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Magersucht in der weiblichen Adoleszenz. Ätiologie aus psychoanalytischer Sicht und pädagogische Praxis

Título: Magersucht in der weiblichen Adoleszenz. Ätiologie aus psychoanalytischer Sicht und pädagogische Praxis

Trabajo de Seminario , 2015 , 24 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Sarah G. (Autor)

Psicología - Psicología clínica, Psicopatología, Prevención
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Wie begründet die Psychoanalyse die Entstehung von Essstörungen, insbesondere von Magersucht, in der weiblichen Adoleszenz? Welche Rückschlüsse lassen sich daraus für die Therapie und Beratung ziehen und welche Präventionskonzepte lassen sich für die pädagogische Praxis ableiten?

Vorliegende Hausarbeit untersucht die Ätiologie der Magersucht basierend auf psychoanalytischen Erklärungsmodellen und arbeitet deren Relevanz für die pädagogische Arbeit der Prävention von Magersucht heraus.

Der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) des Robert Koch- Instituts (RKI), der von 2003 bis 2006 erstmals umfassende und bundesweit repräsentative Daten zum Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen in Deutschland erhoben hat, brachte alarmierende Ergebnisse. Mehr als ein Fünftel der Jugendlichen in Deutschland im Alter von 11 bis 17 Jahren zeigen demnach erste Symptome einer Essstörung und zum überwiegenden Teil sind junge Frauen von dieser Störung betroffen.

Vertreter*innen der Psychoanalytischen Pädagogik stellen sich in vielfältiger Weise der Aufgabe, den Erkenntnisschatz der Psychoanalyse auf die Pädagogik zu beziehen. Im Laufe der Zeit hat sich die Psychoanalytische Pädagogik einen großen Wissensvorrat angereichert, dessen Potential in vielfältiger Weise ausgeschöpft wird und in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Pädagogik zur Anwendung kommt.

Innerhalb der Psychoanalytischen Pädagogik kann Beratung und (Ess-)Suchtprävention mit dem Ziel der Förderung psychischer Gesundheit in Zusammenhang gebracht werden. Auf dieses Ziel verweist Figdor mit den Worten Freuds, der psychische Gesundheit als die „Fähigkeit eines Menschen, arbeiten, lieben und Glück erleben zu können“ (Figdor 2007) beschreibt.

Damit rückt im Überschneidungsbereich von Pädagogik und Psychoanalyse ins Zentrum der Aufmerksamkeit: Die Suchtprävention im Rahmen von Essstörungen als Aufgabe der Pädagogik, verbunden mit psychischer Gesundheit als ein Ziel der psychoanalytisch-pädagogisch orientierten Erziehung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abgrenzung Adoleszenz und Pubertät - Begriffsklärung

3. Essstörungen bei Mädchen in der Adoleszenz

3.1. Essstörungen als Sucht

3.2. Magersucht als eine Form von Essstörungen

3.3. Psychoanalytische Erklärungsansätze für Essstörungen bei Mädchen

3.3.1. Entstehung von Magersucht auf Grundlage der Triebtheorie

3.3.2. Entstehung der Magersucht auf Grundlage der Objektbeziehungstheorie

3.4. Relevanz für die pädagogische Praxis

4. Hilfen zur Bewältigung der Magersucht

4.1. Beratung und Therapie magersüchtige Mädchen

4.1.1. Beratung als Vorbereitung auf eine Therapie

4.1.2. Mögliche Therapieansätze bei einer Magersucht

4.2. Mögliche Präventionsansätze von Magersucht auf Grundlage psychoanalytischer Erklärungsansätze

5. Resümee und Beantwortung der Forschungsfrage

6. Kritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ätiologie von Magersucht bei Mädchen während der Adoleszenz unter Anwendung psychoanalytischer Erklärungsmodelle. Ziel ist es, aus diesen theoretischen Grundlagen konkrete Handlungsempfehlungen für die pädagogische Beratung und Präventionsarbeit abzuleiten, um betroffene Mädchen frühzeitig zu unterstützen.

  • Psychoanalytische Grundlagen der Essstörungen (Trieb- und Objektbeziehungstheorie).
  • Abgrenzung und Dynamik von Adoleszenz, Pubertät und Essstörungen.
  • Diagnostik und Symptomatik der Anorexia Nervosa.
  • Pädagogische Relevanz und Ansätze zur Suchtprävention.
  • Therapeutische Interventionsmöglichkeiten in Beratung und Therapie.

Auszug aus dem Buch

3.3.2. Entstehung der Magersucht auf Grundlage der Objektbeziehungstheorie

Bei der Objektbeziehungstheorie entstehen als Folge von Internalisierungsprozessen von Objekten psychische Strukturen, wie zum Beispiel die Selbst- und Objektrepräsentanzen, genannt Objekt-Beziehungsrepräsentanzen. Aus den Objekten der Realität, besonders durch die Bezugspersonen der frühen Kindheit entwickeln sich Objekt-Repräsentanzen. Auch auf die Selbstrepräsentanzen wirken die erfahrenen Beziehungen zu den Objekten. Es findet also immer eine Wirkung der äußeren Welt auf die innere Welt der Repräsentanzen statt. ( Wendt 1999, 53f)

Eine Objektbeziehung bezeichnet hier die „Besetzung eines Objektes mit libidinöser oder aggressiver Energie“ (Wendt 1999, 53). Den Körper setzt die Magersüchtige mit dem einverleibten Objekt, nämlich der Mutter gleich, und zwar mit all ihren schlechten und überwältigenden Aspekten. (Ziel: um besser dagegen ankämpfen zu können). Intendiert ist die innige Bindung zwischen Kind und Mutter, deren körperlich einverleibende Erfahrungen die spätere Persönlichkeitsentwicklung des Kindes bedeutend reglementieren. (ebd.) Die „Dyade“ („Zweiheit“, Zweierbeziehung) zwischen Mutter und Kind ist gekennzeichnet durch die orale Kommunikation (durch das Stillen). Die Nahrung und Mutter werden in diesem primären Zustand der Symbiose etwa bis zum zweiten Lebensjahr im Unterbewussten des Kindes als Einheit wahrgenommen (Senf, Broda 1989, 96). Die Befriedigung des Hungergefühls ist die erste Lustempfindung des Säuglings, aber gleichzeitig kann nicht verhindert werden, dass den Bedürfnissen des Kindes in vielen Situationen nicht entsprochen wird (ebd.,95).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Forschungsthema der psychoanalytisch orientierten Pädagogik bei Essstörungen ein und stellt die Relevanz der Thematik für die Arbeit mit Jugendlichen dar.

2. Abgrenzung Adoleszenz und Pubertät - Begriffsklärung: Das Kapitel definiert die Begriffe Pubertät als körperlichen Reifungsprozess und Adoleszenz als psychischen Entwicklungsprozess und setzt diese in Beziehung zueinander.

3. Essstörungen bei Mädchen in der Adoleszenz: Hier werden das Phänomen der Essstörungen, deren Einordnung als Sucht sowie spezifische Erklärungsansätze (Trieb- und Objektbeziehungstheorie) und ihre Bedeutung für die Pädagogik erörtert.

4. Hilfen zur Bewältigung der Magersucht: Dieses Kapitel widmet sich konkreten Beratungs- und Therapiemöglichkeiten sowie präventiven Ansätzen zur Früherkennung und Unterstützung betroffener Mädchen.

5. Resümee und Beantwortung der Forschungsfrage: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die leitenden Forschungsfragen hinsichtlich der psychoanalytischen Begründung und pädagogischen Konsequenzen.

6. Kritik: Der Autor hinterfragt die klassischen psychoanalytischen Erklärungsmodelle kritisch hinsichtlich ihrer linearen Konzepte und fordert eine stärkere Berücksichtigung soziokultureller Faktoren und rekursiver Modelle.

Schlüsselwörter

Magersucht, Anorexia Nervosa, Psychoanalyse, Adoleszenz, Pädagogik, Suchtprävention, Objektbeziehungstheorie, Triebtheorie, Essstörungen, Körperbild, Beratung, Therapie, psychische Gesundheit, Mutter-Kind-Beziehung, Identitätsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entstehung von Magersucht bei Mädchen während der Adoleszenz aus der Perspektive der psychoanalytischen Pädagogik und analysiert, welche Rückschlüsse sich daraus für die präventive und beratende Arbeit ergeben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die psychoanalytischen Theorien (Trieb- und Objektbeziehungstheorie), die Symptomatik der Anorexia Nervosa, die Anforderungen der Adoleszenz sowie Möglichkeiten der pädagogischen Unterstützung und Therapie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erarbeitung einer fachlich fundierten Basis, um psychoanalytisches Wissen für das pädagogische Handeln und die Prävention von Essstörungen bei Jugendlichen fruchtbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer analytischen Auswertung der einschlägigen psychoanalytischen Fachliteratur, um Ätiologien und darauf aufbauende pädagogische Handlungsansätze systematisch zu begründen.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Herleitung der Magersucht aus der Trieb- und Objektbeziehungstheorie sowie auf die Ableitung konkreter Strategien für die Beratung und Prävention im Erziehungsalltag.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Magersucht, Adoleszenz, psychoanalytische Pädagogik, Suchtprävention und psychische Gesundheit als Ziel pädagogischen Handelns.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Triebtheorie und Objektbeziehungstheorie bei der Magersucht?

Die Triebtheorie sieht Magersucht als Abwehr sexueller Wünsche und Flucht in eine orale Fixierung, während die Objektbeziehungstheorie den Körper als mütterliches Objekt betrachtet, das kontrolliert oder abgelehnt werden muss, um Autonomie zu erlangen.

Welche Rolle spielt die Mutter-Kind-Beziehung?

Aus objektbeziehungstheoretischer Sicht wird die Magersucht als Versuch verstanden, sich von einem als überwältigend oder "schlecht" internalisierten mütterlichen Objekt zu distanzieren, was auf Störungen in der frühen Bindungsphase hinweist.

Was kritisiert der Autor an klassischen psychoanalytischen Ansätzen?

Der Autor kritisiert, dass klassische Ansätze zu stark auf lineare Kausalität setzen und den sozialen Kontext sowie die Rolle des Vaters oder der Mehrgenerationenperspektive vernachlässigen.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Magersucht in der weiblichen Adoleszenz. Ätiologie aus psychoanalytischer Sicht und pädagogische Praxis
Universidad
University of Vienna  (Bildungswissenschaft)
Calificación
1
Autor
Sarah G. (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
24
No. de catálogo
V314817
ISBN (Ebook)
9783668146754
ISBN (Libro)
9783668146761
Idioma
Alemán
Etiqueta
Magersucht Essstörung Psychoanalyse Ätiologie Magersucht Adoleszenz Magersucht Frauen Magersucht Adoleszenz Magersucht weibliche Adoleszenz Prävention Magersucht Magersucht Pädagogik Magersucht Psychoanalyse Essstörung Psychoanalyse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sarah G. (Autor), 2015, Magersucht in der weiblichen Adoleszenz. Ätiologie aus psychoanalytischer Sicht und pädagogische Praxis, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314817
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