Das Angebot und die Bibliotheksarbeit haben sich in den letzten Jahren aufgrund neuer Technologien stark erweitert. Seit öffentliche Bibliotheken über Freihandbestände verfügen und für jedermann zugänglich sind, führen Angestellte in Bibliotheken mehr Aufgaben aus als die reine Erschließung und Verwaltung von Büchern. Sie sind in vielen Bereichen mit Menschen in Kontakt, zum Beispiel als Veranstalter oder Wissensvermittler.
Der Austausch mit Kunden und die bibliothekarische Arbeit waren früher auf den Kontakt an der Informationstheke oder am Telefon beschränkt. Durch die Entwicklung und Verbreitung des Internets sind Bibliotheken heute auch online zu finden: sie haben Webseiten, betreiben Blogs und sind auch über die sozialen Netzwerke erreichbar.
Ziel dieser Hausarbeit ist die Klärung der Frage, ob und inwieweit es für Bibliotheken sinnvoll ist, an dem sozialen Netzwerk Facebook teil zu haben. Zu Beginn werde ich mich mit der Relevanz von Social Media im Allgemeinen beschäftigen. Im Folgenden werde ich die Bedeutsamkeit des Marketings auf Facebook beleuchten. Im Anschluss werde ich darstellen, welche Chancen sich für Bibliotheken durch die Präsenz auf Facebook ergeben und kurz beleuchten, welche Probleme hierbei entstehen können. Wichtige Aspekte sind mögliche Anwendungen, die Funktion von Seiten und Erfahrungswerte von Bibliotheken.
Schließlich werde ich die Aspekte gemeinsam betrachten und einen Ausblick geben. In dieser Hausarbeit wird nicht unterschieden zwischen wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Merkmale und Relevanz von Social Media allgemein
2. Die Bedeutsamkeit des Marketings im Social Network Facebook
3. Chancen, Herausforderungen und Probleme von Bibliotheken in Bezug auf Facebook
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und den Nutzen einer Präsenz von Bibliotheken im sozialen Netzwerk Facebook, um zu klären, inwieweit ein Engagement in diesem Medium sinnvoll ist.
- Allgemeine Merkmale und Verbreitung von Social Media
- Bedeutung von Marketingaktivitäten in sozialen Netzwerken
- Chancen durch die Facebook-Präsenz für Bibliotheken
- Herausforderungen, wie Datenschutz und interner Ressourcenaufwand
- Strategische Anforderungen an die Kommunikation in sozialen Medien
Auszug aus dem Buch
3. Chancen, Herausforderungen und Probleme von Bibliotheken in Bezug auf Facebook
Es gibt verschiedene bibliotheksbezogene Applikationen bei Facebook, mit denen Bibliotheken auf ihrer Seite eine schnelle und kostengünstige virtuelle Bibliothek aufbauen und so einen Informationsservice leisten können. Aktivitäten auf anderen Plattformen können eingebunden werden, sodass die Kontakte im Netzwerk informiert werden, ohne überall angemeldet sein zu müssen. Facebook-Mitglieder können durch den „Gefällt mir“-Button eine Seite abonnieren und werden dadurch über Beiträge automatisch informiert. So können Bibliotheken ihr Netzwerk über Veranstaltungen, Hintergrundinformationen, Entwicklungen etc. informieren und mit den Menschen in Kontakt treten. Eine Facebook-Seite oder –Gruppe bietet ähnliche Inhalte wie eine klassische Website in interaktiverer Form. Bibliotheken können ihren Service auf eine neue Art und Weise erweitern (vgl. Schadt u.a. 2010 S. 169 – 171).
Die Inhalte einer Fanseite sind für jeden öffentlich sichtbar und es werden auch Menschen erreicht, die die Internetseite der Bibliothek nicht besuchen (vgl. Baldin 2012, S. 63). Viele Hochschulbibliotheken haben das Potenzial von Facebook erkannt: 2007 waren erst drei deutsche Hochschulen bei Facebook präsent, 2011 waren es 200 (vgl. Hänßler 2012, S. 272).
Ein oft genannter Grund gegen die Benutzung von Facebook ist die Datenschutzproblematik. Die Vorteile überwiegen jedoch. Hänßler (2012, S. 274) schreibt, dass die vorgenommene Datenspeicherung Bibliotheken nicht davon abhalten sollte, Social Media zu nutzen: „Sie gehören zum Alltag der jüngeren Generation, die Facebook teilweise sogar Telefon und E-Mails vorzieht.“ Baldin (2012, S. 62 – 65) ist ebenfalls der Meinung, dass Bibliotheken ohne die Teilnahme an sozialen Netzwerken einen wichtigen Zugang zu ihren Kunden unbeachtet lassen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es wird der Wandel der Bibliotheksarbeit durch neue Technologien beschrieben und das Ziel definiert, den Nutzen von Facebook als Kommunikationskanal für Bibliotheken zu untersuchen.
1. Merkmale und Relevanz von Social Media allgemein: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge sozialer Netzwerke und zeigt die zunehmende Relevanz und Verbreitung von Web-2.0-Anwendungen auf.
2. Die Bedeutsamkeit des Marketings im Social Network Facebook: Der Fokus liegt auf der Funktionsweise von Facebook und der Notwendigkeit einer klaren Strategie für Bibliotheken, um das eigene Image zu verbessern.
3. Chancen, Herausforderungen und Probleme von Bibliotheken in Bezug auf Facebook: Hier werden praktische Möglichkeiten der Facebook-Nutzung sowie die damit verbundenen Herausforderungen wie Datenschutz und Zeitaufwand thematisiert.
4. Fazit: Das Kapitel schließt mit der Erkenntnis, dass eine Facebook-Präsenz für Bibliotheken sinnvoll ist, sofern eine durchdachte Strategie verfolgt wird.
Schlüsselwörter
Bibliotheken, Facebook, Social Media, Marketing, Web 2.0, Kommunikation, Informationsmanagement, Strategie, Datenschutz, Öffentlichkeitsarbeit, Image, Nutzerbindung, virtuelle Bibliothek, Social Media Marketing, soziale Netzwerke.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit es für Bibliotheken sinnvoll ist, eine Präsenz im sozialen Netzwerk Facebook zu unterhalten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen die allgemeine Bedeutung von Social Media, die Wichtigkeit von Marketing in sozialen Netzwerken sowie die spezifischen Chancen und Herausforderungen für den Bibliotheksbetrieb.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Klärung der Frage, wie Bibliotheken durch soziale Netzwerke modern und aktuell bleiben und ihre Kunden besser erreichen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Fachberichten sowie Statistiken zur Nutzung von Web-2.0-Anwendungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung von Social Media, die Bedeutung von Facebook-Marketing und eine Analyse der praktischen Anwendungsmöglichkeiten für Bibliotheken.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Bibliotheken, Social Media, Facebook, Marketingstrategie, Informationsvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit sind zentrale Begriffe.
Wie gehen Bibliotheken laut der Arbeit mit der Datenschutzproblematik bei Facebook um?
Die Autorin stellt dar, dass die Vorteile der Erreichbarkeit der Zielgruppe die Datenschutzbedenken überwiegen, wobei dennoch ein bewusster Umgang mit Daten empfohlen wird.
Welche Bedeutung kommt der strategischen Planung bei der Nutzung von Facebook zu?
Eine gute Strategie ist essentiell, um Ressourcen zu planen, Guidelines festzulegen und Schwierigkeiten im täglichen Umgang mit Nutzern vorzubeugen.
- Citation du texte
- Isabelle Sawatzki (Auteur), 2016, Brauchen Bibliotheken eine Facebook-Seite? Chancen, Herausforderungen und Probleme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314992