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Das "reading journal" im Englischunterricht einer 9. Klasse (Realschule) zur Förderung der interkulturellen Kompetenz

Entwurf eines Konzepts zum handlungs- und produktionsorientierten Umgang mit einer Ganzschrift anhand "Ned Kelly. Outlaw and Folk Hero"

Titel: Das "reading journal" im Englischunterricht einer 9. Klasse (Realschule) zur Förderung der interkulturellen Kompetenz

Examensarbeit , 2011 , 32 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Interkulturelle Kompetenz ist heutzutage ein gängiger Begriff in der Fremdsprachendidaktik. Die Entwicklung der interkulturellen Kompetenz wird im heutigen Fremdsprachenunterricht neben der Ausbildung rein sprachlicher Qualifikationen intensiv gefordert. Diese Forderung geht von der Grundannahme aus, dass Sprache nicht unabhängig von Kultur existiert. Außerdem sollen heutige Schülerinnen und Schüler auf den ständig wachsenden Austausch mit anderen Kulturen vorbereitet werden, damit reibungslosere interkulturelle Kommunikation stattfinden kann. Deshalb ist interkulturelles Lernen, das der Entwicklung interkultureller Kompetenz dienen soll, auch Bestandteil von Lehrplänen. So sollen die Schülerinnen und Schüler einer Realschule in NRW im Fach Englisch am Ende der Jahrgangsstufe 10 im Bereich der interkulturellen Kompetenz „über ein grundlegendes Orientierungswissen zu ausgewählten Aspekten englischsprachiger Lebenswelten“ (KLP 2004, 36) verfügen. Sie sollen „Werthaltungen und Einstellungen aus Einzelbeobachtungen und Erkenntnissen ableiten und kritisch hinterfragen“ (ebd.) können, d.h. die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, Lebensbedingungen und Lebensweisen von Menschen anderer Kulturen vergleichen und kulturbedingte Unterschiede und Gemeinsamkeiten nachvollziehen sowie Sach- und Gebrauchstexte bezogen auf kulturspezifische Merkmale (u.a. Verwendung von Stereotypen) erläutern zu können (vgl. ebd.). Außerdem sollen sie in Begegnungssituationen des Alltags (z.B. im eigenen Umfeld, auf Reisen oder in Telefongesprächen) mit native speakers sowie lingua franca-Sprecherinnen und –Sprechern gängige kulturspezifische Konventionen beachten können (vgl. ebd.). Diese Ziele werden leider nicht immer bzw. nicht vollständig erreicht, deshalb ist es die Aufgabe der Lehrkraft, unterschiedliche Lehr- und Lernsituationen, Aufgaben- und Kooperationsformen zu schaffen, damit die interkulturelle Kompetenz intensiv gefördert werden kann. Eine der Möglichkeiten der Entwicklung der interkulturellen Kompetenz im Fremdsprachenunterricht ist die Schaffung des Zugangs zur fremden Kultur über das Lesen von Literatur in der Zielsprache. Beim Lesen literarischer Texte im Fremdsprachenunterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler nicht nur sprachliche, sondern auch geschichtliche und soziokulturelle Kenntnisse, was die Entwicklung der interkulturellen Kompetenz im besonderen Maße fördert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Motivation

1.2. Ziele und Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Interkulturelle Kompetenz: Definition und Lernziele

2.2. Warum interkulturelles Lernen mit Literatur im Fremdsprachenunterricht?

2.3. Handlungs- und produktionsorientierter Umgang mit Literatur im Fremdsprachenunterricht

2.3.1. Ansätze zu kreativen Verfahren im Umgang mit Literatur im Englischunterricht

2.3.2. Reading journal

3. Darstellung des Konzepts zur Förderung interkultureller Kompetenz an der Realschule XY

3.1. Lehrerfunktionen

3.2. „Ned Kelly. Outlaw and Folk Hero“: Lektüreinhalt und fachdidaktische Relevanz des Themas

3.3. Lernvoraussetzungen

3.4. Organisatorische Vorüberlegungen zur Gestaltung des reading journal

3.4.1. Aufbau des reading journal

3.4.2. Aufgabenkatalog: Obligatory, elective und optional tasks

3.4.3. Binnendifferenzierung.

3.5. Ablauf

3.5.1. Einstieg ins reading journal

3.5.2. Arbeitsphasen: before reading, while reading und after reading

3.5.3. Präsentation und Reflexion

3.5.4. Bewertung von reading journals

4. Vorschlag zur Evaluation des Konzepts

5. Resümee und Ausblick

6. Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, ein handlungs- und produktionsorientiertes Konzept für den Englischunterricht einer 9. Klasse zu entwickeln, das die Förderung der interkulturellen Kompetenz durch das selbstständige Lesen einer Ganzschrift mittels eines reading journals ermöglicht.

  • Entwicklung interkultureller Kompetenz im Fremdsprachenunterricht.
  • Integration von kreativen Verfahren im Literaturunterricht.
  • Konzeptionierung eines reading journals (Mischform aus Lesetagebuch, Lesemappe und Lesebegleitheft).
  • Binnendifferenzierung und motivationsfördernde Aufgabengestaltung für das eigenständige Lesen.

Auszug aus dem Buch

2.3.1. Ansätze zu kreativen Verfahren im Umgang mit Literatur im Englischunterricht

In den vergangenen Jahren wurden unzählige literaturdidaktische Vorschläge unterbereitet, die die aktive Rolle der Schüler beim Lesen betonen und ihre individuellen und kreativen Sinnbildungs- und Textverarbeitungsprozesse durch Anregungen und Hilfestellungen unterstützen (vgl. Küppers 1999, 57).

Brusch/Caspari (1998) sind der Meinung, dass kreative Verfahren im Umgang mit Literatur im Englischunterricht viel fruchtbarer seien als interpretative Verfahren, weil sie nicht „einen primär Distanz nehmenden, analytischen, verobjektivierenden Umgang mit Texten“ (Brusch/Caspari 1998, 172) fordern, sondern „zu einer eher subjektiv-individuellen, intuitiven, imaginativen und teilweise auch spielerischen und emotionalen Auseinandersetzung mit literarischen Texten“ (ebd.) anregen, „ohne jedoch analytische und reflexive Prozesse prinzipiell auszuschließen“ (ebd.). Somit können kreative Verfahren als Konkretisierung und Ergänzung, aber auch als Weiterentwicklung des schülerzentrierten textdeutenden Englischunterrichts gelten (vgl. ebd.).

Brusch/Caspari (1998) teilen sämtliche kreative Verfahren im Umgang mit literarischen Texten in vier Kategorien ein:

1) Der produktorientierte Ansatz in enger Bindung an literarische Vorbilder. Im Mittelpunkt dieses Ansatzes steht der literarische Originaltext, dessen Besonderheiten und kreatives Potenzial mithilfe kreativer Verfahren erkannt und nachvollzogen werden. Dazu eignen sich solche Verfahren wie Auslassungen („Lückentext“), Hinzufügungen, formale Veränderungen (Gedicht als Prosatext), Vertauschung von Textteilen, Präsentation des Textes in ungeordneten Einzelteilen („Textpuzzle“) usw.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung interkultureller Kompetenz und motiviert das Thema durch die Beobachtung eines Mangels an Ganzschriften im Englischunterricht der Realschule XY.

2. Theoretische Grundlagen: Erörtert Definitionen interkultureller Kompetenz, den Nutzen von Literatur für interkulturelles Lernen sowie methodische Grundlagen handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts.

3. Darstellung des Konzepts zur Förderung interkultureller Kompetenz an der Realschule XY: Entwirft das praktische Konzept des reading journals, inklusive Lehrerfunktionen, Lektüreauswahl, Aufgabenkatalog und Ablauf für eine 9. Klasse.

4. Vorschlag zur Evaluation des Konzepts: Skizziert einen methodischen Rahmen für die zukünftige Erprobung und Überprüfung der Effektivität des Konzepts an verschiedenen Lerngruppen.

5. Resümee und Ausblick: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit der praktischen Erprobung des Konzepts im zukünftigen Berufsalltag.

6. Literatur- und Quellenverzeichnis: Listet die verwendeten fachwissenschaftlichen Publikationen sowie die herangezogenen Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kompetenz, Fremdsprachenunterricht, Reading journal, Ganzschrift, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Kreative Verfahren, Literaturdidaktik, Englischunterricht, Lesetagebuch, Lesemappe, Lesebegleitheft, Binnendifferenzierung, Selbstständiges Lernen, Ned Kelly, Sprachkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption eines handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts im Fach Englisch, um die interkulturelle Kompetenz von Schülern einer 9. Klasse an der Realschule zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die interkulturelle Kompetenz, die Didaktik des literarischen Lesens sowie die praktische Umsetzung durch reading journals.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Erstellung eines konkreten Konzepts, das Lehrern ermöglicht, den Schülern einen Zugang zu fremden Kulturen über Ganzschriften zu eröffnen, obwohl im Unterrichtsalltag oft Zeitmangel herrscht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachdidaktik-Literatur und der Entwicklung eines praxisorientierten, differenzierten Konzeptentwurfs am Beispiel der Lektüre „Ned Kelly“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Ausarbeitung des reading journals, den Aufgabenarten für Schüler, der Binnendifferenzierung sowie der konkreten Organisation vom Einstieg bis zur Bewertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Interkulturelle Kompetenz, Reading journal, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Ganzschrift und Englischunterricht.

Warum wurde ausgerechnet die Lektüre „Ned Kelly“ gewählt?

Die Lektüre ermöglicht einen literaturbezogenen Landeskundeunterricht über Australien und ist für die Interessen der 15-16-jährigen Jugendlichen aufgrund der Thematik um Helden und Gesetzlose sehr motivierend.

Wie unterstützt das Konzept die Binnendifferenzierung?

Durch die Kategorisierung von Aufgaben in Pflicht-, Wahl- und freiwillige Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (easy, medium, difficult) wird den Schülern ermöglicht, ihrem individuellen Leistungsstand entsprechend zu arbeiten.

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Details

Titel
Das "reading journal" im Englischunterricht einer 9. Klasse (Realschule) zur Förderung der interkulturellen Kompetenz
Untertitel
Entwurf eines Konzepts zum handlungs- und produktionsorientierten Umgang mit einer Ganzschrift anhand "Ned Kelly. Outlaw and Folk Hero"
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
32
Katalognummer
V315312
ISBN (eBook)
9783668141407
ISBN (Buch)
9783668141414
Sprache
Deutsch
Schlagworte
englischunterricht klasse realschule förderung kompetenz entwurf konzepts umgang ganzschrift kelly outlaw folk hero
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2011, Das "reading journal" im Englischunterricht einer 9. Klasse (Realschule) zur Förderung der interkulturellen Kompetenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315312
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Leseprobe aus  32  Seiten
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