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Die Gründung des Erzbistums Gnesen und der "Akt von Gnesen"

Título: Die Gründung des Erzbistums Gnesen und der "Akt von Gnesen"

Trabajo Escrito , 2015 , 25 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Florian Kißler (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Gründung des Erzbistums Gnesen und dem sogenannten „Akt von Gnesen“. Dieser gilt bis heute als sehr umstrittenes Ereignis in der Geschichtswissenschaft.
Insofern sollen die Gegebenheiten rund um den Gnesener Akt anhand ausführlicher Quellenkritiken herausgearbeitet werden. Im Anschluss folgt eine zentrale Auslegung über die Bedeutsamkeit des Aktes von Gnesen insbesondere für Polen und der damit verbundenen Gründung des Erzbistums Gnesen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Entstehung und Überblick des Gnesener Aktes in Kürze

Quellenkritik: Die Chronik von Gallus Anonymus

Darstellung der Zusammenkunft in Gnesen bei Gallus Anonymus

Quellenkritik: Die Chronik des Thietmar von Merseburg

Die Darstellung der Gnesener Zusammenkunft bei Thietmar von Merseburg

Gallus Anonymus und Thietmar von Merseburgund im Vergleich

Eine Königskrönung im Jahre 1000?

Darstellung der Hildesheimer Annalen: Ein Erzbistum in Prag?

Die Bedeutung des Aktes von Gnesen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht die Gründung des Erzbistums Gnesen und den sogenannten „Akt von Gnesen“ im Jahr 1000. Das primäre Ziel ist es, durch eine fundierte Quellenkritik und einen anschließenden Vergleich der Berichte von Gallus Anonymus und Thietmar von Merseburg die unterschiedlichen Perspektiven und historischen Kontroversen um dieses Ereignis herauszuarbeiten und seine politische sowie kirchenhistorische Bedeutung zu beleuchten.

  • Quellenkritische Analyse der Chroniken von Gallus Anonymus und Thietmar von Merseburg.
  • Vergleichende Untersuchung der Gnesener Zusammenkunft in den unterschiedlichen Historiographien.
  • Diskussion um die historische Authentizität einer Königskrönung Boleslaw Chrobrys im Jahr 1000.
  • Analyse der Darstellungsproblematiken in den Hildesheimer Annalen bezüglich des Erzbistums.
  • Bedeutung des Aktes von Gnesen für die Souveränität Polens und die europäische Integration.

Auszug aus dem Buch

Darstellung der Zusammenkunft in Gnesen bei Gallus Anonymus

Die Begegnung von Kaiser Otto III. mit Boleslaw Chrobry beschreibt Gallus Anonymus im sechsten Kapitel des ersten Buches seiner Chronik. Dabei nennt Gallus auch den angeblichen Grund für Ottos Reise nach Gnesen. In der Chronik heißt es: „Auch das halten wir für erwähnenswert, dass zu seiner Zeit der Kaiser Otto […] zum heiligen Adalbert kam, um zu beten [...] und um zugleich den Ruhm des glorreichen Boleslaw kennenzulernen.“

Laut Gallus sei der Kaiser „ehrenvoll und „großartig“ aufgenommen worden. Darüber hinaus habe Boleslaw „außerordentliche Wunderwerke“ gezeigt, wie „mannigfache Schlachtreihen“ die durch buntfarbige Verschiedenheit der Kleidung ein „schillerndes Bild“ abgegeben haben sollen. Als Kaiser Otto die Macht und den Reichtum Boleslaws betrachtet habe, so habe er gesagt: „Bei der Krone meines Reiches, was ich sehe, ist größer, als ich durch Erzählen vernommen habe.“

Daraufhin habe der Kaiser hinzugefügt: „Es ziemt sich nicht, dass ein so großer und so bedeutender Mann wie einer von den Fürsten Herzog oder Graf genannt werde, sondern dass er, ehrenvoll mit einem Diadem umwunden, auf einen Königsthron erhoben werde.“ Dann habe Otto das kaiserliche Diadem seines Hauptes, zum Freundschaftsbund auf das Haupt von Boleslaw gesetzt und ihm einen Nagel vom „Kreuze des Herrn mit der Lanze des heiligen Mauritius“ zum Geschenk gemacht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in das umstrittene historische Ereignis des Zugs Kaiser Ottos III. nach Gnesen im Jahr 1000 ein und stellt das methodische Vorgehen sowie die zentrale Fragestellung der Arbeit vor.

Entstehung und Überblick des Gnesener Aktes in Kürze: Hier wird der historische Kontext der Christianisierung und der Pilgerreise Ottos III. zum Grab des heiligen Adalbert sowie die Etablierung des Erzbistums Gnesen kurz skizziert.

Quellenkritik: Die Chronik von Gallus Anonymus: Dieses Kapitel befasst sich mit der Identität, der Entstehungsgeschichte und der panegyrischen Absicht des anonymen Verfassers der polnischen Chronik.

Darstellung der Zusammenkunft in Gnesen bei Gallus Anonymus: Der Bericht von Gallus Anonymus über das Treffen wird hier detailliert wiedergegeben, wobei insbesondere die pompöse Schilderung des Empfangs und die angebliche Königserhebung im Vordergrund stehen.

Quellenkritik: Die Chronik des Thietmar von Merseburg: Die methodische Einordnung der Chronik des Bischofs Thietmar erfolgt hier unter Berücksichtigung seines sächsischen Hintergrunds und seiner kirchenpolitischen Einstellung.

Die Darstellung der Gnesener Zusammenkunft bei Thietmar von Merseburg: Dieses Kapitel analysiert Thietmars nüchterne, kirchenzentrierte Schilderung der Ereignisse in Gnesen und sein Schweigen zu den prunkvollen Aspekten, die bei Gallus zu finden sind.

Gallus Anonymus und Thietmar von Merseburgund im Vergleich: Die disparate Darstellung beider Chronisten wird hier gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und methodische Differenzen in der Wahrnehmung des historischen Aktes aufzuzeigen.

Eine Königskrönung im Jahre 1000?: Die historische Kontroverse um eine mögliche Königskrönung Boleslaws wird hier kritisch diskutiert und in den Kontext späterer Ereignisse des Jahres 1025 gesetzt.

Darstellung der Hildesheimer Annalen: Ein Erzbistum in Prag?: Hier wird die Verwechslungsproblematik in den Hildesheimer Annalen untersucht, die fälschlicherweise Prag statt Gnesen als Ort der Erzbistumsgründung nennen.

Die Bedeutung des Aktes von Gnesen: Den Abschluss bildet die Bewertung des Aktes als bedeutender Schritt für die polnische Geschichte, die Souveränität des Piastenstaates und die deutsch-polnische Erinnerungskultur.

Schlüsselwörter

Akt von Gnesen, Otto III., Boleslaw Chrobry, Erzbistum Gnesen, Gallus Anonymus, Thietmar von Merseburg, Königskrönung, Mittelalter, Historiographie, Quellenkritik, Adalbert von Prag, Piastenstaat, Kirchenprovinz, Hildesheimer Annalen, Ostpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit behandelt die Gründung des Erzbistums Gnesen und den sogenannten „Akt von Gnesen“ im Jahr 1000, wobei der Fokus auf der quellenkritischen Analyse zeitgenössischer Berichte liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Rolle von Kaiser Otto III. und Herzog Boleslaw Chrobry, die kirchenpolitische Bedeutung des Treffens, die unterschiedlichen Sichtweisen polnischer und deutscher Geschichtsschreiber sowie die Kontroverse um die Königskrönung.

Was ist die zentrale Forschungsfrage dieser Untersuchung?

Die Arbeit fragt nach der historischen Realität der Ereignisse in Gnesen, wie sie sich in den voneinander abweichenden Quellen widerspiegeln, und welche Bedeutung diese für die Souveränität Polens hatten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine vergleichende Quellenkritik, bei der Form, Inhalt und Pragmatik der Chroniken von Gallus Anonymus, Thietmar von Merseburg und der Hildesheimer Annalen analysiert werden.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse und dem Vergleich der Chronistenberichte, der Diskussion um die angebliche Königskrönung im Jahr 1000 sowie der Untersuchung von Fehlinterpretationen in anderen Quellen wie den Hildesheimer Annalen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind „Akt von Gnesen“, „Quellenkritik“, „Königserhebung“, „Reichskirche“ und die „Souveränität des Piastenstaates“.

Warum ist der Vergleich zwischen Gallus Anonymus und Thietmar von Merseburg so wichtig für die Arbeit?

Der Vergleich ist essenziell, da beide Autoren unterschiedliche Traditionen und Interessen vertreten, deren disparate Darstellungen die Grundlage für heutige historiographische Debatten bilden.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Hildesheimer Annalen in diesem historischen Kontext?

Die Arbeit interpretiert die Nachricht der Hildesheimer Annalen über eine Erzbistumsgründung in Prag als wahrscheinlich auf einem Missverständnis beruhende Fehlerquelle, die durch die Ortsbezeichnung „ad sanctum Adalbertum“ entstanden ist.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Gründung des Erzbistums Gnesen und der "Akt von Gnesen"
Universidad
University of Paderborn
Calificación
2,7
Autor
Florian Kißler (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
25
No. de catálogo
V315289
ISBN (Ebook)
9783668141094
ISBN (Libro)
9783668141100
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gnesen Otto III. Thietmar vom Merseburg Gallus Anonymus Boleslaw Chrobry Akt von Gnesen Erzbistum Gnesen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Florian Kißler (Autor), 2015, Die Gründung des Erzbistums Gnesen und der "Akt von Gnesen", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315289
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