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Prinzipien und Praktikabilität verschiedener Pflegekonzepte bei Schlaganfall

Titel: Prinzipien und Praktikabilität verschiedener Pflegekonzepte bei Schlaganfall

Bachelorarbeit , 2013 , 36 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Henriette Bartusch (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel vorliegender Bachelorarbeit ist es, die Fragen zu klären, welche Prinzipien, Konzepte und pflegerischen Maßnahmen die Pflegekonzepte, die bei Schlaganfallbetroffenen zum Einsatz kommen, verfolgen. Ebenso sollen die Pflegekonzepte kritisch auf ihre Praktikabilität sowie Wirksamkeit in der Pflege und damit auch auf ihre Grenzen hinterfragt werden.

Um diese Zielstellung zu erfüllen, ist die Arbeit folgendermaßen gegliedert: Zunächst werden die Ätiologie und die multiplen Folgen eines Schlaganfalls erläutert. Dies soll unter anderem als theoretische Grundlage dazu dienen, die im Nachhinein erläuterten Pflegekonzepte in ihrer Anwendbarkeit und Wirksamkeit zu bewerten und ihre Grenzen aufzuzeigen.

Das darauffolgende Kapitel, welches ein traditionelles und ein neueres Schlüsselkonzept zur Rehabilitation von Schlaganfallbetroffenen zum Thema hat, arbeitet die Prinzipien und pflegerische Anwendung der Behandlungskonzepte auf. Damit soll eine der oben genannten Fragestellungen beantwortet und der Grundstein für die anschließende kritische Reflexion gelegt werden.

Somit soll das vorletzte Kapitel die Pflegekonzepte kritisch prüfen und einen Versuch unternehmen, die selbi-gen in Hinsicht auf ihre Umsetzbarkeit und Wirksamkeit zu prüfen sowie deren Grenzen zu beurteilen. Abschließend fasst eine Schlussbetrachtung die wichtigsten Aspekte der Arbeit zusammen und dient zugleich der Rückführung zum Thema.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Schlaganfall – Ein folgenschweres und komplexes Ereignis

3. Pflegekonzepte – Eine Bestandsaufnahme

3.1 Das Bobath Konzept® als traditionelle Konzeption

3.1.1 Definition und Entwicklung

3.1.2 Prinzipien und deren pflegerische Integration

3.2 Kinaesthetics® als moderne Konzeptsymbiose

3.2.1 Definition und Entwicklung

3.2.2 Konzepte und deren pflegerische Integration

4. Kritische Reflexion – Die Konzepte auf dem Prüfstand

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Prinzipien, Konzepte und pflegerischen Maßnahmen für Schlaganfallpatienten zu untersuchen und kritisch auf ihre Praktikabilität sowie Wirksamkeit in der Pflege zu prüfen, um Grenzen der bestehenden Ansätze aufzuzeigen.

  • Analyse der Ätiologie und Folgen eines Schlaganfalls als theoretische Grundlage
  • Untersuchung des Bobath-Konzeptes als traditionelles Rehabilitationsmodell
  • Betrachtung von Kinaesthetics als modernes, pflegeorientiertes Konzept
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit und Evidenz beider Ansätze im Pflegealltag

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Prinzipien und deren pflegerische Integration

Friedhoff und Schieberle betonen, dass es Bobath als sehr wichtig empfand, dass auch Pflegende das Bobath-Konzept anwenden. Diese Erkenntnis von Bobath ist als äußerst wertvoll zu betrachten, da Pflegende – vor allem im stationären Alltag – ständige Begleiter der Patienten sind und vor allem in Hinsicht auf die Interdisziplinarität ebenfalls einen wichtigen Bestandteil des multiprofessionellen Teams darstellen. Zudem wird es dem Anspruch des Konzeptes ein „24-Stunden-Konzept“ darstellen zu wollen gerecht.

Das Konzept beruht auf der Grundannahme, dass das zentrale Nervensystem in der Lage ist, sich anzupassen und umzuorganisieren und damit auch lernfähig ist. Grund dafür sind verschiedene Mechanismen. Dazu zählen unter anderem die Fähigkeit des Nervensystems bisher ungenutzte Synapsen durch biochemische Prozesse und rehabilitative Stimuli zu aktivieren, die Fähigkeit zur Sprossenbildung von Axonen sowie die Fähigkeit bestimmte motorische Bahnen vermehrt zu nutzen. Aufgrund dieser Erkenntnisse ist es wichtig, dass dem Patienten durch das pflegerische und therapeutische Team physiologische Bewegungsmuster ermöglicht und angebahnt und demzufolge pathologische Bewegungen vermieden werden. Denn ein Zulassen abnormer Bewegungen würde zwangsläufig zu einer Etablierung falscher synaptischer Verbindungen führen.

Um abnorme Bewegungen zu vermeiden und um einen Patienten nach Schlaganfall in den Aktivitäten des täglichen Lebens professionell unterstützen zu können, sollten nach dem Bobath-Konzept drei fundamentale Prinzipien beachtet werden. Dazu zählen die Förderung von normalen Bewegungsabläufen, die Normalisierung und Regulation des Muskeltonus und die Förderung der Körperwahrnehmung. Diese Fundamente können zugleich als Ziele des Konzeptes verstanden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Prävention und Rehabilitation bei Schlaganfällen angesichts des demografischen Wandels und stellt die Forschungsfrage der Arbeit.

2. Der Schlaganfall – Ein folgenschweres und komplexes Ereignis: Dieses Kapitel definiert den Schlaganfall medizinisch und erläutert die physischen, psychischen sowie sozialen Folgen für die Betroffenen.

3. Pflegekonzepte – Eine Bestandsaufnahme: Hier erfolgt eine detaillierte Bestandsaufnahme der Pflegekonzepte unter Berücksichtigung ihrer Entstehung und Zielsetzung.

3.1 Das Bobath Konzept® als traditionelle Konzeption: Dieses Unterkapitel widmet sich den Grundlagen und der Entstehungsgeschichte des Bobath-Konzeptes in der Pflege.

3.1.1 Definition und Entwicklung: Hier werden die theoretischen Definitionen und die historische Entwicklung des Bobath-Konzeptes detailliert beschrieben.

3.1.2 Prinzipien und deren pflegerische Integration: Dieses Kapitel befasst sich mit den Kernprinzipien des Bobath-Konzeptes und deren Anwendung im pflegerischen Alltag.

3.2 Kinaesthetics® als moderne Konzeptsymbiose: Hier wird Kinaesthetics als alternatives, auf Bewegungswahrnehmung basierendes Konzept für die Pflege eingeführt.

3.2.1 Definition und Entwicklung: Dieser Abschnitt beschreibt die Definition und den Ursprung von Kinaesthetics, geprägt durch Frank Hatch und Lenny Maietta.

3.2.2 Konzepte und deren pflegerische Integration: Dieses Kapitel erläutert die sechs Konzepte von Kinaesthetics und deren spezifische Bedeutung für pflegerische Handlungen.

4. Kritische Reflexion – Die Konzepte auf dem Prüfstand: Die Arbeit prüft die Anwendbarkeit, Wirksamkeit und Grenzen von Bobath und Kinaesthetics in der Pflege von Schlaganfallpatienten.

5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und fordert die Entwicklung eines ganzheitlichen, evidenzbasierten Pflegekonzeptes für Schlaganfallpatienten.

Schlüsselwörter

Schlaganfall, Pflegekonzept, Bobath-Konzept, Kinaesthetics, Kinästhetik, Rehabilitation, Pflegealltag, Schlaganfallpatienten, Bewegungstherapie, Muskeltonus, Körperwahrnehmung, Evidenzbasierte Pflege, Interaktion, Gesundheitsentwicklung, Pflegemaßnahmen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pflegerischen Versorgung von Schlaganfallpatienten unter Verwendung etablierter Pflegekonzepte wie dem Bobath-Konzept und Kinaesthetics.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen eines Schlaganfalls, die theoretischen Grundlagen der Pflegekonzepte Bobath und Kinaesthetics sowie deren praktische Umsetzung und kritische Reflexion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Prinzipien und Maßnahmen dieser Konzepte zu klären und zu hinterfragen, ob sie für eine professionelle, ganzheitliche Pflege von Schlaganfallpatienten ausreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Quellenarbeit, basierend auf Fachliteratur, Internetdatenbanken und offiziellen Lehrplänen der Gesundheits- und Krankenpflege.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Ursachen und Folgen des Schlaganfalls sowie die spezifischen Definitionen, Entwicklungen und Prinzipien der Bobath- und Kinaesthetics-Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schlaganfallrehabilitation, Bobath-Konzept, Kinaesthetics, Bewegungswahrnehmung, Evidenzbasierung und pflegerische Praxis charakterisiert.

Warum wird das Bobath-Konzept als traditionell bezeichnet?

Es wird als traditionell eingeordnet, da es eine lange Geschichte in der therapeutischen Anwendung hat und seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Aus- und Weiterbildung in der Pflege ist.

Was unterscheidet Kinaesthetics grundlegend von anderen Ansätzen?

Kinaesthetics basiert primär auf der Lehre der Bewegungsempfindung und fokussiert sich stärker auf die Ressourcenentwicklung und die Interaktion mit dem Patienten als auf ein rein symptomorientiertes Vorgehen.

Gibt es wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit der Konzepte?

Die Arbeit stellt fest, dass die wissenschaftliche Evidenzlage für beide Konzepte derzeit noch unzureichend ist und ein dringender Bedarf für weitere pflegewissenschaftliche Untersuchungen besteht.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Pflege von Schlaganfallpatienten?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ein neues, einheitliches und evidenzbasiertes Pflegekonzept benötigt wird, das gezielter auf das komplexe Krankheitsbild des Schlaganfalls abgestimmt ist.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Prinzipien und Praktikabilität verschiedener Pflegekonzepte bei Schlaganfall
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Berufliche Fachrichtungen)
Note
1,7
Autor
Henriette Bartusch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
36
Katalognummer
V315371
ISBN (eBook)
9783668147553
ISBN (Buch)
9783668147560
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pflegekonzepte Pflegekonzepte bei Schlaganfall Bobath Konzept Kinaesthetics
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Henriette Bartusch (Autor:in), 2013, Prinzipien und Praktikabilität verschiedener Pflegekonzepte bei Schlaganfall, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315371
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  36  Seiten
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