Einkauf und Beschaffung. Marketing, Management und Beschaffung


Hausarbeit, 2014

29 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einführung
1.1 Definition Einkauf und Beschaffung
1.2 Aufgaben und Ziele der Beschaffung
1.3 Bezugsrahmen / Beschaffungsprozessmodell
1.4 Aufbau der Hausarbeit

2 Aufbau- und Ablauforganisation

3 Beschaffungsmarketing
3.1 Aufgaben und Ziele
3.2 Instrumente und Analysen
3.2.1 Bedarfsanalyse
3.2.2 Beschaffungsmarktforschung
3.2.3 Lieferantenanalyse/auswahl
3.3 Beschaffungsmanagement
3.3.1 ABC-Analyse
3.3.2 XYZ-Analyse
3.3.3 Make or Buy Entscheidung
3.3.4 Beschaffungskonzepte

4 Beschaffungsabwicklung
4.1 Lieferantenverhandlung
4.2 Bestellung
4.3 Bestellüberwachung

5 Fazit

6 Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Ziele & Konflikte beim Einkauf

Abbildung 2: Beschaffungsmodell

Abbildung 3: Aufbau- und Ablauforganisation

Abbildung 4: Einflussfaktoren der Marktverhältnisse

Abbildung 5: Methoden der Marktforschung

Abbildung 6: Informationsgewinnung

Abbildung 7:Trichtermodell bei der Lieferantenauswahl (Klassifizierung)

Abbildung 8: ABC – Analyse

Abbildung 9: Kategorien der Vorhersagegenauigkeit

Abbildung 10: Beschaffungskonzepte

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

1.1 Definition Einkauf und Beschaffung

In der Literatur findet man unterschiedliche Definitionen der beiden Begriffe Einkauf und Beschaffung. In verschiedenen Quellen gilt die Beschaffung als Teil des Einkaufs, andererseits wird auch davon gesprochen, dass der Einkauf ein Teil der Beschaffung ist. Beide Teile gehören jedoch der Materialwirtschaft in der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre an. Eine mögliche Betrachtungsweise ist folgende: Der Kauf einer Flasche Cola in einem Supermarkt stellt einen Einkauf dar und ist sogleich die Beschaffung einer Flasche Cola. Sobald sie diesen Artikel jedoch nicht bezahlen sondern stehlen ist dies ohne Zweifel illegal und somit kein Einkauf mehr. Die Beschaffung der Flasche Cola bleibt aber bestehen. Der Diebstahl gehört keineswegs zur Strategie der Beschaffung eines Unternehmens. In dieser einfachen Darstellung stellt der Einkauf ein Teil der Beschaffung dar. Der Einkauf ist in diesem Beispiel der operative Prozess der dem Ziel der Beschaffung einer Flasche Cola dient. Der Einkauf wird im Zusammenhang mit operativen Tätigkeiten des Einkaufens an sich verwendet, wobei die Beschaffung schon früher in den Prozess eingebunden wird, da die Beschaffung bei der Verbrauchsplanung, Vorplanung von Lieferzeiten und der Bereitstellung von Lager- und Transportkapazitäten beginnt. Die überwiegende Meinung in der betriebswirtschaftlichen Literatur ist, dass der Einkauf ein Teilgebiet der Beschaffung ist. Die Beschaffung wird eher als strategisch und als umfassender, unternehmensweiter Prozess verstanden.[1] +[2]

1.2 Aufgaben und Ziele der Beschaffung

Die Beschaffung ist ein notwendiges Instrument, welches die Versorgung eines Unternehmens sichert. Die Beschaffung hat Aufgrund der Reduzierung der Fertigungstiefe immer mehr an Bedeutung gewonnen. Der Zukauf von Fremdbezogenen Produkten und Dienstleistungen entspricht ca. 50% der Gesamtkosten eines Unternehmens. Einsatzgüter zur Herstellung eines Produktes machen in manchen Branchen bis zu 60% des Nettopreises eines Produktes aus. Daher ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, Zukaufziele so günstig wie möglich einzukaufen.[3]

Dies kann nur durch eine ausführliche und intensive Planung vor der eigentlichen Bestellung geschehen. Jedoch entstehen in der Beschaffung auch einige Konflikte. So sind hohe Beschaffungsmengen gleichbedeutend mit höheren Lagerhaltungskosten. Diese Konfliktlösungen und Planungsmethoden sowie andere entscheidende Faktoren werden in der weiteren Hausarbeit beschrieben.[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Ziele & Konflikte beim Einkauf

Quelle: Bürowissen Kompakt, Aufgaben und Ziele der Beschaffung, o.J., o.S.

1.3 Bezugsrahmen / Beschaffungsprozessmodell

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Beschaffungsprozessmodell

Quelle: Koppelmann: Beschaffungsmarketing, 1999, S.43

1.4 Aufbau der Hausarbeit

Gemäß dem Bezugsrahm versuchen wir einen durch die Unternehmensziele verfolgten Beschaffungsprozess darzustellen. Welche Informationen werden an welcher Stelle des Prozesses gewonnen und wie tragen diese optimierend durch Instrumente & Analysen zum Unternehmenserfolg bei. Wie wirkt das zuständige Management und für welche Konflikte versucht es mittels weiterer Analysen, Lösungen zu finden. Desweiteren gehen wir dabei stationsweise die grundlegende Beschaffungsabwicklung durch.

2 Aufbau- und Ablauforganisation

Die beiden Subjekte Einkauf und Beschaffung sind mit anderen Unternehmensbereichen und –prozessen eng verbunden, was ein hohes Risiko an Reibungsverlusten birgt. Damit Mitarbeiter als Aufgabenträger gemeinsam die unternehmerischen Ziele effizient erreichen können, sind nicht nur fachliche Kompetenzen der Mitarbeiter erforderlich sondern auch adäquate Aufbau- und Ablauforganisatorische Strukturen. Grundprinzipien bei einer solchen Aufbau- und Ablauforganisation sind die Spezialisierung und damit verbundene Lernkurveneffekte der Mitarbeiter sowie die Arbeitsteilung und Koordination[5]. Die Koordination erfolgt in fachlicher Hinsicht (das wie?) über die Zuordnung von Aufgaben zu Aufgabenträgern und die Steuerung der Aufgabenträger über die hierarchische Strukturen im Rahmen der Aufbauorganisation. Die prozessuale Aspekte ( wann? Und wer?) der Leistungserstellung erfolgt durch die Ablauforganisation.[6] +[7] Dies wird in der folgenden Darstellung verdeutlicht:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Aufbau- und Ablauforganisation

Quelle: eigene Darstellung

Die Zuordnung von Aufgaben zu Aufgabenträgern und der Einordnung der Beschaffung / Einkauf in die Unternehmenshierarchie sind die Hauptaufgaben der Aufbauorganisation. Die unterschiedlichen Kompetenzen und Informationsstände der einzelnen Aufgabenträger werden so geregelt, dass alle Mitarbeiter in geordneten Instanz- und Informationsbeziehungen stehen. Die Ablauforganisation versucht, Reibungsverluste zwischen den einzelnen Aufgabenträgern in der täglichen Arbeit zu vermeiden. Hierzu gehören die Festlegung bestimmter Geschäftsprozesse und deren Einbindung in die unternehmensweite Projektarbeit.[8]

3 Beschaffungsmarketing

3.1 Aufgaben und Ziele

„Beschaffungsmarketing ist geplante und zielgerichtete Kommunikation. Die Erfolge sind betriebswirtschaftliche Wertschöpfung.“[9] Ziel ist es, durch systematische Analysen, Beurteilungen und Planung sich eine Transparenz über die Verhaltensweise der Anbieter und Lieferer am Markt zu verschaffen. Um folgend dies als optimierenden Vorteil im Beschaffungsprozess durch Informationsumsetzung nutzen zu können.

- Beeinflussung
- Gestaltung
- Steuerung

Das Beschaffungsmarketing bezieht sich auf das Begleitumfeld und pflegt die Beziehung zu den Lieferanten. Was zu einer langfristigen Sicherung der Einkaufsquellen beiträgt und abschließend zum Zwecke besserer Verkaufsergebnisse. Demnach ist das Aufgabengebiet des Beschaffungsmarketings an den Unternehmensvorgaben gerichtet und das marktorientierte Recherchieren, Gestalten und Handeln dient der Erfüllung notwendiger Versorgungsaufgaben. Für ein effektives Beschaffungsmarketing sind gute Beschaffungsquellen vorausgesetzt. Es sollen Chancen zum Vorteil genutzt und bessere Entscheidungen realisiert, sowie Zeitverluste und Risiken minimiert, oder sogar vermieden werden. Außerdem wird als Begleiteffekt durch die Informationen, das Leistungsverhalten und die Motivation der Mitarbeiter verbessert, um gleichzeitig das Erscheinungsbild des Unternehmens zu optimieren. Damit lässt sich eine wirtschaftliche Differenzierung gegenüber der Konkurrenz realisieren. „Win2win“ Situation gegenüber Arbeitgeber und Nehmer.[10] +[11]

Das strategische Beschaffungsmarketing dient außerdem als Informationsbeschaffer für weitere, elementare Aufgaben:

- Erschließung von Vorteilspotenzialen der Märkte
- Sicherung der Versorgung durch Ermittlung und Aktivierung von Bezugsquellen
- Vorteilsorientierte Beeinflussung des Wettbewerbs[12]

Zusammenfassend formuliert konzentriert sich das Marketing auf das Entdecken und Lösen von (Kunden-) Problemen anderer um damit die eigenen Ziele zu verwirklichen. Stellt man die Probleme anderer also in den Mittelpunkt der eigenen Lösungstätigkeit, gelingt die Zielverwirklichung besser. Die Planung des Marketings zielt mittels Methoden und Instrumenten darauf ab, den Interaktionsprozess günstig zu beeinflussen. Durch Problemanalyse, Problemlösung und Problemkontrolle sollen die Geschäftsprozesse optimiert werden. In unserem Falle, konzentrieren wir uns dabei fortlaufend auf den zu optimierenden Einkaufs & Beschaffungsprozess.[13]

3.2 Instrumente und Analysen

3.2.1 Bedarfsanalyse

Ausgangspunkt einer absatzorientierten Beschaffungsplanung ist die Analyse des Bedarfs. Die Bedarfsanalyse dient zur Feststellung des zukünftigen Bedarfs an Waren oder Dienstleistungen. Das Management muss auf Basis der Marktforschungsergebnisse (siehe 3.2.2) und strategischer Unternehmensziele, eine Prognostizierung der zu erwartenden Nachfrage festlegen. Unter Einfluss der Marktrecherche, richtet sich die Analyse dabei auch auf Ist,- und Vergangenheitszustände, welche mit zu einer Prognose des künftigen Bedarfs führen. Erst dann gelangt eine Planung für die Festlegung der zukünftig zu erwartende Bestellmenge. Ein weiterer, notwendiger Faktor ist der Vorhersagezeitraum um die Planung einzugrenzen. Man spricht hier auch von Planungsperiode, in der das Unternehmen die zukünftige Beschaffung vorsieht. Wichtig ist es hierbei, die richtige Dauer des Zeitraums zu definieren. Plant man diesen beispielsweise zu lang ein, könnten gravierende Absatzänderungen zu wenig berücksichtig werden. Im Gegenzug könnten bei zu geringer Wahl der Dauer des Zeitraums unter Einfluss von kurzfristiger, heftiger Marktschwankungen das Bild verzerren. Die Prognose wäre somit verfehlt und zu ungenau.[14]

Die Gestaltung des richtigen Zeitraums ist betriebsindividuell, denn es muss auch hier die Lieferzeit der Waren berücksichtigt werden. Beispielsweise sollte bei einer 8 monatigen Bezugszeit, auch die Basislänge der Prognose 8 Monate betragen. Denn es stellt sich für uns die Frage, was passiert nach Abgabe der Bestellung innerhalb der 8 Monate bis zur Lieferung.[15]

3.2.2 Beschaffungsmarktforschung

Ein Teilgebiet der Marktforschung bezeichnet man als die Beschaffungs - Marktforschung, sie ist zuständig für das Sammeln und Aufbereitung von Informationen vorhandener und potenzieller Märkte. Die Aufgabe der Beschaffungsmarktforschung ist „die planmäßige, systematisch-methodische Ermittlung, Interpretation und Bereitstellung von Informationen, die der Sicherung und Optimierung der Beschaffungsaufgaben dienen.“[16]

Die Zielsetzung fordert die Transparenz der relevanten Märkte, für die zuständigen Einkaufsstellen zu erhöhen um beschaffungsrelevante Entwicklungen, sowie Auswirkungen der Beschaffungsmärkte auf die internen und externen Erfolgspotenziale, rechtzeitig zu erkennen. Um dies zu realisieren, wird eine ständige Untersuchung der Anbieter, Nachfrager und des Markumfangs, sowie der Marktsituation umgesetzt. Die Tabelle zeigt uns entscheidende Faktoren bei der Untersuchung der Marktverhältnisse:[17]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Einflussfaktoren der Marktverhältnisse

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an : Günther Hirschsteiner: Einkaufs- und Beschaffungsmanagement, 2006, S.200-210

[...]


[1] Vgl.: Krieger-Wischermann-Sorge: Gabler Wirtschaftslexikon, o.J., o.S.

[2] Vgl.: Carsten Körfe. Gewinnwirkung des Einkaufs, 2010, Folie 4+5

[3] Vgl.: Christoph Walter Gabath: Gewinngarant Einkauf, 2008, S.9+10

[4] Vgl.: Rudolf Large: Strategisches Beschaffungsmanagement, 1999, S. 1-2

[5] Vgl.: Rudolf Large: Strategisches Beschaffungsmanagement, 1999, S. 247-249

[6] Vgl.: Hoveler Holzmann: Professionalisierung der Einkaufsabteilung, o.J., o.S.

[7] Vgl.: Für-Gründer: Betriebloiche Leistungserstellung, o.J., o.S.

[8] Vgl.: Für-Gründer: Betriebloiche Leistungserstellung, o.J., o.S.

[9] Vgl.: Günther Hirschsteiner: Einkaufs- und Beschaffungsmanagement, 2006, S.181

[10] Vgl.: Udo Koppelmann: Beschaffungsmarketing, 1999, S.81-82

[11] Vgl.: Günther Hirschsteiner: Einkaufs- und Beschaffungsmanagement, 2006, S.173,180-181

[12] Vgl.: Handelswissen: Beschaffungsmarketing, o.J., o.S.

[13] Vgl.: Udo Koppelmann: Beschaffungsmarketing, 1999, S.80

[14] Vgl.: Carsten Köfer: Beschaffungscontrolling, 2011, S.12

[15] Vgl.: Handelswissen: Beschaffungsmarketing, o.J., o.S.

[16] Vgl.: Günther Hirschsteiner: Einkaufs- und Beschaffungsmanagement, 2006, S.200

[17] Vgl.: Günther Hirschsteiner: Einkaufs- und Beschaffungsmanagement, 2006, S.200 -201

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Einkauf und Beschaffung. Marketing, Management und Beschaffung
Hochschule
Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven; Standort Oldenburg  (Wirtschaftsingenieurwesen)
Note
2,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
29
Katalognummer
V315148
ISBN (eBook)
9783668145320
ISBN (Buch)
9783668145337
Dateigröße
625 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einkauf, Beschaffung
Arbeit zitieren
Erik Burschäpers (Autor), 2014, Einkauf und Beschaffung. Marketing, Management und Beschaffung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315148

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