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Der Zusammenhang zwischen Geographie und Frieden

Title: Der Zusammenhang zwischen Geographie und Frieden

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 22 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Gwendal Kalkofen (Author)

Politics - Region: Near East, Near Orient
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Im Gegensatz zur allgemeinen Definition von Frieden unterscheidet die weitere Fassung zwei Friedensbegriffe. Dies sind:
Ø der positive Frieden als Abwesenheit von direkter, personaler Gewaltanwendung und
Ø der negative Frieden als Abwesenheit von indirekter, struktureller Gewalt

Danach kann Frieden auf politischen, ökonomischen oder gesellschaftlichen Verhältnissen beruhen. Seine Abwesenheit manifestiert sich in Abhängigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung.

Anhand unterschiedlicher Beispiele wird nachfolgend dargestellt, wie geographische Gegebenheiten mitbestimmend für Frieden sind.

Über diesen Zusammenhang zwischen Geographie und Frieden hinaus, zeigen Beispiele unterschiedlicher Art und Epochen den grundsätzlichen Charakter dieses Zusammenhangs.

Zur Darstellung werden folgende Beispiele gewählt:
Ø Eroberung Südamerikas durch die Spanier
Ø Hitlers Doktrin vom Lebensraum
Ø Die Ressource Wasser als Konfliktstoff

Ob Einnahme strategisch wichtiger Orte, Ausbeutung von Bodenschätzen zur Schaffung wirtschaftlicher Vorteile oder Sicherung der Verfügungsgewalt über lebenswichtige Ressourcen....wie ein roter Faden zieht sich der Einfluss geographischer Gegebenheiten auf das friedliche Miteinander bzw. das kriegerischen Gegeneinander von Staaten und Völkern durch die Menschheitsgeschichte.

So unterschiedlicher Art diese Gegebenheiten sein können, so nachhaltig sind ihre Folgen für das Gesicht unseres Planeten: das Spektrum reicht von der Vernichtung ganzer Kulturen über Kriege mit unermesslichem Leid bis hin zur Instrumentalisierung geographischer Zustände zur Absicherung von (regionalen) Machtverhältnissen.

Ein kurzer Rückblick in die Vergangenheit zeigt uns ebenso unterschiedliche wie verheerende Beispiele, geographische Gegebenheiten auszunutzen bzw. zu missbrauchen. Dass Krieg bzw. Frieden aber auch heute noch von solchen Gegebenheiten abhängt, zeigt uns ein längerer Ausblick auf die augenblickliche Situation im Nahen Osten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Eroberung der Neuen Welt

3. Fazit

4. Hitlers Doktrin: „Volk ohne Raum“

5. Die Wasserressourcen

6. Ungleiche Ressourcenverteilung

7. Wasser als Konfliktstoff am Beispiel Naher Osten

8. Knappe Wasserressourcen – ein ständiges Konfliktpotential

9. Unvereinbare Rechtspositionen

10. Israelisch-palästinensischer Konflikt

11. Friedensansätze

12. Lösung durch international respektierte Vereinbarungen

13. Helsinki-Rules

14. Fazit

15. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den engen Zusammenhang zwischen geographischen Gegebenheiten und dem friedlichen Miteinander bzw. dem kriegerischen Gegeneinander von Staaten und Völkern. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie die Nutzung ungleich verteilter Ressourcen durch internationale Vereinbarungen und völkerrechtliche Standards friedlich geregelt werden kann.

  • Historische Analyse der Eroberung Südamerikas als Beispiel für ressourcenbasierte Machtpolitik.
  • Untersuchung der geopolitischen Ideologie von "Lebensraum" im Nationalsozialismus.
  • Detaillierte Darstellung der Wasserknappheit als zentraler Konfliktfaktor im Nahen Osten.
  • Bewertung völkerrechtlicher Ansätze wie der "Helsinki-Rules" zur Konfliktlösung.
  • Diskussion über nachhaltige Strategien zur gerechten Verteilung knapper Süßwasserreserven.

Auszug aus dem Buch

Die Wasserressourcen der Erde

[...] Das Wasser wird durch die Sonnenenergie von einem Aggregatzustand in einen anderen verwandelt. Dadurch wird es in regelmäßigen Abständen erneuert. [...] Die Erneuerungsraten wichen jedoch nach Wasserart erheblich voneinander ab. [...] Die intensive Nutzung von Wasservorräten mit langen Erneuerungszyklen stellt daher einen spürbaren Eingriff in den natürlichen Wasserkreislauf dar, weil diese Reserven quasi nichterneuerbar sind. [...] [Wallacher, Johannes: Lebensgrundlage Wasser, Stuttgart, 1998, S.18]

[...] Die Erdoberfläche wird zu 71% von Wasser bedeckt. [...] der überwiegende Wasservorrat 96,5% befindet sich als Salzwasser in den Weltmeeren. Das Gesamtvolumen der Süßwasserreserven beträgt lediglich 35 Millionen Kubikkilometer was gerade 2,53% der Gesamtmenge ausmacht. Mehr als zwei Drittel davon (68%)ist jedoch nicht nutzbar, da es in den Polkappen und Gletschern in antarktischen und arktischen Regionen gebunden ist. 10,5 Millionen Kubikkilometer und damit 30,1% der Süßwasservorräte sind in Grundwasserspeichern enthalten, [...] [Wallacher, Johannes: Lebensgrundlage Wasser, Stuttgart, 1998, S.22]

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Begriffsdefinitionen von positivem und negativem Frieden und Hinführung zur Bedeutung geographischer Faktoren in der Menschheitsgeschichte.

Die Eroberung der Neuen Welt: Analyse des Strebens der europäischen Kolonialmächte nach Bodenschätzen und der verheerenden Auswirkungen auf die indigene Bevölkerung.

Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der negativen Folgen der Ausbeutung von Bodenschätzen in Südamerika.

Hitlers Doktrin: „Volk ohne Raum“: Untersuchung der geopolitischen Ideologie des Lebensraums und deren instrumentelle Nutzung zur Expansionsrechtfertigung.

Die Wasserressourcen: Darstellung der globalen Wassersituation, der Verfügbarkeit von Süßwasser und der Problematik der natürlichen Erneuerungszyklen.

Ungleiche Ressourcenverteilung: Analyse der räumlichen und zeitlichen Verteilung von Niederschlägen im Kontext steigender Bevölkerungszahlen und anthropogener Eingriffe.

Wasser als Konfliktstoff am Beispiel Naher Osten: Analyse der kritischen Wasserversorgung im Jordanbecken und der politischen Spannungen zwischen den Anrainerstaaten.

Knappe Wasserressourcen – ein ständiges Konfliktpotential: Erörterung der israelischen Wasserstrategie und deren Auswirkungen auf die regionalen Machtverhältnisse seit 1967.

Unvereinbare Rechtspositionen: Gegenüberstellung der Prinzipien territorialer Souveränität und territorialer Integrität im Kontext internationaler Gewässernutzung.

Israelisch-palästinensischer Konflikt: Untersuchung der asymmetrischen Kontrolle über Wasserreserven und die Folgen für die palästinensische Autonomie.

Friedensansätze: Zusammenfassung der Osloer Abkommen und der ambivalenten Rolle der Wasserfrage in den Friedensverhandlungen.

Lösung durch international respektierte Vereinbarungen: Darlegung notwendiger technischer und politischer Maßnahmen zur Entschärfung von Wasserkonflikten.

Helsinki-Rules: Erläuterung der völkerrechtlichen Standards für grenzüberschreitende Flüsse zur Beilegung von Verteilungsstreitigkeiten.

Fazit: Resümee über die Knappheit der Ressource Wasser und das daraus resultierende hohe Konfliktrisiko im Nahen Osten.

Schluss: Zusammenfassender Ausblick auf die Notwendigkeit global verbindlicher Spielregeln für eine friedliche Nutzung natürlicher Ressourcen.

Schlüsselwörter

Geographie, Frieden, Wasserressourcen, Nahostkonflikt, Lebensraum, Geopolitik, Völkerrecht, Ressourcenverteilung, Süßwasser, Nachhaltigkeit, Helsinki-Rules, Territoriale Integrität, Kolonialismus, Friedensansätze, Wasserknappheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen geographischen Gegebenheiten und der Entstehung von Konflikten bzw. Frieden zwischen Völkern und Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind historische Expansionspolitik, die nationalsozialistische Lebensraum-Ideologie sowie die politische Brisanz der globalen und regionalen Wasserverteilung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Einfluss geographischer Zustände auf die Stabilität internationaler Beziehungen aufzuzeigen und Lösungsansätze für ressourcenbasierte Konflikte zu erörtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fallbasierte Analyse, die historische Beispiele (Kolonialismus, Nationalsozialismus) mit aktuellen geopolitischen Problemen (Naher Osten) verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich insbesondere auf die Wasserproblematik im Nahen Osten, die rechtlichen Spannungsfelder der Wassernutzung und die Rolle internationaler Abkommen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Geographie, Frieden, Wasserressourcen, Geopolitik, Völkerrecht und Ressourcenverteilung.

Warum spielt Wasser im israelisch-syrischen Konflikt eine derart zentrale Rolle?

Wasser gilt in dieser Region als strategische Ressource; Israel betrachtet das Gebiet der Jordan-Quellen als essenziell für die eigene Versorgungssicherheit, während Syrien die Rückgabe der Golanhöhen fordert.

Welche Rolle spielen die "Helsinki-Rules" für die Lösung von Wasserkonflikten?

Sie dienen als völkerrechtlicher Standard für grenzüberschreitende Gewässer und fordern eine gerechte Verteilung, Informationsaustausch und die Kooperation zwischen Ober- und Unterliegern.

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Details

Title
Der Zusammenhang zwischen Geographie und Frieden
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Politikwissenschaften)
Course
Bilder und Ideen von Krieg und Frieden
Grade
2.0
Author
Gwendal Kalkofen (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V31449
ISBN (eBook)
9783638324588
Language
German
Tags
Zusammenhang Geographie Frieden Bilder Ideen Krieg Frieden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gwendal Kalkofen (Author), 2004, Der Zusammenhang zwischen Geographie und Frieden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31449
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