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Kooperatives Lernen an den Jenaplan-Schulen. Das pädagogische Konzept nach Petersen

Título: Kooperatives Lernen an den Jenaplan-Schulen. Das pädagogische Konzept nach Petersen

Trabajo , 2011 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Francesca Cavaliere (Autor)

Pedagogía - El profesor / Pedagogo
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In den Jena-Planschulen spielt das Lernen und Arbeiten im Team eine große Rolle, denn Petersen, Gründer der Jena-Planschulen war überzeugt, dass sich Erziehung nur in und durch die Gemeinschaft vollzieht. Ebenso gilt kooperatives Lernen als wichtige Anforderung an die moderne Regelschule.

Trotz offensichtlicher Vorteile sind viele Eltern skeptisch, inwiefern Gruppenarbeit zum effektiven Lernzuwachs ihrer Kinder beiträgt. Hinzu kommt, dass viele Schüler/innen an der Regelschule negative Erfahrungen mit Gruppenarbeit gesammelt haben. Auch Lehrer/innen tendieren aus Angst vor Disziplinproblemen und Zeitdruck statt zur Gruppenarbeit lieber zum Frontalunterricht.

Um einschätzen zu können, ob eine schülerorientierte, kooperative Lernform zum Lernerfolg führt oder nicht, muss zunächst bestimmt werden, worin überhaupt das Lernziel dieser Lernform besteht. Da das Lernen in der Gruppe offensichtlich nicht per se zu positiven Lerneffekten führt, müssen zweitens die Bedingungen identifiziert werden, unter denen diese Lernziele erreicht werden können. Es ist folglich wichtig zu klären, welche Rahmenbedingungen im Allgemeinen als ideale Voraussetzung für erfolgreiches kooperatives Lernen angesehen werden können. Im Besonderen soll hier gefragt werden, welche dieser positiven Strukturmerkmale sich auch an den Jenaplan-Schulen identifizieren lassen und inwiefern sich diese von den üblichen Lern- und Lehrbedingungen an deutschen Regelschulen unterscheiden.

In der vorliegenden Arbeit werde ich zunächst zum Stellenwert der Gruppe im pädagogischen Konzept Petersens Bezug nehmen. Dabei soll vor allem das Verhältnis von Gruppe und Gemeinschaft in Abgrenzung zur Klasse bzw. Gesellschaft herausgestellt werden. Auch soll deutlich gemacht werden, welche Lernziele und Vorteile Petersen mit dem kooperativen Lernen verbindet. Dabei beziehe ich mich vor allem auf Petersens „Kleinen Jena-Plan“ selbst. Im zweiten Kapitel möchte ich die an Jena-Planschulen üblichen Rahmenbedingungen und ihre Relevanz für das kooperative Lernen erläutern. Dabei stütze ich mich neben der Literatur zur Jena-Planpädagogik auch auf zwei unabhängige Werke zum Thema kooperatives Lernen von Konrad & Traub sowie Klippert, welche wichtige Hinweise zu den notwendigen Rahmenbedingungen für kooperatives Lernen enthalten. In der abschließenden Schlussfolgerung sollen alle wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit in Hinblick auf die Ausgangsthese zusammengefasst werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung der „Gruppe“ im pädagogischen Konzept Petersens

2.1. Begriffsbestimmung: Gruppe als Teil der Gemeinschaft

2.2. Vorteile des Gruppenarbeit laut Petersen

3. Rahmenbedingungen für kooperatives Lernen

3.1. Die Lernenden

3.1.1. Vorkenntnisse und Einstellung der Lernenden

3.1.2. Gruppenzusammensetzung

3.2. Leistungserfassung

3.2.1. Aufgabenstellung

3.2.2. Bewertung

3.3. Organisatorische Rahmenbedingungen

3.3.1. Räumliche Ausstattung

3.3.2. Zeitmanagement

4. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, unter welchen Rahmenbedingungen kooperatives Lernen an Jenaplan-Schulen erfolgreich umgesetzt werden kann, um Lernenden sowohl zur individuellen Entfaltung als auch zur sozialen Integration zu verhelfen.

  • Stellenwert der Gruppe im pädagogischen Konzept von Peter Petersen
  • Anforderungen an die Zusammensetzung und Vorbereitung der Lernenden
  • Konzepte zur leistungsorientierten und motivierenden Bewertung
  • Organisatorische Voraussetzungen wie Raumgestaltung und Zeitmanagement
  • Vergleich und Einordnung der Jenaplan-Prinzipien in den modernen Schulalltag

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Vorkenntnisse und Einstellung der Lernenden

Gruppenarbeit fördert nicht nur die kooperativen Kompetenzen der einzelnen Gruppenmitglieder, sondern setzt diese auch voraus. Eine wichtige Voraussetzung für kooperativen Unterricht ist es daher, die Lernenden möglichst früh an die Arbeit in Gruppen und das Leben in der Gemeinschaft zu gewöhnen, um ihnen so die Vorteile dieser Lernmethode erfahrbar zu machen. Am besten geschieht dies schon in der Primarstufe z.B. in Form eines ritualisierten Montagmorgenkreises (vgl. Konrad/Traub 2005, S. 52 -55).

Ein eben solcher Gesprächskreis am Montagmorgen ist von Beginn an ein fester Bestandteil der Jena-Planpädagogik gewesen, denn das Gespräch zählt neben Arbeit, Feier und Spiel zu den vier Urformen des Lernens (vgl. Petersen 2001, S. 99). Das Kreisgespräch bietet zudem die Gelegenheit zur Metadiskussion über Ziele sowie Vor-und Nachteile der Gruppenarbeit. So kann beispielsweise das Kreisgespräch dazu genutzt werden, dass die Lernenden aufgetretene Konflikte während der Stammgruppenarbeit reflektieren. (Team der Jenaplan-Schule Jena, S. 13).

Eine unerlässliche Voraussetzung für effektive Gruppenarbeit ist es zudem die „soziale Kohäsion“ zwischen den Schülern zu fördern, d.h. das Solidaritätsgefühl der Schüler zu stärken, so dass sie einander gerne helfen (vgl. Konrad/Traub, S. 52). Um das zu erreichen, sollten die Lernenden möglichst auch außerhalb des Unterrichts Zeit miteinander verbringen, z.B. in Form einer Klassenfahrt oder eines gemeinsamen Essens. Ziel ist es dabei, eine positive Grundstimmung unter den Lernenden zu entwickeln, sodass sie sich „in der Gemeinschaft akzeptiert und ermutigt fühlen“. (vgl. Klippert 2009, S. 49).

All diese Forderungen spiegeln sich in Petersens Vorstellung von der Schule als „Familienschule“ wieder, in der die Schüler/innen möglichst lange Zeit zusammen lernen sollen, um so zu einer Schulgemeinschaft zusammenzuwachsen (Petersen 2001, S. 41/77). Dies wird auch dadurch gefördert, dass vielen Jenaplan - Grundschulen bereits eine Vorschule angegliedert ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Teamarbeit im Jenaplan-Konzept und formuliert die Forschungsfrage bezüglich notwendiger Rahmenbedingungen für kooperatives Lernen.

2. Die Bedeutung der „Gruppe“ im pädagogischen Konzept Petersens: Dieses Kapitel definiert die Gruppe als Teil der Gemeinschaft im Kontrast zum gesellschaftlichen Zweckdenken und erläutert die pädagogischen Vorteile der Gruppenarbeit.

3. Rahmenbedingungen für kooperatives Lernen: Hier werden die Voraussetzungen für erfolgreiche Gruppenarbeit analysiert, unterteilt in die Vorbereitung der Lernenden, Methoden der Leistungserfassung und notwendige organisatorische Aspekte.

4. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die anhaltende Relevanz des Jenaplan-Modells als Vorbild für moderne Regelschulen.

Schlüsselwörter

Jenaplan, kooperatives Lernen, Stammgruppe, Schulgemeinschaft, Peter Petersen, Gruppenarbeit, Sozialform, Leistungsheterogenität, pädagogische Situationen, Lernbegleiter, Schulwohnstube, Wochenplan, personale Bezugsnorm, soziale Kohäsion, Reformpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem pädagogischen Konzept des Jenaplan-Schulsystems und dessen spezifischen Rahmenbedingungen, die ein erfolgreiches kooperatives Lernen von Schülern ermöglichen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind das Verständnis von Gemeinschaft gegenüber Gesellschaft, die Rolle des Lehrers als Lernbegleiter sowie die praktische Gestaltung des Unterrichts durch Raumkonzepte und Zeitmanagement.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, welche strukturellen Merkmale der Jenaplan-Schule kooperatives Lernen begünstigen und wie diese sich von herkömmlichen Regelschulen unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, insbesondere unter Einbezug von Peter Petersens „Kleiner Jena-Plan“ sowie ergänzender Fachliteratur von Konrad, Traub und Klippert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert dargelegt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bedeutung der Gruppe bei Petersen, die notwendigen Voraussetzungen bei den Lernenden, die Gestaltung der Leistungserfassung sowie die Bedeutung der räumlichen und zeitlichen Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Jenaplan, Schulgemeinschaft, Stammgruppe, Leistungsheterogenität und Reformpädagogik bilden den Kern der terminologischen Ausrichtung.

Wie unterscheidet sich die Bewertung im Jenaplan von herkömmlichen Schulen?

Anstatt einer rein sozialen Bezugsnorm, die Konkurrenz fördern kann, setzt das Jenaplan-Modell auf eine personale Bezugsnorm, die individuelle Lernfortschritte und menschliche Werte stärker in den Vordergrund stellt.

Warum spielt die „Schulwohnstube“ eine wichtige Rolle?

Die Gestaltung des Klassenraums als „Schulwohnstube“ signalisiert Offenheit und Vielfalt, was Gemeinschaftsgefühle fördert und den starren Frontalunterricht zugunsten kooperativer Lernformen überwindet.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Kooperatives Lernen an den Jenaplan-Schulen. Das pädagogische Konzept nach Petersen
Universidad
University of Potsdam  (Erziehungswissenschaften)
Curso
Die Jenaplan-Schule
Calificación
1,7
Autor
Francesca Cavaliere (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
17
No. de catálogo
V315222
ISBN (Ebook)
9783668145405
ISBN (Libro)
9783668145412
Idioma
Alemán
Etiqueta
Petersen Jenaplan kooperatives Lernen alternative Schulformen Gruppenarbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Francesca Cavaliere (Autor), 2011, Kooperatives Lernen an den Jenaplan-Schulen. Das pädagogische Konzept nach Petersen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315222
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