Diese Arbeit gibt eine Übersicht zur gesamten Anlage sowie dem Tempel von Sounion.
Sounion befindet sich im Südosten Griechenlands, an der südlichsten Spitze der Halbinsel Attika. Die Lage der Halbinsel ist ganz besonders: Auf der einen Seite befindet sich der saronische Golf und auf der anderen Seite der Zugang zum Kanal von Euboia.
Wahrscheinlich schon in vorgriechischer Zeit muss Sounion für den Seeverkehr ein markanter Orientierungs- und Landungspunkt gewesen sein. Durch seine besondere Lage hatte die Stadt neben der Bedeutung als wichtiger strategischer Ort, die Funktion als Wachposten und als wichtiger Knotenpunkt für die Schiffsverbindungen der Ägäis und Kretas mit dem südgriechischen Festland.
Angesichts seiner exponierten Lage ist es verständlich, dass der Kap Sunion schon früh den Göttern geweiht wurde. Es ist auch nicht verwunderlich, dass an dieser Stelle ein Heiligtum für den Meeresgott Poseidon entstanden ist.
Inhaltsverzeichnis
1. LAGE
2. GESCHICHTE
3. DER ARCHAISCHE POSEIDON TEMPEL
4. DER KLASSISCHE POSEIDON TEMPEL
5. DER HEILIGE BEZIRK VON POSEIDON
6. DAS HEILIGTUM DER ATEHENA SUNIAS
7. DER GROSSE TEMPEL DER ATHENA SUNIAS
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit widmet sich der archäologischen und historischen Untersuchung der Gesamtanlage sowie der Tempelanlagen von Sounion. Das primäre Ziel ist es, die strategische Bedeutung des Ortes, die religiöse Entwicklung der Heiligtümer und die bauliche Historie der Tempelgebäude von der Vorgeschichte bis zur klassischen Ära zu analysieren.
- Geografische und strategische Lage von Sounion in Attika
- Historische Entwicklung und Besiedlung des Kaps
- Architektonische Untersuchung des archaischen und klassischen Poseidon-Tempels
- Analyse des Heiligtums und des Tempels der Athena Sunias
- Militärische Bedeutung des Ortes als Grenz- und Wachposten
Auszug aus dem Buch
4. DER KLASSISCHE POSEIDON TEMPEL
Der Tempel sollte, nach Dinsmoor, zwischen 444 und 440 v. Chr. entstanden sein, zur gleichen Zeit wie das Pathenon. Der Architekt des Tempels ist nicht bekannt, es lässt sich aber vermuten, dass es derselbe war, der das Theseion (Tempel des Hephaistos) auf der Agora in Athen, den Tempel von Ares sowie den Tempel von Nemesis in Rhamnous, erbaute. Es gibt sogar die Vermutung, dass die vier Tempel aus der Feder Callicrates (Architekt des Parthenon) stammen.
Der Tempel war dorischer Ordnung, ein Peripteros, mit 6 Säulen an den Fronten und je 13 an den Seiten, wie der Vorgänger Bau, der Tempel besaß insgesamt 34 Säulen. Der Tempel bestand aus Pronaos, der Cella und dem Opisthodomos. Der Pronaos und der Opisthodomos besaßen je zwei dorische Säulen in der Antis. Die Säulen hatten eine Höhe von 6,10 Meter und einen Durchmesser von 1,01 Meter an der Basis sowie 0,79 Meter am oberen Abschluss. Der Marmor für den Bau des Tempels, stammte aus den Marmorbruch von Agrileza, da dieser Marmor nicht so fein ist, wie der pentelische, sondern körnig und leichter brökelnd, wurde er weniger bearbeitet. Statt der üblichen 20 Reilifen auf einer dorischen Säule, wurden hier nur 16 ausgemeißelt, damit sie dem Wind und Wetter sowie der Salzluft besser wiederstehen könnten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. LAGE: Dieses Kapitel erläutert die geografische Position Sounions an der Südspitze Attikas und seine Bedeutung als Orientierungspunkt für die Schifffahrt im saronischen Golf und der Ägäis.
2. GESCHICHTE: Hier wird die historische Besiedlung des Kaps von der Vorgeschichte bis in die römische Ära untersucht, wobei sowohl die religiöse Funktion als auch die militärische Rolle als Festung betrachtet werden.
3. DER ARCHAISCHE POSEIDON TEMPEL: Dieser Abschnitt beschreibt den um 490 v. Chr. errichteten Tuffsteinbau, dessen Überreste sowie die Umstände seiner Zerstörung durch die Perser.
4. DER KLASSISCHE POSEIDON TEMPEL: Es erfolgt eine detaillierte architektonische Analyse des marmornen Tempels aus dem 5. Jh. v. Chr., einschließlich seiner Bauweise und Anpassung an die klimatischen Bedingungen.
5. DER HEILIGE BEZIRK VON POSEIDON: Das Kapitel widmet sich der topografischen Organisation des Tempelbezirks, der Propyläen und der Befestigungsanlagen.
6. DAS HEILIGTUM DER ATEHENA SUNIAS: Hier wird das separate Heiligtum der Göttin Athena auf dem nördlichen Hügel von Sounion und dessen bauliche Entwicklung beschrieben.
7. DER GROSSE TEMPEL DER ATHENA SUNIAS: Dieses Kapitel thematisiert den Bau und die auffällige architektonische Asymmetrie des größeren Athena-Tempels, der nach den Perserkriegen errichtet wurde.
Schlüsselwörter
Sounion, Poseidon-Tempel, Athena Sunias, Attika, griechische Architektur, Heiligtum, dorische Ordnung, klassische Antike, Archäologie, Festung, Marmorbau, Seeverkehr, Kultstätte, Schifffahrt, Tempelgrundriss.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende archäologische und historische Bestandsaufnahme der Tempelanlagen und der Gesamtanlage von Sounion an der Spitze Attikas.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die religiöse Bedeutung der Poseidon- und Athena-Heiligtümer, die architektonische Entwicklung der Tempel und die militärische Nutzung des Ortes als strategischer Wachposten.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, wie Sounion durch seine geografische Lage zur religiösen und militärischen Bedeutung gelangte und wie sich dies in der Baugeschichte der dortigen Tempel widerspiegelt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine archäologische Analyse auf Basis von Grabungsberichten, Bauanalysen und historischen Quellen (wie Pausanias oder Homer) durchgeführt.
Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der archaischen und klassischen Bauphasen des Poseidon-Tempels sowie die Analyse des Athena-Heiligtums.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Tempelarchitektur, Sounion, attische Geschichte, Poseidon und religiöse Kultbauten zusammenfassen.
Warum wurde für den klassischen Poseidon-Tempel ein spezieller Marmor verwendet?
Der vor Ort gewonnene Marmor aus Agrileza war körniger und weniger fein als pentelischer Marmor, weshalb man die Säulen weniger stark bearbeitete, um sie widerstandsfähiger gegen Witterung und Salzluft zu machen.
Wie erklärt sich die architektonische Asymmetrie des großen Athena-Tempels?
Die Asymmetrie entstand, weil der Tempel erst in einer zweiten Bauphase unter Verwendung von Marmor erweitert wurde, wobei die Cella seitlich verschoben werden musste, um statische und ästhetische Probleme auszugleichen.
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- Pavlina Gogova (Autor), 2016, Die gesamte Anlage und der Tempel von Sounion. Ein Überblick, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314759