Die deutsche Kolonialpolitik in Deutsch-Südwestafrika als Genozid und Vorläufer nationalsozialistischer Gewalt?


Bachelorarbeit, 2013
46 Seiten, Note: 1,3
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Überblick
2.1 Beginn der deutschen Herrschaft in Südwestafrika
2.2 Der Weg in den Krieg
2.3 Der Kriegsverlauf

3 Historischer Überblick
3.1 Genozid: Eine Begriffsdefinition
3.2 Südwestafrika: Schauplatz des ersten deutschen Genozids?
3.2.1 Rezeption und Legitimation im Zuge deutscher Kolonialliteratur

4 Die Kontinuitätstheorie: Forschungskontroversen um die Verbindung zwischen dem Kolonialkrieg und dem Nationalsozialismus

5 Schlussbetrachtung

Abkürzungsverzeichnis

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Internetquellen :

Anhang

1 Einleitung

Trotz kurzer Kolonialzeit des Deutschen Kaiserreiches birgt der Zeitraum von weniger als 30 Jahren ein dunkles Kapitel: Deutsch-Südwestafrika. Als eine der ersten Kolonien des Deutschen Kaiserreiches sollte sie einen Krieg hervorbringen, welcher bisher Anlass für zahlreiche Debatten in der Forschung um die Begriffe Genozid und Völkermord, aber auch um die These der Kontinuität kolonialer und nationalsozialistischer (Massen-)Gewalt war und auch heutzutage immer wieder neues Interesse an deutscher Kolonialgeschichte weckt, nicht nur innerhalb der deutschen Forschungsreihen. Dies zeigt sich deutlich an der Fülle vorhandener und neu erscheinender Fachliteratur zu diesem Thema. Die Unterschiedlichkeit der Literatur zu diesem Thema zeigt jedoch auch, wie kontrovers und umstritten dieses Thema unter den HistorikerInnen ist.

Als Grundlage dieser Arbeit dient eine Auswahl der erwähnten Forschungsliteratur, unter anderem vom Kolonialhistoriker Jürgen Zimmerer, ein Befürworter der Kontinuitätsthese, der zahlreiche Schriften zum Kolonialkrieg verfasst hat. Er stützt sich auf Hannah Arendt, die bereits in ihrem 1955 veröffentlichten Werk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ von einem sogenannten „kolonialen Charakter“ der nationalsozialistischen Ideologie spricht. Zu den Kritikern der Kontinuitätsthese dagegen zählen HistorikerInnen wie Birthe Kundrus, die Zimmerers Argumentation entgegenstehen und andere historische Ereignisse als ausschlaggebende Wegbereiter des Nationalsozialismus’ sehen. Auch internationale Literatur, unter anderem das erst 2011 erschienene Buch „Germany’s genocide of the Herero: Kaiser Wilhelm II, his general, his settlers, his soldiers“ von Jeremy Sarkin-Hughes, wird zur Bearbeitung des Themas herangezogen. Wichtige Quellen für diese Arbeit liefern unter anderem die Akten des Reichskolonialamtes und das Archivgut des deutschen Bundesarchivs.

Im Verlauf der vorliegenden Arbeit sollen die oben genannten Kontroversen näher untersucht werden unter der Fragestellung, inwieweit der Genozidbegriff auf die Ereignisse in Deutsch-Südwestafrika angewendet und davon ausgehend von einer Kontinuität zwischen der deutschen Kolonie und dem Nationalsozialismus gesprochen werden kann. Als Einstieg in die Thematik wird ein historischer Überblick über die Zeit Südwestafrikas als deutsches Schutzgebiet gegeben, um wichtige Ereignisse für den Weg in den Herero- und Namaaufstand herauszustellen, welche grundlegend für eine Argumentation, sowohl im Bezug auf die Anwendung des Genozidbegriffs als auch auf die Kontinuitätsthese, sind. Der zweite Gliederungspunkt wird zunächst auf die Bedeutung des Begriffs „Genozid“ im Kontext der Kolonialgeschichte in Deutsch-Südwestafrika eingehen. Dem Schritt einer Begriffsdefinition folgt dann die zentrale Analyse der Frage, ob die Niederschlagung der Herero und Nama als erster Völkermord der deutschen Geschichte gelten kann. Im Anschluss erfolgt dann die weiterführende Betrachtung der in der Geschichtswissenschaft so umstrittenen These einer Kontinuität vom deutschen Kolonialkrieg in Deutsch-Südwestafrika zum Nationalsozialismus.

Abschließend und mit Blick auf die Ausgangsfrage dieser Arbeit sollen die wesentlichen Ergebnisse und ihre Konsequenzen zusammengefasst und bewertet werden.

2 Historischer Überblick

2.1 Beginn der deutschen Herrschaft in Südwestafrika

Deutsch-Südwestafrika war eine der wenigen Kolonien, die das Deutsche Reich im Zuge einer kurzen Phase kolonialer Expansion erwerben konnte. Den entscheidenden Grundstein sollte ein einzelner Bremer Kaufmann legen. Als die ersten Deutschen das heutige Namibia erreichten, nahmen sie jedoch kein Neuland in Besitz. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts, als sich eine anzustrebende Kolonialpolitik noch nicht im Blickfeld der deutschen Regierung befand, hatten bereits Missionare und eine heterogene Arbeiterschaft von Jägern, Fischern u.a. ihren Weg nach Afrika gefunden und errichteten Missions- und Handelsstationen sowie Schifffahrtsverbindungen.1 Im Jahre 1883 erwarb der eingangs erwähnte Bremer Kaufmann, Adolf Lüderitz, durch einen Vertrag mit dem Bethanierhäuptling2 Joseph Fredericks einen Küstenstreifen im Gebiet von Südwestafrika: Angra Pequena3, eine Meeresbucht, welche durch eine Halbinsel an der Westküste Südwestafrikas gebildet wird.4

Lüderitz, der seine Goldträume in Südwestafrika verwirklichen wollte, konnte in den Folgemonaten zusätzliche Landgewinne durch Kaufverträge mit den Oberhäuptlingen ansässiger Stämme verbuchen, indem er ihnen Geld oder eine Vielzahl an Gewehren bot. Sprachliche Unklarheiten zwischen den Verhandlungspartnern - die Oberhäuptlinge gingen bei Lüderitz’ Flächenangaben von der ihnen bekannten englischen Meile aus, nicht aber von der deutschen Meile - führten zu größeren Landabgaben seitens der indigenen Stämme als von ihnen beabsichtigt. Somit erlangte der Kaufmann einerseits, teilweise wertlose, Landabschnitte mit der Absicht anderen europäischen Kolonialmächten zuvorzukommen. Andererseits ebneten die betrügerischen Kaufverträge den Deutschen ein legitimiertes Eindringen in die Gebiete.5

Bereits ein Jahr später erklärte das Deutsche Kaiserreich formell seinen Herrschaftsanspruch über das deutsche Schutzgebiet6, durch ein Telegramm vom 24. April 1884 des deutschen Reichskanzlers Bismarck, der sonst eher zu den Widersachern deutscher Kolonialpolitik gezählt worden war.7 Im Vordergrund der einsetzenden Expansionen, auch in anderen Teilen Afrikas und in der Südsee, standen Hoffnungen auf großen, wirtschaftlichen Gewinn und das deutsche Großmachtstreben, neben allen anderen europäischen Kolonialmächten einen „Platz an der Sonne“ inne zu haben. Sozialdarwinistische Motive im Sinne eines „Naturgesetzes“ dienten im 19. Jahrhundert zusätzlich als Erklärungsgrundlage.8

Da sich Lüderitz’ Erwartungen nach Gold und Diamanten nicht realisierten, verschlechterte sich seine finanzielle Lage zusehends.9 Er sah sich nach nur zwei Jahren schließlich gezwungen, seine Besitzungen an die eigens gegründete „Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwestafrika“ zu verkaufen.10 Mit der Übernahme reduzierte sich die deutsche Präsenz im Schutzgebiet auf drei deutsche Reichsbeamte: Goering, von Goldhammer und Nels.11 Goering, der von Bismarck als erster „Reichskommissar“ in Südwestafrika eingesetzt wurde12, gelang es, im Laufe seiner Amtszeit sogenannte Schutzverträge mit einigen Oberhäuptlingen, den chiefs, einzugehen. Von deutscher Seite garantierte man „allerhöchsten Schutz“, dessen nähere Definition innerhalb des Vertragstextes ausblieb. Im Gegenzug verpflichteten sich die chiefs, weder Land zu verkaufen, noch Verträge mit anderen Nationen abzuschließen, ohne sich die Zustimmung der deutschen Regierung eingeholt zu haben. Zudem sollten sie deutschen Ankömmlingen Niederlassung und Handel im Schutzgebiet gestatten.13 Auch mit den Hereros konnte ein solcher Vertrag abgeschlossen werden.14 Auf die Jahre „der fröhlichen Erwerbung von Kolonien“, wie Drechsler es beschreibt, folgte 1886 bis 1892 eine Phase äußerster Kolonialmüdigkeit seitens der Deutschen, aber auch die Afrikaner nahmen kaum Notiz von der „deutschen Schutzherrschaft“.15

Die Schutzverträge sind, wenn auch in abgeschwächter Form und von den chiefs zu dem Zeitpunkt noch nicht wahrgenommen, jedoch bereits ein Indiz dafür, was sich in den nachfolgenden Jahren verschärft in Deutsch- Südwestafrika vollziehen sollte: die Verschiebung der Machtverhältnisse innerhalb des Landes zwischen der indigenen Bevölkerung und den deutschen Siedlern. Dass diese Ruhe im Schutzgebiet nicht von Dauer sein würde, lässt sich zudem dadurch erklären, dass allein die Interessen der ins Land strömenden deutschen Siedler - bis 1903 konnten ca. 4674 Siedler in Deutsch Südwestafrika verzeichnet werden - und die der indigenen Bevölkerungsgruppen grundverschieden waren und damit schnell in Konkurrenz treten würden, wie im weiteren Verlauf der Arbeit noch ausführlicher gezeigt werden soll.16

2.2 Der Weg in den Krieg

Je mehr Zeit verstrich, umso lauter wurden die Aufforderungen von Koloniebefürwortern doch endlich zu handeln, um die deutsche Position im Schutzgebiet gegenüber Afrikanern und anderen europäischen Mächten klar zu machen, um Autoritäts- und damit einhergehende Gebietsverluste zu verhindern.17 Unter den ansässigen Herero machte sich allmählich Unruhe breit, hatte man ihnen mit dem Schutzvertrag die Respektierung der bestehenden Sitten und Gebräuche zugesagt, welcher in der Praxis jedoch nicht eingehalten wurde. Der steigende Unwille gegenüber der deutschen Regierung führte zu einem vorläufigen Ende der „Schutzherrschaft“ über Hereroland.18

Mit der Absicht, die deutsche Machtstellung in Deutsch-Südwestafrika wiederherzustellen, reagierte Berlin mit der Entsendung einer kleinen, als Forschungsexpedition getarnten Truppe unter der Leitung von François’. Die Forderung seitens der deutschen Regierung, die Herero dabei in Ruhe zu lassen, missachtete dieser jedoch vollkommen.19 In einem Schreiben an Krauel20 vom 29. Oktober 1889 schreibt er: „Die Europäer haben eben nicht verstanden, dem Schwarzen gegenüber richtig aufzutreten. Sie haben ihm zuviel Rechte zugestanden, alle seine Wünsche erfüllt, ohne zu bedenken, daß dieses von den Negern nur als Schwäche ausgelegt wird. Rücksichtslose Strenge kann hier nur zum Ziel führen [...]“21 und begründet damit seinen Verzicht auf eine diplomatische Verhandlungsstrategien.

Traten die Herero nun weitgehend skeptisch gegenüber den Deutschen auf, mussten sie sich jedoch schlussendlich dem Druck des anwachsenden Truppenkontingents in ihrem Land beugen und erklärten sich 1890 bereit, die deutsche „Schutzherrschaft“ wieder anzuerkennen. Drechsler nimmt an, dass sie die waffentechnische Überlegenheit der Deutschen nicht auch noch gegen sich aufbringen wollten, denn die Herero befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch im Kriege mit den Witbooi-Namas.22 1892 ergab sich schließlich eine überraschende Wendung: nach langen Bemühungen des chiefs der Nama, Hendrik Witboois, kommt es zum Friedensschluss zwischen ihm und dem Oberhäuptling der Herero, Samuel Maharero. Für die Deutschen schien dies alarmierend zu sein, da sich die Nama stets gegen eine Zusammenarbeit gewehrt23 und einen eigentlichen Verbündeten der Deutschen davon überzeugt hatten, dass man nur im gemeinsamen Frieden mit der durch das Eindringen der Deutschen neu entstandenen Lage besser zurecht kommen würde.24

Die Wende in einer - bis dato - relativ ausgeglichenen kolonialen Gesellschaft und Situation brachte jedoch ein ganz anderes Phänomen, das niemand vorhersah und hätte beeinflussen können: Die Rinderpest im Jahre 1897, die den größten Teil der Herero-Rinder vernichtete und eine weitreichende Verarmung der Herero zur Folge hatte. Sie gerieten als Lohnarbeiter in die Abhängigkeit der deutschen Siedler. Eine Epidemie, eine Heuschreckenplage und eine außergewöhnliche Dürre in den Folgejahren 98/99 verschärfte die Lage der Herero zusätzlich.25 Letztendlich die „menschengemachten“ Bedrohungen der Siedler brachten das Fass zum Überlaufen. Zwangsumsiedlungen in räumlich festgelegte Reservate26, Landverkäufe und Landraub schränkten den Landbesitz der Herero immer weiter ein.27 Auch für den Bau von Eisenbahnen mussten sie sowohl Land, welches zu beiden Seiten der Eisenbahnlinie festgelegt wurde, als auch ihre Wasserrechte auf dem Gebiet abgeben. Eine Kreditverordnung vom 23. Juli 1903, in welcher der Verfall von Händlerforderungen an einzelne Afrikaner nach einem Jahr festgelegt wurde, führte nicht zu der eigentlich beabsichtigten Eingrenzung der Missstände, sondern verschlimmerte die Situation noch zusehends, da sich die Händler verstärkt auf die Afrikaner stürzten, um Außenstände innerhalb der Frist eintreiben zu können. Dazu kam ein weiteres, schwerwiegendes Problem: Die völlige Rechtslosigkeit der Afrikaner. Die rassistische Überheblichkeit der Siedler äußerte sich in brutalen Übergriffen und Willkürtaten, ohne jedoch wirkliche Konsequenzen nach sich zu ziehen.28

Die Hereros verloren nach und nach ihre Existenzgrundlage und mussten sowohl ihren wirtschaftlichen als auch sozialen und kulturellen Status einbüßen. Der allmähliche Übergang von Land und Vieh in die Hände der weißen Siedler und die damit verbundene, nachhaltige Verschiebung des Mächteverhältnisses, sollte mit den großen Aufständen 1904 bis 1907 ihren Abschluss finden.

2.3 Der Kriegsverlauf

Die Nachrichten im Januar 1904 über einen Aufstand der Herero trafen auf große Verblüffung der Deutschen. Die Kolonial- und Erinnerungsliteratur titulierte den Ausbruch der Aufstände als unerwartet, dabei hätte auffallen müssen, dass sichtbare Vorbereitungen in Form von umfangreichen Proviantund Ausrüstungskäufen getroffen wurden.29

Dass kaum niemand mit Auseinandersetzungen gerechnet hatte, zeigt die Tatsache, dass sich Theodor Leutwein, Gouverneur in Deutsch-Südwestafrika von 1895-190430, mit dem Großteil der Schutztruppe zur Konfliktlösung mit einem anderen Stamm im Süden des Landes befand.

Die Gerüchte von Ermordungen und Verstümmelungen von Männern, Frauen und Kindern verbreiteten sich wie ein Lauffeuer.31 Tatsächlich äußerten sich die Auseinandersetzungen vorwiegend in Überfallen auf Farmen und Belagerungen von wichtigen Ortschaften, Eisenbahnlinien und Telegraphenleitungen.32 Hingegen aller Gerüchte verschonten die Herero Missionare, Frauen und Kinder33, allerdings töteten sie insgesamt 123 deutsche, männliche Siedler.34

Auf die anfänglichen Erfolge der Aufständischen reagierte Berlin mit massiver Aufstockung der Schutztruppe.35 Der Kaiser forderte eine schnelle Lösung des Konfliktes: „Die Soldaten hätten nicht nur zu kämpfen, sondern, wenn die Ruhe wiederhergestellt ist, zu trösten und wiederaufzurichten.“36 Jedoch herrschte im Allgemeinen eine große Meinungsverschiedenheit über die zukünftige Strategie, da schnelle Erfolgsmeldungen ausblieben. Leutwein ersuchte in einem Briefwechsel mit Samuel Maharero eine friedliche Lösung, da sich einige chiefs verhandlungsbereit zeigten.37 Das „System Leutwein“ war jedoch zum Scheitern verurteilt. Offenbar auf Intervention von zahlreichen Siedlern, die seine „Friedenspolitik“ nicht länger akzeptieren wollten, sondern Vergeltung forderten, verbot der Kaiser ihm alle Friedensverhandlungen mit den Afrikanern.38 Nur kurze Zeit später schickte Berlin einen Ersatz für Leutwein, den neuen Gouverneur und Oberbefehlshaber Lothar von Trotha. Dieser hatte dem Deutschen Kaiserreich bereits in anderen Kolonien bei der brutalen Niederschlagung von Aufständischen gedient.39 Bereits vom Schiff aus ermächtigte er seine Offiziere, jeden bewaffneten „Rebellen“ sofort standrechtlich erschießen zu lassen.40 Da der Kaiser nach dem Ausbleiben schneller Erfolgsmeldungen allmählich sein Interesse an den Ereignissen verloren hatte, erhielt v. Trotha auch keine konkreten Instruktionen, was ihm zur Niederschlagung der Kämpfe einen fatalen Handlungsfreiraum einräumen sollte.41

Am 11. August 1904 sollte es, nach Trothas Plänen, am Waterberg42 zu einer Kesselschlacht kommen, aber mangelnde Kommunikation unter den Deutschen führte zum peinlichen Scheitern der militärischen Aktion. Die Herero, die nach den Gefechten zumindest militärisch besiegt waren, flohen panisch, von den Deutschen verfolgt, in die Omaheke-Wüste, welche den fast sicheren Dursttod bedeutete. Alle Männer sollten erschossen, Frauen und Kinder verschont werden, jedoch gibt es zahlreiche dokumentierte Erschießungen, so Krüger.43

[...]


1 Gesine Krüger: Kriegsbewältigung und Geschichtsbewusstsein. Realität, Deutung und Verarbeitung des deutschen Kolonialkriegs in Namibia 1904-1907, Göttingen, 1999, S. 30 (i. F. z. a.: Krüger: Kriegsbewältigung).

2 Nach Deutsch-Südwestafrika eingewanderter Afrikanerstamm, in: Deutsches Kolonial- Lexikon Online, Art. „Bethanierhottentotten“, http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni- frankfurt.de/Bildprojekt/Lexikon/Standardframeseite.php (i. F. z. a.: Deutsches Koloniallexikon Online).

3 Horst Drechsler: Südwestafrika unter deutscher Kolonialherrschaft, Bd. 1, Berlin, 1966 [Studien zur Geschichte Asiens, Afrikas und Lateinamerikas], S. 29ff. (i. F. z. a.: Drechsler: Südwestafrika).

4 Art. „Lüderitzbucht“, in: Deutsches Kolonial-Lexikon Online.

5 Drechsler: Südwestafrika, S. 31ff.

6 Krüger: Kriegsbewältigung, S. 31.

7 Drechsler, Südwestafrika, S. 30.

8 Horst Gründer: „Neger, Kanaken und Chinesen zu nützlichen Menschen erziehen“ Ideologie und Praxis des deutschen Kolonialismus, in: Thomas Beck u.a. (Hrsg.): Überseegeschichte. Beiträge der jüngeren Forschung; Festschrift anläßlich der Gründung der Forschungsstiftung für vergleichende Europäische Überseegeschichte 1999 in Bamberg, Stuttgart, 1999, S. 254-266, S. 254 (i. F. z. a.: Gründer: Ideologie).

9 Drechsler: Südwestafrika, S. 39.

10 Krüger: Kriegsbewältigung, S. 31.

11 Drechsler: Südwestafrika, S. 42.

12 Art. „Goering“, in: Deutsches Kolonial-Lexikon Online.

13 Krüger: Kriegsbewältigung, S. 40f.

14 Drechsler: Südwestafrika, S. 37.

15 Drechsler: Südwestafrika, S. 45.

16 Benjamin Madley: From Africa to Auschwitz: How German South West Africa Incubated Ideas and Methods Adopted and Developed by the Nazis in Eastern Europe, in: European History Quarterly 35 (2005), Heft 3, S. 429-464, S. 430 (i. F. z. a.: Madley: Africa).

17 Drechsler: Südwestafrika, S. 46.

18 Drechsler: Südwestafrika, S. 51ff.

19 Drechsler: Südwestafrika, S. 57ff.

20 Richard Krauel, einberufen in das Auswärtige Amt , in: Deutsches Kolonial-Lexikon Online, Art. „Krauel“.

21 Akten des Reichskolonialamtes, Nr. 2108, Bl. 33/34, Privatbrief des Hauptmanns v. Francois an Krauel vom 29.10.188; zitiert nach Drechsler, 1966, S. 59.

22 Drechsler: Südwestafrika, S. 69.

23 Krüger: Kriegsbewältigung, S. 41.

24 Drechsler: Südwestafrika, S. 76.

25 Drechsler: Südwestafrika, S. 119f.

26 Henning Melber: Kontinuitäten totaler Herrschaft: Völkermord und Apartheid in >>Deutsch-Südwestafrika<<. Zur kolonialen Herrschaftspraxis im Deutschen Kaiserreich, in: Jahrbuch für Antisemitismusforschung 1 (1992), S. 91-116, S. 94 (i. F. z. a.: Melber: Kontinuitäten).

27 Krüger: Kriegsbewältigung, S. 44f.

28 Drechsler: Südwestafrika, S. 150ff.

29 Krüger: Kriegsbewältigung, S. 46.

30 Melber: Kontinuitäten, S. 96.

31 Jürgen Zimmerer: Krieg, KZ und Völkermord in Südwestafrika. Der erste deutsche Genozid, in: Zimmerer, Jürgen; Zeller, Joachim (Hrsg.): Völkermord in Deutsch- Südwestafrika. Der Kolonialkrieg (1904-1908) in Namibia und seine Folgen, Berlin, 2003, S. 45-63, S. 45 (i. F. z. a.: Zimmerer: Krieg).

32 Krüger: Kriegsbewältigung, S. 47.

33 Drechsler: Südwestafrika, S. 156.

34 Zimmerer: Krieg, S. 45.

35 Jonas Kreienbaum: Koloniale Gewaltexzesse - Kolonialkriege um 1900, in: Alain Chatriot (Hrsg.): Koloniale Politik und Praktiken Deutschlands und Frankreichs 1880-1962, Stuttgart, 2010, S. 155-172, S. 157 (i. F. z. a.: Kreienbaum: Gewaltexzesse).

36 zit. nach: Gunther Spraul: Der „Völkermord“ an den Herero. Untersuchungen zu einer neuen Kontinuitätsthese, in: GWU 39 (1988), S. 713-739, S. 718 (i. F. z. a.: Spraul: „Völkermord“).

37 Krüger: Kriegsbewältigung, S. 48.

38 Zimmerer: Krieg, S. 49.

39 Art. „Trotha“, in: Deutsches Kolonial-Lexikon Online.

40 Zimmerer: Krieg, S. 50.

41 Spraul: „Völkermord“, S. 718f.

42 Aufsteigendes Plateau im Norden des Hererolandes in DSWA, in: Deutsches Kolonial- Lexikon Online, Art. „Waterberg (1)“.

43 Krüger: Kriegsbewältigung, S. 50f.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten

Details

Titel
Die deutsche Kolonialpolitik in Deutsch-Südwestafrika als Genozid und Vorläufer nationalsozialistischer Gewalt?
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,3
Jahr
2013
Seiten
46
Katalognummer
V315011
ISBN (eBook)
9783668146884
ISBN (Buch)
9783668146891
Dateigröße
2046 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsch-Südwestafrika, Genozid, Nationalsozialismus, deutsche Kolonialpolitik, deutsches Kolonialreich, Völkermord
Arbeit zitieren
Anonym, 2013, Die deutsche Kolonialpolitik in Deutsch-Südwestafrika als Genozid und Vorläufer nationalsozialistischer Gewalt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315011

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