In dieser Arbeit soll sich der Frage gewidmet werden, was Medien und speziell digitale Medien sind und wie weit diese Einzug in die Erwachsenenbildung gehalten haben. Dies soll am Beispiel der Fort- und Weiterbildungen der Axel Springer SE erläutert werden. Axel Springer SE ist ein Konzern dessen Ziel es ist das führende Unternehmen im Bereich der digitalen Medien zu werden (vgl. Axel Springer SE). Den Rahmen dieser Arbeit soll die Individualisierungsthese von Ulrich Beck bilden.
War es noch in den 1970ern speziell das Massenmedium Fernsehen, welches Informationen vermittelte und als politisch und ökonomisches Instrument betrachtet wurde und dessen Umfang und Art der Übermittlung von Inhalten infrage gestellt wurde, so ließ sich in den letzten Jahrzehnten eine rapide Weiterentwicklung der Medien beobachten, wie z.B. die des Internets. Diente es in den 1990ern noch zur Bereitstellung von Informationen, so wird es in den letzten Jahren unter dem Namen Web 2.0 vermehrt zur interpersonellen Kommunikation genutzt. Web 2.0 ist ein Raum, in dem nicht nur Informationen bereitgestellt werden, sondern aktiver Wissensaustausch geschieht wie etwa auf Plattformen wie Wikipedia. Jenes Web 2.0 hat eine Wichtigkeit erreicht, dass auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aktiv Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungsprozesse unterstützt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
3. Erwachsenenbildung, Medien und Medienkompetenz
3.1 Lebenslanges Lernen – Bildung nach der Schule
3.2 Medien – digitale Medien – neue Medien
3.3 Medienkompetenz
3.4 Soziales Lernen und neue Medien
3.5 Neue Medien und Bildung – Ein konstruktivistischer Ansatz?
4. Betriebliche Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen
4.1 Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen eines Medienunternehmens - Axel Springer SE
4.2 Axel Springer Initiative „Move“
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Rolle digitaler Medien in der modernen Erwachsenenbildung und betrieblichen Weiterbildung, wobei der Fokus insbesondere auf der praktischen Umsetzung bei der Axel Springer SE liegt. Dabei wird analysiert, wie Medienkompetenz gefördert werden kann und wie digitale Ansätze traditionelle Lernformen ergänzen.
- Die Individualisierungsthese nach Ulrich Beck als theoretischer Hintergrund
- Konzeptualisierung von Lebenslangem Lernen und Medienkompetenz
- Konstruktivistische Lernansätze im Kontext neuer Medien
- Betriebliche Weiterbildung als Instrument der Fachkräftesicherung und Bindung
- Die „Move“-Initiative der Axel Springer SE als Fallbeispiel
Auszug aus dem Buch
4.2 Axel Springer Initiative „Move“
Neben jener Auswahl an Seminaren hat AS eine Initiative mit dem Namen „Move“ ins Leben gerufen. „Move“ steht hier für ein Erwachen und Bewegung innerhalb eines Unternehmens, welches sich mitten im Digitalen Wechsel befindet. „Move“ beinhaltet eine ganze Reihe von Ausführungen, Maßnahmen und Angeboten, die sich mit dem Thema der digitalen Welt auseinandersetzen. Das Ziel ist es jeden einzelnen Angestellten zu motivieren, seine individuelle Reise zu beginnen und ein „Mover“ zu werden. Und AS begleitet seine Angestellten auf dieser Reise zum Digitalen Wandel, sodass es von einem eher abstrakten Begriff/Unternehmensziel zu etwas wird, was sie für sich leben können.
Aktivitäten, die im Rahmen der „Move“ Initiative angeboten werden, orientieren sich am Dreiheits-Konzept „Wissen-Dialog-Aktion“. Neues Wissen soll anhand eines Austauschs mit Kollegen und Experten übermittelt werden, und damit auch die Umsetzung handfester Ideen vorangetrieben werden. Zum Beispiel werden „move“-Maßnahmen in der Mittagspause oder noch morgens vor der Arbeit ausgeführt, da diese in der Regel kurzgehalten sind. Veranstaltungen, bei denen man sich vorab anmelden muss, sind nicht mehr nötig. Außerdem zeichnen sich diese Anwendungen dadurch ab, dass ein schnelles Verbraucherfeedback ermöglicht wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die rasante technologische Entwicklung vom Massenmedium Fernsehen hin zum Web 2.0 und definiert das Ziel, den Einzug digitaler Medien in die Erwachsenenbildung am Beispiel der Axel Springer SE zu untersuchen.
2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel verknüpft die Arbeit mit der Individualisierungsthese von Ulrich Beck, um den Wandel von Sozialformen und die steigende Bedeutung von Bildung für die Lebenssicherung im Arbeitsmarkt zu begründen.
3. Erwachsenenbildung, Medien und Medienkompetenz: Es werden grundlegende Anforderungen an heutige Fachkräfte definiert, der Stellenwert des lebenslangen Lernens erläutert und mediendidaktische Ansätze sowie die vier Teilfähigkeiten der Medienkompetenz nach Baacke diskutiert.
4. Betriebliche Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen: Der Abschnitt analysiert aktuelle Trends in der betrieblichen Weiterbildung, belegt deren Notwendigkeit durch Statistiken und stellt konkrete Maßnahmen der Axel Springer SE sowie deren Initiative „Move“ vor.
5. Fazit: Das Fazit schließt, dass digitale Medien zwar keinen Ersatz für konventionelles Lernen darstellen, jedoch bei angemessener didaktischer Gestaltung Lernszenarien flexibilisieren und motivierend wirken können, wobei insbesondere große Unternehmen den Wandel aktiv vorantreiben.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Erwachsenenbildung, Medienkompetenz, Lebenslanges Lernen, Axel Springer SE, Betriebliche Weiterbildung, Konstruktivismus, E-Learning, Wissen-Dialog-Aktion, Medienpädagogik, Individualisierung, Soziales Lernen, Digitale Medien, Wissensmanagement, Innovationsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie digitale Medien in der betrieblichen Weiterbildung eingesetzt werden, um Mitarbeitern die notwendigen Kompetenzen für den digitalen Wandel zu vermitteln.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Mediendidaktik, den Theorien zum lebenslangen Lernen sowie der praktischen Implementierung von digitalen Lernformaten in Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Einzug digitaler Medien in die Weiterbildungspraxis am Beispiel des Medienunternehmens Axel Springer SE zu veranschaulichen und theoretisch einzuordnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung, die mit einer explorativen Analyse von Unternehmensinitiativen (Fallbeispiel Axel Springer SE) und statistischen Daten zur betrieblichen Weiterbildung kombiniert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Medien- und Bildungsbegriffs sowie eine detaillierte Darstellung der betrieblichen Weiterbildungslandschaft und spezifischer interner Konzepte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Medienkompetenz, Individualisierung, lebenslanges Lernen, digitale Transformation und konstruktivistische Lernansätze.
Was genau bedeutet das "Dreiheits-Konzept" bei Axel Springer?
Das Konzept "Wissen-Dialog-Aktion" bildet die methodische Basis der "Move"-Initiative, um durch Wissensaustausch, Kommunikation und praktische Anwendung Innovationen im Unternehmen voranzutreiben.
Warum ist das Fazit der Arbeit kritisch gegenüber staatlichen Regulierungen?
Der Autor argumentiert, dass historische Verfahren, wie die Überprüfung durch die Zentralstelle für Fernunterricht, nicht mehr den heutigen Gegebenheiten des schnellen, digitalen Lernens in einer Wissensgesellschaft entsprechen.
- Quote paper
- Jana Wurdel (Author), 2015, Die Rolle digitaler Medien bei Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Das Medienunternehmen Axel Springer SE, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315259