In allen Kulturen wurde den Bergen besonderer Respekt und Verehrung als heilige Orte entgegengebracht. Die Gründe dafür und Formen der Anbetung waren sehr vielfältig. In animistischer Manier sah man sie als Wohnstätten übernatürlicher Mächte an, denn die Menschen fühlten für die natürlichen Ressourcen, die am Berg genutzt oder abgebaut wurden, zu Dank verpflichtet.
Wie sich an den Stätten der religiösen Verehrung zeigt, wurde meist eine markante Lage gewählt, die sowohl einen umfassenden Ausblick bot als auch von der Ebene aus zu erkennen war. Es handelt sich dabei jedoch nicht zwingend um den höchsten Berggipfel der umgebenden Landschaft sondern um den locus excelsissimus. Oft war eine besondere Form des Gesteins, die mit Menschen oder Tieren assoziiert werden konnte, ausschlaggebend. Ebenso ist zwischen einigen Kultplätzen Sichtkontakt gegeben, wie es beispielsweise beim Magdalens- und Ulrichsberg der Fall ist.
Die Studie beschäftigt sich mit literarischen Quellen und archäologischen Befunden um der Kultkontinuität antiker Stätten - dem nahtlosen Übergang vom Paganen zum Christlichen -nachzugehen, die ihnen oft vermeintlich angedacht wurden.
Was jedoch unstrittig ist, das ist die Faszination, die die Menschen seit jeher für Berge hatten. Es liegt also nahe, dass der in einer Prozession zu erreichende Berggipfel eine tiefe Bedeutung für Gläubige hat und hatte. So verwundert es auch nicht, dass der Berg selbst als heilig gilt.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- 1. Einleitung
- 2. Der Ulrichsberg
- 3. Der Danielsberg
- 4. Abkürzungsverzeichnis
- 5. Summary
- 6. Bildquellennachweis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Diese Arbeit befasst sich mit dem Ulrichsberg in Kärnten und untersucht dessen historische Bedeutung als möglicher Kultort. Sie analysiert archäologische Funde und historische Quellen, um ein umfassendes Bild der Entwicklung und Nutzung des Berges von der Vorgeschichte bis zur heutigen Zeit zu zeichnen. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, ob sich eine kontinuierliche Kulttradition nachweisen lässt.
- Archäologische Befunde auf dem Ulrichsberg
- Historische Entwicklung des Ulrichsberges
- Religiöse Aspekte und Kulttraditionen
- Bedeutung des Ulrichsberges für Kärnten
- Diskussion der Kontinuität von Kulttraditionen
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- Kapitel 1: Einleitung
- Kapitel 2: Der Ulrichsberg
- Kapitel 3: Der Danielsberg
Die Einleitung beleuchtet die allgemeine Bedeutung von Bergen in verschiedenen Kulturen als heilige Orte und Wohnstätten übernatürlicher Mächte. Sie stellt die Herausforderungen der archäologischen Forschung im Bezug auf Kultkontinuitäten dar.
Dieses Kapitel beschreibt den Ulrichsberg, seine geografische Lage und seine geologische Beschaffenheit. Es beleuchtet die Ausgrabungen, die spätantike Wohn- und Nutzbauten auf dem Gipfelplateau zu Tage förderten, sowie die Funde von Keramik aus verschiedenen Epochen.
Der Danielsberg, ein weiterer Berg in Kärnten, wird in diesem Kapitel behandelt. Die Zusammenfassung konzentriert sich auf die archäologischen Funde und deren Bedeutung für das Verständnis der Geschichte des Berges.
Schlüsselwörter (Keywords)
Der Ulrichsberg, Kärnten, Archäologie, Kultort, Kulttradition, Geschichte, Vorgeschichte, Spätantike, Keramik, Danielsberg, Geologie, Geschichte Kärntens, Religiöse Bedeutung.
- Citation du texte
- Alexander Schobert (Auteur), 2015, Kärntens heilige Berge. Eine Studie zur Kultkontinuität am Ulrichs- und Danielsberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314649