vollständig aufzugeben, und die sich selbst als „JuBus“ bezeichnen.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Im Zentrum stehen die demographischen und soziologischen Parallelen zwischen dem Judentum und dem westlichen Buddhismus in den USA sowie die philosophischen Gemeinsamkeiten beider Religionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Attraktivität des Buddhismus für Menschen mit jüdischem Hintergrund zu ergründen und aufzuzeigen, wie sie theoretisch und praktisch eine Brücke zwischen beiden Glaubenswelten schlagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine religionswissenschaftliche Analyse sowie eine Auswertung von Fachliteratur, autobiographischen Berichten und demographischen Statistiken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Differenzierung der verschiedenen Buddhisten-Gruppen in den USA, der historischen Entwicklung des „JuBu“-Phänomens und einer Deutung der spezifisch amerikanischen Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind JuBu, jüdische Identität, Buddhismus, USA, Spiritualität und religiöser Dialog.

Wie unterscheidet sich die „JuBu“-Identität von einer reinen Konversion?

Die Identität der „JuBus“ zeichnet sich oft dadurch aus, dass sie buddhistische Praktiken in ihren Alltag integrieren, während sie ihre jüdische Zugehörigkeit (kulturell oder religiös) weiterhin affirmativ betrachten.

Gibt es auch kritische Perspektiven auf das Phänomen?

Ja, die Arbeit thematisiert die orthodox-jüdische Sichtweise, welche den Buddhismus aufgrund des strikten Monotheismus und der Verehrung von Statuen als problematisch einstuft.

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Detalles

Título
Das Phänomen der Jewish Buddhists („JuBus“) in den USA
Universidad
University of Münster  (Seminar für Allgemeine Religionswissenschaft)
Curso
15. Religionswissenschaftlichen Symposium „EntZAUBERung“ vom 01.05. - 4.05.2008 in Münster
Calificación
k.A.
Autor
Frank Drescher (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
17
No. de catálogo
V314483
ISBN (Ebook)
9783668135420
ISBN (Libro)
9783668135437
Idioma
Alemán
Etiqueta
Judaistik Religionswissenschaft Jewish Buddhists USA JuBu JuBus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Frank Drescher (Autor), 2008, Das Phänomen der Jewish Buddhists („JuBus“) in den USA, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314483
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