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Gewalt gegen zu Pflegende in Institutionen

Fallanalysen zur Gewaltprävention

Titel: Gewalt gegen zu Pflegende in Institutionen

Masterarbeit , 2015 , 151 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M.Ed. Henriette Bartusch (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Gewalt in der Pflege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, präventive Maßnahmen im Zusammenhang mit der Gewalt gegen ältere zu Pflegende durch Fallanalysen zu eruieren, um damit bisherige Maßnahmen zur Gewaltprävention zu überprüfen.

Gewalt ist ein immanenter Bestandteil des pflegerischen Handlungsfeldes. Vor allem ältere zu Pflegende sind aufgrund ihrer hohen Vulnerabilität laut aktuellen Studien vorranging von psychischer und physischer Gewalt bedroht. Dabei kann die angewandte Gewalt gegen diese Personengruppe in Institutionen schwerwiegende und weitreichende Folgen für die Betroffenen ebenso wie für Gesellschaft und Pflegende haben. Daher muss der Fokus auf der Prävention der selbigen liegen. Zwar setzt sich zahlreiche Literatur mit der Prävention von Gewalt im pflegerischen Kontext auseinander, allerdings erfolgte die Erhebung präventiver Maßnahmen bisher zum Teil einseitig, undurchsichtig sowie in Ermangelung an Situations- und Problemanalysen. Bisher haben lediglich Dießenbacher und Schüller Fallanalysen zur Aufklärung von Pflegegewalt durchgeführt, wobei der Fokus auf der Klärung der Gewaltursachen lag. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gewalt – Begriffsbildung und Begriffsverwendung

2.1 Definition

2.2 Formen

2.3 Ursachen

3. Präventionsmaßnahmen bei Gewalt gegen zu Pflegende

3.1 Prävention entsprechend den Zielgruppen

3.1.1 Universelle Ansätze

3.1.2 Selektive Ansätze

3.1.3 Indizierte Ansätze

3.2 Prävention entsprechend den Gewaltformen

3.3 Kritik

4. Fallanalysen zur Gewaltprävention

4.1 Methodisches Vorgehen

4.2 Das Analyseinstrument

4.3 Ergebnisse

4.3.1 Fallanalyse 1: Das ist immer so bei alten Leuten, die im Sterben liegen

4.3.2 Fallanalyse 2: Der Zustand auf dieser Station ist unbeschreiblich unwürdig

5. Diskussion und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, präventive Maßnahmen gegen die Gewalt an älteren zu Pflegenden in Institutionen mittels systematischer Fallanalysen zu eruieren, um bestehende Ansätze kritisch zu überprüfen und durch fallbezogene Erkenntnisse zu erweitern.

  • Analyse des Phänomens "Gewalt in der Pflege" und dessen Erscheinungsformen.
  • Untersuchung von Risikofaktoren und Ursachen auf verschiedenen Systemebenen.
  • Entwicklung einer fallbezogenen Analysematrix zur systematischen Erfassung von Gewaltsituationen.
  • Kritische Reflexion bestehender Präventionsstrategien und Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Das Problem des Missbrauchs und der Vernachlässigung älterer Menschen ist eine präsente und zunehmende Bedrohung in der heutigen Gesellschaft, zugehörig zum exponentiellen Wachstum in der älteren erwachsenen Bevölkerung.“

Dabei ist insbesondere die ältere Bevölkerungsgruppe eine sehr vulnerable, da „[h]ohes Lebensalter, Krankheit, Gebrechlichkeit und Pflegebedürftigkeit tendenziell mit erhöhter Anfälligkeit der Person gegenüber etwaigen Viktimisierungsversuchen einher(gehen)“. Dazu betont Wilms, dass es diese Bevölkerungsgruppe verdient habe, dass ihr der gleiche würdevolle Umgang zu Teil wird, wie alle anderen Menschen auch.

Allerdings zeigt sich in der Realität, dass der Umgang mit älteren Menschen diesem angedachten Prinzip nicht immer gerecht wird. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellte bei der Recherche europäischer Literatur fest, dass die Prävalenz bezüglich der Misshandlung älterer Menschen im Jahr 2010 in der europäischen Region hoch ist. Sie geht in Europa davon aus, dass 2,7% der älteren Menschen körperliche Gewalt erfahren, was circa 4 Millionen Menschen in Europa im Alter von 60 Jahren und älter entspricht. Des Weiteren erleben laut WHO 0,7% bzw. 1 Million der Älteren sexuelle, 19,4% bzw. 29 Millionen der Älteren psychische und 3,8% bzw. 6 Millionen der Älteren finanzielle Gewalt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedrohung durch Missbrauch und Vernachlässigung älterer Menschen und definiert die Zielsetzung der Arbeit, präventive Maßnahmen durch Fallanalysen zu identifizieren.

2. Gewalt – Begriffsbildung und Begriffsverwendung: In diesem Kapitel werden komplexe Definitionen von Gewalt im pflegerischen Kontext sowie deren Formen und Ursachen dargelegt, um eine theoretische Grundlage für die Fallanalyse zu schaffen.

3. Präventionsmaßnahmen bei Gewalt gegen zu Pflegende: Dieses Kapitel stellt existierende präventive Ansätze vor, systematisiert diese nach Zielgruppen und Gewaltformen und unterzieht sie einer kritischen Reflexion.

4. Fallanalysen zur Gewaltprävention: Das Kernkapitel präsentiert das methodische Vorgehen, das entwickelte Analyseinstrument (Analysematrix) und führt detaillierte Fallanalysen zu spezifischen Gewaltsituationen durch.

5. Diskussion und Ausblick: Abschließend werden die zentralen Ergebnisse diskutiert, der Nutzen der Fallanalysen hervorgehoben und Forschungsdesiderata sowie ein Ausblick für die Weiterentwicklung präventiver Strategien formuliert.

Schlüsselwörter

Gewalt in der Pflege, Gewaltprävention, ältere Pflegebedürftige, Institutionelle Gewalt, Fallanalyse, Systemintervention, Pflegesetting, Pflegequalität, Gewaltformen, Präventionsmaßnahmen, Interventionsinstrument, Systemanalyse, Pflegebeziehung, Schutzkonzepte, Versorgungsqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Gewalt gegen ältere Pflegebedürftige in stationären Einrichtungen und sucht nach effektiven Präventionsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Einordnung von Gewaltbegriffen, die Systematisierung bestehender Präventionsansätze sowie die praktische Anwendung von Fallanalysen zur Identifikation spezifischer Lösungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, durch die Analyse authentischer Fälle präventive Maßnahmen zu identifizieren, die über allgemeine Empfehlungen hinausgehen und die Komplexität pflegerischer Settings berücksichtigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Untersuchung verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Methode in Form von Fallanalysen, für die eigens ein Analyseinstrument auf Basis der "rekonstruktiven Systemintervention" und bestehender Planungsmodelle entwickelt wurde.

Welche Inhalte bilden den Schwerpunkt des Hauptteils?

Den Schwerpunkt bilden die theoretische Reflexion von Gewaltformen, eine kritische Auseinandersetzung mit dem Stand der Gewaltprävention sowie die systematische Auswertung von zwei ausführlichen Fallbeispielen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Gewaltprävention, Institutionelle Gewalt, fallbezogene Analyse, Systemintervention und Pflegequalität sind die zentralen Begriffe, die den roten Faden der Arbeit bilden.

Wie unterscheidet sich diese Arbeit von bisherigen Studien zum Thema Pflegegewalt?

Im Gegensatz zu vielen anderen Ansätzen, die oft nur allgemein oder deduktiv vorgehen, legt diese Arbeit einen starken Fokus auf eine induktive, fallbezogene Systemanalyse, die auch Ressourcen und individuelle Kontexte einbezieht.

Welche Rolle spielt der Angehörige in den untersuchten Fallanalysen?

Die Analysen zeigen, dass Angehörige eine zentrale Rolle spielen – sowohl als Betroffene, die unter der Gewalt leiden, als auch als Akteure, die durch ihr Handeln (z.B. Beschwerden oder zusätzliche Versorgungsaufgaben) Einfluss auf das Pflegesystem nehmen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Prävention?

Die Autorin schlussfolgert, dass "Patentrezepte" nicht funktionieren und Prävention zwingend fallbezogen, systemisch und ressourcenorientiert gestaltet werden muss, um wirksam zu sein.

Ende der Leseprobe aus 151 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gewalt gegen zu Pflegende in Institutionen
Untertitel
Fallanalysen zur Gewaltprävention
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Berufspädagogik und Berufliche Didaktiken)
Note
1,3
Autor
M.Ed. Henriette Bartusch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
151
Katalognummer
V315370
ISBN (eBook)
9783668141162
ISBN (Buch)
9783668141179
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewalt in der Pflege Gewalt in der Institution Fallanalysen Gewaltprävention
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.Ed. Henriette Bartusch (Autor:in), 2015, Gewalt gegen zu Pflegende in Institutionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315370
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