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Qualitätszirkel im Kontext des Total Quality Management

Title: Qualitätszirkel im Kontext des Total Quality Management

Seminar Paper , 2004 , 10 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stephan Lüdtke (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Qualitätszirkel im Kontext des Total Qualität Management. Seit Ende der 70er Jahre ist das Mysterium der Kleingruppenkonzepte, insbesondere des Qualitätszirkel, in der westlichen Welt wieder stärker bekannt geworden.1 Schon 1930 gab es Studien und Experimente über Gruppenfabrikationen. Diese Gruppenfabrikationen sollten die Arbeitslust- und freude steigern und ein besseres Verhältnis zwischen Arbeitnehmern und Arbeitergebern schaffen.2

Es waren die japanischen Unternehmen die plötzlich großen Erfolg hatten. Die japanischen Erzeugnisse, die früher oft qualitative Mängel hatten, waren auf einmal fehlerfreier als die der westlichen Konkurrenten. Die Ursachen für diese Erfolge lagen in den japanischen Managementmethoden. Der japanische Konzernchef Konosuke Matsushita erklärte anlässlich eines Empfangs von westlichen Industriellen. „Wir werden gewinnen, und der industrielle Westen wird verlieren. Dagegen könnt Ihr nichts tun, weil der Grund des Versagens in Euch selbst liegt. Nicht nur eure Firmen sind nach dem Taylorischen Modell gebaut, sondern, was noch viel schlimmer ist, auch eure Köpfe. Eure Bosse besorgen das Denken, und ihre Mitarbeiter schwingen die Werkzeuge. Im tiefsten Inneren seid Ihr noch überzeugt, dies sei der einzig richtige Weg, ein Unternehmen zu betreiben. Für euch besteht Management darin, die Ideen aus den Köpfen der Manager in die Köpfe der Mitarbeiter zu bringen....“3

Die Ursache des Erfolges, der Japaner war die Einbeziehung aller Mitarbeiter in die Produktionsprozesse.4 Es waren die taylorischen Strukturen, die immer noch in den Köpfen der westlichen Manager vorhanden waren. Diese Strukturen hemmten das Potential der Mitarbeiter. Die starke Trennung zwischen Kopf- und Handarbeit und die monotone Spezialisierung der Arbeiten sorgten für eine geringere Leistungsbereitschaft der Belegschaft. Durch die Einführung von Kleingruppenkonzepten sollten die Kreativität und die Ideen aller Mitarbeiter miteinbezogen werden, um Einzelprozesse wirtschaftlicher und rationeller zu gestalten. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Begriffsklärung Total Quality Management (TQM)

3.Kleingruppenkonzepte

4. Qualitätszirkel

4.1. Begriffsklärung Qualitätszirkel

4.2 Aufbau von Qualitätszirkeln

4.3.Ziele des Qualitätszirkels

4.4. Risiken des Qualitätszirkels

5. Ablauf Qualitätszirkel

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Bedeutung und praktische Anwendung von Qualitätszirkeln als Instrument innerhalb des Total Quality Management (TQM), um betriebliche Prozesse durch die Einbindung der Mitarbeiter zu optimieren und die Produktqualität nachhaltig zu steigern.

  • Grundlagen des Total Quality Management (TQM)
  • Methodik und Struktur von Kleingruppenkonzepten
  • Aufbau und Zielsetzung von Qualitätszirkeln
  • Risikomanagement und kritische Erfolgsfaktoren bei der Implementierung
  • Prozessablauf der Problemlösung in Qualitätszirkeln

Auszug aus dem Buch

4.4. Risiken des Qualitätszirkels

Überall wo menschliche Gruppen aufeinander treffen, gibt es Interessen- konflikte. Solche Konflikte können zum Beispiel durch undurchdachte Äußerungen (Vorschläge und Ideen) durch die Teilnehmer zu Stande kommen. Durch die meist lockere Atmosphäre in den Qualitätszirkeln könnten Vorschläge gemacht werden, so dass erhebliche Nachteile für die Belegschaft entstehen. Solche Nachteile sind zum Beispiel Arbeitsintensivierung, Arbeitsplatzverlust, Abgruppierung, unfreiwillige Versetzung etc.

Um solche Nachteile möglichst gering zu halten ist es wichtig, dass die Gewerkschaft sich stark in den Kleingruppenkonzepten engagiert. Die Gewerkschaftsvertreter sollten in allen Gremien der Aufbauorganisation vertreten sein und auch ein Mitsprache- und Vetorecht haben. Um die Mitbestimmung in einem Qualitätszirkelprojekt zu regeln, gibt es laut Breisig, drei Wege. Die Mitbestimmung zur Gestaltung und Abwicklung von Qualitätszirkeln werden in der Betriebsvereinbarung festgelegt. Auch bei der Umsetzbarkeit der Ideen und Vorschläge sollte der Betriebsrat ein Entscheidungsrecht besitzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung von Kleingruppenkonzepten und den Erfolg japanischer Managementmethoden im Vergleich zu klassischen taylorischen Strukturen.

2. Begriffsklärung Total Quality Management (TQM): Das Kapitel definiert TQM nach DIN ISO 8402 und erläutert die Bedeutung der prozessorientierten Qualitätssicherung zur Erlangung langfristiger Wettbewerbsvorteile.

3.Kleingruppenkonzepte: Hier werden verschiedene Methoden zur Prozessoptimierung vorgestellt und der Qualitätszirkel als Werkzeug für permanente Verbesserung (Kaizen) eingeordnet.

4. Qualitätszirkel: Dieses Hauptkapitel gliedert sich in die Begriffsklärung, den organisationalen Aufbau, die Zielsetzungen sowie die Analyse der potenziellen Risiken.

5. Ablauf Qualitätszirkel: Hier wird der typische Phasenablauf innerhalb eines Qualitätszirkels beschrieben, von der Problemerfassung bis hin zur Umsetzung und Überprüfung der erarbeiteten Lösungen.

6. Schlussbemerkung: Das Fazit fasst die Relevanz von Qualitätszirkeln als lohnende Investition zusammen, betont jedoch die Notwendigkeit menschlichen Fingerspitzengefühls bei der Umsetzung.

Schlüsselwörter

Qualitätszirkel, Total Quality Management, TQM, Kleingruppenkonzepte, Prozessoptimierung, Kaizen, Arbeitnehmerbeteiligung, Produktivitätsziele, Humanisierungsziele, Betriebsrat, Mitbestimmung, Qualitätsmanagement, Unternehmensführung, Problemlösung, Arbeitsbedingungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Rolle des Qualitätszirkels als Instrument zur Qualitätsverbesserung innerhalb eines Total Quality Management Systems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Struktur von Kleingruppenkonzepten, die Zielsetzungen für das Unternehmen und die Mitarbeiter sowie die kritische Betrachtung der Risiken und Konfliktpotenziale.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch die Einbeziehung der Mitarbeiter in Produktionsprozesse sowohl ökonomische Produktivitätsgewinne als auch soziale Humanisierungsaspekte erreicht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Konzepte und Studien zu betrieblichen Sozialtechniken und Managementlehren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem Aufbau von Qualitätszirkeln, deren organisatorischer Einbettung sowie dem standardisierten Ablauf bei der Identifizierung und Lösung von Qualitätsproblemen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren den Text?

Neben dem zentralen Begriff des Qualitätszirkels sind TQM, Partizipation, Prozessverbesserung und betriebliche Mitbestimmung die prägenden Konzepte.

Warum ist die Rolle der Gewerkschaften bei Qualitätszirkeln so wichtig?

Gewerkschaften und Betriebsräte dienen als Schutzinstanz für die Belegschaft, um sicherzustellen, dass die Effizienzsteigerungen nicht zu Lasten der Arbeitsbedingungen oder durch "Nulltarif"-Ideen entstehen.

Was unterscheidet den Qualitätszirkel von anderen Gruppenkonzepten?

Qualitätszirkel zeichnen sich durch Freiwilligkeit, die Konzentration auf den eigenen Arbeitsbereich und eine hierarchiefreie Moderation während der Arbeitszeit aus.

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Details

Title
Qualitätszirkel im Kontext des Total Quality Management
College
Berlin School of Economics
Grade
1,7
Author
Stephan Lüdtke (Author)
Publication Year
2004
Pages
10
Catalog Number
V31462
ISBN (eBook)
9783638324656
ISBN (Book)
9783656071662
Language
German
Tags
Qualitätszirkel Kontext Total Quality Management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Lüdtke (Author), 2004, Qualitätszirkel im Kontext des Total Quality Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31462
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