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Terrorismusbekämpfung - Eine idealtypische Klassifizierung von Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung unter risikopolitischen Gesichtspunkten

Title: Terrorismusbekämpfung - Eine idealtypische Klassifizierung von Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung unter risikopolitischen Gesichtspunkten

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magistra Artium Eva Christensen (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Kaum ein Thema erfährt seit dem 11. September 2001 so viel Aufmerksamkeit von Medien, Politik und Bürgern wie der transnationale Terrorismus islamistischer Herkunft. Der unter Leitung der USA geführte „Krieg gegen den Terror“ entfachte eine Diskussion über geeignete Mittel zur Terrorismusbekämpfung, die zu Beginn des Irakkriegs ihren vorläufigen Höhepunkt erlebte.
Dem großen Interesse entsprechend ist die Zahl der Publikationen zum Thema des neuen Terrorismus und den Möglichkeiten seiner Bekämpfung unüberschaubar geworden. Trotzdem fehlt es an systematischen Klassifizierungen der verschiedenen Strategien. Vorhandene Zusammenfassungen – insbesondere solche, die Kritik am US-amerikanischen Vorgehen üben - beschränken sich meist auf die Unterscheidung von militärischer und nicht-militärischer Terrorismusbekämpfung. Eine klarere und differenziertere Gruppierung verschiedener Bekämpfungsmethoden wäre hilfreich, um einen Überblick zu bieten und allgemeine Aussagen sowie kritische Beurteilungen über die gefundenen Gruppen zu treffen. Selbstverständlich beinhaltet jede Art von Kategorisierung eine Vernachlässigung der individuellen Eigenheiten. Diese „Unsauberkeit“ kann jedoch bis zu einem gewissen Grad zu Gunsten einer besseren wissenschaftlichen Verwendbarkeit hingenommen werden.
Der vorliegende Beitrag möchte einen Ansatz zur Klassifizierung verschiedenster Methoden der Terrorismusbekämpfung aufzeigen. Dabei beschränkt sich die Betrachtung auf den neuen transnationalen Terrorismus mit islamistischem Hintergrund. Es wird nicht der Anspruch erhoben alle erdenklichen Bekämpfungsstrategien zu berücksichtigen. Der hier zur Verfügung stehende Rahmen lässt keine tiefgehende Beschäftigung mit einzelnen Maßnahmen zu. Deshalb sollen konkrete Beispiele für das Vorgehen von Staaten nur am Rande angesprochen werden. Die Kategorisierung ist alleiniges Ziel, eine ausführliche Beurteilung der gefundenen Gruppen erfolgt nicht. Zudem sei darauf hingewiesen, dass im Folgenden idealtypische Gruppen entworfen werden, die beim Vergleich mit der Realität zu „Grauzonen“ führen, innerhalb deren ein untersuchtes Einzelphänomen nicht eindeutig einem Idealtyp zugeordnet werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 „Terrorismus“ – Was ist das?

2.1 Problematik einer Definition

2.2 Charakteristika von Terrorismus und Abgrenzung von anderen Phänomenen

2.3 Charakteristika der neuen Terrororganisationen

3 Risikopolitische Gruppierung von Methoden zur Terrorismusbekämpfung

3.1 Terrorismus als internationales Risiko

3.2 Schema risikopolitischer Strategien

3.3 Anwendung des Schemas auf Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung

3.3.1 Kooperative Prävention: Kooperation

3.3.2 Repressive Prävention: Intervention

3.3.3 Kooperative Präkaution: Kompensation

3.3.4 Repressive Präkaution: Präparation

4 Fazit und Ausblick

5 Bibliografie

5.1 Literatur

5.2 Reden

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen idealtypischen Ordnungsrahmen für Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung zu entwickeln, da es an einer systematischen Klassifizierung für den modernen transnationalen Terrorismus mangelt. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie sich diverse Bekämpfungsmethoden risikopolitisch einordnen lassen, um eine fundierte wissenschaftliche Vergleichbarkeit und Analyse zu ermöglichen.

  • Kategorisierung von Terrorismusbekämpfung mittels eines 2x2-Risikoschemas
  • Differenzierung zwischen kooperativen und repressiven Strategien
  • Unterscheidung zwischen präventiven und präkautionsorientierten Maßnahmen
  • Analyse der spezifischen Herausforderungen durch neue Terrororganisationen wie Al-Qaida
  • Spannungsfeld zwischen staatlicher Sicherheit und bürgerlichen Freiheitsrechten

Auszug aus dem Buch

3.3.4 Repressive Präkaution: Präparation

Die Präparation hat zum Ziel Folgeschäden zu verhindern, die aus einem erfolgten Anschlag entstehen können. „Im Kern geht es [...] um die Bereitstellung und Verfügbarhaltung autoritativer Politikinstrumente.“ Ziel ist es im Fall eines Anschlags politische, ökonomische und militärische Maßnahmen schnell und effektiv ergreifen zu können. Elementar sind die Ausbildung der Notfallkräfte mit dem notwendigen Spezialwissen und ihre Ausstattung mit entsprechenden Geräten, damit sie im Fall eines Anschlags handlungsfähig sind. Personal und Material sollten so strukturiert sein, dass sie schnell abgerufen werden können. Die Bildung von spezialisierten, flexiblen Antiterroreinheiten ist dabei eine Möglichkeit.

Ausgangspunkt für das Handeln im Schadensfall ist ein Notfallplan, der Vorgehensweise und Einsatzleitung festlegt und Kompetenzen klar zuteilt. Allgemein gilt, dass dezentral organisierte Infrastrukturen weniger störanfällig sind als solche mit zentralem und hierarchischem Aufbau, weil der Ausfall eines Elements eher von den anderen kompensiert werden kann. Nachteilig ist dabei, dass Informationen und Kompetenzen verstreut sind, was ihre effektive Verwendung erschwert. Dieses Problem stellt sich insbesondere in Deutschland durch weitreichende Dezentralisierung und Kompetenzüberschneidung. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde ein gemeinsames Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern eingerichtet, um ein länder- und organisationsübergreifendes Informations- und Ressourcenmanagement zu gewährleisten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet das Desiderat einer systematischen Klassifizierung von Terrorismusbekämpfungsmaßnahmen angesichts des neuen, transnationalen islamistischen Terrorismus.

2 „Terrorismus“ – Was ist das?: Dieses Kapitel beleuchtet die definitorischen Schwierigkeiten des Terrorismusbegriffs, erarbeitet dessen Abgrenzungsmerkmale zu anderen Gewaltformen und analysiert die spezifischen Charakteristika moderner Terrornetzwerke wie Al-Qaida.

3 Risikopolitische Gruppierung von Methoden zur Terrorismusbekämpfung: Der Hauptteil überträgt das Konzept des "Risikos" auf den Terrorismus und entwickelt ein 2x2-Schema, das Methoden in kooperative/repressive Prävention sowie Kompensation und Präparation unterteilt.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert den Nutzen des entwickelten idealtypischen Schemas für eine sachliche Analyse und betont die Notwendigkeit, diesen Forschungsansatz weiter zu professionalisieren.

5 Bibliografie: Das Kapitel listet sämtliche verwendete Literatur sowie die herangezogenen Reden auf.

Schlüsselwörter

Terrorismusbekämpfung, neuer Terrorismus, Risikopolitik, Al-Qaida, Prävention, Intervention, Kompensation, Präparation, Sicherheitspolitik, Krisenmanagement, internationale Kooperation, Good Governance, innere Sicherheit, Gefahrenabwehr, Risikoschema.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines systematischen Ordnungsrahmens, um die Vielzahl an Maßnahmen zur Bekämpfung des modernen, transnationalen Terrorismus wissenschaftlich strukturiert zu erfassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definitionsproblematik von Terrorismus, die Analyse von Risikostrukturen in den internationalen Beziehungen sowie die detaillierte Klassifizierung sicherheitspolitischer Strategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein idealtypisches 2x2-Schema zu erstellen, in das konkrete staatliche und internationale Mittel zur Terrorismusbekämpfung risikopolitisch eingeordnet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine risikopolitische Kategorisierung angewandt, die den Terrorismus als nicht-traditionelles Risiko behandelt und die Maßnahmen nach ihrer kooperativen oder repressiven Ausrichtung sowie ihrer Funktion in der Prävention oder Präkaution differenziert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt zunächst die Einordnung des Terrorismus als internationales Risiko, gefolgt von der Anwendung des 2x2-Schemas auf konkrete Maßnahmenbereiche wie Kooperation, Intervention, Kompensation und Präparation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Risikopolitik, Terrorismusbekämpfung, Prävention, Präparation, transnationale Netzwerke und Good Governance geprägt.

Warum wird Terrorismus in der Arbeit als "Risiko" und nicht als "Bedrohung" definiert?

Auf Basis der Sicherheitstheorie wird unterschieden, dass eine Bedrohung einen bekannten Akteur mit klarer Absicht voraussetzt, während der Terrorismus durch seine diffusen, wandelbaren Strukturen und unvorhersehbare Vorgehensweisen das Profil eines Risikos erfüllt.

Welche Rolle spielt die "Good Governance" für die langfristige Terrorismusbekämpfung?

Die Arbeit argumentiert, dass Good Governance – wie etwa Rechtsstaatlichkeit und soziale Teilhabe – entscheidend ist, um den Nährboden für Extremismus zu entziehen und so die Entstehung von Terrorismus nachhaltig zu verhindern.

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Details

Title
Terrorismusbekämpfung - Eine idealtypische Klassifizierung von Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung unter risikopolitischen Gesichtspunkten
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Course
Hauptseminar: Terrorismus in der Weltpolitik
Grade
1,0
Author
Magistra Artium Eva Christensen (Author)
Publication Year
2004
Pages
26
Catalog Number
V31478
ISBN (eBook)
9783638324786
Language
German
Tags
Terrorismusbekämpfung Eine Klassifizierung Maßnahmen Terrorismusbekämpfung Gesichtspunkten Hauptseminar Terrorismus Weltpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Eva Christensen (Author), 2004, Terrorismusbekämpfung - Eine idealtypische Klassifizierung von Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung unter risikopolitischen Gesichtspunkten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31478
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