Das Produkt Coca Cola. Produktlebenszyklus, Theorie- und Praxis


Hausarbeit, 2014
13 Seiten, Note: 2,7
Walther Schmeckman (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Problemstellung

3 Das Produkt Coca Cola
3.1 Entstehung

4 Phasen des Produktlebenszyklus
4.1 Einführungsphase
4.2 Wachstumsphase
4.3 Reifephase
4.4 Sättigungsphase
4.5 Degenerationsphase

5 Fazit

Darstellungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

1 Einführung

Der Produktlebenszyklus ist ein Marketing Instrument welches die gesamte Lebensdauer eines Produktes darstellt. Es besagt im Kern, dass jedes Produkt am Markt bestimmte Lebenszyklusphasen durchläuft, welche unterschiedliche Absatz- und Gewinnpotentiale aufweisen. Das beinhaltet die Zeit von der Entwicklung eines Produktes bis hin zur Produktelimination, also der Herausnahme des Produkts vom Markt.

Es wird dahingehend in fünf Phasen eingeteilt:

- Einführungsphase
- Wachstumsphase
- Reifephase
- Sättigungsphase
- Degenerationsphase[1] 1

„Grundlage des Konzeptes ist die Annahme, dass der Verlauf eines Produktlebenszyklus einer gesetzmäßigen Entwicklung folgt und jedes Produkt ganz bestimmte Phasen durchläuft, unabhängig davon, ob die absolute Lebensdauer des Produktes Jahrzehnte oder nur einige Monate beträgt.“[2]

Diese Phasen werden in einem variablen Zeitablauf in einem Koordinatensystem dargestellt. Zur Messung des Verlaufs muss eine bestimmte Bezugsgröße hinzugezogen werden. Diese kann die Absatzmenge sein, Umsatz oder auch der Gewinn. Typischerweise wird ein S-Förmiger Verlauf dieser Bezugsgröße unterstellt. In den verschiedenen Phasen empfiehlt dieses Konzept die Anwendung von unterschiedlichen Marketingstrategien wie beispielsweise die der Kommunikationspolitik, Produktpolitik oder Distributionspolitik.[3]

Abb. 1: Beispiel eines klassischen Produktlebenszyklus.[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Problemstellung

Ein wesentlicher Kritikpunkt am Produktlebenszyklusmodell ist die Zeit, welche als einzige Variable zur Erklärung der Bezugsgröße also beispielsweise des Absatzes, des Gewinns oder des Umsatzes verwendet wird. Tatsächlich jedoch gibt es auch andere externe Einflussfaktoren die durch Marketingmaßnahmen gestützt werden müssen.

Beispiele für andere Einflussfaktoren:

- Politische
- Ökologische
- Kulturelle
- Technologischer Fortschritt
- Kommunikation am Markt
- Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
- Wirtschaftliche Marktsituation

Diese Faktoren finden keine Berücksichtigung in diesem Konzept, daher wird unmittelbar ersichtlich, dass dieses Modell eine extreme Vereinfachung der Realität vornimmt.

Es gibt vor diesem Hintergrund tatsächlich empirische Verläufe die nicht diesem idealtypischen S-förmigen entsprechen wie beispielsweise der des Erfrischungsgetränks Coca Cola.[5] Dieses Produkt befindet sich seit Jahrzehnten in der Reifephase, und weigert sich förmlich in die Sättigungsphase überzugehen. Grund hierfür ist das dieses Produkt durch ganz spezielle Marketing Maßnahmen am Leben gehalten wird.[6]

Mit dieser Thematik beschäftigen sich die folgenden Seiten, die näher bringen wie der Produktlebenszyklus theoretisch betrachtet wird und in wie weit die Praxis, in diesem Fall am Beispiel des Erfrischungsgetränks Coca Cola, damit übereinstimmt.

3 Das Produkt Coca Cola

3.1 Entstehung

Coca-Cola sollte ursprünglich eine Rezeptur gegen Kopfschmerzen und Müdigkeit darstellen. John Stith Pemberton ein Apotheker hat diese Rezeptur am 8. Mai 1886 in Atlanta entdeckt. Diese Rezeptur stellte jedoch den Grundstein für das heutige Erfrischungsgetränk Coca-Cola dar.

Anfangs wurde das Getränk noch ausschließlich in Soda Bars für fünf Cent pro Glas angeboten. Die Nachfrage stieg sehr schnell. Diese steigende Nachfrage war auch Pembertons Buchhalter Frank M. Robinson nicht entgangen. Dieser erfand dahingehend den Namen Coca-Cola und den rot weißen Schriftzug in folgender Abbildung. (Abb.2)

Abb. 2: Coca-Cola Schriftzug[7]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nur zwei Jahre später im Jahre 1888 wird der Unternehmer Asa G. Candler aufmerksam und kauft für 2.300 Dollar die Rechte an Coca-Cola. Asa G. Candler glaubt an den Erfolg des Getränks und erfindet es neu indem er es in Flaschen abfüllen lässt. Vier Jahre später gründet er in Atlanta die Coca-Cola Company. Um den Absatz zu steigern vergibt er Abfülllizenzen an selbstständige Konzessionäre. Sein Nachfolger Robert W. Woodruff, welcher ab 1923 Präsident wird hat noch größere Ambitionen bezüglich der Absatzsteigerungen. Er möchte den Kundenkreis noch mehr erweitern und Coca-Cola überall anbieten. Er bekommt für dieses Ziel Unterstützung von Prominenten wie Clark Gable und Greta Garbo welche dem Produkt ein Gesicht geben.

Parallel dazu eröffnet Coca-Cola in Frankreich im Jahr 1919 den ersten europäischen Abfüllbetrieb. Seit 1929 ist das Produkt auch in Deutschland erhältlich. Die erste Flasche in Deutschland füllt eine „Essener Vertriebsgesellschaft für Naturgetränke“ ab. Zunächst sind die Fachwirte skeptisch ob sich das Getränk am Markt durchsetzen wird. So werden im Startjahr gerade einmal 5.840 Kisten Verkauft. Innerhalb von 10 Jahren entstehen jedoch 50 weitere Fabriken, welche ca. 4,5 Millionen Kisten im Jahr produzieren. Die Distribution welche anfangs noch durch Fahrräder und Handkarren erfolgte, wird nun durch Lieferwagen ausgeführt.

Coca-Cola entwickelt sich also sehr schnell und gewinnt in kurzer Zeit immer mehr Kunden. Einen großen Schnitt in dieses schnelle Wachstum macht der zweite Weltkrieg. Wegen Rohstoffmangels wird in den USA der Zucker rationiert. Während der Präsident W. Woddruff seinen Anhängern in US-Uniform ständige Verfügbarkeit des Getränks verspricht, ist in Deutschland bald nichts mehr Verfügbar. Dieser Rohstoffmangel ist der Ursprung der heutigen Orangenlimonade Fanta. Da der Essener Abfüllbetrieb keine Cola mehr verkaufen kann, wird dieser Kreativ und entwickelt im Jahr 1940 das Erfrischungsgetränk Fanta. Als der Krieg vorüber ist wird auch Deutschland wieder mit Rohstoffen versorgt sodass Coca-Cola weiterverkauft wird.

In den 60er Jahren bekennt sich der damalige Präsident John F. Kennedy dazu gerne Coca-Cola zu trinken. Das kurbelt die Absatzmengen an. So werden in Deutschland zwei Jahre später erstmals 100 Millionen Kisten Coca-Cola verkauft. Im Jahr 1968 erscheint in Deutschland Sprite auf dem Markt. Lift und mezzo mix, zwei weitere Erfrischungsgetränke ergänzen die Markenfamilie in der 79er Jahren. 1983 erscheint das erste Light Produkt auf dem Markt. Ein Erfrischungsgetränk, das eine gesunde Alternative darstellen soll, da es weniger Zucker beinhaltet. Im geteilten Deutschland kommen zunächst nur die westdeutschen Bürger in den Genuss von Coca-Cola. Als jedoch die Mauer fällt, verbreitet sich das Getränk sehr schnell im ganzen Land. Am 9 November 1989 werden an einem Mauerdurchgang in wenigen Stunden 70.000 Coca-Cola Dosen verteilt.

„Heute ist Coca-Cola fest in der gesamtdeutschen Gesellschaft verankert. 99 Prozent aller national verkaufen Produkte werden lokal produziert. Zu 95 Prozent nutzt Coca Cola Produktionsfaktoren aus Deutschland. Zahlreiche Standorte der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG in ganz Deutschland decken auf kurzen Wegen den Bedarf der Kunden in Gastronomie und Handel ab. Eines ist jedoch gleich geblieben: Die geheime Rezeptur von Coca Cola, die sicher in einem Safe in Atlanta ruht. Sie ist überall auf der Welt gleich. Seit 1886 enthält Coca-Cola nur natürliche Aromen und keine zugesetzten Konservierungsstoffe.[8]

[...]


[1] Vgl. Jürgen R. Tiedtke, Allgemeine BWL, 2 Auflage, Seite 521

[2] Vgl. Manfred Bruhn, Marketing, 7. Auflage, Seite 63

[3] Vgl. Jürgen R. Tiedtke, Allgemeine BWL, 2 Auflage, Seite 521

[4] Abb. http://produktlebenszyklus.net ( Stand 14.07.2014)

[5] Vgl. Christian Homburg, Marketingmanagement, 4 Auflage, S. 447

[6] http://www.gevestor.de/details/produktlebenszyklus-coca-cola-ist-unsterblich-658700.html (Stand: 15.07.2014)

[7] Quelle: http://www.logospike.com/wp-content/uploads/2014/11/Coca_cola_logo-2.jpg

[8] Die Historie von Coca-Cola: Eine Geschichte von über 125 Jahren Lebensfreude. URL: http://www.coca-cola-deutschland.de/unternehmen/historie (Stand: 16.07.2014)

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Das Produkt Coca Cola. Produktlebenszyklus, Theorie- und Praxis
Hochschule
Rheinische Fachhochschule Köln
Note
2,7
Autor
Jahr
2014
Seiten
13
Katalognummer
V315118
ISBN (eBook)
9783668146181
ISBN (Buch)
9783668146198
Dateigröße
727 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
produkt, coca, cola, produktlebenszyklus, theorie-, praxis
Arbeit zitieren
Walther Schmeckman (Autor), 2014, Das Produkt Coca Cola. Produktlebenszyklus, Theorie- und Praxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315118

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