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Schrei nach (mehr) Demokratie

Title: Schrei nach (mehr) Demokratie

Essay , 2010 , 4 Pages , Grade: ohne Bewertung

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Basics and General
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Summary Excerpt Details

Seit den Protesten gegen Stuttgart 21 geht ein Gespenst in Deutschland um. Die politisch Mächtigen der Republik haben sich gegen dieses Gespenst verschworen. Zweierlei
geht daraus hervor. Der Volksentscheid wird von der Politik bereits als mächtiges Instrument anerkannt. Es ist hohe Zeit, dass die Befürworter ihre Anschauungsweise und ihre Argumente darlegen und dem Gespenst eine Erklärung entgegenstellen.

Die Debatte um eine größere Bürgerteilung wird aufgrund der Demonstrationen gegen Stuttgart 21 und die Castor-Transporte wieder rege geführt. Ergebnis ist die Forderung von über 75 Prozent der Bevölkerung nach mehr Volksentscheiden (Infratest dimap) und die Ablehnung durch die Politik. Das Essays möchte zuerst aufzuzeigen, in welche Widersprüche sich die Politik durch eine Ablehnung verwickelt und anschließend erläutern weshalb nicht ein Mehr an Demokratie, sondern Demokratie an sich die eigentliche Forderung ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Paradoxie der Wählerrolle

3. Auseinandersetzung mit Gegenargumenten zur direkten Demokratie

3.1 Kritik an der Schweiz als Beispiel

3.2 Die Gefahr irrationaler Ängste

3.3 Das Beispiel Hamburg und finanzielle Einflussnahme

3.4 Die Angst vor der „Dagegen-Republik“

3.5 Entfremdung zwischen Bürger und Politik

4. Fazit und Bürgerbilder

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Spannungsfelder zwischen repräsentativer Politik und der Forderung nach direkter Bürgerbeteiligung in Deutschland. Ziel ist es, die paradoxe Haltung des politischen Establishments gegenüber Volksentscheiden aufzuzeigen und zu argumentieren, dass eine Ablehnung plebiszitärer Elemente einer grundsätzlichen Infragestellung der Demokratie gleichkommt.

  • Die Rolle des Bürgers als Souverän versus die Bevormundung durch das politische Establishment
  • Kritische Analyse gängiger Gegenargumente gegen Volksentscheide
  • Untersuchung der "Dagegen-Republik" und der Sorge vor destruktivem Wählerverhalten
  • Die Paradoxie der aktuellen "Scheindemokratie"
  • Gegenüberstellung von zwei entgegengesetzten Bürgerbildern

Auszug aus dem Buch

Die paradoxe Situation des Souveräns

Das politische Establishment fühlt sich scheinbar dazu berufen, den Bürger, also den Souverän, vor schwierigen Sachverhalten beschützen zu müssen, indem diesem die Fähigkeit selbige fundiert beurteilen zu können, abgesprochen wird. Nicht abgesprochen wird ihm allerdings die Fähigkeit in Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahl seinen Willen zu äußern. Das schafft eine paradoxe Situation, wenn davon ausgegangen wird, dass der Wähler seine Wahlentscheidung davon abhängig macht, was die jeweilige Partei zu verwirklichen sucht. Mit anderen Worten, wie die jeweilige Partei gewisse Sachverhalte angehen und lösen will. Das heißt der Bürger ist in der Lage, sich über einen riesigen Katalog an Sachfragen Gedanken zu machen bzw. gedanklich darüber abzustimmen, um dann die Partei zu wählen, mit der er die größte Schnittmenge hat aber gleichzeitig ist er nicht in der Lage über einen einzelnen Sachverhalt abzustimmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den wachsenden Wunsch nach mehr direkter Demokratie, motiviert durch aktuelle politische Proteste, und stellt die Leitfrage nach der paradoxen Haltung der Politik gegenüber Volksentscheiden.

2. Die Paradoxie der Wählerrolle: Dieses Kapitel beleuchtet den Widerspruch, dass Bürgern einerseits die Kompetenz zur Wahl ganzer Parteiprogramme zugestanden, andererseits aber die Urteilsfähigkeit bei einzelnen Sachfragen abgesprochen wird.

3. Auseinandersetzung mit Gegenargumenten zur direkten Demokratie: Hier werden spezifische Einwände gegen Volksabstimmungen, wie die Sorge vor irrationalen Entscheidungen oder einer „Dagegen-Republik“, auf ihre Stichhaltigkeit geprüft.

4. Fazit und Bürgerbilder: Das Fazit fasst zusammen, dass die Kritik an Volksentscheiden in der Konsequenz eine Kritik an der Demokratie selbst darstellt, und leitet aus den Argumenten zwei konträre Bürgerbilder ab.

Schlüsselwörter

Direkte Demokratie, Volksentscheide, Plebiszit, Scheindemokratie, Politisches Establishment, Bürgerbeteiligung, Souverän, Wahlentscheidung, Stuttgart 21, Politische Partizipation, Sachfragen, Grundgesetz, Parlamentarismus, Bürgerbild, Politische Mündigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der aktuellen Debatte um die Einführung oder Ausweitung von direkten demokratischen Elementen wie Volksentscheiden in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle des Bürgers in der Demokratie, die Glaubwürdigkeit des politischen Establishments und die Widerlegung klassischer Argumente gegen Volksabstimmungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass die Ablehnung direkter Demokratie durch die Politik in sich widersprüchlich (paradox) ist und die aktuelle Staatsform als Scheindemokratie entlarvt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Argumentationsanalyse, um die Konsistenz politischer Positionen gegenüber dem Bürger als Souverän zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Einwände, etwa die Angst vor irrationalen Ängsten, die Bedeutung des Grundgesetzes und die Befürchtung eines Bedeutungsverlusts des Parlaments.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie direkte Demokratie, Scheindemokratie, Volkssouveränität und politische Partizipation charakterisiert.

Wie bewertet der Autor das Beispiel der Schweiz?

Der Autor argumentiert, dass die Kritik an der Schweiz als Negativbeispiel oft missbräuchlich verwendet wird, da die wehrhafte Demokratie in Deutschland ohnehin verfassungsrechtliche Grenzen zieht.

Was meint der Autor mit der „Dagegen-Republik“?

Dieser Begriff beschreibt die Angst des Establishments, dass Bürger Volksentscheide destruktiv nutzen könnten, um notwendige, aber unpopuläre Projekte (wie Großbauvorhaben) zu stoppen.

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Details

Title
Schrei nach (mehr) Demokratie
College
University of Marburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Einführung in die Politikwissenschaft
Grade
ohne Bewertung
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2010
Pages
4
Catalog Number
V315178
ISBN (eBook)
9783668146921
ISBN (Book)
9783668146938
Language
German
Tags
schrei demokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2010, Schrei nach (mehr) Demokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315178
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