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Die Vorstandshaftung in der Aktiengesellschaft. Der status quo und aktuelle Bemühungen zur Vermeidung existenzbedrohender Organhaftung

Titel: Die Vorstandshaftung in der Aktiengesellschaft. Der status quo und aktuelle Bemühungen zur Vermeidung existenzbedrohender Organhaftung

Wissenschaftliche Studie , 2016 , 45 Seiten

Autor:in: Andreas Schlegelmilch (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dargestellt wird nach einer kompakten Übersicht der europäischen Organhaftung die aktuelle Vorstandshaftung in Deutschland. Näher betrachtet wird aber auch die Funktion des Aufsichtsrats, da dieser im Rahmen der Enthaftung des Vorstandes eine immer größere Rolle spielt. Im Hinblick auf die unaufhaltsam steigenden Schadensersatzforderungen und der Tatsache, dass nach derzeitiger Rechtslage Haftungsbeschränkungen weder durch eine Satzung noch durch den Anstellungsvertrag vereinbart werden können ist die Angst der Organmitglieder vor existenzbedrohender Inanspruchnahme verständlich. Die Abhandlung untersucht Enthaftungsinstrumente nach geltendem Recht sowie Konzepte der Gestaltung von Haftungsbeschränkungen de lege ferenda.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Haftungsübersicht

C. Organhaftung in Europa

D. Organhaftung in Deutschland

I. Innenhaftung

1. Leitungspflicht der Gesellschaft

2. Überwachungspflicht

3. Pflicht zur kollegialen Zusammenarbeit und zu loyalem Verhalten

4. Buchführungs- und Zahlungsunfähigkeitsmeldepflicht

II. Außenhaftung

III. Rolle des Aufsichtsrates

E. Enthaftungsmöglichkeiten de lege lata

I. Enthaftung durch die D&O-Deckung

II. Ermessen des Aufsichtsrats

III. Fürsorgepflicht des Aufsichtsrats

IV. Begrenzung der Inanspruchnahme

V. Einzelfallkorrektive

F. Enthaftungsmöglichkeiten de lege ferenda

I. Korrekturbedarf

II. Korrekturmöglichkeiten

1. Billigkeitsklausel

2. Beschränkung auf grobe Fahrlässigkeit

3. Deckelung auf absoluten Betrag oder in Relation zur Vergütung

G. Zusammenfassung und Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Status quo der Vorstandshaftung in der Aktiengesellschaft sowie die Notwendigkeit und Möglichkeiten von Haftungsbeschränkungen zur Vermeidung existenzbedrohender Organhaftung. Dabei wird analysiert, inwieweit das geltende Recht und bestehende Schutzinstrumente wie D&O-Versicherungen ausreichen oder ob zukünftige Reformen, etwa durch Haftungshöchstgrenzen, geboten sind.

  • Rechtliche Grundlagen der Innen- und Außenhaftung von Vorständen.
  • Die Rolle des Aufsichtsrats bei der Anspruchsdurchsetzung (ARAG-Entscheidung).
  • Funktionsweise und Schwachstellen der D&O-Versicherung als Enthaftungsinstrument.
  • Rechtsvergleich und Reformüberlegungen de lege ferenda (Haftungsbeschränkung).

Auszug aus dem Buch

Die Vorstandshaftung in der Aktiengesellschaft. Der status quo und aktuelle Bemühungen zur Vermeidung existenzbedrohender Organhaftung

Spätestens seit Beginn der Finanzmarktkrise im Jahre 2009 berichten die Medien nahezu monatlich vom Totalversagen der Führungsebene mittelständischer Betriebe und DAX-Unternehmen. Darunter befinden sich Fluggesellschaften (Lufthansa), Autohersteller (Volkswagen, MAN, Daimler, Porsche), Banken (Westdeutsche Landesbank, Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden, IKB Deutsche Industriebank, Apotheker und Ärztebank, Sal. Oppenheim) sowie Firmen aus der Stahlindustrie (Thyssen Krupp) und Elektrotechnik/Mobilfunk (Siemens, BenQ Mobile). Die Folgen des mehr oder weniger verantwortungslosen Handelns der Manager sind für selbiger katastrophal. Sofern die Schadenersatzforderung das Deckungslimit einer D&O-Versicherung überschreitet oder aufgrund einer Ausschlussklausel keine Deckung besteht, kann das Vorstandsversagen das wirtschaftliche Ende bedeuten. Aber auch die Aktionäre verlieren ihr Kapital, Mitarbeiter der betroffenen Firmen und etwaigen Zuliefererfirmen ihren Arbeitsplatz und das Unternehmen selbst verliert sein Ansehen auf dem Markt.

Das aktuellste Beispiel ist die VW-Abgasaffäre mit deren bisher unbekannten Ausmaß und Folgen.

Im Hinblick auf die strenge Vorstandshaftung und den ständig steigenden Schadensersatzsummen ist das Verlangen der Führungsebene nach Haftungsbeschränkungen nachvollziehbar und verständlich.

Der derzeitige Haftungsumfang und deren aktuelle Beschränkungsmöglichkeiten nach geltendem Recht einerseits sowie Konzepte der Gestaltung von Haftungsbeschränkungen de lege ferenda andererseits werden nachstehend dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz der Vorstandshaftung infolge der Finanzmarktkrise und die daraus resultierende Notwendigkeit, Haftungsrisiken für Manager zu untersuchen.

B. Haftungsübersicht: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die verschärfte Haftungssituation nach dem Aktiengesetz, inklusive Beweislastregeln und der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Geschäftsleiters.

C. Organhaftung in Europa: Es wird analysiert, dass die Organhaftungsstandards in den europäischen Mitgliedsstaaten trotz unterschiedlicher Rechtsgrundlagen in der Praxis nur marginal differieren.

D. Organhaftung in Deutschland: Dieses Kapitel detailliert die spezifischen Haftungsrisiken in Deutschland, unterteilt in Innen- und Außenhaftung, unter Berücksichtigung der Rolle des Aufsichtsrats.

E. Enthaftungsmöglichkeiten de lege lata: Hier werden bestehende Mechanismen wie die D&O-Versicherung, der Ermessensspielraum des Aufsichtsrats und Fürsorgepflichten zur Milderung der Haftung kritisch hinterfragt.

F. Enthaftungsmöglichkeiten de lege ferenda: Es werden potenzielle Reformansätze diskutiert, insbesondere Haftungshöchstgrenzen in Relation zur Vorstandsvergütung und die Einführung einer Billigkeitsklausel.

G. Zusammenfassung und Ergebnis: Abschließend wird konstatiert, dass eine Haftungsbegrenzung de lege ferenda zwar diskutabel ist, jedoch die grundlegende Pflicht zur Haftung bei schweren Verstößen gewahrt bleiben muss.

Schlüsselwörter

Vorstandshaftung, Aktiengesellschaft, D&O-Versicherung, Innenhaftung, Außenhaftung, Business Judgement Rule, Aufsichtsrat, ARAG-Entscheidung, Haftungsbeschränkung, Organhaftung, Sorgfaltspflicht, Unternehmensrecht, Schadensersatz, Rechtsreform, Unternehmensleitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Haftung von Vorstandsmitgliedern in einer Aktiengesellschaft in Deutschland, analysiert die aktuelle Rechtslage sowie Möglichkeiten der Haftungsbegrenzung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die gesetzlichen Haftungsgrundlagen, die Rolle des Aufsichtsrats bei der Anspruchsdurchsetzung sowie die Effektivität von D&O-Versicherungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den Status quo der Vorstandshaftung darzustellen und zu bewerten, ob Reformen zur Begrenzung existenzbedrohender Haftungssummen notwendig und rechtlich sinnvoll sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse des Gesellschaftsrechts, unter Einbeziehung aktueller Rechtsprechung, rechtsvergleichender Aspekte sowie rechtsökonomischer Argumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der Innen- und Außenhaftung, die Analyse von Enthaftungsmöglichkeiten nach geltendem Recht sowie einen Ausblick auf künftige Reformoptionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Vorstandshaftung, Organhaftung, D&O-Versicherung, Aufsichtsrat, Business Judgement Rule und Haftungsbeschränkung.

Welche Rolle spielt die ARAG-Entscheidung des BGH?

Die ARAG-Entscheidung ist zentral für das Verständnis der Pflichten des Aufsichtsrats, der bei Pflichtverletzungen des Vorstands grundsätzlich verpflichtet ist, Ersatzansprüche der Gesellschaft geltend zu machen.

Warum wird die D&O-Versicherung kritisch betrachtet?

Die D&O-Versicherung wird kritisch gesehen, da sie oft Lücken aufweist, die Deckungssummen begrenzt sind und Interessenkonflikte zwischen Versicherer, Unternehmen und Organmitgliedern entstehen können.

Welche Reformvorschläge werden für die Zukunft (de lege ferenda) diskutiert?

Insbesondere wird die Einführung einer Billigkeitsklausel oder eine Haftungshöchstgrenze in fester Relation zur Vorstandsvergütung als Mittel zur Risikobegrenzung debattiert.

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Details

Titel
Die Vorstandshaftung in der Aktiengesellschaft. Der status quo und aktuelle Bemühungen zur Vermeidung existenzbedrohender Organhaftung
Autor
Andreas Schlegelmilch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
45
Katalognummer
V314526
ISBN (eBook)
9783668136069
ISBN (Buch)
9783668136076
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vorstandshaftung aktiengesellschaft bemühungen vermeidung organhaftung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Schlegelmilch (Autor:in), 2016, Die Vorstandshaftung in der Aktiengesellschaft. Der status quo und aktuelle Bemühungen zur Vermeidung existenzbedrohender Organhaftung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314526
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Leseprobe aus  45  Seiten
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