Die Qualifikation von Praktikanten in der beruflichen Ausbildung. Eine reflektierende Dokumentation


Praktikumsbericht / -arbeit, 2015

23 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Die Praktikumsstelle
2.1 Arbeitsinhalte
2.2 Betrieb und Rahmenbedingungen
2.3 Zielgruppe und Projektinhalt

3. Planung und Durchführung - Theorie und Praxis
3.1 Lerntheoretische Ansätze
3.2 Planung
3.3 Modell der vollständigen Handlung - Durchführung

4. Evaluation und Qualitätssicherung

5. Projektmanagement

6. Blog-Reflexion

7. Fazit/Perspektive

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Rahmen des Moduls 3b „Praxis der Mediendidaktik“ des Studiengangs B.A. Bildungswissenschaften wird sich mit theoretischen Grundlagen und bil- dungswissen-schaftlichen Theorien und Modellen in einem praxisorientierten Kontext auseinander gesetzt. Somit wird die Grundlage dieser Arbeit durch den reflexiven Rahmen eines Praktikums in einem fachlich angrenzenden Bereich gebildet, dessen Ziel es ist, durch reflektierendes Erfahren und gesteuertes Ler- nen in der Praxis seine eigenen Kompetenzen zu erweitern. Das im Folgenden beschriebene Praktikum dient vornehmlich dazu, den Auszubildenden, Studen- ten (Hamburger Model) und den Praktikanten eines Verlages die im Ausbil- dungsrahmenlehrplan verankerten Lernziele und Kompetenzen zu vermitteln. In der vorliegenden Arbeit wird ein vollständiger Überblick über das Projekt gegeben: von der Planung, Gestaltung, Durchführung bis zur Evaluation. Es sei darauf hingewiesen, dass das Praktikum bereits einige Jahre zurückliegt und die reflexive Arbeit daher rückblickend verfasst wird. Als Erstes wird das Un- ternehmen und dessen Aufgabenbereich vorgestellt sowie bestimmte Faktoren, die einen erheblichen Einfluss auf die Ausbildungsmaßnahmen im Unterneh- men hatten. Im weiteren Verlauf der Arbeit sollen die Inhalte des Praktikums bzw. des Projekts nicht nur in einen theoretischen Rahmen eingebunden wer- den, sondern es wird angestrebt, den vorab erläuterten Lehr/Lernumgebungen ein denkbares didaktisches Design zuzuweisen.

Im Kapitel 4 widmet sich die Verfasserin dieser Arbeit der Qualitätssicherung und Evaluation. Hierbei wird auf die folgenden Fragen eingegangen: Was ist Qualität und wie ist diese messbar? Wie kann diese durch Qualitätssicherung gewährleistet werden? Außerdem soll untersucht werden, wie man durch Eva- luation feststellen kann, ob eine Lehrmaßnahme sinnvoll geplant und gestaltet wurde. Darüber hinaus wird sich in diesem Abschnitt damit beschäftigt, welche Möglichkeiten zur Verbesserung aus der Evaluation resultieren können und schließlich damit, welche Umsetzung es findet. Weiterhin wird sich in Kapitel 5 der Theorie und reflexiv dem Praktikum im Bezug auf Projektmanagement gewidmet. Als nächstes wird der zu dieser Arbeit geführte Blog betrachtet.

Um einen angenehmen Lesefluss zu gewährleisten, wird im folgenden Text nur von Auszubildenden gesprochen und diese auch nur als solche thematisiert, auch wenn ebenso Studenten sowie Praktikanten betreut wurden. Weiterhin wird, ungeachtet des Geschlechts, bei Personen nur die männliche Form verwendet. Dies stellt keine Diskriminierung der weiblichen Form dar.

2. Die Praktikumsstelle

Das Praktikum fand innerhalb einer Verlagsvertretung statt. Die Verlagsvertretung agierte unabhängig als Mittler zwischen Anzeigenkunden und einem Verlag. Der Verlag ist in mehr als 40 Ländern tätig. Innerhalb der Jahre 2002 bis 2010 war die Autorin dieser Ausarbeitung unter anderem als Ausbildungsbeauftragte in der Verlagsvertretung tätig. Neben der Verfasserin arbeiteten dauerhaft vier feste Anzeigenverkäufer, zwei studentische Hilfskräfte sowie eine feste Teilzeitkraft im Unternehmen. Die Verlagsvertretung stellte 2010 ihre Tätigkeiten für den Verlag ein.

2.1 Arbeitsinhalte

Im Allgemeinen war die Verlagsvertretung ein Anzeigenverkaufsbüro das neben dem klassischen Anzeigengeschäft auch zuständig für die Betreuung bzw. die Organisation, sowie für die Abwicklung von Sonder- veröffentlichungen in der Regionalausgabe verantwortlich war. Dazu gehörte die Themenfindung, Recherche und Datenpflege potenzieller Anzeigenkunden, Verkaufsgespräche mit Anzeigenkunden, Umfangsbestimmung, Layout und Redaktionsplanung. Damit einhergehend fiel das Vorbereiten der Verkaufsunterlagen, die Erstellung von Angeboten und Auftragsbestätigungen ebenso in den Zuständigkeitsbereich der Verlagsvertretung wie die Preisverhandlung mit der Anzeigenleitung (intern) und Anzeigenkunden bzw. Agenturen (extern). Somit koordinierte das Unternehmen die ganzheitliche Abwicklung von Anzeigenauf- trägen, die auch die Kontrolle und das Erstellenlassen von Druckunterlagen umfasste, sowie eine mögliche Reklamationsbearbeitung. Dies beinhaltete kon- tinuierliche Absprachen mit der Anzeigendisposition des Verlages, dem An- zeigensatz, welcher die Anzeigen für einige Kunden gestaltete, sowie mit den Redakteuren oder Agenturen, die im Rahmen von Anzeigensonder- veröffentlichungen den Text bzw. ganze gestaltete Seiten lieferten.

2.2 Betrieb und Rahmenbedingungen

Aufgabe der Abteilung, respektive der Verlagsvertretung, war es Wissen und Kompetenzen des Anzeigengeschäfts, den Auszubildenden des Verlages zu vermitteln. „Unter einer Kompetenz wird dabei die Fähigkeit verstanden, Wissen und Können in den jeweiligen Fächern zur Lösung von Problemen anzuwenden.“ (vgl. Humboldt-Universität zu Berlin, Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, o.J.). Von der betrieblichen Seite aus kann Kompetenz wie folgt beschrieben werden: „Der Auszubildende kann dann kompetent handeln (Handlungskompetenz), wenn er sein Handeln ständig an die Auswirkungen seines Handelns orientiert (Handlungsorientierung)“ (vgl. Hartmann, Jacobs, & Preuße, 2006, S. 85). Im klassischen dualen System der Berufsausbildung wird das arbeitsbezogene Wissen einerseits theoretisch, in Form von arbeitsorientiertem Lernen (vgl. Dehnbostel, 2010, S. 33) in der Be- rufsschule vermittelt und andererseits in der Praxis, dann als arbeitsgebundenes Lernen (vgl. Dehnbostel, 2010, S. 33) theoretisches Wissen anwendbar zu ma- chen, sowie praxisbezogene Kompetenzen zu erlernen und zu erfahren. Diese Funktion, den praktischen Teil abzudecken, soll die Verlagsvertretung über- nehmen (vgl. Ständige Konferenz der Kultusminister, 2006, S. 3ff).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Berufsausbildung nach Gonschorrek

Zugrunde lagen die seinerzeit aktuellen, von der Ständigen Konferenz der Kul- tusminister und -senatoren der Länder (KMK) festgelegten, Lerninhalte des Rahmenlehrplans Verlagskaufmann, ab 2006 dann Medienkaufmann in Digital und Print. Ziel des Rahmenlehrplans ist es als Medienkaufmann in der Lage zu sein, qualifizierte, markenorientierte und kaufmännisch verwaltende Aufgaben eigenständig zu planen und durchzuführen, dabei werden innerhalb des Rah- menlehrplans keine Lehr/-Lernmethoden vorgegeben. Auch wird beschrieben, dass der Schwerpunkt dieses Ausbildungsberufes im Bereich des Verkaufes und Marketings gesehen wird (vgl. Ständige Konferenz der Kultusminister, 2006, S. 6). Der in Lernfelder gegliederte Rahmenlehrplan Bereich Verkauf sollte unter anderem mit der oben beschriebenen Abteilung abgedeckt werden, dabei waren die formulierten Lernziele des Lernfeldes 6 bezüglich des Anzei- gengeschäfts im Printbereich relevant und richtungsweisend (vgl. Ständige Konferenz der Kultusminister, 2006, S. 13).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 - Teilinhalt eines Rahmenlehrplans

2.3 Zielgruppe und Projektinhalt

Aufgabe war es, den Auszubildenden des Verlages das Anzeigengeschäft näherzubringen und in die verschiedenen Arbeitsabläufe einzuarbeiten. Des Weiteren gehörte hierzu die Leistungsbewertung der Auszubildenden sowie ein Feedbackgespräch mit ihnen führen. Die bereits durch den Verlag eingestellten Auszubildenden durchlaufen innerhalb von zweieinhalb oder drei Jahren, in jeweils etwa drei Monaten andauernden Durchgängen, nicht nur verschiedene Abteilung des Verlags, sondern hospitieren auch bei Verlags- partner. So soll sichergestellt werden, dass alle Lerninhalte des Rahmenlehr- plans abgedeckt werden, um eben die in 2.2 angesprochene Handlungskompe- tenz zu vermitteln. Berufliche Kompetenzen, so Dehnbostel (2010), ist ein im- mer vorläufiges Ergebnis der Kompetenzentwicklung eines Lernenden und dessen Eignung selbstverantwortlich zu handeln. Im beruflichen Sinne, sind es die Fähigkeiten, Kenntnisse, Fertigkeiten, Einstellungen und Werte, die eine umfassende fachliche und soziales Handeln eines Einzelnen innerhalb einer organisierten Arbeit zulassen und somit subjektbezogen. Dagegen sind Quali- fikationen jene Fähigkeiten, Kenntnisse, etc. jedoch im Sinne ihrer Verwert- barkeit auf dem Markt, also der Nachfrage zu verstehen (vgl. Dehnbostel, 2010, S. 16ff). Über die berufliche Handlungskompetenz hinaus, spielt die re- flexive Handlungsfähigkeit eine wesentliche Rolle, die es einem ermöglicht jene erworbenen Kompetenzen individuell und selbstgesteuert anzuwenden und reflexiv auf Verhaltensweisen und die damit zusammenhängende Arbeits- und Sozialstrukturen in Verbindung zu bringen (vgl. Dehnbostel, 2010, S. 21f).

3. Planung und Durchführung - Theorie und Praxis

Die bereits unter 2.2 beschriebenen Rahmenbedingungen erfordern didaktisches Planen, um eine bestmögliche Qualifizierung der Auszubildenden zu gewährleisten. Die Didaktik als Lehre vom Lehren und Lernen soll zur Bildung verhelfen. Im Folgenden soll nun kurz auf die verschiedenen Lerntheoretischen Ansätze eingegangen werden, eine ausführlichere Betrachtung würde den Rahmen der vorliegenden Arbeit jedoch übersteigen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Die Qualifikation von Praktikanten in der beruflichen Ausbildung. Eine reflektierende Dokumentation
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung)
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
23
Katalognummer
V315258
ISBN (eBook)
9783668215931
ISBN (Buch)
9783668215948
Dateigröße
2104 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
qualifikation, praktikanten, ausbildung, eine, dokumentation
Arbeit zitieren
Jana Wurdel (Autor), 2015, Die Qualifikation von Praktikanten in der beruflichen Ausbildung. Eine reflektierende Dokumentation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315258

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